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Zeitleiste

Wie viele Dokumente aus jedem Jahr überliefert sind, vor dem Hintergrund der Ereignisse der Zeit. Klicken Sie ein Jahr an, um zu lesen, was es enthält.

Trąbczyn im Mittelalter

1173 bis 1444. Trąbczyn und seine Nachbarn in den mittelalterlichen Urkunden Großpolens: das Zisterzienserkloster Ląd, das Wrąbczynek, Kopojno, Zagórów und den Zehnten von Trąbczyn erwarb, und die Ritter und Erben, die Trąbczyn selbst besaßen.

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Wrąbczynek wird den Zisterziensern von Ląd geschenkt

Herzog Mieszko schenkt „parvum Vronchin“, das kleine Wrąbczynek, dem von ihm gegründeten Zisterzienserkloster Ląd an der Warthe, mit Salz, Seen, Fischerei und Jagd, frei von allen polnischen Abgaben.

1173-08-31 · Urkunde Herzog Mieszkos, Gnesen, 31. August 1173 (Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski I, Nr. 20)

Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 1

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Die Zehnten von Trąbczyn und seinen Nachbarn gehen an Ląd

Erzbischof Fulko von Gnesen gibt dem Kloster Ląd die Zehnten der Kapellen St. Peter und St. Andreas aus Zagórów, Skokum, Kopojno, Trąbczyn, Szetlew, Łukom und Wrąbczyn, „ob die Dörfer geteilt oder verlegt oder anders genannt werden“. Das Jahr 1240 ist das der Urkunde, von ihren Herausgebern als zweifelhaft bezeichnet.

1240-09-30 · Urkunde Erzbischof Fulkos, datiert 30. September 1240 (Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski I, Nr. 222)

Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 2

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Herzog Bolesław gibt Trąbczyn dem Grafen Mikołaj

Das Dorf Trąbczyn, „Trupcino“, hatte der Herzog zu vergeben: zuerst an den Grafen Janko, Sohn des Szymon, dann an einen Priester Mikołaj, beide ohne Erben gestorben. Nun gibt Herzog Bolesław es dem Grafen Mikołaj, seinem Schatzmeister in Ląd, und dessen Erben, frei von den herzoglichen Abgaben.

1276-03-27 · Urkunde Herzog Bolesławs, Dłusk, 27. März 1276 (Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski I, Nr. 460)

Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 5

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Die Erben von Trąbczyn verlieren ihren Prozess

In Pyzdry spricht der Landrichter von Gnesen und Kalisch Stropiszyn und Pępocin der Kirche von Gnesen zu, gegen die Brüder Jan und Przedpełk, Erben von Trąbczyn, und gegen Andrzej von Trąbczyn und seine ganze Verwandtschaft, und erlegt ihnen ewiges Schweigen auf.

1346-11-13 · zwei Urteile des Landrichters, Pyzdry, 13. November 1346 (Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski II, Nr. 1252, 1253)

Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 9 · Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 10

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Der Zehnte von Trąbczyn wird Ląd zugesprochen

Im Kloster Ląd entscheidet der Erzbischof von Gnesen zwischen dem Abt und Jan, dem Pfarrer von Trąbczyn: der Garbenzehnte der Felder von Trąbczyn gehört dem Kloster.

1399-10-13 · Urteil Erzbischof Dobrogosts, Ląd, 13. Oktober 1399 (Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski III, Nr. 2014)

Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 13

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Zagórów wird Stadt

König Władysław erlaubt dem Kloster Ląd, in seinem Dorf Zagórów eine Stadt nach Magdeburger Recht zu gründen, mit einem Wochenmarkt am Mittwoch.

1407-11-19 · Privileg König Władysławs, Niepołomice, 19. November 1407 (Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski V, Nr. 117)

Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski, 14

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Der Grenzstreit zwischen Trąbczyn und Łukom

1589 bis 1794. Trąbczyn unter seinen polnischen Besitzern, den Familien Trąmpczyński und dann Prusimski, und ihr zweihundertjähriger Streit mit dem benachbarten Łukom. Die Zeit endet, als Antoni Prusimski nach dem gescheiterten Kościuszko-Aufstand flieht.

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Der Erbherr von Trąbczyn verklagt seinen Nachbarn in Łukom wegen eines überschwemmten Waldes

Albertus Trąmpczyński Otha von Trąbczyn wirft Thomas Łukomski vor dem Landgericht in Konin vor, in Łukom einen Teich angelegt zu haben, der Wald und Wiesen von Trąbczyn, Nowa Wieś und Osiny überschwemmt habe. Das Gericht ordnet eine Besichtigung des Ortes an. Es ist das früheste Dokument des Streits zwischen den beiden Gütern, den spätere Besitzer zweihundert Jahre lang fortführten.

1589-06-12 · Landgericht Konin, Eintrag von 1589

53/6/0/-/17, 1

2

Grenzzeichen im Wald von Łukom

Jerzy Chełmski, nun Besitzer von Łukom, wirft den Brüdern Trąmpczyński von Trąbczyn vor, sie hätten ihre Untertanen in seinen Wald geschickt und etwa achtzig Grenzzeichen in Bäume hauen lassen, um einen großen Teil seines Grundes an sich zu ziehen, und etwa hundert Bauhölzer fällen lassen. Sie erscheinen nicht, und das Landgericht in Konin verurteilt sie in Abwesenheit. Von nun an geht der Streit darum, wo die Grenze verläuft.

1644 · Landgericht Konin, zwei Versäumnisurteile von 1644

53/6/0/-/36, 1 · 53/6/0/-/36, 2

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Die Chełmski verklagen Krzysztof Prusimski; ein Kommissar wird auf den Grund geschickt

Trąbczyn gehört nun der Familie Prusimski. Franciszek und Józef Chełmski von Łukom werfen Krzysztof Prusimski, seinem Sohn Antoni und ihren Leuten vor, auf ihrem Grund Schindeln und eine Hütte verbrannt, bei einem bewaffneten Überfall vier Ochsen weggenommen und Heu abgefahren zu haben. Das Landgericht in Konin schickt einen vereidigten Kommissar auf den strittigen Grund, der alte Zeugen unter Eid darüber vernehmen soll, wem er gehört.

1728-01-26 · Landgericht Konin, Dekret von 1728

53/6/0/-/40, 1

2

Paweł Prusimski ist tot; seine Witwe lässt Trąbczyn besichtigen

Katarzyna Prusimska, geborene Rozdrażewska, Witwe von Paweł Prusimski und auf Lebenszeit Inhaberin seiner Güter, lässt das Vorwerk, die Dörfer und die Wälder von Trąbczyn besichtigen und beschreiben. Zwei Adlige erklären, die besseren Kiefern und Eichen seien gefällt. Paweł war der Onkel von Antoni Prusimski, der das Gut spätestens 1767 besaß; die Urkunden, die er hinterließ, blieben bei den Erben der Witwe, und Antoni erklärt 1778, er habe auf ihre Herausgabe geklagt und sie noch nicht erhalten.

1754-07-09 · Burggericht Konin, Besichtigung, eingetragen am 12. Juli 1754

53/17/0/-/Konin Gr.136, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.117, 3

Paweł Prusimskis Begräbnis in Trąbczyn

Die Warschauer Zeitung Kuryer Polski berichtet aus Kalisch über das Begräbnis des königlichen Kammerherrn Paweł Prusimski in Trąbczyn. Der Abt von Ląd, zum Hochamt eingeladen, wird durch Frost auf der Warthe aufgehalten; sein Neffe Antoni Prusimski hält die Leichenrede; und seine Witwe Katarzyna lässt am selben Tag in Pyzdry, Konin und Kaźmierz Exequien halten, weil die Pfarrkirche zu klein ist.

1754-12-05 · Kuryer Polski 1754, Nr. 75 (25. Dezember), Bericht aus Kalisch vom 5. Dezember

Cz2271, Kuryer Polski 1754, nr 75, 1

1

Eine Sache, die erst entschieden werden kann, wenn die Grenze feststeht

Stanisław Chełmski hatte Pottasche beschlagnahmen lassen, die die Sieder der Witwe Prusimska nach Danzig brachten. Das Landgericht in Konin hört die Zeugen und setzt dann sein Urteil aus: Die Grenze zwischen Trąbczyn und Łukom ist noch vor dem Krontribunal anhängig, und erst die Grenze wird zeigen, auf wessen Grund die Pottasche hergestellt wurde.

1763 · Landgericht Konin, Dekret von 1763

53/6/0/-/45, 1

2

Antoni Prusimski, Erbherr von Trąbczyn: seine Olęder werden überschwemmt

Antoni Prusimski von Kolno tritt als Erbherr von Trąbczyn auf. Sein Gerichtsbote berichtet, ein von den Leuten von Łukom auf Befehl ihres Herrn neu aufgeworfener Damm habe das Wasser gestaut und die Olęder in den Wäldern von Trąbczyn samt ihren Feldern und Wiesen überschwemmt. Ein zweiter Bericht folgt im August.

1767-04-22 · Burggericht Konin, zwei Berichte von 1767

53/17/0/-/Konin Gr.114, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.114, 2

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Chełmski wird in den Besitz des Waldes Lusnia und seiner Siedler eingewiesen

Stanisław Chełmski hat vor dem Krontribunal gewonnen: drei Dekrete von 1766 bis 1768 und eine Verurteilung Antoni Prusimskis von 1770. Ein Kommissar übergibt ihm den Kiefernwald Lusnia als von alters her zu Łukom gehörig, samt der kürzlich darin angelegten Olęder-Siedlung: einem Krug und zwölf Siedlern, denen Gehorsam ihm gegenüber befohlen wird. Es sind die Siedler, die das Tribunal 1782 Prusimski zurückgab, bis auf einen.

1771-11-04 · Burggericht Kalisz, Besitzeinweisung, eingetragen am 9. November 1771

53/15/0/-/Kalisz Gr.414, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.115, 4

Ein durchstochener Damm und Schüsse auf den Krug von Lusnia

Sechs Wochen nach der Einweisung legt Chełmskis Gerichtsbote dem Amt in Konin Waffen vor und berichtet, was er gesehen hat: den Damm am Teich von Łukom durchstochen und das Wasser samt den Fischen abgelassen, Schießscharten in den Wänden des Krugs von Lusnia und dessen Fenster zerschossen. Er sagt, mehr als dreißig Untertanen von Trąbczyn hätten es in Prusimskis Gegenwart getan. Chełmski protestiert 1773 erneut, Prusimskis Verwalter und Diener seien über den Krug und die Siedler hergefallen.

1771-12-20 · Burggericht Konin, Berichte und ein Protest von 1771 bis 1773

53/17/0/-/Konin Gr.115, 5 · 53/17/0/-/Konin Gr.115, 6 · 53/17/0/-/Konin Gr.115, 9 · 53/17/0/-/Konin Gr.115, 10

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Eine Kommission des Reichstags tagt an der Grenze und endet in zwei Dekreten

Eine vom polnischen Reichstag eingesetzte Kommission, die den Streit beenden soll, tritt im Wald zwischen Trąbczyn und Łukomia zusammen. Sie spaltet sich. Die Kommissare unter Ludwik Dąmbski, Woiwode von Brześć Kujawski, erkennen Antoni Prusimskis Grenzlinie als die bessere an, lassen entlang ihr Grenzhügel aufwerfen und verurteilen Stanisław Chełmski zu Turmhaft und Schadenersatz. Die Kommissare, die Chełmski beigezogen hatte, erlassen ein eigenes Dekret für seine Linie. Jede Seite protestiert gegen das Dekret der anderen, und nichts ist entschieden.

1775-09-13 · Dekret der Grenzkommission (Gerichtsbuch von Konin, 1776); Register des Burggerichts Konin

53/17/0/-/Konin Gr.145, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.116, 3 · 53/17/0/-/Konin Gr.116, 7 · 53/17/0/-/Konin Gr.117, 4

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Prusimski wird verpflichtet, sein Grenzdekret in Konin einzutragen

Prusimski hatte das für ihn ergangene Dekret in Brześć Kujawski eingetragen, in einer anderen Woiwodschaft. Chełmski weist durch drei Nachsuchen nach, dass es nicht in den Akten der eigenen Woiwodschaft steht. Das Landgericht in Konin verpflichtet Prusimski, es binnen vier Wochen zu den dortigen Burgakten zu bringen, bei Strafe der Acht. Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb das Dekret im Koniner Buch erhalten ist.

1777-10-20 · Landgericht Konin, Dekret der Sitzung, die am 20. Oktober 1777 begann

53/6/0/-/46, 1 · 53/15/0/-/Kalisz Gr.424, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.116, 12

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Eine zweite Front: die Forderung, die Chełmski vom Kaufmann Tracholz gekauft hat

Chełmski hatte 1768 die Forderung eines Kaufmanns gegen Antoni Prusimskis verstorbenen Onkel Paweł übernommen, aus einem Verkauf von Trąbczyner Holz, und verklagt Antoni daraus. Im Oktober 1777 setzt das Landgericht einen Ortstermin auf dem Grund von Trąbczyn an. Im März und April 1778 protestiert Prusimski und lässt Chełmski und die Richter vor das Krontribunal laden: Die Urkunden, die er braucht, liegen bei den Erben der Witwe seines Onkels, und der Kaufmann sei dem Onkel schuldig gewesen. Der Prozess läuft noch 1786.

1778-03-30 · Landgericht und Burggericht Konin, 1777 bis 1786

53/6/0/-/46, 2 · 53/17/0/-/Konin Gr.117, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.117, 3 · 53/17/0/-/Konin Gr.117, 7 · 53/17/0/-/Konin Gr.117, 8 · 53/17/0/-/Konin Gr.120, 2

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Das Krontribunal entscheidet zwischen den beiden Dekreten

Ein Gesetz von 1776 hatte Sachen, die mit zwei einander widersprechenden Kommissionsdekreten liegen geblieben waren, an das Krontribunal verwiesen. Sein Dekret vom 23. Januar 1782 bestimmt den Eckpunkt von Trąbczyn, Łukom und Drzewce und den Endpunkt bei Biskupice so, wie die Kommissare der Seite Prusimskis sie hatten, und zieht zwischen beiden auf der Karte eine gerade Linie. Die Olęder, die Chełmski an sich genommen hatte, sollen an Prusimski zurückgehen, bis auf einen, Martin Hunt; das geschieht am 6. März.

1782-01-23 · Dekret des Tribunals, wiedergegeben im Grenzdekret von 1782 (Gerichtsbuch von Konin)

53/17/0/-/Konin Gr.153, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.118, 11

Der erste Versuch, die Linie zu bezeichnen, scheitert

Zwei Grenzkämmerer kommen auf den Grund, jeder von einer Seite beigezogen. Der Geometer zieht die Linie des Tribunals, und es zeigt sich, dass Hunts Stelle nicht auf Chełmskis Seite liegt. Die Kämmerer sind uneins, was zu tun ist. Chełmski selbst stößt den Mann mit der Messkette weg und tritt die Kette von der Linie; der von Prusimski beigezogene Kämmerer Jakub Górski bricht ab und bittet das Kriegsdepartement um Soldaten.

1782-05-27 · Burggericht Konin, Proteste vom Juni 1782; das Grenzdekret von 1782

53/17/0/-/Konin Gr.118, 17 · 53/17/0/-/Konin Gr.118, 19 · 53/17/0/-/Konin Gr.153, 1

Die Grenze zwischen Trąbczyn und Łukom wird bezeichnet: einundvierzig Hügel

Am 17. Oktober 1782 entscheidet das Tribunal, dass seine Linie nicht geändert werden kann, hebt die Akten beider Kämmerer auf und verurteilt Górski zu einer Woche Turmhaft, weil er sie verbessern wollte. Der Grenzkämmerer von Gnesen, Franciszek Ksawery Jasiński, vollzieht es darauf: Einundvierzig Hügel werden entlang der Linie aufgeworfen und einunddreißig Pfähle in den Sumpf geschlagen, die älteren Hügel beider Seiten werden geschleift, und Martin Hunt wird Prusimski übergeben. Der Grenzstreit zweier Jahrhunderte ist entschieden.

1782-11-28-1782-12-03 · Dekret des Grenzkämmerers von Gnesen (Gerichtsbuch von Konin, 1782)

53/17/0/-/Konin Gr.153, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.153, 2 · 53/17/0/-/Konin Gr.118, 28 · 53/17/0/-/Konin Gr.118, 29

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Die Linie ist gezogen, der Streit geht weiter

An dem Tag, an dem das Gericht des Kämmerers eröffnet wurde, fällten Chełmskis Leute 221 Kiefern auf der Trąbczyner Seite der neuen Linie; Prusimskis Verwalter protestiert. 1783 lässt Chełmski Prusimski und dessen Verwalter vor das Burggericht Kalisz laden, weil sie im Wald Ochsen, Wagen und Äxte weggenommen hätten, und Prusimski lädt ihn seinerseits. Im Herbst stellt das Landgericht fest, dass Leute vom Hof Prusimskis einen Siedler Chełmskis geschlagen haben, und legt Prusimski einen Eid auf. Die Grenze steht fest; versöhnt sind die Nachbarn nicht.

1783-03-10 · Burggericht und Landgericht Konin, 1782 und 1783

53/17/0/-/Konin Gr.118, 26 · 53/17/0/-/Konin Gr.118, 27 · 53/17/0/-/Konin Gr.119, 1 · 53/17/0/-/Konin Gr.119, 4 · 53/6/0/-/47, 1

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Der letzte Eintrag: ein Wagen, im Wald von Trąbczyn angehalten

Prusimskis Waldwärter hält einen Bauern aus Łomowo an, einem Dorf Chełmskis, der einen gefällten Baustamm aus dem Kiefernwald von Trąbczyn fährt; sein Wagen, zwei Ochsen, eine Kuh und eine Stute werden dem Amt in Konin vorgezeigt und zurückgegeben. Es ist der letzte Eintrag der Gerichtsbücher in der Edition. Sechs Jahre später wurden die Güter eingezogen.

1788-06-09 · Burggericht Konin, Eintrag vom 9. Juni 1788

53/17/0/-/Konin Gr.121, 1

1
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Die Visitation der Pfarrei Trąbczyn: 760 Seelen

Der Bericht über die Visitation des Dekanats Konin beschreibt die Pfarrei Trąbczyn unter Antoni Prusimski, ihrem Erbherrn und Patron: den Pfarrer Józef Zurkowski, 1785 auf Prusimskis Präsentation eingesetzt; die Kirche des heiligen Martin, 1546 geweiht, zum Teil von der Familie Trąmpczyński erbaut und von Katarzyna Prusimska erweitert; und 760 Seelen in den Dörfern der Pfarrei, deren Dissidenten fast alle in den Olęder-Siedlungen leben.

1791 · Visitation des Dekanats Konin, 1790 und 1791 (Diözesanarchiv Włocławek)

85, 1

Die Hohenlohe-Ingelfingener Jahre

1794 bis 1807. Preußen zieht die Güter des geflohenen Prusimski ein, und der König schenkt sie Friedrich Ludwig, Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen, der sie besitzt, bis das Herzogtum Warschau sie ihm nimmt.

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Der Kościuszko-Aufstand; die Güter Prusimskis werden konfisziert

Antoni Prusimski, Starost und Besitzer von Trąbczyn, Kamionna und Kolno, schließt sich dem Aufstand gegen die Teilungsmächte an. Preußen konfisziert danach sein Vermögen. Es sind die Güter, die Fürst Friedrich Ludwig von Hohenlohe-Ingelfingen zwei Jahre später erhält.

1794 · Hypothekenschein für Kolno (Verleihungsurkunden, 12)

Oe 1 Bü 14525, 12

1795

Dritte Teilung Polens; Friede von Basel

Im April schließt Preußen in Basel einen Sonderfrieden mit Frankreich und scheidet aus dem Krieg gegen die Französische Republik aus. Im Oktober teilen die drei Teilungsmächte den Rest Polens unter sich auf, und Preußen annektiert das Gebiet, das es Südpreußen nennt. In den beiden folgenden Jahren erhält Friedrich Ludwig dort Güter, Zagórów, Trąbczyn, Kamionna und andere, die den Gegenstand des größten Teils dieser Korrespondenz bilden.

1795 · allgemeine Geschichte; die Urkunden von 1796 und 1797

3

Der König verleiht die Güter Prusimskis

Auf Vorschlag Karl Georg von Hoyms, des für Schlesien und Südpreußen zuständigen Ministers, vom 14. Juli und eine Kabinettsorder vom 23. Juli verleiht Friedrich Wilhelm II. Hohenlohe-Ingelfingen Kamionna und Kolno, Trąbczyn mit seinen Dörfern und Brzyce. Sechs Offiziere erhalten durch Urkunden vom selben Tag andere konfiszierte Güter. Hoym veranschlagt Hohenlohe-Ingelfingens Jahresertrag daraus auf 4.000 Thaler.

1796-08-09 · die Akte des Ministeriums über die Urkunden; die Urkunde in drei Abschriften; Hoyms Schreiben

I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3570, 1 · Oe 1 Bü 14525, 1 · Oe 1 Bü 14525, 39

Prusimski in Venedig

Graf Cattaneo, der preußische Resident in Venedig, berichtet, Antoni Prusimski, dessen Güter nun Hohenlohe-Ingelfingen besitzt, sei krank und durch den Tod seiner Frau gebrochen zu ihm gekommen, und er habe ihm bescheinigt, dass er nicht reisen könne. Im Januar 1797 gibt das Departement der auswärtigen Angelegenheiten den Bericht an die Minister Hoym und Schroetter und an den Großkanzler weiter. Nach der späteren Darstellung seiner Tochter brauchte er das Attest, um sich bei den preußischen Behörden zu entschuldigen, die ihn aufgefordert hatten, seine Ausreise zu rechtfertigen.

1796-12-14 · ein Auszug aus der Depesche des Residenten und die Schreiben des Departements in einer Akte der Zentralverwaltung für Südpreußen

I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 1414, 2 · I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 1414, 1 · III. HA MdA, III. Nr. 12366, 2

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Eine zweite Verleihung: Zagórów, Pszczew und die geistlichen Dörfer

Die Güter Prusimskis erweisen sich als hoch verschuldet; der König verleiht deshalb sechzehn vormals geistliche Dörfer, darunter Pszczew, Zagórów, Kopojno und Drzewce. Eine Deklaration vom 1. Dezember 1797 fügt deren Zubehörungen hinzu.

1797-06-19 · die Urkunden vom 19. Juni und 1. Dezember 1797 (Verleihungsurkunden, 5 und 6)

Oe 1 Bü 14525, 5 · Oe 1 Bü 14525, 6

Der König befiehlt die tatsächliche Übergabe der Güter

Die Güter waren nur auf dem Papier übergeben worden: Wer Geld auf sie geliehen hatte und sie als Sicherheit innehatte, und Pächter mit Verträgen blieben im Besitz und behielten die Einkünfte. Ein königlicher Befehl an die Kriegs- und Domänenkammern in Poznań und Piotrków, die Provinzialverwaltungen, stellt fest, die Übergabe sei eine bloße Förmlichkeit gewesen. Die Ansprüche der Inhaber sollen geprüft und die Bevollmächtigten Hohenlohe-Ingelfingens tatsächlich in den Besitz gesetzt werden.

1797-10-20 · königlicher Befehl (Verleihungsurkunden, 40)

Oe 1 Bü 14525, 40

Friedrich Wilhelm III. besteigt den preußischen Thron

Friedrich Wilhelm III. folgt seinem Vater. An ihn wendet sich Hohenlohe-Ingelfingen in diesen Briefen immer wieder, zumeist über den Generaladjutanten des Königs, von Köckritz.

1797-11 · allgemeine Geschichte

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Die Korrespondenz beginnt

Triebenfeld ist in Berlin und arbeitet daran, die südpreußischen Güter Hohenlohe-Ingelfingens gegen die preußischen Krondomänen Krotoszyn und Polajewo einzutauschen, um dessen Schulden zu tilgen.

1798-04-01 · Brief 75

Oe 1 Bü 9454, 75

Der Tausch gegen Krotoszyn und Polajewo wird abgelehnt

In Berlin bemüht sich Triebenfeld beim Kabinettsrat des Königs Beyme, beim Finanzminister Struensee, beim Minister Hoym und beim Generaladjutanten Köckritz, die Güter gegen zwei Krondomänen einzutauschen. Minister von Voss berichtet, der Staat verlöre durch den Tausch jährlich 17.400 Rthl, nach einer Taxe, die gemacht war, ohne dass jemand das Land besichtigt hätte, und der König lehnt ab. Noch 1800 bittet Hohenlohe-Ingelfingen gegen die Ablehnung.

1798-10-1800 · Briefe 77, 85, 87, 101

Oe 1 Bü 9454, 77 · Oe 1 Bü 9454, 85 · Oe 1 Bü 9454, 87 · Oe 1 Bü 9454, 101

Szetlewek wird verkauft

Glenck verkauft das Vorwerk Szetlewek bei Trąbczyn, 1.000 Morgen, an den Müller Samuel Lucke für 12.333 Rthl und 500 jährlich an Grundzins. Davon erhält Ignatz von Radzinski 8.333 Rthl: er hatte Geld auf das Vorwerk geliehen und es bis zur Rückzahlung als Pfand inne, und mit der Zahlung muss er es räumen.

1798-10-01 · Vertrag 25 der Urkunden

Oe 1 Bü 14526, 25

Die Gerichte drängen Hohenlohe-Ingelfingen, seinen Besitztitel nachzuweisen

Ab Dezember 1798 setzen die Provinzialgerichte in Kalisz und Poznań (in Preußen "Regierungen" genannt) Fristen, Hohenlohe-Ingelfingen als Eigentümer in die Hypothekenbücher, die Grundbücher, eintragen zu lassen, und drohen sonst mit Verfahren. Für Trąbczyn verlangen sie das Urteil, mit dem das Vermögen Prusimskis konfisziert wurde; es war in Toruń (Thorn) ergangen, und die Bitte um eine Abschrift wird in Poznań abgelehnt.

1798-12-28-1803 · Verfügungen und Bescheide (Verleihungsurkunden, 42, 30, 31, 43)

Oe 1 Bü 14525, 42 · Oe 1 Bü 14525, 30 · Oe 1 Bü 14525, 31 · Oe 1 Bü 14525, 43

19

Trennung von Marianne

Die Ehe Hohenlohe-Ingelfingens mit Marianne, geb. Gräfin von Hoym, zerbricht. Der Vergleich, der ihre Angelegenheiten regelt (der "Transact"), kommt erst 1804 zustande.

1799-1804 · Seidel 2018, Kap. 7.1

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Die Tochter Prusimskis klagt auf die Güter Brzyce

Michalina Prusimska, die noch minderjährige Tochter des früheren Besitzers, klagte vor der Regierung in Poznań (Posen) gegen Hohenlohe-Ingelfingen auf die Güter Brzyce, die sie als mütterliches Vermögen beanspruchte. Auf ihre Beschwerde forderte der König im Juni 1800 die Akten ein und befahl, die Sache zu beschleunigen. Im November bat Hohenlohe-Ingelfingen um andere Richter; die Verfügung, die den Prozess nach Warschau gab, traf in Poznań ein, als dort am 9. Dezember 1800 schon geurteilt war. Im Januar 1802 bat sie den König, die Appellation zu beschleunigen.

1800-06-18-1802 · die Kabinettsordres vom Juni und Juli 1800, die Eingabe des Fürsten, der Bericht der Regierung, ihre Bittschrift von 1802

I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3709, 2 · I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3709, 4 · I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3709, 5 · I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3709, 12 · I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3709, 15

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Siedler werden gesucht: Hussiten und Mennoniten

Mährische Brüder aus Böhmen, die die Briefe Hussiten nennen, besehen das Land der Güter, das zu 300 Rthl die Hufe (ein Bauernhof von etwa 30 Morgen) angeboten wird, und reisen heim, um ihre Glaubensgenossen zu holen. Im November bieten Mennoniten aus Westpreußen an, Zagórów und Trąbczyn im Ganzen zu kaufen und unter sich aufzuteilen.

1804-04-02 · Briefe 120, 126, 146

Oe 1 Bü 9454, 120 · Oe 1 Bü 9454, 126 · Oe 1 Bü 9454, 146

Triebenfelds Frau wird beerdigt

Triebenfeld schickt einen Antwortentwurf zur Genehmigung und bittet, die Reinschriften jemand anderen machen zu lassen, da seine Frau an diesem Tag beerdigt wird und er sich mit den Kindern zu seinem Schwager zurückgezogen hat.

1804-04-24 · Brief 124

Oe 1 Bü 9454, 124

Pszczew wird seinen Bewohnern überlassen

Hohenlohe-Ingelfingen überlässt die ganze Herrschaft Pszczew in Erbpacht und Kauf den Bürgern und sechs Dörfern, für 180.000 Rthl und einen jährlichen Grundzins von 1.000 Rthl; 137.000 Rthl des Preises zahlen die Käufer, indem sie auf der Herrschaft eingetragene Schulden übernehmen. 1805 versagt der König die Genehmigung, weil der Grundbesitz des Adels in der Provinz geschmälert würde, wenn Grundherren ihr Land an ihre Bauern verkaufen könnten, und wegen des Forsts. 1806 folgt eine königliche Genehmigung.

1804-07-28 · der Vertrag in zwei Abschriften und die Ablehnung (Urkunden, 18, 19, 24)

Oe 1 Bü 14526, 18 · Oe 1 Bü 14526, 19 · Oe 1 Bü 14526, 24

Kamionna und Kolno werden verkauft

Der erste größere Verkauf von Gutsland zur Schuldentilgung. Kamionna und Kolno gehen an George Conrad Leixner, einen Beamten der Bank in Frankfurt an der Oder, für 142.000 Rthl, durch einen Vertrag vom August 1804 und einen zweiten vom Januar 1805. Leixner will das Land aufteilen und stückweise verkaufen.

1804-08-30-1805-01 · Briefe 135, 136; Verträge 5 und 4 der Urkunden

Oe 1 Bü 14526, 5 · Oe 1 Bü 14526, 4 · Oe 1 Bü 9454, 135 · Oe 1 Bü 9454, 136

46

Die Invaliden-Casse leiht auf die Güter

Hohenlohe-Ingelfingens Schulden wachsen schneller als die Einkünfte der Güter. Gräfin Schlabrendorff, eine seiner Gläubigerinnen, will auf die 50.000 Rthl, die er ihr schuldet, nicht über Neujahr hinaus warten. Über Köckritz sagt die Invaliden-Casse, die preußische Militärversorgungskasse, ein Darlehen von 150.000 Rthl zu, die ersten 50.000 gegen eine Hypothek auf die Güter, wobei Triebenfeld persönlich für die Schuld unterschreibt. Am 28. Januar unterzeichnet er in Berlin die Schuldverschreibung und verpfändet ein Fünftel der 250.000 Rthl, die Hohenlohe-Ingelfingen ihm auf Zagórów schuldet; im März wird die Verpfändung in Kalisch ins Hypothekenbuch eingetragen.

1805-01-26 · Briefe 118b, 158; das Hypothekenbuch von Zagórów (Verleihungsurkunden, 21); Abschriften der Schuldverschreibung und des Hypothekenscheins in der Akte der Staatsschatzverwaltung

Oe 1 Bü 9454, 118b · Oe 1 Bü 9454, 158 · Oe 1 Bü 14525, 21 · I. HA Rep. 162, Nr. 295, 1 · I. HA Rep. 162, Nr. 295, 3

Triebenfeld erhält die Generalvollmacht

Hohenlohe-Ingelfingen gibt Triebenfeld Vollmacht, in allem, was Zagórów, Witów und Trąbczyn betrifft, für ihn zu handeln. Jeder Vertrag, den Triebenfeld von nun an unterzeichnet, beruht auf dieser Vollmacht, und jedem liegt eine beglaubigte Abschrift davon bei.

1805-02-19 · beglaubigte Abschriften bei den Erbpachtverträgen

Oe 1 Bü 14526, 6 · 53/71/0/-/57, 1 · 53/968/0/-/801, 1

270 Hufen an Siedler ausgetan

Triebenfeld unterzeichnet eine Punktation, die 270 Hufen in Trąbczyn, Łazy, Osiny, Neudorff und Przybysław an darin namentlich genannte Siedler in Erbpacht austut, zu 300 Rthl die Hufe beim Antritt und 15 Rthl die Hufe jährlich an Zins. Bis ins folgende Frühjahr nimmt das Gericht der Güter in Mariantów einen Vertrag nach dem anderen zu denselben Bedingungen auf.

1805-04-06 · Vertrag 15 der Urkunden; eine Gerichtsakte über eine solche Erbpacht vom 31. März 1806

Oe 1 Bü 14526, 15 · 53/71/0/-/57, 1

Bittschrift, Oleśnica unter gerichtliche Verwaltung zu stellen

Oleśnica war im Februar 1804 an drei Bürger verpachtet worden, die beim Antritt 20.000 Rthl zahlen sollten. Sie zahlten die Hälfte, danach weder Pacht noch Abgaben, und verkauften Teile des Gutes. Triebenfeld beantragt, ihnen das Gut zu nehmen und es von einem gerichtlich bestellten Verwalter führen zu lassen; die Regierung in Kalisz lehnt ab, und er wendet sich im Namen Hohenlohe-Ingelfingens an den König.

1805-09-18 · die Bittschrift in der Akte des Ministeriums

I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3705, 1

Der König bestätigt das Familienmajorat Hohenlohe-Ingelfingens

In seinem Testament vom 7. Oktober 1805 bindet Hohenlohe-Ingelfingen seine Häuser in Wrocław, seine schlesischen Güter und Hüttenwerke und die südpreußischen Herrschaften, darunter Trąbczyn und Zagórów, an seine Familie: Sie sollen ungeteilt in fester Folge von einem Erben auf den nächsten übergehen und dürfen weder verkauft noch geteilt werden. Erlischt der Mannesstamm, fallen die südpreußischen Güter an seine Tochter Auguste. Der König bestätigt diese Ordnung.

1805-12-19 · die königliche Urkunde

Oe 1 U 199, 1

22

Hausarrest in Öhringen

Nach seiner Kapitulation bei Prenzlau wird Hohenlohe-Ingelfingen als französischer Kriegsgefangener in seiner eigenen Residenz in Öhringen festgehalten.

1806-1808 · Seidel 2018, Zeittafel

Der König genehmigt die Parzellierung von Zagórów und Trąbczyn

Im Namen des Königs erlaubt die Kriegs- und Domänenkammer in Kalisch, die Provinzialverwaltung, Hohenlohe-Ingelfingen, die Vorwerke beider Herrschaften in Stellen aufzuteilen, Oleśnica und Szetlewek zu vererbpachten und die Dienste aller Untertanen in einen festen Geldzins zu verwandeln. Er behält einen Teil von Trąbczyn, die Grundstücke in Mariantów und einen Teil des Forstes zurück. Keine Bauernstelle darf eingehen, und die Untertanen sind für ihre Hütungs- und Holzungsrechte zu entschädigen.

1806-01-28 · zwei Abschriften des Konsenses: eine bei den Urkunden, eine um 1930 angefertigte

Oe 1 Bü 14526, 8 · 53/968/0/-/801, 2

Hundert Hufen des Waldes von Drzewce an achtzehn Siedler ausgetan

Das Gericht der Güter in Mariantów fertigt einen Vertrag aus, mit dem Triebenfeld 100 Hufen des Waldes von Drzewce in der Herrschaft Zagórów achtzehn namentlich genannten Siedlern in Erbpacht überlässt. Das Land ist erst zu roden; sie zahlen deshalb kein Einkaufsgeld und bis Weihnachten 1808 keinen Zins, danach 30 Rthl die Hufe jährlich, zusammen 3.000 Rthl, wovon sie die Hälfte ablösen können. Elf der achtzehn unterzeichnen mit drei Kreuzen.

1806-03-21 · eine um 1930 angefertigte Abschrift des Vertrags im Staatsarchiv Poznań

53/968/0/-/801, 3

Eine Erbpacht vor Gericht: Christoph Erbet

Das Gericht der Güter, das in Mariantów sitzt, verzeichnet, dass Triebenfeld eine Hufe des Trąbczyner Forsts an Christoph Erbet aus dem Trąbczyner Hauland, der Kolonistensiedlung auf gerodetem Waldland, in Erbpacht ausgetan hat, für 100 Rthl Einkaufsgeld und 30 jährlich, die ersten drei Jahre frei. 1811 schickt der Gutsbeamte Hawich die Akte an das Friedensgericht in Konin und beantragt, von Erbet die Kosten für die Ausfertigung seines Vertrags, 9 Taler 18 Groschen, im Wege der Exekution einzutreiben.

1806-03-31 · die Gerichtsakte im Staatsarchiv Poznań

53/71/0/-/57, 1

Ein Plan, die Schulden mit einem königlichen Darlehen zu tilgen

Triebenfeld entwirft eine Bittschrift an den König. Nach einem von der Kammer in Kalisz beglaubigten Anschlag bringen Trąbczyn und Zagórów jetzt 40.260 Rthl jährlich, und sechzehn neue Dörfer mit fünfhundert Familien sind auf ihnen angesiedelt. Hohenlohe-Ingelfingens Schulden betragen 698.000 Rthl. Er bittet den König, ihm diese Summe in Tresorscheinen zu leihen, gesichert als einzige Hypothek auf den beiden Herrschaften und aus ihren Einkünften zu tilgen, damit er von allen übrigen Gläubigern frei wird.

1806-04-25 · Brief 179a

Oe 1 Bü 9454, 179a

Jena und Auerstädt

Das preußische und das sächsische Heer werden vernichtet. Friedrich Ludwig befehligt den linken Flügel und ist nach dem Tod des Herzogs von Braunschweig kurzzeitig Oberbefehlshaber.

1806-10-14 · Seidel 2018, Zeittafel

Kapitulation bei Prenzlau

Friedrich Ludwig ergibt sich mit seinem Armeekorps und legt alle militärischen Ämter nieder. Triebenfeld schreibt am selben Tag, boshafte Gerüchte ließen die Kapitulation schon jetzt millionenmal schlimmer erscheinen, als sie war.

1806-10-28 · Seidel 2018, Zeittafel; Brief 26

Oe 1 Bü 9454, 26

Die Restitution der Miączyńska

Ab 1807. Die Güter gehen an Prusimskis Tochter zurück. Um den Anspruch Hohenlohe-Ingelfingens und um die Forderungen seiner Gläubiger wird noch fünfundzwanzig Jahre gestritten.

8

Friede von Tilsit; das Herzogtum Warschau

Südpreußen wird zum Herzogtum Warschau unter dem König von Sachsen. Die Güter Hohenlohe-Ingelfingens liegen nun in einem fremden Staat.

1807-07 · allgemeine Geschichte

Die Regierungskommission gibt die Güter der Tochter Prusimskis zurück

Michalina Dąbska, geborene Prusimska, ist in Dresden, wo die provisorische polnische Regierung mit Napoleon zusammentrifft. Sie bittet die Kommission und den Kaiser um die konfiszierten Güter ihres Vaters und beruft sich auf Napoleons Dekret vom 5. Juni, das Józef Wybicki seine Güter zurückgab. Am 21. Juli dehnt die Kommission dieses Dekret auf sie aus: Die Güter sollen an ihre wahren Eigentümer zurückfallen. Der Beschluss nennt kein Gut und sagt nichts über die Schulden, die Hohenlohe-Ingelfingen darauf hat eintragen lassen.

1807-07-21 · die Dresdner Akten der Regierungskommission, 1 bis 4, und ihr Register, 2

1/174/0/2/73, 2 · 1/174/0/2/73, 3 · 1/174/0/2/73, 1 · 1/174/0/2/73, 4 · 1/174/0/1/6, 2

Trąbczyn wird der Tochter Prusimskis übergeben

Auf Anordnung der regierenden Kommission des neuen Herzogtums nimmt ein Richter des Appellationsgerichts die Trąbczyner Güter den Beamten Hohenlohe-Ingelfingens ab und übergibt sie dem Bevollmächtigten der Michalina Dąbska, geborenen Prusimska. Ein Gericht hat nicht entschieden. Kamionna wird auf dieselbe Weise genommen. Hohenlohe-Ingelfingen erhält sie nie zurück.

1807-10-05 · Briefe 28 und 27; die späteren Eingaben in der Akte des Außenministeriums

Oe 1 Bü 9454, 28 · Oe 1 Bü 9454, 27 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 4

13

Das Gericht der Güter fertigt noch Urkunden aus

Zagórów war 1807 nicht genommen worden, und sein Gericht arbeitete im Namen Hohenlohe-Ingelfingens weiter. Drei Monate nach der Wegnahme Trąbczyns fertigt das Gericht, das nun als Patrimonialgericht von Zagórów unter Hawich zeichnet, amtliche Abschriften zweier Verträge aus, die im Juli 1806 in Trąbczyn geschlossen worden waren: den Verkauf einer Hufe in Osiny an den Bauern Blazy Kukulski und die Erbpacht von anderthalb Hufen gerodeten Forsts an Gottlieb Sarre aus dem Pyzdrer Hauland. Die Abschriften werden in Alexandrien und in Pyzdry ausgefertigt.

1808-01-28 · Verträge 6 und 7 der Urkunden

Oe 1 Bü 14526, 6 · Oe 1 Bü 14526, 7

Triebenfeld von französischen Gendarmen verhaftet

Als Generalbevollmächtigter Hohenlohe-Ingelfingens, und weil er für das Darlehen der Invaliden-Casse selbst unterschrieben hatte, wird Triebenfeld im März 1808 und erneut im Januar 1809 in Berlin wegen der Zinsrückstände festgehalten. Im Februar 1809 verlässt er Berlin, um einem weiteren Urteil zu entgehen, und im Mai wird ihm unterwegs ein Koffer im Wert von 800 Rthl gestohlen.

1808-03-14-1809 · Briefe 30, 42, 45, 57

Oe 1 Bü 9454, 30 · Oe 1 Bü 9454, 42 · Oe 1 Bü 9454, 45 · Oe 1 Bü 9454, 57

27

Die Instruktionen von Konotop

Aus Konotop schickt Triebenfeld dem Gutsbeamten Hawich Vollmachten, um im Herzogtum Warschau für Hohenlohe-Ingelfingen zu handeln: vor allem auf die Rückgabe Trąbczyns durch Michalina Dąbska (Prusimska) zu klagen, die gerichtliche Verwaltung der übrigen Güter aufheben zu lassen und die Rückstände einzutreiben.

1809-03-07 · Briefe 48 und 302

Oe 1 Bü 9454, 48 · Oe 1 Bü 9454, 302

28
18

Einunddreißig Prozesse

Aus einer Bauernhütte in Świątniki schreibt Triebenfeld nach schwerer Krankheit, niemand auf den Gütern zahle Hohenlohe-Ingelfingen, was er ihm schulde. Die deutschen Kolonisten, die ihre Höfe in Erbpacht haben, zahlen keinen Jahreszins und berufen sich auf neue Edikte, die Kolonisten sechs Freijahre gewähren; die Pächter von Oleśnica, Kopojno und Drzewce zahlen keine Pacht. Einunddreißig Prozesse sind anhängig, um sie zur Zahlung zu zwingen. Zugleich sind etwa 8.657 Reichsthaler Steuern, 7.500 Reichsthaler Zinsen an die Invalidenkasse und weitere Zinsen und Kosten fällig, und er bezweifelt, dass er genug einnimmt, um sie zu decken. Das Tribunal in Kalisz hat sich für unzuständig erklärt, die Anordnung der Kommission von 1807 aufzuheben.

1811-01-01 · Brief 212; die Eingabe vom März 1815

Oe 1 Bü 9454, 212 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 4

Zinsnachlass und Vertreibung vorgeschlagen

Die Kolonisten auf den Gütern von Zagórów, die ihre Höfe in Erbpacht haben, können ihren Jahreszins nicht zahlen. Triebenfeld schlägt vor, ihnen ein Drittel davon für dieses Jahr als fürstliche Gnade zu erlassen, sodass sie statt eines Reichsthalers sechzehn gute Groschen zahlen; sonst, schreibt er, geben die Leute aus Halsstarrigkeit gar nichts. In denselben Wochen legt er Hohenlohe-Ingelfingen den umgekehrten Weg vor: wolle er die Güter behalten, seien die Kolonisten größtenteils durch gerichtliche Erkenntnisse zu entfernen und ihr Land wieder in Vorwerke zu verwandeln.

1811-07 · Briefe 215, 216

Oe 1 Bü 9454, 215 · Oe 1 Bü 9454, 216

Verfahren vor dem preußischen Kammergericht

Die Invaliden-Casse beantragt beim Kammergericht, dem obersten Gericht in Berlin, Triebenfeld zur Rückzahlung ihres Darlehens von 50.000 Rthl anzuhalten, für das er persönlich unterschrieben hatte. Es war durch Hohenlohe-Ingelfingens Schuldverschreibung über 250.000 Rthl auf Zagórów gesichert, und seit 1807 sind 9.375 Rthl Zinsen rückständig. Am 1. August 1811 lässt das Gericht die 80.000 Rthl, die die Fürstin von Sacken, die Mutter von Hohenlohe-Ingelfingens Frau, ihm vermacht hatte, für die Casse mit Arrest belegen und lädt Triebenfeld vor.

1811-07-30 · Briefe 74a und 74d

Oe 1 Bü 9454, 74a · Oe 1 Bü 9454, 74d

Wie es 1807 zur Übergabe Trąbczyns kam

Oberst von Sanitz, ein anderer der 1796 beschenkten Offiziere, der seine eigenen Güter zurückzuerlangen sucht, erfährt vom sächsischen Hof, wie es zur Übergabe von 1807 kam: Michalina Dąbska (Prusimska) hatte Napoleon um die Rückgabe der Güter gebeten, er hatte ihre Bittschrift nur an die polnische Regierungskommission weitergeleitet, und die Kommission ordnete die Rückgabe an sie an. Einen Befehl Napoleons selbst gab es nicht. Sanitz gibt Nachricht, damit Hohenlohe-Ingelfingen davon Gebrauch machen kann.

1811-08-15 · Brief 217

Oe 1 Bü 9454, 217

21

Napoleons Russlandfeldzug

Die Grande Armée zieht ostwärts genau durch die Kreise, in denen die Güter liegen.

1812 · allgemeine Geschichte

5

Die Befreiungskriege

Preußen wendet sich gegen Frankreich. Im Juni schreibt Triebenfeld an Hohenlohe-Ingelfingen aus Nysa (Neisse), das er wegen der Gicht nicht eher erreicht hatte: Unterwegs hatte er eine Nacht bei strömendem Regen im Freien hinter ein paar Steinen zugebracht.

1813 · Brief 239

Oe 1 Bü 9454, 239

26

Hardenberg hält den Brief Hohenlohe-Ingelfingens an den Zaren zurück

In Paris übergibt Triebenfeld dem Staatskanzler einen Brief Hohenlohe-Ingelfingens an den russischen Kaiser wegen Trąbczyn und Kamionna. Hardenberg behält ihn: Bevor über das Herzogtum Warschau entschieden sei, lasse sich nichts verlangen. Hier beginnt die Akte des Außenministeriums über den Anspruch.

1814-05-14 · die Akte des Außenministeriums, 3 und 1

III. HA MdA, III Nr. 12765, 3 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 1

Der Wiener Kongress wird eröffnet

Triebenfeld wird nach Wien geschickt, um die Rückgabe der Güter zu betreiben. Er trifft im Oktober 1814 ein und bleibt bis ins Jahr 1815, mittellos und Hohenlohe-Ingelfingen um Geld zum Leben bittend, und berichtet, was er von den Verhandlungen der Mächte hört.

1814-09 · Briefe 242, 243 ff.

Oe 1 Bü 9454, 242 · Oe 1 Bü 9454, 243

Humboldt nimmt sich der Sache an

Wilhelm von Humboldt bestätigt Triebenfelds Denkschrift und erbittet Abschriften von allem. Im Dezember soll Hardenberg versprochen haben, die Sache tätig zu betreiben; er nenne Hohenlohe-Ingelfingen den am schlimmsten behandelten Menschen.

1814-11-05 · Briefe 250, 262

Oe 1 Bü 9454, 250 · Oe 1 Bü 9454, 262

62

Wo die neue Grenze verlaufen soll

Der Kongress muss entscheiden, wo die neue Grenze zwischen Preußen und dem Königreich Polen unter dem russischen Kaiser verlaufen soll. Russland drängt auf eine Linie entlang der Prosna, die Trąbczyn und Blizanów auf seine Seite brächte, außer Reichweite jedes preußischen Gerichts. Im Februar 1815 meldet Triebenfeld, die Sache sei gegen Hohenlohe-Ingelfingen entschieden: der Kreis Konin, in dem die Güter liegen, fällt an das Königreich Polen.

1815-01-1815-02-13 · Briefe 266, 271

Oe 1 Bü 9454, 266 · Oe 1 Bü 9454, 271

Napoleon kehrt von Elba zurück

Die Arbeit des Kongresses wird unterbrochen, während sich die Mächte dem Krieg gegen Napoleon zuwenden, und die Sache Hohenlohe-Ingelfingens wartet mit ihr.

1815-03 · Briefe 4, 286

Oe 1 Bü 9454, 4 · Oe 1 Bü 9454, 286

Die Eingabe vom März 1815

Triebenfeld legt Hardenberg den ganzen Fall dar: die Verleihungen von 1796 und 1797, die Besitznahme von 1807 durch eine Kommission ohne Urteil eines Gerichts und die Weigerung des Tribunals. Er bittet um Rückgabe der Trąbczyner Güter mit neun Jahren Ertrag, 36.500 Rthl.

1815-03-02 · die Akte des Außenministeriums, 4

III. HA MdA, III Nr. 12765, 4

Triebenfelds Tochter Charlotte schreibt

Charlotte von Triebenfeld schreibt Hohenlohe-Ingelfingen zum dritten Mal aus Wrocław, ohne Antwort, und bittet um die Adresse ihres Vaters: sie weiß nicht, wo er ist.

1815-03-20 · Brief 7

Oe 1 Bü 9454, 7

Hohenlohe-Ingelfingen bittet stattdessen um Sokolnik

Trąbczyn wird unter russischer Herrschaft liegen, und Hohenlohe-Ingelfingen gibt es verloren. Er schreibt im April an den Freiherrn vom Stein, den Berater des Zaren, und im Mai an Hardenberg, beziffert seinen Verlust auf über 261.000 Rthl und bittet sie, sich beim Zaren dafür zu verwenden, dass er zur Entschädigung das kleine Amt Sokolnik bei Bolesławiec erhalte, das 8.000 bis 10.000 Rthl Pacht im Jahr bringt.

1815-05-12 · die beiden Briefe Hohenlohe-Ingelfingens in der Akte des Außenministeriums, 6 und 8

III. HA MdA, III Nr. 12765, 6 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 8

Schlussakte des Wiener Kongresses

Die neue Grenze verläuft über Słupca, die Warthe und die Prosna, wie Triebenfeld im Februar gemeldet hatte. Die Güter um Trąbczyn und Zagórów fallen an das Königreich Polen unter dem russischen Kaiser.

1815-06-09 · allgemeine Geschichte; Brief 271

Oe 1 Bü 9454, 271

Zerboni berichtet gegen den Anspruch

Von Hardenberg um ein Gutachten gebeten, verwirft Joseph Zerboni di Sposetti, der Oberpräsident in Poznań, die für Hohenlohe-Ingelfingen vorgelegten Zahlen, erklärt, dieser habe Trąbczyn verfallen lassen und mit Schulden belastet, und rät, Preußen könne nicht mehr tun, als Russland um eine Entscheidung zu bitten.

1815-11-02 · der Bericht in der Akte des Außenministeriums, 14

III. HA MdA, III Nr. 12765, 14

Triebenfelds Tochter stirbt

Triebenfelds Tochter stirbt vier Tage nach der Entbindung. In denselben Wochen erfährt er vom Tod Barbes, des Hofrats in Hardenbergs Kanzlei, der ihn in Wien beraten, seine Eingaben vorgebracht und ihm Geld geliehen hatte. Triebenfeld selbst erkrankt in Pszczew schwer an der Gicht und muss sich zur Behandlung nach Poznań bringen lassen.

1815-12 · Brief 297

Oe 1 Bü 9454, 297

16

Triebenfelds letzter Brief; im April ist er tot

Die Korrespondenz endet mit einem Brief aus Blizanów. Ein Vermerk vom 13. April 1816 am Rand von Zerbonis Bericht nennt ihn den verstorbenen von Triebenfeld. Seinen Tod selbst verzeichnet kein Dokument hier.

1816-01-31 · Brief 301; der Rand von Zerbonis Bericht

Oe 1 Bü 9454, 301 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 14

Preußen bringt den Anspruch in St. Petersburg vor, ohne Nachdruck

Auf Zerbonis Rat weist das Außenministerium seinen Gesandten, General von Schöler, an, den Wunsch Hohenlohe-Ingelfingens dem Zaren nur im Allgemeinen zur Kenntnis zu bringen, da eine Entschädigung Gnade und kein Recht sei.

1816-04-20 · die Akte des Außenministeriums, 15 und 17

III. HA MdA, III Nr. 12765, 15 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 17

Eine Gläubigerin bittet, aus einer Entschädigung bezahlt zu werden

Die Witwe von Brehmer bittet Hardenberg um die 5.000 Rthl, die ihr Bruder Hohenlohe-Ingelfingen 1803 auf Szetlewek geliehen hat und von denen weder Kapital noch Zinsen bezahlt sind. Ein Vermerk auf ihrer Bittschrift hält fest, dass alles, was Russland gewährt, den auf den Gütern eingetragenen Gläubigern zustehe.

1816-04-26 · die Akte des Außenministeriums, 19

III. HA MdA, III Nr. 12765, 19

Russland lehnt ab

Schöler berichtet aus St. Petersburg, das russische Ministerium habe seine Noten mit einer Ablehnung beantwortet. Das Ministerium sendet Hohenlohe-Ingelfingen im Dezember eine Abschrift, mit seinem Bedauern.

1816-11-23 · die Akte des Außenministeriums, 25 und 26

III. HA MdA, III Nr. 12765, 25 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 26

1817
1

Friedrich Ludwig stirbt in Sławięcice

Er stirbt in Sławięcice in Oberschlesien, zwei Jahre nach dem letzten Brief dieser Sammlung. Seine Erben nehmen den Anspruch auf.

1818-02-15 · Seidel 2018, Kap. 20.1

4

Prusimskis Tochter verlangt von Preußen die Tilgung der Schulden

Michalina Miączyńska, die Tochter des früheren Besitzers Prusimski, besitzt die Güter um Trąbczyn seit 1807 wieder, doch die Hypotheken, die Hohenlohe-Ingelfingen darauf aufgenommen hat, sind noch eingetragen: nach ihrer Rechnung 156.000 Taler. Über den russischen Gesandten in Berlin verlangt sie von Preußen, das die Güter konfisziert und verschenkt hat, diese Schulden zu tilgen. Das preußische Außenministerium lehnt am 11. Mai 1819 ab.

1819-01-20 · die Akte des Außenministeriums über die Forderung der Miączyńska, 1 bis 3

III. HA MdA, III. Nr. 12366, 1 · III. HA MdA, III. Nr. 12366, 2 · III. HA MdA, III. Nr. 12366, 3

3

Der Anspruch der Erben wird abgelehnt

Nach dem Tod Hohenlohe-Ingelfingens lassen seine Erben ihren Anspruch durch Herzog Eugen von Württemberg bei der russischen Regierung empfehlen. Der russische Gesandte in Berlin antwortet, die Sache sei 1816 entschieden und der Zar könne der Empfehlung nicht folgen. Das preußische Ministerium unternimmt nichts weiter.

1820-01-31 · die Akte des Außenministeriums, 27 und 29

III. HA MdA, III Nr. 12765, 27 · III. HA MdA, III Nr. 12765, 29

1821
1822
1823
1824
1825
1826
2

Preußen protestiert für einen Gläubiger Hohenlohe-Ingelfingens

Der Kaufmann Weigel in Wrocław (Breslau) besitzt eine Hypothek von 30.000 Talern, die Hohenlohe-Ingelfingen auf Trąbczyn aufgenommen hat. Das Ziviltribunal in Kalisz (Kalisch) ließ sie 1819 löschen, weil die Rückgabe der Güter an die Miączyńska die Schulden der Zwischenzeit aufgehoben habe, und das Obertribunal in Warschau bestätigte dies 1826. Der preußische Gesandte in St. Petersburg bittet den russischen Außenminister, das Urteil aufheben zu lassen. Eine Antwort enthält die Akte nicht.

1827-02-10 · die Akte des Außenministeriums über die Forderung der Miączyńska, 5

III. HA MdA, III. Nr. 12366, 5

Ein polnisches Gericht lässt zwei weitere Hypotheken auf Trąbczyn löschen

Auf Klage der Miączyńska lässt das Ziviltribunal in Kalisz (Kalisch) die Hypotheken der Brüder Lichnowski und der Witwe des Franciszek Grotowski aus dem Hypothekenbuch von Trąbczyn und Szetlewek löschen. Beide waren Schulden Hohenlohe-Ingelfingens. Das Gericht nimmt an, er habe die Güter nur besessen, solange die Konfiskation bestand, und seine Schulden seien mit seinem Titel hinfällig geworden.

1827-07-30 · die Akte des Außenministeriums über die Forderung der Miączyńska, 6

III. HA MdA, III. Nr. 12366, 6

1
1829
5

Die polnische Regierung stellt das Urteil ihrer Gerichte gegen Weigel in Frage

Baron Mohrenheim, der in Warschau die diplomatische Kanzlei des Großfürsten Konstantin leitet, teilt dem preußischen Generalkonsul Schmidt mit, der Administrationsrat habe anerkannt, dass die Zuständigkeit der Gerichte, die Weigels Hypothek löschen ließen, in Frage gestellt werden könne, weil der Fall nur auf diplomatischem Weg zu lösen sei. Der Rat hat die Finanzkommission ermächtigt, einen Zuständigkeitskonflikt zu erklären. Ein undatiertes Billett von ihm sagt, der Rat habe einstimmig anerkannt, dass gezahlt werden müsse.

1830-02-20 · der zweite Band der Akte des Außenministeriums über die Forderung der Miączyńska, 2 und 4

III. HA MdA, III. Nr. 12367, 2 · III. HA MdA, III. Nr. 12367, 4

Der polnische Finanzminister bestreitet die Summe, die Weigel verlangt

Weigel verlangt vom Königreich Polen 63.100 Taler: die 30.000, die er Hohenlohe-Ingelfingen auf Trąbczyn geliehen hat, mit Zinsen und Kosten. Der Finanzminister, Fürst Lubecki, hält die Summe für überhöht und lässt die Güter schätzen, um den wirklich erlittenen Verlust zu ersetzen. Weigel antwortet aus Wrocław (Breslau), nach dem Hypothekenschein und der gerichtlichen Taxe von 1803 sei sein Darlehen voll gedeckt gewesen. Am 27. November erwidert Lubecki, 1803 sei Land zu hoch geschätzt worden, und er warte die neue Schätzung ab.

1830-09-22 · der zweite Band der Akte des Außenministeriums über die Forderung der Miączyńska, 6 bis 8

III. HA MdA, III. Nr. 12367, 6 · III. HA MdA, III. Nr. 12367, 7 · III. HA MdA, III. Nr. 12367, 8

1
2

Trąbczyn soll nach dem Aufstand erneut geschätzt werden

Nach dem polnischen Aufstand von 1830 und 1831 nimmt der preußische Generalkonsul Weigels Forderung wieder auf. Der Leiter der Finanzkommission in Warschau berichtet, ein Kommissar der Staatsdomänen, Drake, sei am 29. Februar mit der Schätzung der Güter von Trąbczyn beauftragt worden. Eine Woche zuvor hatte der Präsident der Provisorischen Regierung, Engel, geschrieben, der Präsident der Bank von Polen, Lubowidzki, sei mit der Regelung der Forderung beauftragt. Hier enden die Aufnahmen; sie zeigen nicht, ob Weigel bezahlt wurde.

1832-03-20 · der zweite Band der Akte des Außenministeriums über die Forderung der Miączyńska, 9 bis 11

III. HA MdA, III. Nr. 12367, 9 · III. HA MdA, III. Nr. 12367, 10 · III. HA MdA, III. Nr. 12367, 11

Das Gut unter Włodzimierz Miączyński

Michalina Miączyńska stirbt 1851, und ihr Sohn, Graf Włodzimierz Miączyński, besitzt das Gut bis zu seinem Tod 1879. 1859 und 1860 streiten er und die Kolonisten des Gutes vor Gericht um ihre Rechte in seinem Wald.

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Der Besitzer von Trąbczyn klagt gegen die Kolonisten um den Wald

Graf Włodzimierz Miączyński, dem Trąbczyn nun gehört, ist von den Kolonisten seines Gutes verklagt worden. Er erhebt vor dem Zivilgericht in Kalisch Widerklage und lässt 97 von ihnen laden, aus den Kolonien Staro-Łazińska und Nowo-Łazińska. Das Gericht soll feststellen, dass der Vertrag, den Hohenlohe-Ingelfingen am 18. Mai 1805 mit vierzehn Kolonisten schloss, ihn nicht bindet, weil die Rückgabe des Gutes 1807 aufgehoben habe, was Hohenlohe-Ingelfingen eingegangen war, und Weide und Holzsammeln in seinem Wald nur sieben, höchstens vierzehn Stellen gestatten. Das Schriftstück ist seine Vorladung; wie das Gericht entschied, ist in der Edition nicht überliefert.

1860-10-19 · die gedruckte Vorladung, die Karolina Fridenberg zugestellt wurde

53/968/0/-/783, 1

Die Liquidation: Bauernland und Servitute

Nach der Reform von 1864 erhalten die Kolonisten von Łazińsk 1868 ihr Land; ihre Rechte im herrschaftlichen Wald werden 1884 festgesetzt und 1892 gegen Land getauscht.

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Die Kolonisten von Łazińsk erhalten ihr Land

Nach der russischen Reform von 1864 wurde das Land, das die Bauern bewirtschafteten, ihr Eigentum, und jedes Dorf erhielt eine Liquidationstabelle. Die Zentrale Kommission für Bauernangelegenheiten bestätigt die der Kolonie Łazińsk: 91 Höfe, die Schule, den Friedhof, das Gemeindeland und die Wege, zusammen 1691 Morgen 219 Ruten, und ein Liquidationskapital von 10.055 Rubel 70 Kopeken für den früheren Besitzer. Ihre Abschrift von 1869 lässt den Siedlern das Recht, ihr Vieh im Wald „Studzianka“ zu weiden und dort zweimal in der Woche Leseholz zu sammeln, und keine anderen Servitute. Albert Breyer schrieb die Tabelle in den 1930er Jahren nach einer Abschrift ab, datiert Słupca, 29. Juni 1868.

1868-02-08 · die Liquidationstabelle der Kolonie Łazińsk und ihre Abschrift von 1869; Breyers Abschriften

39/98/0/-/6603, 1 · 39/98/0/-/6603, 2 · 53/968/0/-/716, 4 · 53/968/0/-/716, 5

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Die Kolonisten geben ihre Rechte im Wald gegen Land auf

Durch einen freiwilligen Vertrag vom 14. Juni 1892, im April 1894 bestätigt, geben die Kolonisten von Łazińsk ihre Weide und ihr Holzsammeln im Wald „Studzianka“ ein für allemal an die Besitzerin von Trąbczyn, Gräfin Maria Wielopolska, auf. Dafür erhalten sie 393 Morgen 154 Ruten herrschaftliches Land: 4 Morgen die meisten Höfe, 6 Morgen sieben von ihnen. Die Gouvernementsbehörde für Bauernangelegenheiten trägt den Vertrag in die Liquidationstabelle ein.

1894-10-12 · die beglaubigte Abschrift der Eintragung in die Liquidationstabelle

39/98/0/-/6603, 4

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Das zwanzigste Jahrhundert

Der Gutshof ist parzelliert, und auf seinem früheren Land liegen deutsche Siedlungen der Gemeinde Trąbczyn. 1935 und 1936 schreibt Albert Breyer auf, woran sich ihre Bewohner erinnern.

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