Traces in the Sand

Document 136 · Letter

June 1804

Frankfurt an der Oder

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld, without a power of attorney, waits in vain for Glenck; he says the buyers of Kolno and Kamionna are to pay 76/m Rthl here. He has largely finished with Radzinski at Szetlewek, and two interested parties are offering 1 Rthl ground rent per Morgen for Szetlewek. A decree of payment has been issued against the tenants around Floricke. He wants to lease Trąbczyn to Otocki for a year and to settle the Mennonites on about 400 Hufen. Voss, he says, intends to forbid dismemberments from 1 July. According to Blomberg, Glenck is keeping settlers away at Wrąbczyn.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 136
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Herr!
  4. Zu den Verkauf von Kolno und Kaemen gratulire ich insofern recht
  5. Herzlich als durch denſelben Ewr Hochfürſtl. Durchlaucht Ruhe be-
  6. würkt, und mein Dicker H Schwager auch zufrieden gestellt worden,
  7. Übrigens habe ich alles aufgeboten um nach Ewr Durchlaucht Befehl
  8. den 12ten hier zu sein und alles zu finalisiren. Inzwischen ist weder
  9. Herr Glenck noch H. Wunster hier auch lässt keiner nichts von sich höhren
  10. und ich habe weder Papiere noch Vollmacht in die Hände um was
  11. relles abmachen zu können. Dies habe ich indes bewerkstelligt daß
  12. die 76/m rt. von den Kauflustigen hier gezahlt werden. Damit erst
  13. in Breslau kein Druck gemacht und proxenetica gegeben werden dürfen
  14. auch, daß diese Gelder gleich in Berlin an das Hütte Departement
  15. nach Bernhardis Anweisung gezahlt werden können. Auf diese
  16. Weise ist nun was Koschentin anbelangt alles beseitiget, und
  17. es ist nur nothwendig daß man die Leute hier das Herz leicht
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  1. macht und die Broniewskische Sache verfolgt — an dieser lezten Geschichte
  2. werde ich in Berlin suchen zu würken — den in Posen soll sie wie nur
  3. Bernhard sagt abermahls schlecht stehen.
  4. Ein Glück war es daß ich die Ottosche Taxa von Kaemen p aufs neue
  5. ausfertigen und gerichtlich attestiren laßen; den die hiesigen Herrn
  6. wolten die Taxa haben und die in Berlin vor 25 fr. d'or verdorbene
  7. konte man doch den Leute nicht vorzeigen, ich sorgte also in Kalisz
  8. dafür daß ich selbige in forma probante erhielt, und jezt sind
  9. die H Käufer froh, und haben daher nicht nur die Zahlung der
  10. 76/m rt. aufs neue zu leisten versprochen, sondern sie wollen
  11. Jezt hier klingende Münze geben. An Bernhardi habe ich dies
  12. mit heutiger Post geschrieben, auch darauf gedrungen, daß ihm
  13. Meyer Bernhard dies schreiben müßen damit der völlig ruhig
  14. und nach seinem Plan würksam sein kan.
  15. Wegen Kölzig habe ich eine neue Batterie aufgeführt, die
  16. wie ich hoffe gut würken soll. Ich habe den Ewr Hochfürstl.
  17. dergl. vielfach genannten Unruh nach Berlin spedirt —
  18. Er wohnt bey Herrn v. Köck[ritz]: und ist wie bekannt sein Alles
  19. der bleibt 3 Wochen da und soll ihm stets den Kolzig erinnern
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  1. damit es nicht übersehen wird.
  2. Der Groß Kanzler hat der Regierung zu Glogau befohlen, alle Gelder und
  3. alle Documente in Beſchlag zu nehmen. auch ihr bekannt gemacht, daß
  4. untern 2t dieses Monats an Luckesine geschrieben worden — wan auch kein
  5. Documentum insinuationis wenigstens ein Attest einzusenden, daß
  6. er dem Grafen Schlabrendorff zu Paris das bereits judicat gewordene
  7. Confiscations Urtel abgeben laßen, nach welchem, was das Attest des Lucke-
  8. dini[?] eingeht, die Güter sofort eingezogen, und ſodan von Sr Majestät
  9. anderweit darüber disponirt werden soll. Dies soll nun Freund
  10. Unruh[?] abwarten, und fleißig seine Batterie spielen laßen — Ob Amelang
  11. mit Beyme was machen wird — wird die Zeit lehren — Ich gestehe daß ich
  12. wenig auf diese Hülfe zähle.
  13. Die Hypotheque von Zagorowo habe ich richtig ausgefertigt erhalten.
  14. Auch von Lichnowski die Versicherung daß er, was ich es verlangen,
  15. sich hinter 130/m rt. sezzen willen. Ich würde nun sehen wie viel
  16. man mich geben will, und was ich erhalte werden Ewer Durchlaucht
  17. im Kasten vorräthig finden — kan ich das Geld ohne Lichnowskis
  18. Hülfe erhalten, so ist es mir lieber den alsdan ist seine Sicherheit
  19. sieht er muß wenig Weigel die 27/m rt. hatt sofort auf Trąbczyn zu-
  20. rück gehen und wird sich hernach beßer behandeln laßen. Der
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  1. Kaliszer räumte mich dies auch schon ein
  2. Mit Radzinski in Szetlewek bey ich soweit fertig, daß er sein Jahr
  3. aus sizzen dagegen alle Pretensionen mußte schwinden laßen.
  4. Die Berechnung mit ihm ist ohngefehr diese
  5. Er hat zu fordern 1500 Rthl
  6. von 2 Jahr Intresen 112. rt.
  7. Auslagen laut Glenck Anweisungen an Baukosten 487 rt 4 gg
  8. Sum: 2099 rt. 4 gg.
  9. Er soll zahlen Pacht von Joh[anni]. 1803/4 = 1300 rt.
  10. dasgl. Intressen davon 56 rt.
  11. Pacht von Joh[anni] 1804/5 = 1300 rt.
  12. Sind 2656 rt.
  13. Folglich hätte Ewr Durchlaucht bis 1805 zu erhalten = 557 rt.
  14. Nun will er nach 306 rt. Prozeß Kosten bonificirt haben das bleiben nur 25[5?] rt. übrig.
  15. Das ist den die Revenue eines ganzen Jahres — indes muß aufgeräumt werden.
  16. Übrigens sind 2 Cavaliers da, die Szetlewek nehmen wollen. Sie geben pro
  17. Morgen 1 rt. Grund Zins die wird mit der Bauen Acker und andern Dinge an 2000 rt
  18. Jährl. betragen, und die Propination und Jurisdiction ist außerdiesen auch noch
  19. mit einige hundert d anzunehmen.
  20. Gegen die Pächter Floricke p. habe ich endlich ein Solutions Decret erhalten, — ich
  21. bin aber gleich um die Execution eingekommen, und will sie mürbe machen.
  22. Sie sind jezt schon sehr demüthig — Verlangen zwar noch 4 Hufe, fertig und 8 Hufen
  23. wüstes Land, bieten aber doch schon 20 rt. Grund Zinß pro Hufe — Schanden
  24. werde ich die Bettel Buben nichts — aber zu erhalten wird gewis auch nichtes sein.
Written sideways on the page
  1. NB die Prozeß Kosten denke ich dem Radzinski bey meinen künftigen
  2. hinkunft noch von der Seele zu reisen.
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  1. Mein Plan mit Trąbczyn ist, wan Ewr Durchlaucht selbige genehmigen, jezt der
  2. wan ich das Executions Decret in Händen habe würfe ich die Kerls herum
  3. und ende ehrenvoll mit diese — Alsdann verpachte ich Trąbczyn umb[?]
  4. der ganzen Propination auf 1 Jahr unter der Bedingung an Otocki
  5. daß ich dreiht weg dismembriren kan. Auf der Art geht kein Groschen
  6. verlohren, sondern ich gewinne noch etliche Tausend rt.
  7. den Otocki soll auf Johanni erhalten 6000 Rt.
  8. Floricke giebt jährl. 6000 rt. Pacht und zwar durch 15 Jahre
  9. mit Propination und alle Einkünften.
  10. Ich verlange auf 1 Jahr inch der Brauerey von Kopojno p. = 9000 rt.
  11. Auf der Art dürfen Ewr Durchl. obige 6000 rt. nicht zahlen
  12. und bekommen noch baar in Casse = 3000 rt.
  13. die dismembration soll dem ohngeachtet um keinen Augenblick
  14. später geschehen, auch soll kein Grund um keinen Schilling wohl
  15. feiler ausgethan werden — dafür hafte ich Ewr Durchlaucht.
  16. der Rest von Swięcia besteht in 9 Hufen schlecht Land und 5 Hufe
  17. Moräst in Sand Hügel so mit Holz zu Theil bewachsen sind. Für diese Gründe wollen
  18. die Collonisten wenig oder nichts geben. Indes hat sich der dort angrän-
  19. Zende v Biskupski aus Kuchar bey mir gemeldet und will diese
  20. Grunde für den festgesezten ewigen Grund zins a 30 rt pro Hufe
  21. in deswillen nehmen weil er schon viel Händel mit die Collo-
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  1. nisten gehabt hatt. Den dieser Strich soll als rohe Hüthung zwischen
  2. Swięcia und Kuchar liegen bleiben — Wann die Teutschen nun sehen
  3. werden, daß sich ein Fremder einigsten will, so würde sie am Ende
  4. noch selbsten eben so viel geben, und dan ist auch hier mein Zweck
  5. erreicht
  6. Mitt Drzewce und Grądzyń muß ich der Pfaffen wegen noch la-
  7. virn — den diese verlangen frei Bau und Brenn holz
  8. das Urteil 2ter Instantz wird dieser Tage publizirt werden.
  9. Fiscus hat wieder verlohren. Es kömt nun darauf an ob er
  10. revidiren wird — revidirt er nicht und läßt das Urtel judicat
  11. werden, dan kann gleich auch hier mit der Dismembration
  12. vorgeschritten werden. An Leute die Gründe kaufen wollen
  13. fehlt es nicht — Nur eile ich damit zu sehr, so denken die Leute
  14. es hat Noth und sie bieten weit unter den einmahl angenommen
  15. Sazz, von den ich aber nie abgehn werde, sondern ehender mehr
  16. als weniger zu erhalten hoffe — daher muß man die Sache
  17. Solide behandeln den jezt drängt keine Noth mehr.
  18. Mitt Kopojno, Skokum, Swiątniki, das Olesnicer Bruch und
  19. Wrąbcziner Warthe Gründen, denke ich die Mennonisten zu
  20. versorgen. Diese Gründe betragen an 400 Hufen
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  1. die Leute sollen zwischen den 14 und 18 d. M. sicher eintreffen. Ich habe
  2. Blomberg die Instruction da gelaßen, daß er die Hufe in Durchschnitt
  3. nicht unter 600 rt laßen soll hierzu sollen sie 10 rt jährl. Zins zahlen
  4. Dies ist den ein Capital von circa 240000 rt und 4000 rt Zins —
  5. Mit dies Capital werden alle Schulden bezahlt, und was vor alle
  6. Andere Ortschaften einkämt, wird in Tresor abgeliefert. Inzwi-
  7. schen wird dies einer am Capital von etwan 150000 rt würden —
  8. Die Brauerey würde ich rathen in Trąbczyn zu etabliren, und dazu
  9. einen Wald von etwa 3000 Morgen beizubehalten.
  10. das Brau und Brandwein Urbar würde dan wan alles in Ordnung
  11. ware gewis an 6 bis 8/m rt jährl bringen und Ewr Durchlaucht können
  12. auf diese Art für die zu dismembrirenden Gründe circa 400000
  13. rt. Baar einstreichen auch einen auf ewigen Zeiten bestehenden
  14. Jährl. Zins von 48 bis 50000 rt von Ihre Südpreußischen Güter ziehen.
  15. Dies ist den doch bey Gott kein unbedeutendes Majorat —
  16. Aber ein Haus müsten Ewr Durchlaucht auf die Güter bauen
  17. laßen, den die Höheren Baraque in Trąbczyn ist doch für keine
  18. regierenden Herrn, und das in Marianton so sehr gepriesen
  19. Neſt iſs zu klein und will schon mit samt den neuen Sprichten
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  1. in Trąbczyn einfalle, daher wird wohl nach und nach auf Erbauung
  2. eines Herrn Hauses zu seiner vorgedacht werden müßen. Nur
  3. kan man damit erst in 2-3 Jahren den Anfang machen.
  4. Minister v. Voss hat mich wahrhaft artig behandelt und in Gegenwart
  5. von 26 Personen eine besondere Lob rede gehalten — Er ließ auch
  6. noch durch Blomberg grüßen und sagen — ich solte ja wegen den
  7. Dismembrationen aller Fürstlichen Güter war auch nur pro forma
  8. abschließen, damit er dies approbiren könne. Den von 1 July d. J.
  9. ab würde er alle weitere dismembration untersagen. Er hat
  10. dies auch bereits den Cammer bekannt gemacht. Auch aus dies
  11. Gründen seyn ich hier wie auf Kohlen, und sehe des Glencks Ankunft entgegen
  12. Den unglücklicher Weise kan ich ohne Vollmacht nichts abschließen — Gott weis
  13. indes wo sich der Mensch umher treibt, den als ich den 8ten in Trąbczyn
  14. war kam eine Estaffette von Posen über Peisern an Justiz Bürger-
  15. meister Schenck mit alle an Glenck seit einiger Zeiten, ihm
  16. geschriebene Briefe und suchte ihm auf — da wären von Euer Durchl.
  17. etliche — nehmlich 2 starke und 3 kleinere — Wie kan aus solch herun-
  18. treibe, was klugns werden, und was macht das Estaffetten schicken
  19. nicht vor Kosten und vor ein Dummesbrunter Ich wuste also nicht wo ich
  20. die Briefe hinsenden solte. Endlich kam Blomberg und sagte weiß
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  1. weist du auch wo Glenck ist? Antwort wie es ob beim Teufel
  2. oder in Himmel — ist mir unbekannt. Weder da noch dort —
  3. er sagt schon seit ein paar Tagen ruhig in tiefsten Gehau
  4. in Wrąbczyn, und sucht die Leute durch Meyer, Tappert,
  5. und ein paar andere Kerls zurück zu scheuchen die hier
  6. sich ankaufen wollen — Flöricke hat mich dies gestehen.
  7. In der Hizze sagt ich — das kan nur ein solcher Schuft als
  8. Flöricke ist vorbringen. Glenck ist kein Maradeur — noch
  9. weniger ein so schwarzer Bösewicht der die Pläne seines
  10. Braven Herrens, der ihn redlich lohnt entgegen arbeiten
  11. oder vernichten solte — Flöricke der auf den Flur stand
  12. hörte dies und fand sich sehr beleidiget, engagirte sich aber
  13. zur Rettung seiner Ehre den Beweis zuführen.
  14. Ich both Blomberg eine Wette von 10 Fr. d'or an — Blomberg
  15. der sich auch durch meine Ausdrücke zu nahe getreten fand, nahe
  16. Die Wette an der Sache wieder eine lustigere Wendung zu geben
  17. an, Ach und ich legte die Fr. d'or hin. Die Pferde stande schon
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  1. angespannt, womit ich nach Kalisz abgehe, und den 12t gewis hier
  2. sen zu wollen — ich wartete also ab bis ein Bothen von
  3. Wrąbczyn von Meyer, der ein heimlicher Freund des Flöricke
  4. ist, zurück kam, und nicht nur die Bestätigung desten wird
  5. Blomberg gesagt hatte, sondern ein Billet des Glencks, der
  6. sich nun entdeckt hat mit brachte — Blomberg strich meine
  7. 10 fr. d'or mit der Verwarnungen — künftig den Schlechten
  8. nicht für den Schlechtesten — und den Ehrlichen nicht fürden
  9. Ehrlichsten zu halten. Beyme Großen Gott! nicht der Verlust
  10. der zehn Fr. d'or ärgerte mich, aber die Schande, so gärstig
  11. attcapirt zu sein, drückte mich schier zu Boden. Ich bath
  12. beschämt es Blomberg und auch den Flöricke ab, sezte
  13. auch still in meinen Wagen, nachdem ich vorher den Glenck
  14. die ihm pr. Estaffette nachgeschickten Papiere, zugesandt
  15. hatte — und fuhr unter Kummer und Sorge nach Kalisz ab-
  16. Ich habe den saubern Herrn nun noch nicht gesehen, und warte
  17. hier schon wieder 1 1/2 Tag vergeblich auf ihm — ich werde
  18. da nur Ewr Durchlaucht es expresse gesagt — ihm solidi
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  1. zu behandeln, ihn auch kein Wort sagen. Aber dies verdenken mich
  2. Ewr Durchlaucht nun auch ja nicht, wan ich diesen Glenck von nun
  3. an für einen wahrhaft rachsüchtigen Bösen und würcklich irrepa-
  4. räblen neidischen Menschen halte.
  5. Schaden soll er nicht und in allen meinen Plänen, die ich zu Ewr
  6. Durchlaucht beste mache nicht hinderlich sein, den meine Handlungen
  7. liegen offen sind mit kein Gewinnsüchtiges Interesse verbunden und
  8. werden daher von gute Menschen unterstüzt und befördert, auch
  9. gelegt mirs oft selbst die Bösen zu gewinnen und zu beßer
  10. daher fürchte ich ihm nicht. Darauf aber schwöre ich daß er
  11. der Leichtsinnigste und böseste Mensch ist, der weder durch harte
  12. noch gute Worte je gebeßert werden kan.
  13. Ich zittern nur, daß er die Zeit vertrödeln, und nicht nach Winnica[?]
  14. gehen und die Uebergabe an Dąbrowski besorgen wird.
  15. den 24ten Juny soll die Uebergabe sein. Ist er nicht zur Be-
  16. stimmten Zeit da, so hat Dąmbrowski eine Ausflucht
  17. und zahlt die 20500 rt. nicht, den der will wieder ander
  18. weit verpacht, um dadurch die Summa zusammen zu
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  1. zu bringen. Ich werde es ihn zwar ans Herz legen, umsomehr
  2. als es jezt höchst nötig ist, daß er sich hier länger herum
  3. treibt. Ob er aber auf meine Vorstellung höhren wird
  4. muß die Zeit lehren.
  5. Ich meinerseits eile, wan der Contract hier abgeschloßen ist nach
  6. Berlin, besorge das Darlehn und bringe das Geld an Lombar-
  7. dini, von da eile ich nach Trąbczyn und handle da wie vor
  8. gesagt alles ab. Bin ich dort fertig so kehre ich nach Breslau
  9. zurück besorge meine Sache und gehe den nach Betsche,
  10. Kulm und Kaemen damit dort auch alles arangirt und diese
  11. Leute hier zufrieden gestellt würden.
  12. Mit unbegränzter Treue ersterbe ich Ehrfurchtsvoll als
  13. Euer Hochfürstliche Durchlaucht
  14. Frankfurth an der Oder
  15. d 13t Juny 1804
  16. treu unterthäniger Diener
  17. v Triebenfeld