Document 136 · Letter
June 1804
Frankfurt an der Oder
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld, without a power of attorney, waits in vain for Glenck; he says the buyers of Kolno and Kamionna are to pay 76/m Rthl here. He has largely finished with Radzinski at Szetlewek, and two interested parties are offering 1 Rthl ground rent per Morgen for Szetlewek. A decree of payment has been issued against the tenants around Floricke. He wants to lease Trąbczyn to Otocki for a year and to settle the Mennonites on about 400 Hufen. Voss, he says, intends to forbid dismemberments from 1 July. According to Blomberg, Glenck is keeping settlers away at Wrąbczyn.
Triebenfeld wartet ohne Vollmacht vergeblich auf Glenck; die Käufer von Kolno und Kamionna sollen 76/m Rthl hier zahlen. Mit Radzinski in Szetlewek ist er weitgehend fertig, zwei Interessenten bieten für Szetlewek 1 Rthl Grundzins pro Morgen. Gegen die Pächter um Floricke liegt ein Solutionsdecret vor. Trąbczyn will er ein Jahr an Otocki verpachten, die Mennonisten auf etwa 400 Hufen ansiedeln. Voss will Dismembrationen ab 1. July untersagen. Blomberg zufolge hält Glenck in Wrąbczyn Ansiedler ab.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Herr!
- Zu den Verkauf von Kolno und Kaemen gratulire ich insofern recht
- Herzlich als durch denſelben Ewr Hochfürſtl. Durchlaucht Ruhe be-
- würkt, und mein Dicker H Schwager auch zufrieden gestellt worden,
- Übrigens habe ich alles aufgeboten um nach Ewr Durchlaucht Befehl
- den 12ten hier zu sein und alles zu finalisiren. Inzwischen ist weder
- Herr Glenck noch H. Wunster hier auch lässt keiner nichts von sich höhren
- und ich habe weder Papiere noch Vollmacht in die Hände um was
- relles abmachen zu können. Dies habe ich indes bewerkstelligt daß
- die 76/m rt. von den Kauflustigen hier gezahlt werden. Damit erst
- in Breslau kein Druck gemacht und proxenetica gegeben werden dürfen
- auch, daß diese Gelder gleich in Berlin an das Hütte Departement
- nach Bernhardis Anweisung gezahlt werden können. Auf diese
- Weise ist nun was Koschentin anbelangt alles beseitiget, und
- es ist nur nothwendig daß man die Leute hier das Herz leicht
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Herr!
Zu den Verkauf von Kolno und Kaemen gratulire ich insofern recht Herzlich als durch denſelben Ewr Hochfürſtl. Durchlaucht Ruhe bewürkt, und mein Dicker H Schwager auch zufrieden gestellt worden, Übrigens habe ich alles aufgeboten um nach Ewr Durchlaucht Befehl den 12ten hier zu sein und alles zu finalisiren. Inzwischen ist weder Herr Glenck noch H. Wunster hier auch lässt keiner nichts von sich höhren und ich habe weder Papiere noch Vollmacht in die Hände um was relles abmachen zu können. Dies habe ich indes bewerkstelligt daß die 76/m rt. von den Kauflustigen hier gezahlt werden. Damit erst in Breslau kein Druck gemacht und proxenetica gegeben werden dürfen auch, daß diese Gelder gleich in Berlin an das Hütte Departement nach Bernhardis Anweisung gezahlt werden können. Auf diese Weise ist nun was Koschentin anbelangt alles beseitiget, und es ist nur nothwendig daß man die Leute hier das Herz leicht
- macht und die Broniewskische Sache verfolgt — an dieser lezten Geschichte
- werde ich in Berlin suchen zu würken — den in Posen soll sie wie nur
- Bernhard sagt abermahls schlecht stehen.
- Ein Glück war es daß ich die Ottosche Taxa von Kaemen p aufs neue
- ausfertigen und gerichtlich attestiren laßen; den die hiesigen Herrn
- wolten die Taxa haben und die in Berlin vor 25 fr. d'or verdorbene
- konte man doch den Leute nicht vorzeigen, ich sorgte also in Kalisz
- dafür daß ich selbige in forma probante erhielt, und jezt sind
- die H Käufer froh, und haben daher nicht nur die Zahlung der
- 76/m rt. aufs neue zu leisten versprochen, sondern sie wollen
- Jezt hier klingende Münze geben. An Bernhardi habe ich dies
- mit heutiger Post geschrieben, auch darauf gedrungen, daß ihm
- Meyer Bernhard dies schreiben müßen damit der völlig ruhig
- und nach seinem Plan würksam sein kan.
- Wegen Kölzig habe ich eine neue Batterie aufgeführt, die
- wie ich hoffe gut würken soll. Ich habe den Ewr Hochfürstl.
- dergl. vielfach genannten Unruh nach Berlin spedirt —
- Er wohnt bey Herrn v. Köck[ritz]: und ist wie bekannt sein Alles
- der bleibt 3 Wochen da und soll ihm stets den Kolzig erinnern
macht und die Broniewskische Sache verfolgt — an dieser lezten Geschichte werde ich in Berlin suchen zu würken — den in Posen soll sie wie nur Bernhard sagt abermahls schlecht stehen.
Ein Glück war es daß ich die Ottosche Taxa von Kaemen p aufs neue ausfertigen und gerichtlich attestiren laßen; den die hiesigen Herrn wolten die Taxa haben und die in Berlin vor 25 fr. d'or verdorbene konte man doch den Leute nicht vorzeigen, ich sorgte also in Kalisz dafür daß ich selbige in forma probante erhielt, und jezt sind die H Käufer froh, und haben daher nicht nur die Zahlung der 76/m rt. aufs neue zu leisten versprochen, sondern sie wollen Jezt hier klingende Münze geben. An Bernhardi habe ich dies mit heutiger Post geschrieben, auch darauf gedrungen, daß ihm Meyer Bernhard dies schreiben müßen damit der völlig ruhig und nach seinem Plan würksam sein kan.
Wegen Kölzig habe ich eine neue Batterie aufgeführt, die wie ich hoffe gut würken soll. Ich habe den Ewr Hochfürstl. dergl. vielfach genannten Unruh nach Berlin spedirt — Er wohnt bey Herrn v. Köck[ritz]: und ist wie bekannt sein Alles der bleibt 3 Wochen da und soll ihm stets den Kolzig erinnern
- damit es nicht übersehen wird.
- Der Groß Kanzler hat der Regierung zu Glogau befohlen, alle Gelder und
- alle Documente in Beſchlag zu nehmen. auch ihr bekannt gemacht, daß
- untern 2t dieses Monats an Luckesine geschrieben worden — wan auch kein
- Documentum insinuationis wenigstens ein Attest einzusenden, daß
- er dem Grafen Schlabrendorff zu Paris das bereits judicat gewordene
- Confiscations Urtel abgeben laßen, nach welchem, was das Attest des Lucke-
- dini[?] eingeht, die Güter sofort eingezogen, und ſodan von Sr Majestät
- anderweit darüber disponirt werden soll. Dies soll nun Freund
- Unruh[?] abwarten, und fleißig seine Batterie spielen laßen — Ob Amelang
- mit Beyme was machen wird — wird die Zeit lehren — Ich gestehe daß ich
- wenig auf diese Hülfe zähle.
- Die Hypotheque von Zagorowo habe ich richtig ausgefertigt erhalten.
- Auch von Lichnowski die Versicherung daß er, was ich es verlangen,
- sich hinter 130/m rt. sezzen willen. Ich würde nun sehen wie viel
- man mich geben will, und was ich erhalte werden Ewer Durchlaucht
- im Kasten vorräthig finden — kan ich das Geld ohne Lichnowskis
- Hülfe erhalten, so ist es mir lieber den alsdan ist seine Sicherheit
- sieht er muß wenig Weigel die 27/m rt. hatt sofort auf Trąbczyn zu-
- rück gehen und wird sich hernach beßer behandeln laßen. Der
damit es nicht übersehen wird.
Der Groß Kanzler hat der Regierung zu Glogau befohlen, alle Gelder und alle Documente in Beſchlag zu nehmen. auch ihr bekannt gemacht, daß untern 2t dieses Monats an Luckesine geschrieben worden — wan auch kein Documentum insinuationis wenigstens ein Attest einzusenden, daß er dem Grafen Schlabrendorff zu Paris das bereits judicat gewordene Confiscations Urtel abgeben laßen, nach welchem, was das Attest des Luckedini[?] eingeht, die Güter sofort eingezogen, und ſodan von Sr Majestät anderweit darüber disponirt werden soll. Dies soll nun Freund Unruh[?] abwarten, und fleißig seine Batterie spielen laßen — Ob Amelang mit Beyme was machen wird — wird die Zeit lehren — Ich gestehe daß ich wenig auf diese Hülfe zähle.
Die Hypotheque von Zagorowo habe ich richtig ausgefertigt erhalten. Auch von Lichnowski die Versicherung daß er, was ich es verlangen, sich hinter 130/m rt. sezzen willen. Ich würde nun sehen wie viel man mich geben will, und was ich erhalte werden Ewer Durchlaucht im Kasten vorräthig finden — kan ich das Geld ohne Lichnowskis Hülfe erhalten, so ist es mir lieber den alsdan ist seine Sicherheit sieht er muß wenig Weigel die 27/m rt. hatt sofort auf Trąbczyn zurück gehen und wird sich hernach beßer behandeln laßen. Der
- Kaliszer räumte mich dies auch schon ein
- Mit Radzinski in Szetlewek bey ich soweit fertig, daß er sein Jahr
- aus sizzen dagegen alle Pretensionen mußte schwinden laßen.
- Die Berechnung mit ihm ist ohngefehr diese
- Er hat zu fordern 1500 Rthl
- von 2 Jahr Intresen 112. rt.
- Auslagen laut Glenck Anweisungen an Baukosten 487 rt 4 gg
- Sum: 2099 rt. 4 gg.
- Er soll zahlen Pacht von Joh[anni]. 1803/4 = 1300 rt.
- dasgl. Intressen davon 56 rt.
- Pacht von Joh[anni] 1804/5 = 1300 rt.
- Sind 2656 rt.
- Folglich hätte Ewr Durchlaucht bis 1805 zu erhalten = 557 rt.
- Nun will er nach 306 rt. Prozeß Kosten bonificirt haben das bleiben nur 25[5?] rt. übrig.
- Das ist den die Revenue eines ganzen Jahres — indes muß aufgeräumt werden.
- Übrigens sind 2 Cavaliers da, die Szetlewek nehmen wollen. Sie geben pro
- Morgen 1 rt. Grund Zins die wird mit der Bauen Acker und andern Dinge an 2000 rt
- Jährl. betragen, und die Propination und Jurisdiction ist außerdiesen auch noch
- mit einige hundert d anzunehmen.
- Gegen die Pächter Floricke p. habe ich endlich ein Solutions Decret erhalten, — ich
- bin aber gleich um die Execution eingekommen, und will sie mürbe machen.
- Sie sind jezt schon sehr demüthig — Verlangen zwar noch 4 Hufe, fertig und 8 Hufen
- wüstes Land, bieten aber doch schon 20 rt. Grund Zinß pro Hufe — Schanden
- werde ich die Bettel Buben nichts — aber zu erhalten wird gewis auch nichtes sein.
- NB die Prozeß Kosten denke ich dem Radzinski bey meinen künftigen
- hinkunft noch von der Seele zu reisen.
Kaliszer räumte mich dies auch schon ein Mit Radzinski in Szetlewek bey ich soweit fertig, daß er sein Jahr aus sizzen dagegen alle Pretensionen mußte schwinden laßen. Die Berechnung mit ihm ist ohngefehr diese
Er hat zu fordern 1,500 Rthl
von 2 Jahr Intresen 112. rt.
Auslagen laut Glenck Anweisungen an Baukosten 487 rt 4 gg Sum: 2,099 rt. 4 gg.
Er soll zahlen Pacht von Joh[anni]. 1803/4 = 1,300 rt. dasgl. Intressen davon 56 rt.
Pacht von Joh[anni] 1804/5 = 1,300 rt.
Sind 2,656 rt.
Folglich hätte Ewr Durchlaucht bis 1805 zu erhalten = 557 rt. Nun will er nach 306 rt. Prozeß Kosten bonificirt haben das bleiben nur 25[5?] rt. übrig. Das ist den die Revenue eines ganzen Jahres — indes muß aufgeräumt werden. Übrigens sind 2 Cavaliers da, die Szetlewek nehmen wollen. Sie geben pro Morgen 1 rt. Grund Zins die wird mit der Bauen Acker und andern Dinge an 2,000 rt Jährl. betragen, und die Propination und Jurisdiction ist außerdiesen auch noch mit einige hundert d anzunehmen.
Gegen die Pächter Floricke p. habe ich endlich ein Solutions Decret erhalten, — ich bin aber gleich um die Execution eingekommen, und will sie mürbe machen. Sie sind jezt schon sehr demüthig — Verlangen zwar noch 4 Hufe, fertig und 8 Hufen wüstes Land, bieten aber doch schon 20 rt. Grund Zinß pro Hufe — Schanden werde ich die Bettel Buben nichts — aber zu erhalten wird gewis auch nichtes sein.
NB die Prozeß Kosten denke ich dem Radzinski bey meinen künftigen hinkunft noch von der Seele zu reisen.
- Mein Plan mit Trąbczyn ist, wan Ewr Durchlaucht selbige genehmigen, jezt der
- wan ich das Executions Decret in Händen habe würfe ich die Kerls herum
- und ende ehrenvoll mit diese — Alsdann verpachte ich Trąbczyn umb[?]
- der ganzen Propination auf 1 Jahr unter der Bedingung an Otocki
- daß ich dreiht weg dismembriren kan. Auf der Art geht kein Groschen
- verlohren, sondern ich gewinne noch etliche Tausend rt.
- den Otocki soll auf Johanni erhalten 6000 Rt.
- Floricke giebt jährl. 6000 rt. Pacht und zwar durch 15 Jahre
- mit Propination und alle Einkünften.
- Ich verlange auf 1 Jahr inch der Brauerey von Kopojno p. = 9000 rt.
- Auf der Art dürfen Ewr Durchl. obige 6000 rt. nicht zahlen
- und bekommen noch baar in Casse = 3000 rt.
- die dismembration soll dem ohngeachtet um keinen Augenblick
- später geschehen, auch soll kein Grund um keinen Schilling wohl
- feiler ausgethan werden — dafür hafte ich Ewr Durchlaucht.
- der Rest von Swięcia besteht in 9 Hufen schlecht Land und 5 Hufe
- Moräst in Sand Hügel so mit Holz zu Theil bewachsen sind. Für diese Gründe wollen
- die Collonisten wenig oder nichts geben. Indes hat sich der dort angrän-
- Zende v Biskupski aus Kuchar bey mir gemeldet und will diese
- Grunde für den festgesezten ewigen Grund zins a 30 rt pro Hufe
- in deswillen nehmen weil er schon viel Händel mit die Collo-
Mein Plan mit Trąbczyn ist, wan Ewr Durchlaucht selbige genehmigen, jezt der wan ich das Executions Decret in Händen habe würfe ich die Kerls herum und ende ehrenvoll mit diese — Alsdann verpachte ich Trąbczyn umb[?] der ganzen Propination auf 1 Jahr unter der Bedingung an Otocki daß ich dreiht weg dismembriren kan. Auf der Art geht kein Groschen verlohren, sondern ich gewinne noch etliche Tausend rt. den Otocki soll auf Johanni erhalten 6,000 Rt. Floricke giebt jährl. 6,000 rt. Pacht und zwar durch 15 Jahre mit Propination und alle Einkünften.
Ich verlange auf 1 Jahr inch der Brauerey von Kopojno p. = 9,000 rt. Auf der Art dürfen Ewr Durchl. obige 6,000 rt. nicht zahlen und bekommen noch baar in Casse = 3,000 rt.
die dismembration soll dem ohngeachtet um keinen Augenblick später geschehen, auch soll kein Grund um keinen Schilling wohl feiler ausgethan werden — dafür hafte ich Ewr Durchlaucht. der Rest von Swięcia besteht in 9 Hufen schlecht Land und 5 Hufe Moräst in Sand Hügel so mit Holz zu Theil bewachsen sind. Für diese Gründe wollen die Collonisten wenig oder nichts geben. Indes hat sich der dort angränZende v Biskupski aus Kuchar bey mir gemeldet und will diese Grunde für den festgesezten ewigen Grund zins a 30 rt pro Hufe in deswillen nehmen weil er schon viel Händel mit die Collo
- nisten gehabt hatt. Den dieser Strich soll als rohe Hüthung zwischen
- Swięcia und Kuchar liegen bleiben — Wann die Teutschen nun sehen
- werden, daß sich ein Fremder einigsten will, so würde sie am Ende
- noch selbsten eben so viel geben, und dan ist auch hier mein Zweck
- erreicht
- Mitt Drzewce und Grądzyń muß ich der Pfaffen wegen noch la-
- virn — den diese verlangen frei Bau und Brenn holz
- das Urteil 2ter Instantz wird dieser Tage publizirt werden.
- Fiscus hat wieder verlohren. Es kömt nun darauf an ob er
- revidiren wird — revidirt er nicht und läßt das Urtel judicat
- werden, dan kann gleich auch hier mit der Dismembration
- vorgeschritten werden. An Leute die Gründe kaufen wollen
- fehlt es nicht — Nur eile ich damit zu sehr, so denken die Leute
- es hat Noth und sie bieten weit unter den einmahl angenommen
- Sazz, von den ich aber nie abgehn werde, sondern ehender mehr
- als weniger zu erhalten hoffe — daher muß man die Sache
- Solide behandeln den jezt drängt keine Noth mehr.
- Mitt Kopojno, Skokum, Swiątniki, das Olesnicer Bruch und
- Wrąbcziner Warthe Gründen, denke ich die Mennonisten zu
- versorgen. Diese Gründe betragen an 400 Hufen
nisten gehabt hatt. Den dieser Strich soll als rohe Hüthung zwischen Swięcia und Kuchar liegen bleiben — Wann die Teutschen nun sehen werden, daß sich ein Fremder einigsten will, so würde sie am Ende noch selbsten eben so viel geben, und dan ist auch hier mein Zweck erreicht Mitt Drzewce und Grądzyń muß ich der Pfaffen wegen noch lavirn — den diese verlangen frei Bau und Brenn holz das Urteil 2ter Instantz wird dieser Tage publizirt werden. Fiscus hat wieder verlohren. Es kömt nun darauf an ob er revidiren wird — revidirt er nicht und läßt das Urtel judicat werden, dan kann gleich auch hier mit der Dismembration vorgeschritten werden. An Leute die Gründe kaufen wollen fehlt es nicht — Nur eile ich damit zu sehr, so denken die Leute es hat Noth und sie bieten weit unter den einmahl angenommen Sazz, von den ich aber nie abgehn werde, sondern ehender mehr als weniger zu erhalten hoffe — daher muß man die Sache Solide behandeln den jezt drängt keine Noth mehr. Mitt Kopojno, Skokum, Swiątniki, das Olesnicer Bruch und Wrąbcziner Warthe Gründen, denke ich die Mennonisten zu versorgen. Diese Gründe betragen an 400 Hufen
- die Leute sollen zwischen den 14 und 18 d. M. sicher eintreffen. Ich habe
- Blomberg die Instruction da gelaßen, daß er die Hufe in Durchschnitt
- nicht unter 600 rt laßen soll hierzu sollen sie 10 rt jährl. Zins zahlen
- Dies ist den ein Capital von circa 240000 rt und 4000 rt Zins —
- Mit dies Capital werden alle Schulden bezahlt, und was vor alle
- Andere Ortschaften einkämt, wird in Tresor abgeliefert. Inzwi-
- schen wird dies einer am Capital von etwan 150000 rt würden —
- Die Brauerey würde ich rathen in Trąbczyn zu etabliren, und dazu
- einen Wald von etwa 3000 Morgen beizubehalten.
- das Brau und Brandwein Urbar würde dan wan alles in Ordnung
- ware gewis an 6 bis 8/m rt jährl bringen und Ewr Durchlaucht können
- auf diese Art für die zu dismembrirenden Gründe circa 400000
- rt. Baar einstreichen auch einen auf ewigen Zeiten bestehenden
- Jährl. Zins von 48 bis 50000 rt von Ihre Südpreußischen Güter ziehen.
- Dies ist den doch bey Gott kein unbedeutendes Majorat —
- Aber ein Haus müsten Ewr Durchlaucht auf die Güter bauen
- laßen, den die Höheren Baraque in Trąbczyn ist doch für keine
- regierenden Herrn, und das in Marianton so sehr gepriesen
- Neſt iſs zu klein und will schon mit samt den neuen Sprichten
die Leute sollen zwischen den 14 und 18 d. M. sicher eintreffen. Ich habe Blomberg die Instruction da gelaßen, daß er die Hufe in Durchschnitt nicht unter 600 rt laßen soll hierzu sollen sie 10 rt jährl. Zins zahlen Dies ist den ein Capital von circa 240,000 rt und 4,000 rt Zins — Mit dies Capital werden alle Schulden bezahlt, und was vor alle Andere Ortschaften einkämt, wird in Tresor abgeliefert. Inzwischen wird dies einer am Capital von etwan 150,000 rt würden — Die Brauerey würde ich rathen in Trąbczyn zu etabliren, und dazu einen Wald von etwa 3,000 Morgen beizubehalten. das Brau und Brandwein Urbar würde dan wan alles in Ordnung ware gewis an 6 bis 8/m rt jährl bringen und Ewr Durchlaucht können auf diese Art für die zu dismembrirenden Gründe circa 400,000 rt. Baar einstreichen auch einen auf ewigen Zeiten bestehenden Jährl. Zins von 48 bis 50,000 rt von Ihre Südpreußischen Güter ziehen. Dies ist den doch bey Gott kein unbedeutendes Majorat — Aber ein Haus müsten Ewr Durchlaucht auf die Güter bauen laßen, den die Höheren Baraque in Trąbczyn ist doch für keine regierenden Herrn, und das in Marianton so sehr gepriesen Neſt iſs zu klein und will schon mit samt den neuen Sprichten
- in Trąbczyn einfalle, daher wird wohl nach und nach auf Erbauung
- eines Herrn Hauses zu seiner vorgedacht werden müßen. Nur
- kan man damit erst in 2-3 Jahren den Anfang machen.
- Minister v. Voss hat mich wahrhaft artig behandelt und in Gegenwart
- von 26 Personen eine besondere Lob rede gehalten — Er ließ auch
- noch durch Blomberg grüßen und sagen — ich solte ja wegen den
- Dismembrationen aller Fürstlichen Güter war auch nur pro forma
- abschließen, damit er dies approbiren könne. Den von 1 July d. J.
- ab würde er alle weitere dismembration untersagen. Er hat
- dies auch bereits den Cammer bekannt gemacht. Auch aus dies
- Gründen seyn ich hier wie auf Kohlen, und sehe des Glencks Ankunft entgegen
- Den unglücklicher Weise kan ich ohne Vollmacht nichts abschließen — Gott weis
- indes wo sich der Mensch umher treibt, den als ich den 8ten in Trąbczyn
- war kam eine Estaffette von Posen über Peisern an Justiz Bürger-
- meister Schenck mit alle an Glenck seit einiger Zeiten, ihm
- geschriebene Briefe und suchte ihm auf — da wären von Euer Durchl.
- etliche — nehmlich 2 starke und 3 kleinere — Wie kan aus solch herun-
- treibe, was klugns werden, und was macht das Estaffetten schicken
- nicht vor Kosten und vor ein Dummesbrunter Ich wuste also nicht wo ich
- die Briefe hinsenden solte. Endlich kam Blomberg und sagte weiß
in Trąbczyn einfalle, daher wird wohl nach und nach auf Erbauung eines Herrn Hauses zu seiner vorgedacht werden müßen. Nur kan man damit erst in 2-3 Jahren den Anfang machen. Minister v. Voss hat mich wahrhaft artig behandelt und in Gegenwart von 26 Personen eine besondere Lob rede gehalten — Er ließ auch noch durch Blomberg grüßen und sagen — ich solte ja wegen den Dismembrationen aller Fürstlichen Güter war auch nur pro forma abschließen, damit er dies approbiren könne. Den von 1 July d. J. ab würde er alle weitere dismembration untersagen. Er hat dies auch bereits den Cammer bekannt gemacht. Auch aus dies Gründen seyn ich hier wie auf Kohlen, und sehe des Glencks Ankunft entgegen Den unglücklicher Weise kan ich ohne Vollmacht nichts abschließen — Gott weis indes wo sich der Mensch umher treibt, den als ich den 8ten in Trąbczyn war kam eine Estaffette von Posen über Peisern an Justiz Bürgermeister Schenck mit alle an Glenck seit einiger Zeiten, ihm geschriebene Briefe und suchte ihm auf — da wären von Euer Durchl. etliche — nehmlich 2 starke und 3 kleinere — Wie kan aus solch heruntreibe, was klugns werden, und was macht das Estaffetten schicken nicht vor Kosten und vor ein Dummesbrunter Ich wuste also nicht wo ich die Briefe hinsenden solte. Endlich kam Blomberg und sagte weiß
- weist du auch wo Glenck ist? Antwort wie es ob beim Teufel
- oder in Himmel — ist mir unbekannt. Weder da noch dort —
- er sagt schon seit ein paar Tagen ruhig in tiefsten Gehau
- in Wrąbczyn, und sucht die Leute durch Meyer, Tappert,
- und ein paar andere Kerls zurück zu scheuchen die hier
- sich ankaufen wollen — Flöricke hat mich dies gestehen.
- In der Hizze sagt ich — das kan nur ein solcher Schuft als
- Flöricke ist vorbringen. Glenck ist kein Maradeur — noch
- weniger ein so schwarzer Bösewicht der die Pläne seines
- Braven Herrens, der ihn redlich lohnt entgegen arbeiten
- oder vernichten solte — Flöricke der auf den Flur stand
- hörte dies und fand sich sehr beleidiget, engagirte sich aber
- zur Rettung seiner Ehre den Beweis zuführen.
- Ich both Blomberg eine Wette von 10 Fr. d'or an — Blomberg
- der sich auch durch meine Ausdrücke zu nahe getreten fand, nahe
- Die Wette an der Sache wieder eine lustigere Wendung zu geben
- an, Ach und ich legte die Fr. d'or hin. Die Pferde stande schon
weist du auch wo Glenck ist? Antwort wie es ob beim Teufel oder in Himmel — ist mir unbekannt. Weder da noch dort — er sagt schon seit ein paar Tagen ruhig in tiefsten Gehau in Wrąbczyn, und sucht die Leute durch Meyer, Tappert, und ein paar andere Kerls zurück zu scheuchen die hier sich ankaufen wollen — Flöricke hat mich dies gestehen. In der Hizze sagt ich — das kan nur ein solcher Schuft als Flöricke ist vorbringen. Glenck ist kein Maradeur — noch weniger ein so schwarzer Bösewicht der die Pläne seines Braven Herrens, der ihn redlich lohnt entgegen arbeiten oder vernichten solte — Flöricke der auf den Flur stand hörte dies und fand sich sehr beleidiget, engagirte sich aber zur Rettung seiner Ehre den Beweis zuführen. Ich both Blomberg eine Wette von 10 Fr. d'or an — Blomberg der sich auch durch meine Ausdrücke zu nahe getreten fand, nahe Die Wette an der Sache wieder eine lustigere Wendung zu geben an, Ach und ich legte die Fr. d'or hin. Die Pferde stande schon
- angespannt, womit ich nach Kalisz abgehe, und den 12t gewis hier
- sen zu wollen — ich wartete also ab bis ein Bothen von
- Wrąbczyn von Meyer, der ein heimlicher Freund des Flöricke
- ist, zurück kam, und nicht nur die Bestätigung desten wird
- Blomberg gesagt hatte, sondern ein Billet des Glencks, der
- sich nun entdeckt hat mit brachte — Blomberg strich meine
- 10 fr. d'or mit der Verwarnungen — künftig den Schlechten
- nicht für den Schlechtesten — und den Ehrlichen nicht fürden
- Ehrlichsten zu halten. Beyme Großen Gott! nicht der Verlust
- der zehn Fr. d'or ärgerte mich, aber die Schande, so gärstig
- attcapirt zu sein, drückte mich schier zu Boden. Ich bath
- beschämt es Blomberg und auch den Flöricke ab, sezte
- auch still in meinen Wagen, nachdem ich vorher den Glenck
- die ihm pr. Estaffette nachgeschickten Papiere, zugesandt
- hatte — und fuhr unter Kummer und Sorge nach Kalisz ab-
- Ich habe den saubern Herrn nun noch nicht gesehen, und warte
- hier schon wieder 1 1/2 Tag vergeblich auf ihm — ich werde
- da nur Ewr Durchlaucht es expresse gesagt — ihm solidi
angespannt, womit ich nach Kalisz abgehe, und den 12t gewis hier sen zu wollen — ich wartete also ab bis ein Bothen von Wrąbczyn von Meyer, der ein heimlicher Freund des Flöricke ist, zurück kam, und nicht nur die Bestätigung desten wird Blomberg gesagt hatte, sondern ein Billet des Glencks, der sich nun entdeckt hat mit brachte — Blomberg strich meine 10 fr. d'or mit der Verwarnungen — künftig den Schlechten nicht für den Schlechtesten — und den Ehrlichen nicht fürden Ehrlichsten zu halten. Beyme Großen Gott! nicht der Verlust der zehn Fr. d'or ärgerte mich, aber die Schande, so gärstig attcapirt zu sein, drückte mich schier zu Boden. Ich bath beschämt es Blomberg und auch den Flöricke ab, sezte auch still in meinen Wagen, nachdem ich vorher den Glenck die ihm pr. Estaffette nachgeschickten Papiere, zugesandt hatte — und fuhr unter Kummer und Sorge nach Kalisz abIch habe den saubern Herrn nun noch nicht gesehen, und warte hier schon wieder 1 1/2 Tag vergeblich auf ihm — ich werde da nur Ewr Durchlaucht es expresse gesagt — ihm solidi
- zu behandeln, ihn auch kein Wort sagen. Aber dies verdenken mich
- Ewr Durchlaucht nun auch ja nicht, wan ich diesen Glenck von nun
- an für einen wahrhaft rachsüchtigen Bösen und würcklich irrepa-
- räblen neidischen Menschen halte.
- Schaden soll er nicht und in allen meinen Plänen, die ich zu Ewr
- Durchlaucht beste mache nicht hinderlich sein, den meine Handlungen
- liegen offen sind mit kein Gewinnsüchtiges Interesse verbunden und
- werden daher von gute Menschen unterstüzt und befördert, auch
- gelegt mirs oft selbst die Bösen zu gewinnen und zu beßer
- daher fürchte ich ihm nicht. Darauf aber schwöre ich daß er
- der Leichtsinnigste und böseste Mensch ist, der weder durch harte
- noch gute Worte je gebeßert werden kan.
- Ich zittern nur, daß er die Zeit vertrödeln, und nicht nach Winnica[?]
- gehen und die Uebergabe an Dąbrowski besorgen wird.
- den 24ten Juny soll die Uebergabe sein. Ist er nicht zur Be-
- stimmten Zeit da, so hat Dąmbrowski eine Ausflucht
- und zahlt die 20500 rt. nicht, den der will wieder ander
- weit verpacht, um dadurch die Summa zusammen zu
zu behandeln, ihn auch kein Wort sagen. Aber dies verdenken mich Ewr Durchlaucht nun auch ja nicht, wan ich diesen Glenck von nun an für einen wahrhaft rachsüchtigen Bösen und würcklich irreparäblen neidischen Menschen halte.
Schaden soll er nicht und in allen meinen Plänen, die ich zu Ewr Durchlaucht beste mache nicht hinderlich sein, den meine Handlungen liegen offen sind mit kein Gewinnsüchtiges Interesse verbunden und werden daher von gute Menschen unterstüzt und befördert, auch gelegt mirs oft selbst die Bösen zu gewinnen und zu beßer daher fürchte ich ihm nicht. Darauf aber schwöre ich daß er der Leichtsinnigste und böseste Mensch ist, der weder durch harte noch gute Worte je gebeßert werden kan.
Ich zittern nur, daß er die Zeit vertrödeln, und nicht nach Winnica[?] gehen und die Uebergabe an Dąbrowski besorgen wird. den 24ten Juny soll die Uebergabe sein. Ist er nicht zur Bestimmten Zeit da, so hat Dąmbrowski eine Ausflucht und zahlt die 20,500 rt. nicht, den der will wieder ander weit verpacht, um dadurch die Summa zusammen
- zu bringen. Ich werde es ihn zwar ans Herz legen, umsomehr
- als es jezt höchst nötig ist, daß er sich hier länger herum
- treibt. Ob er aber auf meine Vorstellung höhren wird
- muß die Zeit lehren.
- Ich meinerseits eile, wan der Contract hier abgeschloßen ist nach
- Berlin, besorge das Darlehn und bringe das Geld an Lombar-
- dini, von da eile ich nach Trąbczyn und handle da wie vor
- gesagt alles ab. Bin ich dort fertig so kehre ich nach Breslau
- zurück besorge meine Sache und gehe den nach Betsche,
- Kulm und Kaemen damit dort auch alles arangirt und diese
- Leute hier zufrieden gestellt würden.
- Mit unbegränzter Treue ersterbe ich Ehrfurchtsvoll als
- Euer Hochfürstliche Durchlaucht
- Frankfurth an der Oder
- d 13t Juny 1804
- treu unterthäniger Diener
- v Triebenfeld
zu bringen. Ich werde es ihn zwar ans Herz legen, umsomehr als es jezt höchst nötig ist, daß er sich hier länger herum treibt. Ob er aber auf meine Vorstellung höhren wird muß die Zeit lehren.
Ich meinerseits eile, wan der Contract hier abgeschloßen ist nach Berlin, besorge das Darlehn und bringe das Geld an Lombardini, von da eile ich nach Trąbczyn und handle da wie vor gesagt alles ab. Bin ich dort fertig so kehre ich nach Breslau zurück besorge meine Sache und gehe den nach Betsche, Kulm und Kaemen damit dort auch alles arangirt und diese Leute hier zufrieden gestellt würden.
Mit unbegränzter Treue ersterbe ich Ehrfurchtsvoll als Euer Hochfürstliche Durchlaucht
Frankfurth an der Oder
d 13t Juny 1804
treu unterthäniger Diener
v Triebenfeld











