Document 137 · Letter
21 June 1804
Frankfurt an der Oder
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld complains about Leixner and Meyer Bernhard, who keep putting him off. He says they now promise to send 76/m Rthl and about 20/m Rthl in bank bonds to Bernhardi, but are holding back 30/m Rthl because the Prince has bought Pszczew back. For Trąbczyn he raised a few thousand Rthl on a bill of exchange. Through the Grand Chancellor and Köckritz he obtained an order for the deposit of the Broniewski money. Köckritz holds out the prospect of estates on hereditary lease. Princess Sacken, through Cosmar, has called in the capital of 30/m Rthl on Koszęcin.
Triebenfeld klagt über die hinhaltenden Leixner und Meyer Bernhard. Sie versprechen nun, 76/m Rthl und etwa 20/m Rthl in Banco Obligation an Bernhardi zu schicken, halten aber 30/m Rthl zurück, weil der Fürst Betsche zurückgekauft habe. Für Trąbczyn nahm er einige Tausend Rthl auf Wechsel. Durch den Groß Kanzler und Köckritz erreichte er, dass die Deposition der Broniewskischen Gelder angeordnet wird. Köckritz stellt Güter in Erbpacht in Aussicht. Fürstin Sacken kündigte durch Cosmar das Capital von 30/m Rthl auf Koschentin.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigster Herr!
- Herr Leixner, Meyer Bernhard, und Consorten sind schlechte Kerls.
- Erst versprochen sie in Berlin alles zu zahlen — in Berlin hieß
- es wieder, der Friedländer sey verreist. Sie würde in Franck-
- furth alles berichtigen. Da ich heute hier ankomme versichern
- sie die 76/m rt so wie auch noch etwa 20/m rt. per Estaffette
- in Banco Obligation gerade v Bernhardi schicken
- zu wollen. Auf die Frage warum sie 30/m rt zurück
- halten — Ant: wir zahlen schon zu viel den Sie durchl. haben
- In[?] Betsche zu rückgekauft.
- Noch bataillire ich mit die Schl[?] und so eben verspricht der
- Meyer Bernhard noch 10/m rt. zu zu legen aber mit
- 20 bleibt der Wicht zurük.
- In Berlin habe ich, da Wunster die Obligation fehler
- haft aufgesezt hat, noch den Geld erhalten können.
- blos etliche Tausend rt. habe ich auf Wechsel genommen
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigster Herr!
Herr Leixner, Meyer Bernhard, und Consorten sind schlechte Kerls. Erst versprochen sie in Berlin alles zu zahlen — in Berlin hieß es wieder, der Friedländer sey verreist. Sie würde in Franckfurth alles berichtigen. Da ich heute hier ankomme versichern sie die 76/m rt so wie auch noch etwa 20/m rt. per Estaffette in Banco Obligation gerade v Bernhardi schicken zu wollen. Auf die Frage warum sie 30/m rt zurück halten — Ant: wir zahlen schon zu viel den Sie durchl. haben In[?] Betsche zu rückgekauft.
Noch bataillire ich mit die Schl[?] und so eben verspricht der Meyer Bernhard noch 10/m rt. zu zu legen aber mit 20 bleibt der Wicht zurük.
In Berlin habe ich, da Wunster die Obligation fehler haft aufgesezt hat, noch den Geld erhalten können. blos etliche Tausend rt. habe ich auf Wechsel genommen
- in Trąbczyn allewege face biete zu können, und damit
- Ew. durch Geld vorfinden.
- Die Deposition der Broniewskischen Gelder wird
- ein ohne Zweifel dennoch anbefohlen, ich habe es durch
- den Groß Kanzler und Gen[eral]. Köckritz durchgesezt
- Es ist dies Ehrenvoll für Ewr Durchl. und gewis
- werden an etliche Siebenzig tausend rt. dadurch ge-
- wonnen. Hätte ich mir ehender alleine und mit der
- dreiſtigkeit gewürkt, so wäre alles schon beseitiget
- Die Antwort von König wegen des Dedomagements
- ist ganz artig und scheint guten Willen zu verrathen
- Indes hatt mir der General v K[öckritz]. aufgetragen Euer
- Durchl. recht herzlich zu grüßen und höchst Ihnen zu sagen
- daß Sie ganz gewis Güter und zwar rechte gute in
- Erbpacht erhalten solte, woran was gewonnen werden könte.
- den Geld wäre der König nicht in Stande zu geben, und da
- Schlabrendorff zurück kehre wolle so habe sich dies von
in Trąbczyn allewege face biete zu können, und damit Ew. durch Geld vorfinden.
Die Deposition der Broniewskischen Gelder wird ein ohne Zweifel dennoch anbefohlen, ich habe es durch den Groß Kanzler und Gen[eral]. Köckritz durchgesezt Es ist dies Ehrenvoll für Ewr Durchl. und gewis werden an etliche Siebenzig tausend rt. dadurch gewonnen. Hätte ich mir ehender alleine und mit der dreiſtigkeit gewürkt, so wäre alles schon beseitiget Die Antwort von König wegen des Dedomagements ist ganz artig und scheint guten Willen zu verrathen Indes hatt mir der General v K[öckritz]. aufgetragen Euer Durchl. recht herzlich zu grüßen und höchst Ihnen zu sagen daß Sie ganz gewis Güter und zwar rechte gute in Erbpacht erhalten solte, woran was gewonnen werden könte. den Geld wäre der König nicht in Stande zu geben, und da Schlabrendorff zurück kehre wolle so habe sich dies von
- selbst. Indes solte die Erbpacht vorteilhaft ausgemittelt werden
- Übrigens hat die Frau Fürsten Sacken aus besonderer Gnade
- und Milde geruhet, das [?] Koschentin stehende Capital
- von 30/m rt, sobald sie gehört hat, daß Ewr durch die
- Güter gekauft, durch H. Cosmar kündigen zu laßen
- O der Schande. H. Gen[eral]. v. K[öckritz]. verachtet ihr Breenhau[?]
- und so jeder Biderman.
- Gott geleite Ewr Durchlaucht nur gesund zurück — alles
- wird dennoch gut gehen und höchst Sie werden alle
- wege noch als Sieger stehen
- In tiefsten Respect ersterbe.
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Frankfurth a.d. O[der] d 21ten Juny
- 1804.
- treuester Knecht
- v Triebenfeld
selbst. Indes solte die Erbpacht vorteilhaft ausgemittelt werden Übrigens hat die Frau Fürsten Sacken aus besonderer Gnade und Milde geruhet, das [?] Koschentin stehende Capital von 30/m rt, sobald sie gehört hat, daß Ewr durch die Güter gekauft, durch H. Cosmar kündigen zu laßen O der Schande. H. Gen[eral]. v. K[öckritz]. verachtet ihr Breenhau[?] und so jeder Biderman.
Gott geleite Ewr Durchlaucht nur gesund zurück — alles wird dennoch gut gehen und höchst Sie werden alle wege noch als Sieger stehen
In tiefsten Respect ersterbe.
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht Frankfurth a.d. O[der] d 21ten Juny 1804.
treuester Knecht
v Triebenfeld


