Traces in the Sand

Document 243 · Letter

13 October 1814

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld asks for 300 Rthl in Gold because of the terrible high prices in Vienna; otherwise, he says, he will have to leave on the 23rd. For 400 Rthl he exchanged he received 1,200 gulden in Vienna redemption notes, of which he has spent 392 gulden. He reckons on 50 gulden W.W. or 15 Rthl a day and 260 gulden for the return journey. He says he can live only another 10 days, but that the matter is to last at least 5 more weeks. He is lodging at the Golden Duck, Schulerstraße.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
  1. 243
  2. P[ro]. M[emoria].
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Die Theuerung ist hier so schrecklich, daß ich, wenn Ewr Durchlaucht mich zwischen hier und 8 Tagen
  5. nicht noch 300 rt senden, abgehen muß — ich habe 400 rt. Bob[?]chi[lz/tz?] unsezzen müße, weil mann kein
  6. Pr Courant einläßt — dafür habe ich 1200 fl. Wiener Einlösungs Scheine erhalten —
  7. von diese habe ich auf der Reise und bis jezt schon 392 fl ausgegeben — ich habe also noch circa
  8. 800 fl. Papier Geld
  9. Täglich brauche ich für eine elende Stube 24 fl.
  10. Früh für Caffe: 1 fl. 30 x
  11. für Mittags Eßen: 6 fl.
  12. für 1 Tase Caffe: 1 fl.
  13. für 1 Seydel wein was man Ehren halber nehmen muß: 1 fl.
  14. für dem Lohn Laquai: 5 fl.
  15. für meinen Kerl: 1 fl.
  16. für den Vieh Acker noch nicht zu Erste gehen kan im Durchschnittstag 3 Tonnen a 2 fl.: 6 fl.
  17. theil täglich 45 fl. 30 x.
  18. Ich kan also füglich mit extra Ausgaben täglich 50 fl. W. W rechnen. oder 15 rt.
  19. 260. fl. muß ich auf den Rückweg rechnen da bleiben nur 540 fl., der Wagen auß reparirt werden
  20. Die Wäsche Kostet viel den guten auch noch die 40 fl auf und bleiben höchstens 500 fl. und
  21. wenn ich keinen Menschen einen Groschen weiter gebe so hätte ich auf 10 Tage zu leben.
  22. Nun soll die Geschichte aber wenigstens noch 5 Wochen hier dauern — rechnen, Ewr Durchlaucht
  23. und Sie werden mein Anverlangen höchst billig finden.
  24. Geruhen Ewr Durchlaucht mir höchst gnädigst, aber auch das aller baldigsten wißen zu laßen
  25. Ob Sie mir die 300 rt in Gold hierher senden können. Im Fall es nicht möglich ist
  26. so gehn ich von heute über 10 Tage, das ist am 23t von hier ab —
  27. Ich wohne hier in der Goldenen Ente in der Schulerstraße No. 8 1/2. und zwar No 15
  28. [Wien] d 13ten 8br 1814.
  29. v Triebenfeld