Document 101 · Letter
May 1800
Unknown
Copy of a petition from the Prince of Hohenlohe to the King for the exchange of his South Prussian estates for Krotoszyn and Polajewo. It rebuts the rejection by Minister von Voss: he says 30,100 Rthl is the net yield, the supposed demesne farm is a Hollander Hufe acquired by Triebenfeld, and the woods are laid waste. New offer: he gives up Polajewo, pays 8,000 Rthl a year on Krotoszyn, and settles the difference in value in cash to the Maritime Trading Company. He asks for an investigation by the Poznań Chamber and a report from Hoym.
Abschrift einer Vorstellung des Fürsten von Hohenlohe an den König zum Tausch seiner südpreußischen Güter gegen Krotoszyn und Polajewo. Sie widerlegt die Ablehnung durch Minister von Voss: 30100 Rthl sei der Nettoertrag, das angebliche Vorwerk eine von Triebenfeld erworbene Holländer Hufe, die Wälder seien verwüstet. Neues Angebot: Verzicht auf Polajewo, jährlich 8000 Rthl auf Krotoszyn, Ausgleich des Wertunterschieds in bar an die Seehandlungs Societaet. Erbeten werden eine Untersuchung durch die Posener Kammer und ein Bericht Hoyms.
- 101
- Copia
- Allerdurchlauchtigster
- Des Fürsten von Hohenlohe anderweite allerunterthänigste
- Vorstellung betreffend den Tausch seiner in SüdPreußen bele-
- genen Güter gegen die Herrschaften Krotoszyn und Polajewo.
- Nach einem an mich, von dem Geheimen Etats Minister von Voss erlassenen Schreiben vom 1ten Decbr
- erfahr ich,
- daß derselbe, den von mir Euer Majestät unterm xxxxx te xxxxx alleruntertänigst offerirten
- tausch meiner Güter in SüdPreussen gegen Krotoszyn und Polajewo Euer Königl. Majestät
- Interesse nicht angemeſſen gefunden hat. Die hierüber angeführten Gründe sind:
- I) daß bey diesem Amte nicht nach wahren wirthschaftlichen Principien verfahren sey, weil man
- a) dem Pächter ungewöhnliche und ungebührliche große Vortheile, durch eine sogenannte Re-
- servations Casse, deren jährlicher Fond 9540 rt. betragen zugestanden habe.
- b) daß ein ganzes Vorwerk, welches 1500 rt. Pacht abgebe, nicht zum Anschlag gekom-
- men und ganz übergangen sey.
- c) daß die sehr einträgliche Mast in den Waldungen, dem Kriegesrath Triebenfeld zur
- Schadloshaltung, für die seinem Vorgänger, bey dem Antritt der Pacht, bezalte
- kleine Summe von 3327 rt. an Super Inventarien Geldern überlaßen worden sey.
- II) daß durch eine veränderte Einrichtung in den Forsten, die bißher gar keinen Ertrag
- geleistet hätten, jetzt schon ein bedeutendes Einkommen erfolgen könne.
- daher bey zurechnung dieser Posten zu dem bißherigen Pacht Quanto von 30100 rt.
- welches ich als Basis bey dem Tausche annehmen wollen, solches biß auf 60,000 rt.
- erhöht werden müße.
- III) daß diese Aemter als Domainen, mir eben so wenig Sicherheit gewährten, als die
- bereits von Sr Majestät erhaltenen Güter.
- Obige Gründe zu wiederlegen, würde zwar der Graf von Hoym ehender im Stande seyn
- wie ich, da unter desselben Aufsicht diese Güter bißher gestanden haben; indem
- dadurch ein nachtheiliges Licht, auf die vorige Administration geworfen wird,
- durch meine Bekanntschaft mit der Localitaet und den zeitherigen Pächtern,
- werde ich aber im Stande seyn, diese Behauptungen gründlich zu wiederlegen,
- und Ewer Königl. Majestät in folgenden einen noch für Höchstdero Interesse
- vortheilhaftern Plan, allerunterthänigst zu Füßen zu legen, mehr um den Schein
101
Copia
Allerdurchlauchtigster Des Fürsten von Hohenlohe anderweite allerunterthänigste Vorstellung betreffend den Tausch seiner in SüdPreußen belegenen Güter gegen die Herrschaften Krotoszyn und Polajewo. Nach einem an mich, von dem Geheimen Etats Minister von Voss erlassenen Schreiben vom 1ten Decbr erfahr ich, daß derselbe, den von mir Euer Majestät unterm xxxxx te xxxxx alleruntertänigst offerirten tausch meiner Güter in SüdPreussen gegen Krotoszyn und Polajewo Euer Königl. Majestät Interesse nicht angemeſſen gefunden hat. Die hierüber angeführten Gründe sind:
I) daß bey diesem Amte nicht nach wahren wirthschaftlichen Principien verfahren sey, weil man
a) dem Pächter ungewöhnliche und ungebührliche große Vortheile, durch eine sogenannte Reservations Casse, deren jährlicher Fond 9,540 rt. betragen zugestanden habe.
b) daß ein ganzes Vorwerk, welches 1,500 rt. Pacht abgebe, nicht zum Anschlag gekommen und ganz übergangen sey.
c) daß die sehr einträgliche Mast in den Waldungen, dem Kriegesrath Triebenfeld zur Schadloshaltung, für die seinem Vorgänger, bey dem Antritt der Pacht, bezalte kleine Summe von 3,327 rt. an Super Inventarien Geldern überlaßen worden sey.
II) daß durch eine veränderte Einrichtung in den Forsten, die bißher gar keinen Ertrag geleistet hätten, jetzt schon ein bedeutendes Einkommen erfolgen könne. daher bey zurechnung dieser Posten zu dem bißherigen Pacht Quanto von 30,100 rt. welches ich als Basis bey dem Tausche annehmen wollen, solches biß auf 60,000 rt. erhöht werden müße.
III) daß diese Aemter als Domainen, mir eben so wenig Sicherheit gewährten, als die bereits von Sr Majestät erhaltenen Güter.
Obige Gründe zu wiederlegen, würde zwar der Graf von Hoym ehender im Stande seyn wie ich, da unter desselben Aufsicht diese Güter bißher gestanden haben; indem dadurch ein nachtheiliges Licht, auf die vorige Administration geworfen wird, durch meine Bekanntschaft mit der Localitaet und den zeitherigen Pächtern, werde ich aber im Stande seyn, diese Behauptungen gründlich zu wiederlegen, und Ewer Königl. Majestät in folgenden einen noch für Höchstdero Interesse vortheilhaftern Plan, allerunterthänigst zu Füßen zu legen, mehr um den Schein
- von mir zu entfernen, als habe ich mich auf Kosten Euer Majestät Casse berei-
- chern wollen, als um meines Vortheils willen
- ad I, wegen der übertriebenen Vortheile der jetzigen Krotoszyner Amts Pacht
- ad a) der Geheime Etats Minister von Voss scheint noch zu neu und unbekannt
- mit der Verfaßung des Amts, wenn derselbe ganz unrichtig behaup-
- tet hat, daß der Fond von
- 9543 rt.:
- der Reservations Casse der Pacht quanto zuwachsen könne, und nicht unter
- Brutto und Netto Ertrag unterscheiden zu wollen.
- der Brutto Ertrag bestehet zwar aus 39643 rt. Hiervon sind
- aber die notwendigen Ausgaben gar nicht abgezogen, und bleibt zur
- Königl. Cassa immer nur der Überschuß von
- 30100 rt:
- Wenn ich nun letztere Summe als Basis des Tausches angenommen;
- so verstehet es sich von selbst, daß ich jene Ausgaben zu tragen über-
- nommen habe.
- Diese Ausgaben bestehen in
- 24 pCent Landes Contribution = 2722 rt.
- Gehalter für die Amts Justiz Officianten. = 1234 rt.
- An Remission für die Unterthanen 1 Jahr ins andere gerechnet, = 2000 rt.
- = 5956 rt.
- Es bleiben also noch übrig = 3587 rt.
- Dieses übrig bleibende Quantum reicht lange noch nicht hin, die Bauten
- des Amts jährlich zu unterhalten, und würden zu dieser Post alle
- diejenigen Vortheile hinzugerechnet werden müsen, welche vieleicht
- Forst und Mast gewähren.
- ad b.) Wird eben so unrichtig behaubtet, daß bißher ein ganzes Vorwerk
- aus dem Anſchlage weggelaſſen worden ſey.
- Hiermit hat es eine ganz andere Bewandung. Dies ist kein Vor-
von mir zu entfernen, als habe ich mich auf Kosten Euer Majestät Casse bereichern wollen, als um meines Vortheils willen ad I, wegen der übertriebenen Vortheile der jetzigen Krotoszyner Amts Pacht ad a) der Geheime Etats Minister von Voss scheint noch zu neu und unbekannt mit der Verfaßung des Amts, wenn derselbe ganz unrichtig behauptet hat, daß der Fond von
9,543 rt.:
der Reservations Casse der Pacht quanto zuwachsen könne, und nicht unter Brutto und Netto Ertrag unterscheiden zu wollen. der Brutto Ertrag bestehet zwar aus 39,643 rt. Hiervon sind aber die notwendigen Ausgaben gar nicht abgezogen, und bleibt zur Königl. Cassa immer nur der Überschuß von 30,100 rt:
Wenn ich nun letztere Summe als Basis des Tausches angenommen; so verstehet es sich von selbst, daß ich jene Ausgaben zu tragen übernommen habe.
Diese Ausgaben bestehen in
24 pCent Landes Contribution = 2,722 rt.
Gehalter für die Amts Justiz Officianten. = 1,234 rt. An Remission für die Unterthanen 1 Jahr ins andere gerechnet, = 2,000 rt. = 5,956 rt.
Es bleiben also noch übrig = 3,587 rt.
Dieses übrig bleibende Quantum reicht lange noch nicht hin, die Bauten des Amts jährlich zu unterhalten, und würden zu dieser Post alle diejenigen Vortheile hinzugerechnet werden müsen, welche vieleicht Forst und Mast gewähren.
ad b.) Wird eben so unrichtig behaubtet, daß bißher ein ganzes Vorwerk aus dem Anſchlage weggelaſſen worden ſey. Hiermit hat es eine ganz andere Bewandung. Dies ist kein Vor
- werk, sondern 1 Holländer Hufe, welche der von Triebenfeld
- noch zu Polnischen Zeiten von den Besitzern zweyer Holländer acquiriret
- hat; Es ist zwar von ihm daraus ein Vorwerk angelegt, und solches dem
- jetzigen Pächter cedirt worden, nichts weniger kan ſolches aber als eine
- Dominien Pertinenz angesehen werden. Gesetzt auch, daß der von
- Triebenfeld solches illegitime modo acquirirt hätte; so würden die ehe
- maligen Besitzer, und nicht Fiscus solches vindiciren können.
- ad C.) Müßen der geheime Etats Minister von Voss die Krotoszyner Waldungen
- gar nicht gesehen haben.
- Es ist notorisch, daß solche von dem Exminister von Goerne bereits devastirt
- sind, der Jahr und Tag Stabſchläger und zwar 600 Perſonen darinn gehabt
- hat, und wenn das Terrain zwar gros genug ist; so muß erst ein Sae-
- culum vergehen, ehe solches wieder nutzbar wird, wenn man bedenken
- will, daß alle Unterthanen freyes Bau und Brennholz erhalten, wohl
- es kommt, daß weder Forst noch Mast Nutzung bißher von Wichtigkeit
- waren.
- Wenn daher der Geheime Etats Minister von Voss behauptet, Krotoszyn
- müße künftig 60,000 rthlr. rentiren; so bitte Euer Königl. Maje-
- stät ich alleruntertänigst dringendst, beym Ende der Pacht 1800 Jhr
- beym Wort zu halten, wenn aus meiner Offerte nichts werden sollte,
- und werde ich nicht ermangeln den H. von Voss alsdann davon zu errinnern.
- Die zu bewärtzende Meliorationen gehören aber nicht hieher, indem da
- zu ein groſes Aufwands Capital erforderlich iſt.
- ad 3, Verrath der Kan. Voss ganz und gar keine Sachkenntniß; indem die
- Aemter Krotoszyn und Polajewo gar keine Domainen sind; sondern
- allenfalls nach 36 Jahren dahin gedeihen können, welches ich ebenfalls nicht
- bezweifle.
- Diese Güter sind ursprünglich Adelicher Qualitaet, wurden von Minister
werk, sondern 1 Holländer Hufe, welche der von Triebenfeld noch zu Polnischen Zeiten von den Besitzern zweyer Holländer acquiriret hat; Es ist zwar von ihm daraus ein Vorwerk angelegt, und solches dem jetzigen Pächter cedirt worden, nichts weniger kan ſolches aber als eine Dominien Pertinenz angesehen werden. Gesetzt auch, daß der von Triebenfeld solches illegitime modo acquirirt hätte; so würden die ehe maligen Besitzer, und nicht Fiscus solches vindiciren können. ad C.) Müßen der geheime Etats Minister von Voss die Krotoszyner Waldungen gar nicht gesehen haben.
Es ist notorisch, daß solche von dem Exminister von Goerne bereits devastirt sind, der Jahr und Tag Stabſchläger und zwar 600 Perſonen darinn gehabt hat, und wenn das Terrain zwar gros genug ist; so muß erst ein Saeculum vergehen, ehe solches wieder nutzbar wird, wenn man bedenken will, daß alle Unterthanen freyes Bau und Brennholz erhalten, wohl es kommt, daß weder Forst noch Mast Nutzung bißher von Wichtigkeit waren.
Wenn daher der Geheime Etats Minister von Voss behauptet, Krotoszyn müße künftig 60,000 rthlr. rentiren; so bitte Euer Königl. Majestät ich alleruntertänigst dringendst, beym Ende der Pacht 1800 Jhr beym Wort zu halten, wenn aus meiner Offerte nichts werden sollte, und werde ich nicht ermangeln den H. von Voss alsdann davon zu errinnern. Die zu bewärtzende Meliorationen gehören aber nicht hieher, indem da zu ein groſes Aufwands Capital erforderlich iſt.
ad 3, Verrath der Kan. Voss ganz und gar keine Sachkenntniß; indem die Aemter Krotoszyn und Polajewo gar keine Domainen sind; sondern allenfalls nach 36 Jahren dahin gedeihen können, welches ich ebenfalls nicht bezweifle.
Diese Güter sind ursprünglich Adelicher Qualitaet, wurden von Minister
- Goerne qua tales gekauft, und demnächst für Rechnung der See
- handlungs Societaet sequestrirt, welcher der v. Goerne beynaß 1 Million
- Thaler schuldig war.
- Wie Süd Preussen occupirt wurde, wollte die Seehandlungs Societaet
- gerne jenes Capital nebst Zinßen decken, und bemühete sich es dahin
- zu bringen, daß die Güter, der Poßner Kammer in Adminiſtration
- mit der Bedingung übergeben würden, daß jährlich im Amortissations
- quantum von 50/m rt. abgetragen würde.
- Damals vor dem HC. von Voss durch dieser Plan ganz zuwieder, weßhalb ich
- mir auch jetzt ſeinen Wiederſpruch nicht erklären kan, da die Sache ge-
- rede noch heute so ist, wie damals.
- Nachdem der HC. von Voss das Departement verlohren hatte; wurde
- durch eine Cabinets Ordre vom 4ten Marz 1795 der Plan der Seehand
- lungs Societaet bestättigt, aber darinn zugleich festgesetzt, daß nach
- 36 Jahren erſt, wenn jene Schuldenlaſt abgetragen worden, dieſe Güter
- die Eigenschaft der Domainen annehmen sollten.
- Biß dahin sind solche als privat Güter anzusehen, welches schon der-
- durch hinreichend bewiesen wird, daß solche die Lasten adelicher Güter
- als die 24 pct. Abgaben tragen.
- Nachdem ich die Behauptungen des H. von Voss hinreichend wiederlegt
- habe, kan ich nicht umhin, noch folgendes hinzuzufügen, was der
- H. von Voss wahrscheinlich absichtlich verschwiegen haben
- 1, hat Krotoszyn des Propinations Recht in der Stadt Krotos-
- zyn verlohren, wodurch die Einnahme von 4000 rt. Anschlags
- mäßig verringert wird
- 2, Ist über den wichtigsten Theil der Forst im Gränzstreit mit
- dem Dominio Kozmin.
- 3. Haben die Juden durch Urtel und Recht es dahin gebracht, daß
Goerne qua tales gekauft, und demnächst für Rechnung der See handlungs Societaet sequestrirt, welcher der v. Goerne beynaß 1 Million Thaler schuldig war.
Wie Süd Preussen occupirt wurde, wollte die Seehandlungs Societaet gerne jenes Capital nebst Zinßen decken, und bemühete sich es dahin zu bringen, daß die Güter, der Poßner Kammer in Adminiſtration mit der Bedingung übergeben würden, daß jährlich im Amortissations quantum von 50/m rt. abgetragen würde.
Damals vor dem HC. von Voss durch dieser Plan ganz zuwieder, weßhalb ich mir auch jetzt ſeinen Wiederſpruch nicht erklären kan, da die Sache gerede noch heute so ist, wie damals.
Nachdem der HC. von Voss das Departement verlohren hatte; wurde durch eine Cabinets Ordre vom 4ten Marz 1795 der Plan der Seehand lungs Societaet bestättigt, aber darinn zugleich festgesetzt, daß nach 36 Jahren erſt, wenn jene Schuldenlaſt abgetragen worden, dieſe Güter die Eigenschaft der Domainen annehmen sollten. Biß dahin sind solche als privat Güter anzusehen, welches schon derdurch hinreichend bewiesen wird, daß solche die Lasten adelicher Güter als die 24 pct. Abgaben tragen.
Nachdem ich die Behauptungen des H. von Voss hinreichend wiederlegt habe, kan ich nicht umhin, noch folgendes hinzuzufügen, was der
H. von Voss wahrscheinlich absichtlich verschwiegen haben
1, hat Krotoszyn des Propinations Recht in der Stadt Krotoszyn verlohren, wodurch die Einnahme von 4,000 rt. Anschlags mäßig verringert wird
2, Ist über den wichtigsten Theil der Forst im Gränzstreit mit dem Dominio Kozmin.
3. Haben die Juden durch Urtel und Recht es dahin gebracht, daß
- sie auf geringere Abgaben herunter gesetzt sind.
- 4, Ist Polajewo um 6000 rt. hoher als es veranschlaget, verpachtet
- deßhalb schon 3 mal die Sequestration dort eingeleitet, und der
- Pächter Graf von Flotow dardurch ruinirt ist, welcher, wie
- Ich beweisen will, bereits 20,000 rt. dabey zugesetzt hat,
- 5, ist Polajewo so total ruinirt, daß die Retablissements Kosten auf
- 300,000 rt:
- gesetzt worden, wo nach hingehom̅t, daß die Forst von allem
- Bauholz entblöset ist, und
- 6, Verpfände ich meine Ehre, daß Polajewo auf einen Netto Ertrag
- von 12000 rt. netto herunter kommen muß, wenn das Retablisse-
- ment aus den Revenuen bewürkt werden soll.
- Ich berufe mich auf das Gutachten der Poßner Kammer, daß dies die
- wahre Lage der Sache ist,
- Jetzt wollen Euer Königl. Majestät allergnädigst meinen anderweiten
- Vorschlag sich alleruntertänigst vortragen lassen.
- 1, renuncire ich auf den Besitz von Polajewo. Weil das Rath
- aber nicht im stande ist, den jetzigen Ertrag ferner zu gewähren,
- so will ich 8000 rtl. jährlich daran zu zahlen übernehmen, und
- mir gefallen lassen, daß solche auf Krotoszyn übertragen werden
- wovon also der Netto Ertrag statt 30/m, 38000 seyn würde,
- wordurch ich mehr gewähre, als wen ich, meine ersten Offerte,
- Polajewo mit übernehmen würde.
- 2, ich übernehme, wie es sich von selbst verstehet alle auf Krotoszyn
- haftende Onera publica, Bauten, Remissionen etc. welche biß
- her aus der Reservations Casse bezalt worden sind.
- 3, Mußen meine Güter veranschlagt, oder meine Pacht Contracte
- zur Basis des Tausches angenommen, und daraus der Netto Ertrag
sie auf geringere Abgaben herunter gesetzt sind.
4, Ist Polajewo um 6,000 rt. hoher als es veranschlaget, verpachtet deßhalb schon 3 mal die Sequestration dort eingeleitet, und der Pächter Graf von Flotow dardurch ruinirt ist, welcher, wie Ich beweisen will, bereits 20,000 rt. dabey zugesetzt hat,
5, ist Polajewo so total ruinirt, daß die Retablissements Kosten auf
300,000 rt: gesetzt worden, wo nach hingehom̅t, daß die Forst von allem Bauholz entblöset ist, und
6, Verpfände ich meine Ehre, daß Polajewo auf einen Netto Ertrag von 12,000 rt. netto herunter kommen muß, wenn das Retablissement aus den Revenuen bewürkt werden soll.
Ich berufe mich auf das Gutachten der Poßner Kammer, daß dies die wahre Lage der Sache ist, Jetzt wollen Euer Königl. Majestät allergnädigst meinen anderweiten Vorschlag sich alleruntertänigst vortragen lassen.
1, renuncire ich auf den Besitz von Polajewo. Weil das Rath aber nicht im stande ist, den jetzigen Ertrag ferner zu gewähren, so will ich 8,000 rtl. jährlich daran zu zahlen übernehmen, und mir gefallen lassen, daß solche auf Krotoszyn übertragen werden wovon also der Netto Ertrag statt 30/m, 38,000 seyn würde, wordurch ich mehr gewähre, als wen ich, meine ersten Offerte, Polajewo mit übernehmen würde.
2, ich übernehme, wie es sich von selbst verstehet alle auf Krotoszyn haftende Onera publica, Bauten, Remissionen etc. welche biß her aus der Reservations Casse bezalt worden sind.
3, Mußen meine Güter veranschlagt, oder meine Pacht Contracte zur Basis des Tausches angenommen, und daraus der Netto Ertrag
- constituiret werden; dieser wird mit dem Netto Ertrag von Krotos-
- zyn balancirt, mit 5 pro Ct zu Capital gerechnet, und was
- als dem Krotoszyn noch mehr wehrt ist, als meine Güter, zahle
- ich baar an die Seehandlungs Societaet, wodurch als denn verhält-
- nißmäßig das jährliche Amortisations Quantum vergeringert wird,
- welches bißher Krotoszyn und Polajewo mit 50/m r. jährlich ent-
- richtet haben, und künfftig Polajewo und meine Güter entrichten
- werden.
- Die Vortheile, welche ich dadurch gewinne sind:
- 1, die bereits in meiner Vorstellung vom — angeführte
- 2, daß ich ein Arondissement meiner Güter erhalte, die bißher
- im SüdPreussen zerstreuet liegen
- 3, daß Krotoszyn nur 8 Meilen von Breslau entfernt liegt,
- und in der Nähe meines Domicilii bewirthschaftet werden kan.
- Die Vortheile, welche Euer Königl. Majestät gewinnen sind:
- 1, kan Euer Königl. Majestät es gleichgültig seyn, ob meine Güter zer-
- streuet liegen, da sie doch einer mit andern Domainen gränzen.
- 2, Enthält Betsche Bauholz, Brennholz und Wiesewachs; diß fehlt
- der Intendantur Buck und Meseritz,
- 3, Wird Polajewo mit 8000 rt. soulagirt.
- 4, Wird des Amortissements Quantum verringert.
- Da ich fest überzeugt bin, daß Euer Königl. Majestät, so wie ich
- bey diesem Tausch gewinnen, da mein Point d'honneur darunter lei-
- det, wenn die Sache anders von dem H. von Voss dargestellt wird;
- so muß ich alleruntertänigst bitten:
- Euer Königl. Majestät wollen der Posenschen Kammer
- per Cabinets Ordre aufgeben, die Untersuchung durch 2
constituiret werden; dieser wird mit dem Netto Ertrag von Krotoszyn balancirt, mit 5 pro Ct zu Capital gerechnet, und was als dem Krotoszyn noch mehr wehrt ist, als meine Güter, zahle ich baar an die Seehandlungs Societaet, wodurch als denn verhältnißmäßig das jährliche Amortisations Quantum vergeringert wird, welches bißher Krotoszyn und Polajewo mit 50/m r. jährlich entrichtet haben, und künfftig Polajewo und meine Güter entrichten werden.
Die Vortheile, welche ich dadurch gewinne sind:
1, die bereits in meiner Vorstellung vom — angeführte
2, daß ich ein Arondissement meiner Güter erhalte, die bißher im SüdPreussen zerstreuet liegen
3, daß Krotoszyn nur 8 Meilen von Breslau entfernt liegt, und in der Nähe meines Domicilii bewirthschaftet werden kan. Die Vortheile, welche Euer Königl. Majestät gewinnen sind:
1, kan Euer Königl. Majestät es gleichgültig seyn, ob meine Güter zerstreuet liegen, da sie doch einer mit andern Domainen gränzen.
2, Enthält Betsche Bauholz, Brennholz und Wiesewachs; diß fehlt der Intendantur Buck und Meseritz,
3, Wird Polajewo mit 8,000 rt. soulagirt.
4, Wird des Amortissements Quantum verringert. Da ich fest überzeugt bin, daß Euer Königl. Majestät, so wie ich bey diesem Tausch gewinnen, da mein Point d'honneur darunter leidet, wenn die Sache anders von dem H. von Voss dargestellt wird; so muß ich alleruntertänigst bitten:
Euer Königl. Majestät wollen der Posenschen Kammer per Cabinets Ordre aufgeben, die Untersuchung durch 2
- Mitglieder der Kamer, die mit der Sache bekannt sind,
- bewürken zu lassen, deren Votum bey den übrigen
- Membris Collegii circuliren, welchen dann ein jeder sein Votum
- hinzufügen, woraus gewiß die Richtigkeit meiner Angabe
- hervorgehen wird; zugleich bitte ich auch von dem
- Graf von Hoym Bericht zu erfordern, und ersterbe in
- tiefſter Treue als
- Euer Königl. Majestät.
Mitglieder der Kamer, die mit der Sache bekannt sind, bewürken zu lassen, deren Votum bey den übrigen Membris Collegii circuliren, welchen dann ein jeder sein Votum hinzufügen, woraus gewiß die Richtigkeit meiner Angabe hervorgehen wird; zugleich bitte ich auch von dem Graf von Hoym Bericht zu erfordern, und ersterbe in tiefſter Treue als
Euer Königl. Majestät.






