Document 120 · Letter
2 April 1804
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Cabanis reports prospective buyers among the Hussites in Husinich and Rentsch. He says they consider 300 Rthl per Hufe and 15 Rthl in yearly interest fair, that they have sent a messenger to their Moravian fellow believers, and that they mean to appear together within a fortnight. Cabanis is to press them further through the clergyman in Hussinitz. Countess Schlabrendorff will release the instrument only once the remaining 50/m Rthl have been received. Homuth obtains an extension until 1 January 1805.
Cabanis meldet Kaufwillige unter den Husiten in Husinich und Rentsch. Sie halten 300 Rthl pro Hufe und 15 Rthl jährlichen Zins für billig, haben einen Boten an ihre mährischen Glaubensbrüder geschickt und wollen binnen 14 Tagen in Corpore erscheinen. Cabanis soll sie über den Geistlichen in Hussinitz weiter antreiben. Gräfin Schlabrendorff gibt das Instrument erst nach Erhalt der übrigen 50/m Rthl heraus. Homuth bewirkt eine Frist bis 1. Januar 1805.
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- Cabanis ist gestern mit der guten Nachricht zurück gekommen
- daß die Husiten kaufen wollen.
- Es sind in Husinich, Rentsch und in der Gegend schon eine ziemliche
- Anzahl die sofort den besten Willen bezeigt haben, da indes die
- Hufen Zahl für dieſe zu groß iſt, ſo haben ſie ſogleich einen
- Expresſen an ihre Mähriſche Glaubens Brüder geſandt.
- den Preis von 300 Rthl pro Hufe und 15 rt. jährl. zins haben sie billig
- gefunden, und glauben, daß ſie, ohnerachtet der Druck in Böhmen
- aufgehört hat, des annehmlichen Preises wegen, bald die Anzahl
- der erforderlichen Wirthe bey sammen haben werden
- Längstens in 14 Tagen wollen sie in Corpore erscheinen —
- Gott gebe seinen Seegen — Cabanis soll indes doch wieder
- hinweitem um die Menschen durch den Geistl zu Hussinitz
- zur schnellsten Betreibung der Sache aufzumuntern,
- Der Bote von der Gräfin Schlabrendorff ist auch zurük —
- Hier ist die Antwort Ewr Hochfürstl Durchlaucht Wünschen
- nicht entsprechend — Sie ſchlägt es vnnd ab, das Instru-
- Quest: ehender heraus zu geben, bis ſie die andern 50/m rt.
- nicht erhalten hat. Die Frist bis d. 1ten Januar 1805
- bewürkt Homuth. Er wird die Quittung aber in
120 Cabanis ist gestern mit der guten Nachricht zurück gekommen daß die Husiten kaufen wollen.
Es sind in Husinich, Rentsch und in der Gegend schon eine ziemliche Anzahl die sofort den besten Willen bezeigt haben, da indes die Hufen Zahl für dieſe zu groß iſt, ſo haben ſie ſogleich einen Expresſen an ihre Mähriſche Glaubens Brüder geſandt. den Preis von 300 Rthl pro Hufe und 15 rt. jährl. zins haben sie billig gefunden, und glauben, daß ſie, ohnerachtet der Druck in Böhmen aufgehört hat, des annehmlichen Preises wegen, bald die Anzahl der erforderlichen Wirthe bey sammen haben werden Längstens in 14 Tagen wollen sie in Corpore erscheinen — Gott gebe seinen Seegen — Cabanis soll indes doch wieder hinweitem um die Menschen durch den Geistl zu Hussinitz zur schnellsten Betreibung der Sache aufzumuntern, Der Bote von der Gräfin Schlabrendorff ist auch zurük — Hier ist die Antwort Ewr Hochfürstl Durchlaucht Wünschen nicht entsprechend — Sie ſchlägt es vnnd ab, das InstruQuest: ehender heraus zu geben, bis ſie die andern 50/m rt. nicht erhalten hat. Die Frist bis d. 1ten Januar 1805 bewürkt Homuth. Er wird die Quittung aber in
- solches form abfaßen, daß Ewr Durchlaucht solche apparte gebrau-
- chen können — Auch der Accept wegen des 2ten Termins soll
- so abgefaßt sein, daß kein Unglück mehr geschehen kan
- Den Kunckel sehe ich sehnsuchts voll entgegen — Er schreibt
- zwar an seine Mutter, daß er mit mehrere Menschen diese Tage
- hier eintreffen wird. inzwischen dauert auch die Zeit doch etwas
- zu lang — ich wünschte er wäre schon hier —
- Die Mutter des Kunckels lebt hier in der grösten Dürftigkeit
- wollen Ewr Durchl. etwan ein Werk der Barmherzigkeit am
- heutigen Tage thun, so schicken Sie mir ein paar Thaler für
- Dies arme Weib die krank und elend liegt — ich gebe ihr zwar
- etwas weniges, allein dies reicht nicht weit zu um sich bey
- diesen theuren Zeiten zu erhalten.
- Breslau d 2ten Aprill 1804.
- v Triebenfeld
solches form abfaßen, daß Ewr Durchlaucht solche apparte gebrauchen können — Auch der Accept wegen des 2ten Termins soll so abgefaßt sein, daß kein Unglück mehr geschehen kan Den Kunckel sehe ich sehnsuchts voll entgegen — Er schreibt zwar an seine Mutter, daß er mit mehrere Menschen diese Tage hier eintreffen wird. inzwischen dauert auch die Zeit doch etwas zu lang — ich wünschte er wäre schon hier — Die Mutter des Kunckels lebt hier in der grösten Dürftigkeit wollen Ewr Durchl. etwan ein Werk der Barmherzigkeit am heutigen Tage thun, so schicken Sie mir ein paar Thaler für Dies arme Weib die krank und elend liegt — ich gebe ihr zwar etwas weniges, allein dies reicht nicht weit zu um sich bey diesen theuren Zeiten zu erhalten.
Breslau d 2ten Aprill 1804.
v Triebenfeld

