Traces in the Sand

Document 158 · Letter

26 January 1805

Berlin

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Through the mediation of General v. Köckritz, the Invalids' Department has promised 150,000 Rthl: first 50,000 Rthl on mortgage and on Triebenfeld's bill of exchange, the 100,000 Rthl after revision of the valuations by the Chamber, which he intends to direct from Wednesday in Kalisz. He then wants to pay 10,000 Rthl and send the remainder. He advises against the suit over the proxenetica and rejects the reproach in the Schlabrendorff affair. Of 30/m Rthl for the Empire, about half might be together.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 158
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Herr
  4. Endlich ist es durch Vermittelung des Verehrungswürdigen Generals
  5. v. Köckritz gelungen, daß das Invaliden Departement nun erklärt
  6. hat 150000 rt herzugeben, ohne daß ich von des Königs Majestät
  7. welches sonsten der Geschäftsgang ist, die Erlaubnis dazu nach
  8. suchen dürfen. Das Departement giebt vor Hand auf die
  9. Hypotheque und meinen Wechsel 50000 rt als den muß die
  10. Kammer die Taxen noch revidiren, und nach diesen zahlt das
  11. Departement die 100000 rt. die von die Zinsen richtig bezahlt
  12. werde 50 Jahre stehen können.
  13. Das pupille Depositorum die Wittwen Casse noch weniger die
  14. Bank oder Seehandlung zahlen auch keinen Ezer mehr nach
  15. Südpreußen sondern sind bemüht alles einzuziehen — dies macht
  16. eine fürchterliche Stockung in allen Geschäfte und verbreitet solche
  17. Ach! und Oh: unter die Mensche, daß einen die Haare zu Berge
  18. stehen. Ich hätte auch nichts erhalten hätten sich der Braun Ge-
  19. neral meiner nicht auf das thätigste angenommen. Die
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  1. hiesigen Banquiers geben jezt ſelbſt, um ſich nur ſo hinzuhalten 10
  2. bis 12 pCt proximaticum um 5 bis 6 prC t zinsen dazu
  3. Liep: Meyer Wolff fest jeden sein Ziel der hat allein noch
  4. Geld und meint von den Geldsuchenden was ihm gefällig ist.
  5. wer nun in der Händen dieser Art Menschen fällt ist unwieder
  6. bringlich verlohren. Gott sind dem Biedern Freund sey es herzlich
  7. gedanckt daß er hier ein beßeres und wahrlich das nur Wunschens
  8. warteste Loos beſchied —
  9. Sobald ich nun das Geld erhalte zahle ich die ſehen gefordert,
  10. 10000 rt und sende eilig Ewr Durchlaucht die bleibende
  11. Summa nach Abzug der Kosten.
  12. Mit die Girard und Haukſche Sache bin ich fertig ich zahlen
  13. morgen die rückständigen Zinsen von meinen Gelde und dan
  14. übernimmt jemand die Schuld, welche 4 Jahr ruhig stehe,
  15. kan. Die Klage wegen die genommenen proxenetica
  16. finde ich nicht wohl angebracht — das Dings schadet
  17. Ewr Durchlaucht Credit aufs neue, und scheucht die
  18. alle unter einer Decke stehende sogenannten Geschäfts
  19. Männer zurück. Es ward mir dies sogar schon bey diesen
  20. Geschäft vorgeworfen, und ſich darauf berufen daß
  21. Seebald Klage und die proxenetica zurück fordern solte;
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  1. Die Bironſche Sache hat allen Furcht und Schrecken eingejagt —
  2. die Moral welche Ewr Durchlaucht nur wegen der Schlabrendorff[sche]
  3. Sache schreiben verdiente ich nicht. Jede Wortbrüchigkeit ist
  4. meinen Herzen fremd, und soll es bis am lezten Hauch bleiben
  5. Ich was zwar nicht was ich in diesen quaalvollen Moment schrieb
  6. Indes muß ich mich irrig, nach Ewr Durchlaucht Schreiben zu er-
  7. theilen, ausgedruckt haben — Ehre bleibt in allen meinen
  8. Handlungen die erste Triebfeder, ich opfere ihr Mühe ver-
  9. möge, und Gesundheit auf. Und die Wahrheit welche
  10. ich damahls in dem Pro Memoria über die ganze Schläbe
  11. dorffsche Sache sagte ist nach meiner Denkart kein Buben
  12. stück — Verflucht würde ich alle meine Handlungen, und nicht
  13. wozu ich sehr geneigt bin, in lezten Winkel der Erde von allen
  14. Menschen entfernt zurückziehen, wenn ich am Ende so Beurtheilt
  15. werden solte.
  16. Die Mennonistes werde ich nach Ewer Durchlaucht Befehl bestimmt
  17. antworten
  18. des Wollenhaupts Urteil wegen Dismembrierung der Güter
  19. ist zu unbedeutend als daß man darüber ein Wortweiter
  20. sagen darf. Geruhen Ewr Durchlaucht ihm den Auftrag
  21. zu machen und versprochen ihn einige Tausendtstäd, so ver-
  22. sichert er die halbe Welt zu dismembriren — Ich habe die Proben
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  1. noch vor mich — Rochlitz Sachen werde ich bey meiner
  2. Retour nach Unruhſtad befördig.
  3. Der Freypaß über die Weine muß nun schon dorten sein.
  4. was die Betscher Unterthanen wolle verstehe ich nicht — Es
  5. muß da wieder Vorrath in Hinter Grund lauschen. Indes
  6. ist der Datum dieses Schreibens von Monath Juni und zwar
  7. früher als des Contracts.
  8. Den künftigen Mittwoch gehe ich von hier zurück, um in Kalisz
  9. die Revision der Taxe zu leiten um die 100000 rt desto schnelle
  10. zu erhalten, und dan ruhig dismembriren zu können.
  11. Die Eysenhardtſche Sache leitet Amelang weise und gut, ſo
  12. daß Ewr Durchlaucht desfals keinen Verdruß haben werden
  13. In tiefsten Respect ersterbe
  14. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  15. Wegen die Gelder nach den Reich heraus
  16. könt nun etwa die Hälfte von 30/m rt.
  17. dermalen zusammen — ich dachte Ewr.
  18. Durchlaucht schickten solche jezt- und
  19. versprächen und die andern 15000 rt bald
  20. nach zu schicken
  21. Berlin
  22. den 26ten Januar
  23. 1805
  24. unterthäniger Diener
  25. v Triebenfeld