Document 8 · Letter
12 May 1815
Sławięcice (Schlawenschitz)
Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen → Karl August von Hardenberg, Prussian State Chancellor
The Prince writes to Hardenberg that the district of his Trąbczyn estates falls under Russian sovereignty; since both sovereigns have confirmed the commission's acts, he says the estates are lost to him, and that the donees should be compensated with other estates. He says his loss amounts to more than 261,000 Rthl. He would be satisfied with the small domain of Sokolnik, which yields 8 to 10,000 Rthl in rent, and he asks Hardenberg to intercede for this with the Russian Emperor.
Der Fürst schreibt Hardenberg, der Distrikt seiner Trąbczyner Güter falle unter russische Hoheit; da beide Souveräne die Handlungen der Kommission bestätigt hätten, seien sie für ihn verloren, und den Donataren solle eine Entschädigung durch andere Güter gegeben werden. Sein Verlust betrage über 261000 Rthl. Er wäre mit dem kleinen Amt Sokolnik zufrieden, das 8 bis 10000 Rthl Pacht gibt, und bittet Hardenberg, sich beim russischen Kaiser dafür zu verwenden.
- Durchlauchtigster Fürst!
- Pohlens Schicksal ist nun entschieden, und die
- Gränzen bestimmt. Der District wo die mir von
- der Pohlnl Verwaltungs Commission genommenen
- Trąbczyner Güter liegen fällt unter Rußischer Hoheit.
- Da nun die beyden Souveraine die Handlungen der
- Preußl. Commission bestättiget haben, so bleiben die
- mir genommenen Gütter für mich auf ewig verlohren,
- und es ist nun mein einziger Trost, daß nach der
- Gerechtigkeits Liebe beyder Monarchen denen
- Donatarien eine Endschädigung durch andern Gütter
- gegeben werden soll.
- der Höchsten Wahrscheinlichkeit nach müste ich mein de
- Domagement von des Ruſischen Kaysers Majestät
- erwarten, weshalb ich mich auch schon an des Herren
- Minister Freyherrn von Stein gewandt habe. Ob
- aber diese Sache von den Herren Baron von Stein
- allein abhängt, weiß ich nicht. — Das aber weis ich
- daß durch Eurer Durchlaucht vorwort bey des
- Ruſischen Kaysers Majestät ich ſo gleich geholfen seyn
- würde.
Durchlauchtigster Fürst!
Pohlens Schicksal ist nun entschieden, und die Gränzen bestimmt. Der District wo die mir von der Pohlnl Verwaltungs Commission genommenen Trąbczyner Güter liegen fällt unter Rußischer Hoheit. Da nun die beyden Souveraine die Handlungen der Preußl. Commission bestättiget haben, so bleiben die mir genommenen Gütter für mich auf ewig verlohren, und es ist nun mein einziger Trost, daß nach der Gerechtigkeits Liebe beyder Monarchen denen Donatarien eine Endschädigung durch andern Gütter gegeben werden soll.
der Höchsten Wahrscheinlichkeit nach müste ich mein de Domagement von des Ruſischen Kaysers Majestät erwarten, weshalb ich mich auch schon an des Herren Minister Freyherrn von Stein gewandt habe. Ob aber diese Sache von den Herren Baron von Stein allein abhängt, weiß ich nicht. — Das aber weis ich daß durch Eurer Durchlaucht vorwort bey des Ruſischen Kaysers Majestät ich ſo gleich geholfen seyn würde.
- Mein Verlust beträgt über 261000 Rt. ich dürfte wohl
- mit allen Rechten hoffen daß mir Gütter vom gleichen
- Werthe verliehen würden: inzwischen würde ich mit
- ohnweit Boleslawice belegene Kleine Amt Sokolnik
- welches an 8 bis 10000 Rt Pacht gibt, gerne zufrieden
- seye. Euer Durchlaucht bitte ich ganz gehorſamst,
- Sich für mich als Ihren alten treuen Verehrer bey des
- Ruſisch Kaysers Majestät zu verwenden, und es in die
- Wege zu lenken, daß mir das Sokolniker Amt als
- Entschädigung verliehen würde, um so mehr als ich der
- einzige bin, den man die Gütter genommen hat
- und der Entschädiget werden muß.
- Euer Durchlaucht genehmigen die
- Versicherung der hohen Verehrung mit welcher ich
- beharre.
- Euer Durchlaucht
- Schlawenschitz
- den 12 May 1815.
- ganz gehorſamer Diener,
- F[riedrich]. L[udwig]. F[ürst]. z[u]. Hohenlohe.
Mein Verlust beträgt über 261,000 Rt. ich dürfte wohl mit allen Rechten hoffen daß mir Gütter vom gleichen Werthe verliehen würden: inzwischen würde ich mit ohnweit Boleslawice belegene Kleine Amt Sokolnik welches an 8 bis 10,000 Rt Pacht gibt, gerne zufrieden seye. Euer Durchlaucht bitte ich ganz gehorſamst, Sich für mich als Ihren alten treuen Verehrer bey des Ruſisch Kaysers Majestät zu verwenden, und es in die Wege zu lenken, daß mir das Sokolniker Amt als Entschädigung verliehen würde, um so mehr als ich der einzige bin, den man die Gütter genommen hat und der Entschädiget werden muß.
Euer Durchlaucht genehmigen die Versicherung der hohen Verehrung mit welcher ich beharre.
Euer Durchlaucht
Schlawenschitz
den 12 May 1815.
ganz gehorſamer Diener, F[riedrich]. L[udwig]. F[ürst]. z[u]. Hohenlohe.

