Traces in the Sand

Document 75 · Letter

1 April 1798

Wrocław (Breslau)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld returns the letters of Count v. S. that were sent to him. He is glad the Count is behaving honestly, but regrets that he cannot win the Prince 40 to 50/m Rthl. According to Reinhardt, nothing has come of the matter of the assistance of the Treasury. Goldbeck hears that Hoym is keeping the South Prussian Department; Priebich, on the other hand, assured Councillor Kruger that Haugwitz would become minister. Chelmski has not appealed, and the estates might perhaps be leased out at Midsummer. The form for the power of attorney will follow after Melzer's return.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-17
  1. 75
  2. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  3. Tage ich die mir höchſt gnädigſte Comunicirte
  4. Schreiben d. Gr. v. S. unterthänigst wieder
  5. zu Füßen —
  6. Es freut mich daß der Gr. ſich bey der
  7. ganzen Sache so gerade beträgt, und
  8. am Ende seinen Vorteil einsicht —
  9. Nur traure ich auf der andern Seite
  10. aber zu sehr, daß ich in dieser Sache
  11. abermals einen der Menschheit entehrende
  12. zug erfahren müßen, und dan daß mir
  13. die Gelegenheit benommen wird Ewr.
  14. Hochfürstliche Durchlaucht einen recht reelen
  15. Dienst zu leisten und Höchst Ihnen so ein
  16. 40 bis 50/m Rthl zu gewinnen —
  17. Aus Bonn schreibt Reinhardt daß
Page 2lines 18-35
  1. wegen der Assistenz des Fisci noch nichts erfolgt
  2. ist — Gott! wie bedaurens werth sind die Menschl
  3. deren Worte man ein Glauben beimeßen darff,
  4. Von dH. v Goldbeck aus Berlin habe ich gestern
  5. ein Schreiben erhalten, worin der sagt
  6. "Bis hieher habe wegen das Südpreußischen
  7. Departement in der Residenz viele Gerüchte
  8. rouliert. Vor ein paar Tage aber habe
  9. ich von einen zuverläßigen Manne gehört
  10. daß es dH. Gr v. Hoym behält."
  11. Er schreibt die Majestät hätten ihm zu seinen sonst sehr
  12. ausgedehnten Justiz Departement um auch noch die
  13. Anabach in Baerautschen Provinzen zugeben und
  14. befohlen — Einige Neuere Gesetze zu entwerfen.
  15. Der Himmel weis was an den allen ist
  16. Den vor etwa 3 Tagen ist ein Vertrauter des
  17. Minister Haugwitz ein gewißer Priebich hierdurch
  18. gegangen, dieser hatt den Rath Kruger fest
Page 3lines 36-51
  1. versichert, daß der Minister Haugwitz Sudpreußisch
  2. Minister wäre —
  3. Chełmski hatt noch nicht apellirt und vieleicht
  4. können die Güter auch schon auf Johanni ohne Anstoß
  5. mit verpachtet würden
  6. Melzer ist wie der retournirte Expresse die Nach-
  7. richt von Gravenitz bringt nicht zu Hause gewesen
  8. kömt aber in 2 Tage wieder um da wird das
  9. formular zur Vollmacht als auch die sonstigen
  10. Berichte erfolgen
  11. In tiefsten Respect beharre
  12. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  13. Breslau den 1ten April
  14. 1798.
  15. treu unterthänigster Knecht
  16. v Triebenfeld