Traces in the Sand

Document 19 · Letter

26 April 1816

Sommerfeld

Widow von Brehmer, widow of Colonel von Brehmer, a creditor → Karl August von Hardenberg, Prussian State Chancellor

The widow von Brehmer asks Hardenberg for help: she says her late brother, Major von Seehausen, lent the Prince a capital of 5,000 Rthl in 1803 against the pledge of the Szetlewek estate. She says the Prince paid neither the capital nor the interest, and that in 1807 the estate was taken from him and given back to the heiress of its former owner. She asks to be satisfied out of the Prince's remaining property. A marginal note by Stägemann: any compensation from the Russian Emperor must benefit the creditors registered against the estates.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. Durchlauchtigster Fürst
  2. Gnädigſter Herr
  3. Mein verstorbenen Bruder der König. Preußen
  4. Major Johann Friedrich von Seehausen, deßen
  5. Universal Erben ich bin, lieh den regierenden
  6. Herrn Fürsten Friedrich Ludwig von Hohen-
  7. lohe Ingelfingen und Obligation vom
  8. 26ten Mart. 1803. ein Capital von 5000 rt
  9. Caier[?]:, die Herr Debitor verpfändete ihm
  10. sein Guth Szettlewek in Koninschen Creise
  11. und verpflichtet sich, ihn auf eine andere
Written by the receiving office
  1. N 3997. B. pr. 13. May 1816.
  2. pr. d. 1. May 1816
  3. Num. 4705.
  4. Am Bureau Journal zu löschen
  5. Im Journal der Section einzutrag
  6. Dec: H. L. R. Balan
  7. appon. der Bericht, den der H. v. Zerboni über die
  8. im Herzogtum Warschau belegenen Güter des
  9. Fürsten v. Hohenlohe abgestattet hat.
  10. 2 Mai
  11. dem H. G[?] v Jordan
  12. vorzulegen.
  13. Szettlewek ist ein zu Trąbczyn gehörendes Gut. Nach dem Bericht des
  14. H v. Zerboni hat der Fürst sie deteriorirt und mit Schulden beladen. Es wird daher
  15. wenn des rußischen Kaisers Majestät zu einer Entschädigung sich geneigt
  16. [h?] erbladen geruhen sollte,
  17. diese nicht vom Fürsten
  18. sondern dem auf
  19. die Güter ingrossirten
  20. Gläubigern zu ſtatten
  21. kommen müßen.
  22. St[ä]g[e]m[ann]
  23. 7 Mai 16
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  1. Art zu befriedigen, wenn er aus diesen Guthe
  2. nicht seine Befriedigung vollständig erhalten
  3. sollte. So lange der Herr Fürst un
  4. besitz von Hypotheque war, hat er so
  5. wenig Capital als Zinsen bezahlt, und
  6. nach der Abtretung der Provinz Süd
  7. Preußen ist ihn das Guth Szettlewek
  8. durch das Erkenntniß der regierende
  9. Commission d. d. Beschr. den 21. July
  10. 1807. wieder abgenommen und der Erbin
  11. des frühern Besitzers Michaline Pru-
  12. simska verm von Dąbska zurückge-
  13. geben werden. Ich habe keine Aussicht, aus
  14. diesem Gut bezahlt zu werde, und bin
  15. auch nicht im Stande meine Rechte gegen
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  1. der Herrn Fürsten auszuführen, die ich besitze
  2. außer diesem Capital kein Vermögen und
  3. lebe bloß von einer geringen Pension von 120 rt.
  4. Ew. Durchlaucht bitte ich daher unterthä-
  5. nigst, Sich Hochgeneigt für mich gnädigst
  6. zu verwenden, daß ich meine Befriedi-
  7. gung an Capital und Zinsen und den übri-
  8. gen Vermögen des Herrn Fürsten an
  9. ſulte.
  10. Mit den größten Respect beharre ich
  11. Ew: Durchlaucht
  12. Sommerfeld
  13. d. 26ten April 1816.
  14. unterthänigst
  15. die verwitwete Oberstin
  16. von Brehmer.