Document 215 · Letter
July 1811 [inferred]
Unknown
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld confirms 1,000 Rthl through Bally. He says Hawich and Hecker are to be dismissed. After the payment of 5,100 Rthl in interest he presses for the lifting of the sequestration of Zagórów. He says Dąbska has taken possession of Trąbczyn without a judgment and that her entry in the mortgage book has been rejected; he is pursuing the recovery of Trąbczyn and Kamionna. Land appropriated by Honrichs, Hawich and Hecker is to be returned and settled with colonists; the colonists of the lordship of Zagórów are to be remitted a third of their interest this year.
Triebenfeld bestätigt 1000 Rthl über Bally. Hawich und Hecker sollen entlassen werden. Er drängt nach Anweisung von 5100 Rthl Zinsen auf Aufhebung der Sequestration von Zagórów. Die Dąbska habe Trąbczyn ohne Urteil in Besitz genommen, ihre Eintragung ins Hypothekenbuch sei abgewiesen; er betreibt die Vindikation von Trąbczyn und Kamionna. Von Honrichs, Hawich und Hecker angeeignete Gründe sollen zurück und mit Colonisten besetzt werden; den Colonisten der Herrschaft Zagórów soll dieses Jahr ein Drittel der Zinsen erlassen werden.
- 215
- P[ro]. M[emoria].
- ad 1. sind mir die 1000 rt von dem Herrn Stallmeister Bally richtig gegen
- meine und des Honrichs Quittung behändiget, davon 600 rt nach fehlen
- in der Stunde baar gesandt und durch den Rest verschiedene Kosten
- was fals ich Execution hatte befriediget.
- ad 2. Sage ich den tief gerührtesten darfür die an meine Kinder gesandten
- Zwey hundert fünf und funfzig rt. in Münze die ich danckbar zurück geben oder verechnung
- werde. Solten u die 245 rt die mir zur Auslösung des Eysens angewiesen,
- waren, hier aber wieder angerechnet sind noch erhalten, so würde
- ich dies bey der Eysen Lieferung tief gehorsamst mit in Rechnung
- bringen.
- ad 3. So ist der Honrichs, Hawich und Cabanis hier gewesen. des Hon-
- richs Sache ist ausgewiesen und er nicht als Bösewicht befunden
- wogegen Hawich als der schlechteste Kerl entlarvt worden.
- Hecker wird jezt nach seinen Handlungen belohnt ihm seine
- Papierne Caution zurückgegeben, und er verabschiedet werden.
- Cabanis bleibt meines unvergreiflichen dafürh altens stets bey
- seiner allgemein bekannten Ehrlichkeit, Cassen Controlleur sobald
- Gott hilft und Sr Durchlaucht sämtl. Güter wieder in besiz haben.
- Hawich wird gänzlich entlaßen, und hat ihm der Graf Kwilecki
- schon als einen Verläumder und Rabulistischen Winkel Schreiber
- aus der Gerichts Stube selbst geworfen und allen zutrit unter
- sagt — was
- ad 4. die Lage der Zagorower und Trąbczyner Güter betrifft, so muß
- die Sequestration nun bey Zagorowo absolut gehoben werden
- ich habe zu dem Ende von Honrichs und Cabanis ein Verzeichnis
- geben laßen, was sogleich baar eingezogen werden kan.
- die von dem Juden Mendel Oppenheimer angegebene Summa
- betrüge 102000 rt / die aber über 20000 rt. wieder ist / und was
- fals der Prozeß in Berlin schwebt.
- Indes würden die Intressen darin circa 5100 Rt. Jahr betragen
- diese müsten sofort mit der Protestation deponirt werden
- "daß der Prozeß wegen des Juden Oppenheimers Forderung
- und seiner falschen Cession in Berlin schwebe, so dürften ihm
- die Zinsen nicht ausgehändiget werden —"
- Der Nachweis des Honrichs und Cabanis besagt 13610 rt.
- die jahrlich Intressen 5100 rt.
- Nach diesen würden 8510 bleiben —
- des Friedens Richter Grafen Kwilecki liegt diese Sache jezt vor
- ich habe die 5100 rt angewiesen und bestehe auf Augenblickliche
- Aufhebung der Sequestration oder jezt sogenannten Admi-
- nistration um so mehr, als Neuerdings die Allgemeine
- Aufhebung der Sequestration, wenn nur die laufenden Zinsen
- berichtiget werden, nachgegeben ist.
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P[ro]. M[emoria].
ad 1. sind mir die 1,000 rt von dem Herrn Stallmeister Bally richtig gegen meine und des Honrichs Quittung behändiget, davon 600 rt nach fehlen in der Stunde baar gesandt und durch den Rest verschiedene Kosten was fals ich Execution hatte befriediget.
ad 2. Sage ich den tief gerührtesten darfür die an meine Kinder gesandten Zwey hundert fünf und funfzig rt. in Münze die ich danckbar zurück geben oder verechnung werde. Solten u die 245 rt die mir zur Auslösung des Eysens angewiesen, waren, hier aber wieder angerechnet sind noch erhalten, so würde ich dies bey der Eysen Lieferung tief gehorsamst mit in Rechnung bringen.
ad 3. So ist der Honrichs, Hawich und Cabanis hier gewesen. des Honrichs Sache ist ausgewiesen und er nicht als Bösewicht befunden wogegen Hawich als der schlechteste Kerl entlarvt worden. Hecker wird jezt nach seinen Handlungen belohnt ihm seine Papierne Caution zurückgegeben, und er verabschiedet werden. Cabanis bleibt meines unvergreiflichen dafürh altens stets bey seiner allgemein bekannten Ehrlichkeit, Cassen Controlleur sobald Gott hilft und Sr Durchlaucht sämtl. Güter wieder in besiz haben. Hawich wird gänzlich entlaßen, und hat ihm der Graf Kwilecki schon als einen Verläumder und Rabulistischen Winkel Schreiber aus der Gerichts Stube selbst geworfen und allen zutrit unter sagt — was
ad 4. die Lage der Zagorower und Trąbczyner Güter betrifft, so muß die Sequestration nun bey Zagorowo absolut gehoben werden ich habe zu dem Ende von Honrichs und Cabanis ein Verzeichnis geben laßen, was sogleich baar eingezogen werden kan. die von dem Juden Mendel Oppenheimer angegebene Summa betrüge 102,000 rt / die aber über 20,000 rt. wieder ist / und was fals der Prozeß in Berlin schwebt.
Indes würden die Intressen darin circa 5,100 Rt. Jahr betragen diese müsten sofort mit der Protestation deponirt werden "daß der Prozeß wegen des Juden Oppenheimers Forderung und seiner falschen Cession in Berlin schwebe, so dürften ihm die Zinsen nicht ausgehändiget werden —" Der Nachweis des Honrichs und Cabanis besagt 13,610 rt. die jahrlich Intressen 5,100 rt.
Nach diesen würden 8,510 bleiben — des Friedens Richter Grafen Kwilecki liegt diese Sache jezt vor ich habe die 5,100 rt angewiesen und bestehe auf Augenblickliche Aufhebung der Sequestration oder jezt sogenannten Administration um so mehr, als Neuerdings die Allgemeine Aufhebung der Sequestration, wenn nur die laufenden Zinsen berichtiget werden, nachgegeben ist.
- den 28 ten d. M steht desfals eben Termin an ich hoffe den besten Erfolg
- und bemerke gehorsamst, daß die Rückstände war solche nach und nach
- eingehen alles decken werden.
- Übrigens aber wird es nothwendig sein, denen beiden Richter sowohl in
- Konin als Kalisz so viel möglich zu casuliren und bey den guten Ge-
- sinnungen zu erhalten, als desfals ich meinen Wohlstand sehr zu nahe
- treten muß —
- dem Stenger habe ich müßen gehen laßen. Er war mir zu kostbar
- er wolte ehe er eine Feder ansezte vorweg 2000 rt. haben, ich habe
- ihm nun völlig abandonirt, und einen gewißen Raszkowski an
- genommen der das alles für 300 rt zu bearbeiten verspricht —
- bey der über aus guten Gesinnung des Friedens Gerichts und Tribunals
- Presidenten von Kwilecki und Kiełszewski bedarf es jezt eben
- nicht eines so verdammet Kostbaren Advocatens der neben den Vor-
- schuß von 2000 rt auch noch in Unger und Champagner gebadet sein
- wolte —
- Die Dąbska hatt sich ohne alle Decrete und Urtels in Posses der
- Güter durch Hülfe 2er elenden Kerls, eines gewißen Sokolniki
- und Lipski geschwungen. Die vorgenannten beiden Richter Kur[?] und [?]geti haben
- [?] auf fordern laßen zu klagen und versprechen die aller
- promteste Satisfaction — ich bin von dem nur wünschenswertesten
- Ausgang so wie von meinen daß ein fast überzeugt — ich habe die
- vom Gott um diesen Männern nur dargebotene Gelegenheit günig
- ergriffen um meinen Fürstlichen Freunde sein Eigenthum nicht nur
- schleunig bey diesem nie vorher geahndeten glücklichen Ereignißen
- zu retten, sondern wo möglich zu vermehren. Ja ich verbinde
- mit Vindezirung der Trąbczyner Güter sofort die Kaemener / die den
- biedern Fürsten viel kummer gemacht haben würden / so wie auch
- hinter her die Rettung der Brzyzer Güter, die als ein Equiva-
- lent des von der Dąbska dem Fürsten zugefügten Schadens
- am Ende angesehen werden müßen, weil sonsten kein förd
- vorhanden sein würde um ein Dedomagement von der
- berüchtigten Herr zu erhalten.
- Es ist dies üben der Rath des Grafen Kwilecki der mir
- sagen läst, daß sobald das Decret oder Urtel wegen
den 28 ten d. M steht desfals eben Termin an ich hoffe den besten Erfolg und bemerke gehorsamst, daß die Rückstände war solche nach und nach eingehen alles decken werden.
Übrigens aber wird es nothwendig sein, denen beiden Richter sowohl in Konin als Kalisz so viel möglich zu casuliren und bey den guten Gesinnungen zu erhalten, als desfals ich meinen Wohlstand sehr zu nahe treten muß — dem Stenger habe ich müßen gehen laßen. Er war mir zu kostbar er wolte ehe er eine Feder ansezte vorweg 2,000 rt. haben, ich habe ihm nun völlig abandonirt, und einen gewißen Raszkowski an genommen der das alles für 300 rt zu bearbeiten verspricht — bey der über aus guten Gesinnung des Friedens Gerichts und Tribunals Presidenten von Kwilecki und Kiełszewski bedarf es jezt eben nicht eines so verdammet Kostbaren Advocatens der neben den Vorschuß von 2,000 rt auch noch in Unger und Champagner gebadet sein wolte — Die Dąbska hatt sich ohne alle Decrete und Urtels in Posses der Güter durch Hülfe 2er elenden Kerls, eines gewißen Sokolniki und Lipski geschwungen. Die vorgenannten beiden Richter Kur[?] und [?]geti haben [?] auf fordern laßen zu klagen und versprechen die aller promteste Satisfaction — ich bin von dem nur wünschenswertesten Ausgang so wie von meinen daß ein fast überzeugt — ich habe die vom Gott um diesen Männern nur dargebotene Gelegenheit günig ergriffen um meinen Fürstlichen Freunde sein Eigenthum nicht nur schleunig bey diesem nie vorher geahndeten glücklichen Ereignißen zu retten, sondern wo möglich zu vermehren. Ja ich verbinde mit Vindezirung der Trąbczyner Güter sofort die Kaemener / die den biedern Fürsten viel kummer gemacht haben würden / so wie auch hinter her die Rettung der Brzyzer Güter, die als ein Equivalent des von der Dąbska dem Fürsten zugefügten Schadens am Ende angesehen werden müßen, weil sonsten kein förd vorhanden sein würde um ein Dedomagement von der berüchtigten Herr zu erhalten.
Es ist dies üben der Rath des Grafen Kwilecki der mir sagen läst, daß sobald das Decret oder Urtel wegen
- Trąbczyn, da sey ich auch so findt auf Schaden Ersaz
- drängen und die bey Ansezzung der Kosten nicht
- blöde sein solle — Ich denke so circa 60000 rt wird
- wohl nicht zu wenig auch nicht so viel sein —
- Soviel über den Gegenstand oder der Vindication der Trąbczyner
- Kaemener Güter
- Wegen den Jeremiaden des Grotowski, Lichnowski, Zerboni
- und Eysenhardt, welche auf Trąbczyn und Szetlewek [...] gelde[?] haben
- ist jetzt nichts zu sagen — die Vindezirung der Güter behebt
- auch den Kummer für die Zukunft —
- Ich glaube, daß wann der Fürst die Güter zurück erhält so sein
- gleich 15000 rt von dem Pächter Smidkowski zu nehmen / dem
- er wird nicht gerne heraus gehen, und seine voraus an der
- Dąbska bezahlte Pacht im Stiche laßen wollen, mit vorgenannte
- 15000 rt Pacht bezahlt man die 4 Menschen ihre Zinßen und sie
- werden gerne ruhig sein — Genug alles hängt von der schnellste
- vindezirung dieser Güter ab, erfolgt diese nach Wunsch und wie
- sie jetzt eingeleitet ist, so ist der gröſte Kummer gehoben und der
- Credit zugleich hergestellt.
- Übrigens bleibt jenes Sr Durchlaucht von mir vor 3 Jahren gegebene
- Tableau stets die Basis was die Güter, von Trąbczyn, wieder
- gewonnen ist, sind und was sie am Ende sein werden —
- Der Krieg wird einen Ausfall verursachen aber es sind unter
- des wieder viel Zinſen die nicht gehoben ſind zu getreten, und
- diese Decken am Ende den Ausfall, daher die Summa immer
- dieselbe bleibe wird.
- Die dis membragion bleibt wie sie in jenes Tableau
- aufgeführt ist — besonders wan Trąbczyn erst wieder gerettet
- sein wird darf sie nicht die mindeste Abänderung leiden.
- den so wenig Honrichs, Hawich, Hecker, als der Karzunki[?]
- hatten ein Recht sich einen Morgen Gründe zuzueigen
- und auch kein Einziger soll mit meinen Willen im Besitz bleiben
- sondern die Gründe müßen zurückgegeben und nach meinem
- einmahl gemachten und selbst von der ehemahligen Cammer
- für schweres Geld approbirten Plan, durch Collonisten
- bekannt und die dorfür etablirt würden
- Ich gebe zu daß jezt kein Zulauf von Collonisten ist aber kehrt
- ruhe und Frieden ganz zurück den werden, wie Leute genug
Trąbczyn, da sey ich auch so findt auf Schaden Ersaz drängen und die bey Ansezzung der Kosten nicht blöde sein solle — Ich denke so circa 60,000 rt wird wohl nicht zu wenig auch nicht so viel sein — Soviel über den Gegenstand oder der Vindication der Trąbczyner Kaemener Güter Wegen den Jeremiaden des Grotowski, Lichnowski, Zerboni und Eysenhardt, welche auf Trąbczyn und Szetlewek [...] gelde[?] haben ist jetzt nichts zu sagen — die Vindezirung der Güter behebt auch den Kummer für die Zukunft — Ich glaube, daß wann der Fürst die Güter zurück erhält so sein gleich 15,000 rt von dem Pächter Smidkowski zu nehmen / dem er wird nicht gerne heraus gehen, und seine voraus an der Dąbska bezahlte Pacht im Stiche laßen wollen, mit vorgenannte 15,000 rt Pacht bezahlt man die 4 Menschen ihre Zinßen und sie werden gerne ruhig sein — Genug alles hängt von der schnellste vindezirung dieser Güter ab, erfolgt diese nach Wunsch und wie sie jetzt eingeleitet ist, so ist der gröſte Kummer gehoben und der Credit zugleich hergestellt.
Übrigens bleibt jenes Sr Durchlaucht von mir vor 3 Jahren gegebene Tableau stets die Basis was die Güter, von Trąbczyn, wieder gewonnen ist, sind und was sie am Ende sein werden — Der Krieg wird einen Ausfall verursachen aber es sind unter des wieder viel Zinſen die nicht gehoben ſind zu getreten, und diese Decken am Ende den Ausfall, daher die Summa immer dieselbe bleibe wird.
Die dis membragion bleibt wie sie in jenes Tableau aufgeführt ist — besonders wan Trąbczyn erst wieder gerettet sein wird darf sie nicht die mindeste Abänderung leiden. den so wenig Honrichs, Hawich, Hecker, als der Karzunki[?] hatten ein Recht sich einen Morgen Gründe zuzueigen und auch kein Einziger soll mit meinen Willen im Besitz bleiben sondern die Gründe müßen zurückgegeben und nach meinem einmahl gemachten und selbst von der ehemahligen Cammer für schweres Geld approbirten Plan, durch Collonisten bekannt und die dorfür etablirt würden Ich gebe zu daß jezt kein Zulauf von Collonisten ist aber kehrt ruhe und Frieden ganz zurück den werden, wie Leute genug
- haben — Inzwischen wird das Einzige geschehen müßen, daß man für
- dieses Jahr den sämtlichen Collonisten ein 3 teil Ihrer Zinsen
- mit dem bemerken erläst
- "daß Er durchlaucht auf die vielfachen dringenden bitten
- der Einwohner oder ergrath der Collonisten an der Herrschaft Zagorowo, dieselben
- für dies Jahr Ein dritteil ihren zu zahlenden Zinsen
- aus besondern Gnaden schenkten und mit dem Bedeuten
- erließen, daß sie dagegen, die zwey Drittel
- bleibenden Zinsen als statt einen rtum, Sechzehn
- gute Groschen oder statt hundert rthl
- Sechß und Sechßig rthl 16 gg sehr
- prompt berichtigten pp"
- Dieſes iſt ein nothwendiges Übel es muß aber geſchehen weil ſonſten
- die Leute aus halsstarrigkeit gar nichts geben.
- Es verursacht einen bedeutenden Ausfall auf das Jahr
- aber es erweckt ein großes Zutrauen und erregt oder
- Zieht dem Nuzzen nach sich, daß bey völligen Frieden oder
- Ruhe im Lande dem Fürsten die Menschung Spaaren weis zu strömen
- worden, wodurch die noch unbeſezten, oder jezt neuſte
- liegende Gründe welche die Leute im Laufe des un-
- glücklichen Krieges verlaßen haben, leicht wieder
- veräußert und mit soliden Menschen besezt werden
- können.
- In Betsche stehen bedeutende Reste, als der jährliche Canon von
- 1000 rt. und viele Laudemien aus — Bornstädtt ist von den Rest
- des noch stehenden Kaufs Praetiums wie ich gehört habe abge-
- funden — ich habe daher keine Reelle Nachricht, so viel mir aber
- beiwohnt müßen sämtliche Reste, als Kauf Praetium, Jahr
- Erbzins und Laudemia über 14000 rt betragen. In diesen
- Augenblick wird von den Einwohnern wohl noch nichts zu erhalten
- sein. Sobald aber völlige Ruhe eintritt, muß auf die Abführung
- der Reste gedrungen werden, besonders wan Kaemen erst
- gerettet sein wird. Den pure um deswillen habe ich dort
- Jezt nichts sagen wollen weil Leixner mit Meyer Bernhard
- aus Betsche wegen bedeutende Darlehne, die ich nicht
- genau kenne / ihre Interessen ziehen gemeint waren
haben — Inzwischen wird das Einzige geschehen müßen, daß man für dieses Jahr den sämtlichen Collonisten ein 3 teil Ihrer Zinsen mit dem bemerken erläst "daß Er durchlaucht auf die vielfachen dringenden bitten der Einwohner oder ergrath der Collonisten an der Herrschaft Zagorowo, dieselben für dies Jahr Ein dritteil ihren zu zahlenden Zinsen aus besondern Gnaden schenkten und mit dem Bedeuten erließen, daß sie dagegen, die zwey Drittel bleibenden Zinsen als statt einen rtum, Sechzehn gute Groschen oder statt hundert rthl
Sechß und Sechßig rthl 16 gg sehr
prompt berichtigten pp" Dieſes iſt ein nothwendiges Übel es muß aber geſchehen weil ſonſten die Leute aus halsstarrigkeit gar nichts geben. Es verursacht einen bedeutenden Ausfall auf das Jahr aber es erweckt ein großes Zutrauen und erregt oder Zieht dem Nuzzen nach sich, daß bey völligen Frieden oder Ruhe im Lande dem Fürsten die Menschung Spaaren weis zu strömen worden, wodurch die noch unbeſezten, oder jezt neuſte liegende Gründe welche die Leute im Laufe des unglücklichen Krieges verlaßen haben, leicht wieder veräußert und mit soliden Menschen besezt werden können.
In Betsche stehen bedeutende Reste, als der jährliche Canon von 1,000 rt. und viele Laudemien aus — Bornstädtt ist von den Rest des noch stehenden Kaufs Praetiums wie ich gehört habe abgefunden — ich habe daher keine Reelle Nachricht, so viel mir aber beiwohnt müßen sämtliche Reste, als Kauf Praetium, Jahr Erbzins und Laudemia über 14,000 rt betragen. In diesen Augenblick wird von den Einwohnern wohl noch nichts zu erhalten sein. Sobald aber völlige Ruhe eintritt, muß auf die Abführung der Reste gedrungen werden, besonders wan Kaemen erst gerettet sein wird. Den pure um deswillen habe ich dort Jezt nichts sagen wollen weil Leixner mit Meyer Bernhard aus Betsche wegen bedeutende Darlehne, die ich nicht genau kenne / ihre Interessen ziehen gemeint waren
- Wegen Wittow habe ich durch der Schlieffen einen Prozess
- am Halse — Sie hat noch 6000 rt. Kauf Geld zu fordern, ich wolte
- ihr damals den Contract mit Meierowitz nicht sehen laßen,
- um Sr durchlaucht die 500 rt Erbzinsen zu erhalten — ich gab
- der H. — einen Revers daß ich ihr für den Weß des Kauf
- Praetiums einstünde — Im Laufe des Krieges hat Meierowitz
- nichts gezahlt, und nun hat das Weib mich verklagt,
- Übrigens ist Meierowitz die 6000 rt. Kauf Gelder an der Schlieffen, so wie auch
- die Jahr Zinsen seit 5 Jahren am fursten mit 2500 rt. schuldig —
- die Sache wird in Kalisz betrieben werden, und muß dazu
- ein apparter Tribunals Advocat angenommen werden.
- Inzwischen drückt mich solch zeuget sehr es macht viel Kosten
- und schmälert meinen Credit. Jedoch werde ich diese, die
- Grattenausche, Detersche und Epsteinsche Sache um des
- bidern guten Fürsten durchlaucht willen schon im Geduld tragen
- bis Gott hilft. Es muß einmahl anders und auch beßer würde,
- zur Beruhigung des besten Fürsten will ſ nur noch dies
- hier die Trąbczyner Sache bemerken.
- "daß die Dąbska mit der Bitte, die Trąbczyner
- Güter auf ihren Nahmen ins Hypothequen Buch
- eintragen zu laßen, 3 mahl und das lezte mahl
- besonders vom Tribunals Presidenten v. Kiełczewski
- mit dem Worten abgewiesen worden — daß Sie durch
- aus nicht als Eigenthümerin der Trąbczyner Güter
- betrachtet werden könne, sie besäße solche
- wider rechtlich und ehe sie sich nicht mit dem Fürsten
- Hohenlohe geeiniget und ihr Besizfähigkeit nach
- gewiesen habe könne ihr Tit: post: nicht verstattet
- werden."
- Dies ist den doch wohl der reden deste[?] Beweis, daß die
- Trąbczyner Güter absolut gerettet werden müßen.
- Der Gewinn dabey ist nicht so unbedeutend als ihm
- vielleicht kurzsichtige Menschen glauben.
- die Revenuen werden in der Folge davon über 16000 rt.
- sein; die Einstands Gelder welche noch eingehen müßen,
- werden hinreichend ſein die darauf haftende Schulden beim
- zu tilgen, und dann ist die Revenue nicht zu verachten
- Überdem wird man der Fürst die Güter zurück erhält, es
Wegen Wittow habe ich durch der Schlieffen einen Prozess am Halse — Sie hat noch 6,000 rt. Kauf Geld zu fordern, ich wolte ihr damals den Contract mit Meierowitz nicht sehen laßen, um Sr durchlaucht die 500 rt Erbzinsen zu erhalten — ich gab der H. — einen Revers daß ich ihr für den Weß des Kauf Praetiums einstünde — Im Laufe des Krieges hat Meierowitz nichts gezahlt, und nun hat das Weib mich verklagt, Übrigens ist Meierowitz die 6,000 rt. Kauf Gelder an der Schlieffen, so wie auch die Jahr Zinsen seit 5 Jahren am fursten mit 2,500 rt. schuldig — die Sache wird in Kalisz betrieben werden, und muß dazu ein apparter Tribunals Advocat angenommen werden. Inzwischen drückt mich solch zeuget sehr es macht viel Kosten und schmälert meinen Credit. Jedoch werde ich diese, die Grattenausche, Detersche und Epsteinsche Sache um des bidern guten Fürsten durchlaucht willen schon im Geduld tragen bis Gott hilft. Es muß einmahl anders und auch beßer würde, zur Beruhigung des besten Fürsten will ſ nur noch dies hier die Trąbczyner Sache bemerken.
"daß die Dąbska mit der Bitte, die Trąbczyner Güter auf ihren Nahmen ins Hypothequen Buch eintragen zu laßen, 3 mahl und das lezte mahl besonders vom Tribunals Presidenten v. Kiełczewski mit dem Worten abgewiesen worden — daß Sie durch aus nicht als Eigenthümerin der Trąbczyner Güter betrachtet werden könne, sie besäße solche wider rechtlich und ehe sie sich nicht mit dem Fürsten Hohenlohe geeiniget und ihr Besizfähigkeit nach gewiesen habe könne ihr Tit: post: nicht verstattet werden." Dies ist den doch wohl der reden deste[?] Beweis, daß die Trąbczyner Güter absolut gerettet werden müßen. Der Gewinn dabey ist nicht so unbedeutend als ihm vielleicht kurzsichtige Menschen glauben. die Revenuen werden in der Folge davon über 16,000 rt. sein; die Einstands Gelder welche noch eingehen müßen, werden hinreichend ſein die darauf haftende Schulden beim zu tilgen, und dann ist die Revenue nicht zu verachten Überdem wird man der Fürst die Güter zurück erhält, es
- Seiner Sache einen guten Anstrich geben und seinen Credit mit
- herstellen, auch bezweckt die Vindezirung der Trąbczyner
- Herrschaft die wider erhaltung der Kaemener Güter
- wodurch der Fürst einen Verdruß entgeht der Ihm noch
- eine Reihe von Jahren unsäglich Ärger und Prozeße
- zu ziehen könte.
- Was meine Hinkunft nach Schlawenschitz betrift, so
- wird diese gewis sobald ich meine Güter übergeben
- habe, erfolgen; bis jezt war es eine pure Un-
- möglichkeit. Mangel an Gelde war es nicht alle,
- was mich davon zurück hielt, der Totale Verlust meiner
- Güter war es den ich bey Seite zu räumen und
- allen Übel vorzubeugen bemüht sein müste
- Jezt bin ich durch die Freundschaftlichen Verwendungen
- des bidern General v. Köckritz Excellenz so weit
- daß die Sequestration hier weichen muß, ich habe
- zu dem Ende 2 solide Pächter gefunden welche die
- Güter jezt gleich übernehmen, ja ich habe alles be-
- seitiget und Ruhe zu gewinnen einen sichern Etat
- zu haben um frey leben zu können, und im Zukunft
- nicht darben zu dürfen.
- Was die Collonnasche Sache betrift so ist dies nur
- jezt bemühe ein nirgender Würm am Herzen
- ich denke Tag und Nacht daran, ſie iſt einmahl
- angefangen, und muß nun ehrenvoll
- beendiget werden.
- Gerne wäre ich desfals von einen Pole zum
- anderen geflogen um das Golde klies zu ent-
- decken, aber der Verlust meiner Güter, der
- Jammer meiner armen Kinder waren ein
- unbeschreibliches Hindernis und einem barriere
- die ich durch meine Kraft zu sprengen oder
- zu beseitigen vermögte.
Seiner Sache einen guten Anstrich geben und seinen Credit mit herstellen, auch bezweckt die Vindezirung der Trąbczyner Herrschaft die wider erhaltung der Kaemener Güter wodurch der Fürst einen Verdruß entgeht der Ihm noch eine Reihe von Jahren unsäglich Ärger und Prozeße zu ziehen könte.
Was meine Hinkunft nach Schlawenschitz betrift, so wird diese gewis sobald ich meine Güter übergeben habe, erfolgen; bis jezt war es eine pure Unmöglichkeit. Mangel an Gelde war es nicht alle, was mich davon zurück hielt, der Totale Verlust meiner Güter war es den ich bey Seite zu räumen und allen Übel vorzubeugen bemüht sein müste Jezt bin ich durch die Freundschaftlichen Verwendungen des bidern General v. Köckritz Excellenz so weit daß die Sequestration hier weichen muß, ich habe zu dem Ende 2 solide Pächter gefunden welche die Güter jezt gleich übernehmen, ja ich habe alles beseitiget und Ruhe zu gewinnen einen sichern Etat zu haben um frey leben zu können, und im Zukunft nicht darben zu dürfen.
Was die Collonnasche Sache betrift so ist dies nur jezt bemühe ein nirgender Würm am Herzen ich denke Tag und Nacht daran, ſie iſt einmahl angefangen, und muß nun ehrenvoll
beendiget werden.
Gerne wäre ich desfals von einen Pole zum anderen geflogen um das Golde klies zu entdecken, aber der Verlust meiner Güter, der Jammer meiner armen Kinder waren ein unbeschreibliches Hindernis und einem barriere die ich durch meine Kraft zu sprengen oder zu beseitigen vermögte.
- Jezt da Gott vom allen seites hülfe sendet werde ich
- bald in den stand gesezt s[?] wieder als freie
- Mann zu handeln. Man erstes Geschäft
- oder man erster Weg wird nach Schlawenschitz
- sein um dann diese Sache zu verfolgen.
- Ich sehe voraus daß ich hier mit einer hundert
- köpfigen Hydra wieder zu kämpfen haben
- werde, umsomehr als der Gros Kanzler
- B[eyme] — dagegen eingenommen zu sein scheint,
- das soll aber meinen Muth nicht lähmen
- sondern vielmehr meinen Eyfer auf euren
- um auch diese Geschichte am erwünschten
- Ziele zu bringen.
- Beyme sagt es mannge bey der Sache die
- Form und wann da die Königin 100 mahl
- hundert tausend rt erhalten könte, so
- würde er dazu nicht stimmen, wann in
- der Form gefehlt ware.
- Er gäbe auch zu daß Reibniz und die Com-
- missarien in der Sache etwas sehr rasch
- verfahren hätten, sie hätte aber die Form
- nicht verlezt, ja sie hätten darin nach
- seinen Willen gehandelt, weil er keine
- Freund von verſchlag zum wäre —
- Alles übrige scheine ihm Klätschrey —
- Schon diese Äußerungen beweisen wie behat
- sam man wird gehen müßten um die Sache
- gleich jezt so zu formen, daß weder H.
- B[eyme]: noch der Teufel dagegen wird was
- einwenden können
- Die Königin wünscht das man hier die Beweiß
Jezt da Gott vom allen seites hülfe sendet werde ich bald in den stand gesezt s[?] wieder als freie Mann zu handeln. Man erstes Geschäft oder man erster Weg wird nach Schlawenschitz sein um dann diese Sache zu verfolgen. Ich sehe voraus daß ich hier mit einer hundert köpfigen Hydra wieder zu kämpfen haben werde, umsomehr als der Gros Kanzler B[eyme] — dagegen eingenommen zu sein scheint, das soll aber meinen Muth nicht lähmen sondern vielmehr meinen Eyfer auf euren um auch diese Geschichte am erwünschten Ziele zu bringen.
Beyme sagt es mannge bey der Sache die Form und wann da die Königin 100 mahl hundert tausend rt erhalten könte, so würde er dazu nicht stimmen, wann in der Form gefehlt ware.
Er gäbe auch zu daß Reibniz und die Commissarien in der Sache etwas sehr rasch verfahren hätten, sie hätte aber die Form nicht verlezt, ja sie hätten darin nach seinen Willen gehandelt, weil er keine Freund von verſchlag zum wäre — Alles übrige scheine ihm Klätschrey — Schon diese Äußerungen beweisen wie behat sam man wird gehen müßten um die Sache gleich jezt so zu formen, daß weder H. B[eyme]: noch der Teufel dagegen wird was einwenden können Die Königin wünscht das man hier die Beweiß
- auffinden und daß den bald die Sache so geleitet
- werden mögte, daß man ohne Zuthun des H. B[eyme].
- handeln könne —
- wegen den Verkauf der Südpreussischen Güter
- an den Podprefect v Brzechffa habe ich die
- Sache so geordnet, daß Honrichs nichts ab und
- nichts was bindet zu sagt —
- Brzechffa ist jezt mächtig er kan schaden und
- helfen, darum halte ich ihm bey guten Glauben
- weil er aber selbsten zu Honrichs gesagt, daß
- die Sachen in Pohlen bald anders werden und der
- Fürst die Güter schneller als das Tribunals Erkennt
- nis da sein würde, wieder haben dürfte, wo den
- auch er nicht mehr auf dem Plazzi stehen mögte.
- so laße ich das nur so hin halten; den weil ich
- von jenen Zeiten her Brzechffas Umstände kenne
- so reicht sein Vermögen nicht hin um die Güter
- wann sie wieder beisammen sind zu kaufen —
- Es sey dann daß er im Laufe des Krieges so viel
- gewonnen hatte, oder daß man die Güter von
- obwodurch laucht Seite verschlunder, wolte
- Nach meiner Meinung hört zum Kauf dieser Güter
- ein Mann der gleich mit wenigstens 3 bis 400000 rt
- vortreten kan, und so viel hat Brzechffa nicht.
- Nach Pohlen jemanden jezt weiter zu schicken bedarf es
- nicht, dem es ist nun alles geordenet
- Die Durchlaucht können nach meinen Gefühle Selbst nicht
- hingehmen, mann würde dem guten Fürsten dorten jetzt nicht
- sehr achten, auch ist keine Wohnung da um wo unter
- gekommen. Sobald Trąbczyn gewonnen ist den
- Gegen ich selbst sogleich hin
- v Triebenfeld
auffinden und daß den bald die Sache so geleitet werden mögte, daß man ohne Zuthun des H. B[eyme]. handeln könne — wegen den Verkauf der Südpreussischen Güter an den Podprefect v Brzechffa habe ich die Sache so geordnet, daß Honrichs nichts ab und nichts was bindet zu sagt — Brzechffa ist jezt mächtig er kan schaden und helfen, darum halte ich ihm bey guten Glauben weil er aber selbsten zu Honrichs gesagt, daß die Sachen in Pohlen bald anders werden und der Fürst die Güter schneller als das Tribunals Erkennt nis da sein würde, wieder haben dürfte, wo den auch er nicht mehr auf dem Plazzi stehen mögte. so laße ich das nur so hin halten; den weil ich von jenen Zeiten her Brzechffas Umstände kenne so reicht sein Vermögen nicht hin um die Güter wann sie wieder beisammen sind zu kaufen — Es sey dann daß er im Laufe des Krieges so viel gewonnen hatte, oder daß man die Güter von obwodurch laucht Seite verschlunder, wolte Nach meiner Meinung hört zum Kauf dieser Güter ein Mann der gleich mit wenigstens 3 bis 400,000 rt vortreten kan, und so viel hat Brzechffa nicht. Nach Pohlen jemanden jezt weiter zu schicken bedarf es nicht, dem es ist nun alles geordenet Die Durchlaucht können nach meinen Gefühle Selbst nicht hingehmen, mann würde dem guten Fürsten dorten jetzt nicht sehr achten, auch ist keine Wohnung da um wo unter gekommen. Sobald Trąbczyn gewonnen ist den Gegen ich selbst sogleich hin
v Triebenfeld







