Spuren im Sand English

Quellen

Oe 1 Bü 14526

Hohenloher Zentralarchiv Neuenstein (HZAN)

Verträge, mit denen Fürst Friedrich Ludwig zu Hohenlohe-Ingelfingen die ihm 1796 und 1797 von der preußischen Krone geschenkten Güter in Südpreußen, dem preußischen Anteil am geteilten Polen, verkaufte und in Erbpacht gab, samt den dazu abgelegten Vollmachten, königlichen Bestätigungen und Beglaubigungen.

Dokumente
30
Handschriftenseiten
287
Zeitraum
1798–1806

Über diesen Bestand

Ein Band mit Verträgen, durch die Fürst Friedrich Ludwig zu Hohenlohe-Ingelfingen (1746-1818) die ihm 1796 und 1797 von der preußischen Krone verliehenen Güter in Südpreußen verkaufte oder in Erbpacht gab. Er enthält dreißig Dokumente auf 287 Seiten und liegt im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein. Jedes Dokument ist ein Vertrag mit den ihm beigelegten Schriftstücken. Die meisten stammen aus den Jahren 1798 bis 1806; eines gibt ein Privileg von 1766 wieder.

Historischer Hintergrund

Die Güter lagen in der Provinz, die aus dem preußischen Anteil an den Teilungen Polens gebildet worden war: Kamionna und Kolno, Pszczew, Witów und die Herrschaften Trąbczyn und Zagórów. Hohenlohe-Ingelfingen lebte nicht auf ihnen. Verwaltet wurden sie zunächst von Johann Wilhelm Glenck, seinem Bau- und Ökonomierat, und von etwa 1805 an von Peter Friedrich von Triebenfeld als Generalbevollmächtigtem. Von 1798 an wurden die Güter verkauft oder geteilt. Ganze Güter gingen an einzelne Käufer. Vorwerke und Waldland wurden stückweise an Siedler in Erbpacht gegeben: Der Pächter zahlte ein Einstandsgeld und einen festen jährlichen Zins und besaß das Land erblich. Der Verkauf adligen Grundbesitzes bedurfte der Zustimmung der Krone.

Inhalt

Kamionna und Kolno

Hohenlohe-Ingelfingen verkaufte beide Güter an George Conrad Leixner, einen Beamten der Bank in Frankfurt an der Oder, für 142.000 Rthl [4, 5]. Der Band enthält zwei Fassungen des Vertrags, die königliche Bestätigung mit den ihr beigelegten Vollmachten und das Schreiben, mit dem Hohenlohe-Ingelfingen seine Ausfertigung erhielt [4, 5, 22, 23].

Pszczew

Durch einen Vertrag vom Juli 1804 wurde die ganze Herrschaft Pszczew den Bürgern von Pszczew und sechs Dörfern für 180.000 Rthl und einen jährlichen Grundzins von 1.000 Rthl überlassen; 137.000 Rthl des Preises wurden durch Übernahme von Hypothekenschulden gedeckt [18, 19]. Der Vertrag liegt in zwei Abschriften vor. Ebenfalls vorhanden sind ein Bescheid der Behörde, der die Genehmigung der Verpachtung verweigert, und eine königliche Genehmigung von 1806 [18, 24]. Drei Dokumente betreffen einzelne Stellen in der Herrschaft, darunter ein Privileg des Bischofs von Poznań (Posen) von 1766 für eine Stelle in Głażewo, in deutscher Übersetzung mit dem lateinischen und polnischen Original [3, 29, 30].

Witów

Eine Punktation hält den Verkauf von Witów an Martin Honrichs und Valentin von Kwasieborski für 16.000 Rthl fest [2]. Eine spätere Punktation hält den Verkauf durch Triebenfeld an Franz Meierowitz für 20.000 Rthl und eine jährliche Abgabe von 500 Rthl fest, unter der Bedingung, dass der frühere Verkauf aufgehoben wird [21]. Ein Begleitschreiben betrifft die Akten über Witów [1].

Trąbczyn und Zagórów

Die meisten Verträge wurden vor dem Patrimonialgericht der Trąbczyner Güter geschlossen; Triebenfeld handelte für Hohenlohe-Ingelfingen. Sechs überlassen einzelne Stellen von einer bis sechs Hufen an namentlich genannte Pächter [6, 7, 8, 11, 12, 14]. Andere betreffen größere Flächen: 20 Hufen an den Landrat Tschachmann, mit dem Recht, sie stückweise weiterzuverkaufen; 270 Hufen in Trąbczyn, Łazy, Osiny und Przybysław an namentlich genannte Siedler; und das Vorwerk Althütte an sechs Siedler, in zwei Verträgen [13, 15, 16, 17]. Einem Vertrag über Land in Drzewce liegt seine Aufhebung drei Monate später bei [10]. Das Vorwerk Kopojno wurde auf sechs Jahre verpachtet, von 1805 bis 1811 [9]. Eine eigene Urkunde überträgt das herrschaftliche Wohnhaus in Swięcia [20].

Die Erbpachtverträge haben gemeinsame Bedingungen: Einstandsgeld und jährlicher Zins, die Haftung des Pächters für die Abgaben, die Pflicht, Getränke von der Herrschaft zu beziehen und in ihrer Mühle mahlen zu lassen, eine Abgabe von einem Zehntel bei jedem späteren Verkauf und der Verlust der Stelle nach zwei Jahren Rückstand [8, 11, 13].

Szetlewek

Glenck verkaufte das Vorwerk Szetlewek an den Müller Samuel Lucke für 12.333 Rthl, von denen 8.333 Rthl an den Pfandinhaber des Gutes, von Radzinski, gingen [25]. Drei weitere Dokumente betreffen eine frühere Vereinbarung vom 20. November 1798 über die Besiedlung des Gutes, ihre Aufhebung und den Streit mit dem Pfandinhaber [26, 27, 28].

Form und Sprache

Die Dokumente sind deutsch. Polnische Stellen kommen vor, wo ein Vertrag in dieser Sprache verlesen oder aufgenommen wurde, und ein Dokument hat ein lateinisches und polnisches Original. Vollmachten, königliche Bestätigungen und notarielle Beglaubigungen liegen bei den Verträgen, zu denen sie gehören, und sind Teil desselben Dokuments. Das längste umfasst 28 Seiten. Die Dokumente behalten die Zählung des Archivs, die nicht ihren Daten folgt.

Verwandte Bestände

Die Verleihungen von 1796 und 1797 und die Eintragung des Besitztitels: Oe 1 Bü 14525. Eine Gerichtsakte über eine Erbpacht im Trąbczyner Forst: 53/71/0/-/57. Eine Bittschrift von 1805 wegen säumiger Pächter in Oleśnica: I. HA GR, Rep. 7 C, Nr. 3705. Briefe Triebenfelds an Hohenlohe-Ingelfingen: Oe 1 Bü 9454. Um 1930 angefertigte Abschriften der Vollmacht, des Konsenses der Kammer von 1806 zur Parzellierung und einer weiteren Erbpacht, von Wald in Drzewce: 53/968/0/-/801.

Dokumente

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    Wie er bearbeitet wurde

    Aufnahmen

    Der Band wurde aufgeschlagen fotografiert, in 172 Aufnahmen, die meisten davon zwei gegenüberliegende Seiten. Jede Doppelseite wurde im Falz geteilt. Die ersten automatischen Schnitte lagen oft falsch, weil der Falz in einem gebundenen Band ein dunkler Schatten ist und keine Lücke zwischen zwei Blättern. Der Herausgeber prüfte danach jeden Falz und versetzte 43 davon. Die meisten Seiten wurden außerdem an einem Rand beschnitten, um einen Streifen des darunterliegenden Blattes zu entfernen. Leere Seiten wurden weggelassen. Die Edition hat 287 Textseiten und das Titelblatt.

    Transkription

    Der deutsche Text wurde von einem KI-System transkribiert und vom Herausgeber geliefert, eine Datei je Seite. Typische Fehler sind ein einzelner falscher Buchstabe und, schwerwiegender, ein wirkliches Wort an Stelle des richtigen, ohne jedes Zweifelszeichen.

    Gliederung in Dokumente

    Jedes Dokument ist ein Vertrag mit seinen Beilagen: Vollmachten, Bestätigungen und Beglaubigungen. Die Beilagen wurden zunächst als eigene Dokumente behandelt und dann wieder zusammengeführt, weil eine Beilage oft mitten auf einer Seite beginnt und eine Seite nur zu einem Dokument gehören kann.

    Korrekturen

    Ein KI-Modell (Claude) las alle Seiten. Es ging jedes Wort durch, das die Transkription als zweifelhaft gekennzeichnet hatte, und klärte die meisten. Es suchte außerdem nach Fehlern, die die Transkription nicht gekennzeichnet hatte, und 152 solche Wörter wurden berichtigt. Jede Änderung blieb innerhalb ihrer Zeile und ist mit ihrer Grundlage verzeichnet: meist dasselbe Wort deutlich geschrieben an anderer Stelle des Vertrags, eine zweite Abschrift desselben Vertrags im Band oder der übliche Wortlaut dieser Verträge. Einige wurden an der Aufnahme gelesen. Vier Lesungen und der abgeschnittene Rand einer Seite sind ungeklärt.

    Zusammenfassungen und Übersetzung

    Das Modell übersetzte jedes Dokument ins Englische. Die Zusammenfassungen wurden zunächst aus diesen Übersetzungen geschrieben. Im Oktober 2026 wurden sie neu verfasst, auf Deutsch, nach einer Lektüre jedes Dokuments im deutschen Text, und jede ihrer 182 Aussagen wurde danach am Dokument geprüft. In der endgültigen Fassung trafen alle zu; wo eine Aussage auf einem nicht sicher gelesenen Wort beruhte, wurde sie gestrichen oder allgemein gehalten. Die englischen Zusammenfassungen sind Übersetzungen der deutschen.