Document 27 · Letter
16 April 1799
Zagórów (Zagorowo)
Titz and Bancke report from Zagórów to a councillor for building and estate management: the miller Luka has withdrawn from his contract, has received the 25 Rthl and will settle the rest with the councillor at Kalisz. Two people he brought to take on land have been put off until matters with Trąbczyn and Herr von Szucki are ended. They ask that Szucki's withdrawal be reported to the Government, and whether the Prince could add something to the 1,000 Rthl the community will pay for it, since Szucki's spite against the subjects is growing. A joiner who had meant to live at Szetlewek has in despair bought a house at Zagórów.
Titz und Bancke berichten aus Zagórów einem Bau- und Ökonomierat: Der Müller Luka hat sich von seinem Vertrag losgesagt, die 25 Rthl erhalten und will das Weitere mit dem Rat in Kalisz abmachen. Zwei Leute, die er zur Übernahme von Land mitbrachte, wurden vertröstet, bis man mit Trąbczyn und Herrn von Szucki fertig sei. Sie bitten, Szuckis Abzug der Regierung zu melden, und fragen, ob der Fürst zu den 1000 Rthl, die die Gemeinde für diesen Abzug geben will, etwas beitragen könne, da Szuckis Schikane gegen die Untertanen wachse. Ein Tischler, der in Szetlewek wohnen wollte, hat aus Verzweiflung ein Haus in Zagórów gekauft.
- Wohlgebohrner Herr
- Insonders höchst zuverehrender Herr
- Bau und Oeconom Rath
- Der Müller Luka hat sich der
- Entsagung des Contract haltens
- bey mir geoffenbahret, und will
- also zu diesem Ende bey Ew.
- Wohlgebohren in Kalisch daß
- nähere abmachen, Er hat
- auch die qu. 25. Rthl richtig in Empfang
- genommen.
- Bey dieser Gelegenheit brachte
- Er auch noch 2 Leuthe zur Annahme
- einiges Landes mit zur Stelle diese
- würden nun noch bis weiter hin
- vertröstet, und ihnen versichert:
- daß sobald, man nur mit
- Trąbczyn und dem H. v. Szucki
- ein Ende gemacht haben würde
- Sie auch für allen Land in
- Besitz
Wohlgebohrner Herr Insonders höchst zuverehrender Herr Bau und Oeconom Rath Der Müller Luka hat sich der Entsagung des Contract haltens bey mir geoffenbahret, und will also zu diesem Ende bey Ew. Wohlgebohren in Kalisch daß nähere abmachen, Er hat auch die qu. 25. Rthl richtig in Empfang genommen.
Bey dieser Gelegenheit brachte Er auch noch 2 Leuthe zur Annahme einiges Landes mit zur Stelle diese würden nun noch bis weiter hin vertröstet, und ihnen versichert: daß sobald, man nur mit Trąbczyn und dem H. v. Szucki ein Ende gemacht haben würde Sie auch für allen Land in
- Besitz erhalten sollten, so lange
- aber müsten Sie sich noch gedulden.
- Wegen den Abstand des p. v. Szucki
- haben doch Ew Wohlgebohren die Gütte
- und dieses bey der Königl. Regierung
- zu melden, und wenn auch noch zu
- den 1000. Rthl welche die Gemeinde geben
- will etwas Sr. Durchlaucht dazu
- hergeben möchte, indem solches 10. Tage
- wieder ersetzt würde, und alsdan
- unter der Gemeinde Ruhe u Friede
- seyn würde. Hochdieselben können
- selbsten einsehen wie nunmehro
- die Pikanterie des v. Szucki auf
- die Unterthanen durch das Angebot
- der 1000. Rthl Abstand immer mehr zu
- nimt; um die Armen Leuthe leiden
- werden müßen.
- Im übrigen bitten wir gantz gehor-
- samst uns durch den p. Luke nähern
- Verhaltungs Befehle hochgeneigt zu
- kommen zu laßen; Was wir sowohl
- in ansichung derer noch etwa
- kommenden Leuthen, welche mit Gelde
- zu Land Besitz kommen dürften
- als auch wegen den v. Szucki
- sinnes
Besitz erhalten sollten, so lange aber müsten Sie sich noch gedulden. Wegen den Abstand des p. v. Szucki haben doch Ew Wohlgebohren die Gütte und dieses bey der Königl. Regierung zu melden, und wenn auch noch zu den 1,000. Rthl welche die Gemeinde geben will etwas Sr. Durchlaucht dazu hergeben möchte, indem solches 10. Tage wieder ersetzt würde, und alsdan unter der Gemeinde Ruhe u Friede seyn würde. Hochdieselben können selbsten einsehen wie nunmehro die Pikanterie des v. Szucki auf die Unterthanen durch das Angebot der 1,000. Rthl Abstand immer mehr zu nimt; um die Armen Leuthe leiden werden müßen.
Im übrigen bitten wir gantz gehorsamst uns durch den p. Luke nähern Verhaltungs Befehle hochgeneigt zu kommen zu laßen; Was wir sowohl in ansichung derer noch etwa kommenden Leuthen, welche mit Gelde zu Land Besitz kommen dürften als auch wegen den v. Szucki
- seines Abstandes zu thun und
- zu laßen haben. Wir
- werden schon unsere bestes
- dabey thun.
- Der wir übrigens die Ehre
- haben Hochachtungsvoll zu
- beharren.
- Ew. Wohlgebohren
- P. S.
- der Tischler welcher ebenfals
- in Szetlewek wohnen wolte
- hat aus Desperation in dem
- Er sich gantz consternirt be-
- fand, so gleich ein Haus
- in Zagorowo gekauft und
- will auch hier wohnen bleiben.
- Zagorowo
- d. 16. Aprill 1799.
- gantz gehorsamste Diener
- Titz
- Bancke
seines Abstandes zu thun und zu laßen haben. Wir werden schon unsere bestes dabey thun.
Der wir übrigens die Ehre haben Hochachtungsvoll zu beharren.
Ew. Wohlgebohren
P. S.
der Tischler welcher ebenfals in Szetlewek wohnen wolte hat aus Desperation in dem Er sich gantz consternirt befand, so gleich ein Haus in Zagorowo gekauft und will auch hier wohnen bleiben. Zagorowo
d. 16. Aprill 1799. gantz gehorsamste Diener Titz
Bancke


