85
Archiwum Diecezjalne we Włocławku (ADWł)
Neun Seiten aus der Visitation des Dekanats Konin von 1790 und 1791: die Pfarrei Trąbczyn mit ihrem Pfarrer, ihrer Kirche, ihren nach Dörfern gezählten Seelen, ihren Büchern und Stiftungen, unter Antoni Prusimski als Erbherrn und Patron, und die Tabelle der Seelen der Nachbarpfarrei Zagórów.
- Dokumente
- 2
- Handschriftenseiten
- 9
- Zeitraum
- 1790–1791
Über diesen Bestand
Neun Seiten aus einem Band des Diözesanarchivs Włocławek (Archiwum Diecezjalne we Włocławku), Signatur 85, den das Archiv „Akta wizytacji dekanatu konińskiego 1790-1791“ nennt, die Akten der Visitation des Dekanats Konin 1790 und 1791. Die Seiten sind Blatt 23 Rückseite bis 25 Rückseite und 28 Rückseite bis 29 Rückseite, über die Pfarrei Trąbczyn, und Blatt 34a, eine Tabelle der Pfarrei Zagórów. Sie bilden zwei Dokumente.
Historischer Hintergrund
Eine Visitation war die Besichtigung einer Pfarrei im Auftrag ihres Bischofs. Der Bericht über jede Pfarrei folgt festen Überschriften: der Pfarrer und wie er zur Pfarrei kam, die Dörfer der Pfarrei und ihre Seelen, die Kirche und ihre Ausstattung, das Patronatsrecht, die Altäre, die Kirchenbücher, die Rechte und Urkunden der Kirche und ihre Einkünfte. Das Dekanat Konin gehörte damals zum Erzbistum Gnesen; der Band liegt heute mit anderen Visitationsakten dieses Erzbistums in Włocławek.
1791 gehörten das Dorf Trąbczyn und die Dörfer seiner Pfarrei Antoni Prusimski, Starost von Niszczewice, der auch Patron der Kirche war und ihren Pfarrer präsentiert hatte [1].
1793 nahm Preußen die Gegend in der Zweiten Teilung Polens, und 1796 schenkte der König Prusimskis konfisziertes Gut dem Fürsten zu Hohenlohe-Ingelfingen. Die Visitation ist darum der letzte Bericht über die Pfarrei unter der Familie Prusimski vor den preußischen Jahren.
Inhalt
Dokument 1, die Pfarrei Trąbczyn. Pfarrer ist Józef Zurkowski, 1740 in der Diözese Posen geboren, 1767 geweiht und 1785 vom Konsistorium in Gnesen auf Antoni Prusimskis Präsentation in Trąbczyn eingesetzt. Für einen Vikar, einen Organisten und einen Schulmeister ist in den Urkunden eine Stiftung verzeichnet, doch keiner von ihnen ist an der Kirche. Zur Pfarrei gehören Trąbczyn selbst, Mariantów, Porąbki, ein Vorwerk, die neuen und die alten Olędry (die Hauländersiedlungen), Łazy, Osiny und Nowa Wieś, alle im Besitz Prusimskis, und der Bericht gibt die Entfernung jedes Ortes von der Kirche an. Er zählt 760 Seelen; eine Tabelle von 1791 führt sie Dorf für Dorf auf, Katholiken und Dissidenten (Protestanten), Männer, Frauen, Knaben und Mädchen, und die Dissidenten der Pfarrei leben fast alle in den Olędry. Eine zweite, kleine Tabelle gibt die Taufen, Trauungen und Begräbnisse von 1790 nach den Kirchenbüchern [1].
Die Kirche des heiligen Martin hat die Form eines Kreuzes, mit zwei hölzernen Kapellen, des heiligen Martin und des heiligen Aloysius. Der Bericht gibt ihre Maße in Ellen, ihre Orgel, Sakristei, Bibliothek und Schatzkammer, ihre Fenster, Beichtstühle und Bänke, und was auszubessern ist. Sie wurde zum Teil von der Familie Trąmpczyński erbaut, den früheren Erbherren von Trąbczyn, und von „der Kammerherrin“ Katarzyna Prusimska, geborene Rozdrażewska, erweitert, wann, wusste man damals nicht; geweiht wurde sie 1546. Es folgen der Friedhof, der Glockenturm mit seinen zwei Glocken und das Beinhaus. Das Patronat ist weltlich und liegt bei Antoni Prusimski; die Kirche hat fünf Altäre, den Hochaltar mit einem Bild der Muttergottes vom Skapulier [1].
Die Seiten zwischen Blatt 25 Rückseite und Blatt 28 Rückseite sind nicht in der Edition. Blatt 28 Rückseite schließt eine Liste der Ausstattung und verzeichnet die Kirchenbücher: Bücher der Taufen und Trauungen seit 1597, der Begräbnisse seit 1728, der Skapulierbruderschaft seit 1662, eine Beschreibung der Pfründe von 1688, die liturgischen Bücher und eine kurze Liste von Predigten und Handbüchern. Bücher, die bei der Visitation des Geistlichen Dorposki vorhanden waren, waren den Gläubigern eines verstorbenen Pfarrers, Paprocki, gegeben worden [1].
Die Rechte und Urkunden der Kirche reichen von 1636 bis 1697: Geldsummen für Messen, 1636 und 1637 auf Trąbczyn gesichert, die zweite von einem Trąmpczyński, Erbherrn des Dorfes; 1668 von Stefan Wardencki auf Kurów, 1670 auf Strzałkowo und auf Przespolew; ein Dekret des Konsistoriums in Gnesen von 1692, das der Kirche Zehnten zusprach; ein Dekret von 1694, das den Krug bestätigte und das Schulhaus, einen Wald der Pfarrei und die Rodung daneben namens Porąbki nennt, auf der drei Häusler lebten; und das Land, das Andrzej Trąmpczyński, Erbherr eines Teils von Trąbczyn, 1697 der Kirche abtrat. Die letzte Seite beginnt die Beschreibung der Einkünfte der Pfarrei mit dem Pfarrhaus, einem Haus in Kreuzform; der Rest dieser Beschreibung ist nicht in der Edition [1].
Dokument 2, die Pfarrei Zagórów. Die Tabelle der Seelen der Nachbarpfarrei Zagórów im Jahr 1791, in derselben Form: vierundzwanzig Orte, von der Stadt Zagórów bis zur Hauländersiedlung Holendry Wrąbczyn, darunter Łukom, Drzewce, Oleśnica, Kopojno und Skokum. Dissidenten leben nur in vier der Orte. Die Summen des Schreibers sind 1028, 1030, 270 und 246 Katholiken und 57, 55, 27 und 27 Dissidenten, 2734 im Ganzen; sie stimmen mit seinen eigenen Zahlen nicht ganz überein: die Spalte der Frauen ergibt zehn mehr als ihre Summe, und die Gesamtsumme ist um sechs kleiner als seine Spaltensummen zusammen. Eine Notiz am Rand verzeichnet in Myszakowko eine Frau von 110 Jahren [2].
Form und Sprache
Polnisch, in einer klaren Hand, in der Rechtschreibung der Zeit (iest, ktorey, Dyecezyi), mit den üblichen Abkürzungen der Titel (JWo, JMść, X.) und einigen lateinischen Wendungen. Die zwei Tabellen von Trąbczyn und die Tabelle von Zagórów sind mit Linien gezogen; die Spaltenköpfe stehen senkrecht und sind in den schmalen Spalten abgekürzt. Die Blattzahlen stehen oben rechts.
Verwandte Bestände
Das Register der Rauchfangsteuer von 1789, das Trąbczyn, seine Olęder, Łazy, Osiny, Nowa Wieś und Łukom verzeichnet: 53/64/0/-/Kalisz Tab.21. Die preußische Tabelle der Dörfer um Konin von etwa 1797, die Häuser und Einwohner vieler derselben Orte zählt: 1/169/0/1/1745. Die Besichtigung von Trąbczyn für Katarzyna Prusimska 1754: 53/17/0/-/Konin Gr.136. Die zwei Olęder-Kolonien von Trąbczyn unter ihren späteren Namen: 53/968/0/-/783.
Dokumente
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Wie er bearbeitet wurde
Scans
Der Herausgeber fotografierte fünfzig Seiten des Bandes, jede eine einzelne Seite, nach Blatt benannt. In der Edition stehen nur die neun Seiten, die die Transkription des Herausgebers umfasst: Blatt 23 Rückseite, 24, 24 Rückseite, 25, 25 Rückseite, 28 Rückseite, 29 und 29 Rückseite sowie Blatt 34a. Blatt 34a ist ein nach Blatt 34 eingefügtes Blatt.
Transkription
Der Herausgeber transkribierte die Teile der neun Seiten, die Trąbczyn betreffen, und die Tabelle von Zagórów. Diese Transkription ließ einige Abschnitte derselben Seiten aus (die Seelen der Pfarrei und den Auszug aus den Kirchenbüchern von 1790, die zweite Hälfte von Blatt 25 und 25 Rückseite und Teile von Blatt 28 Rückseite bis 29 Rückseite); auf Wunsch des Herausgebers wurden sie von einem KI-Modell (Claude) nach den Scans transkribiert, und dann wurde jede Seite Wort für Wort mit den Scans verglichen, zusammen mit dem Text des Herausgebers. Die so geprüften Wörter und Zahlen und die ergänzten Abschnitte sind für den Herausgeber gesondert aufgeführt.
Zwei Abschnitte dieser Seiten sind nicht transkribiert, weil sie zu anderen Teilen der Visitation gehören: der Kopf von Blatt 23 Rückseite, das Ende des Berichts über die Pfarrei vor Trąbczyn, und auf Blatt 34a die Beschreibung der Kirche von Zagórów unter der Tabelle.
| Der Text behält die Schreibung der Seite (iest, ktorey, Dyecezyi) und die Abkürzungen des Schreibers, wie er sie schrieb (JWo, JMści, X., Rku); ein Doppelpunkt kennzeichnet ein Wort, das er abkürzte. Jede Zeile der Transkription ist ein Absatz der Seite. Das Wort, das der Schreiber am Fuß einer Seite als Ankündigung der nächsten schrieb, steht auf einer eigenen Zeile und wird im Lesetext nicht wiederholt. Die Tabellen sind Zeile für Zeile wiedergegeben, die Zellen durch einen senkrechten Strich ( | ) getrennt; die Spaltenköpfe, die der Schreiber in den schmalen Spalten abkürzte, stehen so weit, wie er sie schrieb. Ein unsicher gelesenes Wort ist mit „[?]“ gekennzeichnet. Der Herausgeber hat alle zwölf solchen Wörter an den Scans geprüft und neun davon geklärt; drei bleiben. |
Prüfung der Zahlen
Die Tabelle der Seelen von Trąbczyn prüft sich selbst: jede Spalte ergibt die Summe des Schreibers, und die Summen seine 760, die Zahl, die der Text über der Tabelle nennt. Die Tabelle von Zagórów nicht: die Spalte der Frauen ergibt zehn mehr als die Summe des Schreibers, und seine Gesamtsumme ist um sechs kleiner als seine Spaltensummen zusammen. Die Zahlen stehen, wie der Schreiber sie schrieb. Eine Ziffer bei den Knaben der Stadt Zagórów sieht aus wie die 6 des Schreibers, doch die Spalte ergibt seine Summe nur mit 5, und der Herausgeber las 58.
Gliederung und Datierung
Die Seiten bilden zwei Dokumente: den Bericht über die Pfarrei Trąbczyn und die Tabelle der Pfarrei Zagórów. Beide sind auf 1791 datiert, das Jahr der Tabellen; der Bericht über Trąbczyn nennt 1790 das vergangene Jahr.
Zusammenfassung und Übersetzung
Die Zusammenfassungen wurden auf Deutsch aus dem Polnischen geschrieben und ins Englische übersetzt; jede ihrer 34 Aussagen wurde dann am Text geprüft. Die englische Übersetzung entstand in derselben Sitzung aus dem geprüften Polnisch. Sie gibt die Ortsnamen in den Formen, die diese Edition verwendet (Trąbczyn, Mariantów, Nowawies, Zagórów, Oleśnica, Skokum, Kopojno), und lässt die übrigen, wie sie geschrieben sind; lateinische Buchtitel bleiben lateinisch.