53/17/0/-/Konin Gr.136
Archiwum Państwowe w Poznaniu (APP)
Eine Besichtigung des Gutes Trąbczyn vom 9. Juli 1754 für die Witwe Katarzyna Prusimska, so wie der Gerichtsbote sie drei Tage später dem Burggericht in Konin meldete: die Gebäude des Gutshofs eines nach dem anderen, die Olęder-Siedler von Nowa Wieś, eine Zählung der dienstpflichtigen Bauern in vier Dörfern und die Erklärung zweier Adliger, dass das beste Holz der Gutswälder gefällt sei.
- Dokumente
- 1
- Handschriftenseiten
- 4
- Zeitraum
- 1754
Über diesen Bestand
Ein Eintrag von vier Seiten in einem Buch des Burggerichts Konin für das Jahr 1754, verwahrt im Staatsarchiv Posen (Archiwum Państwowe w Poznaniu). Er ist der Bericht über eine Besichtigung des Gutes Trąbczyn, die im Juli 1754 für dessen verwitwete Besitzerin vorgenommen wurde. Er ist polnisch, mit einem lateinischen Vermerk am Ende, und bildet ein einziges Dokument. Ein Teil des Eintrags ist nicht transkribiert.
Historischer Hintergrund
Trąbczyn hatte Paweł Prusimski gehört, einem königlichen Kämmerer, der kurz vor dem Sommer 1754 starb. Seine Witwe Katarzyna, geborene Rozdrażewska, hatte das Gut kraft ihres Leibgedinges auf Lebenszeit inne. Eine Witwe, die ein Gut auf diese Weise übernahm, ließ dessen Zustand festhalten, damit ihr später nicht angelastet werden konnte, was schon verfallen war oder fehlte. Neun Jahre später stritt sie vor Gericht um Pottasche aus denselben Wäldern: 53/6/0/-/45.
Der Band gehört zum Bestand „Księgi sądu i urzędu grodzkiego w Koninie“ des Archivs, den Büchern des Burggerichts und des Burgamts Konin. Das Burgamt stand täglich für die Eintragung unstreitiger Sachen offen, und seine Bücher genossen öffentlichen Glauben: Was darin stand, galt als bewiesen. Ein Bericht (relatio) war die häufigste Art von Eintrag: Ein vereidigter Gerichtsbote erschien vor dem Amt und erklärte, was er gesehen oder getan hatte, und diese Erklärung wurde in das Buch geschrieben.
Inhalt
Der Gutshof. Die Besichtigung vom 9. Juli 1754 geht die Gebäude in Trąbczyn eines nach dem anderen durch und sagt, woraus jedes gebaut und in welchem Zustand es ist. Das alte Herrenhaus ist von Grund auf schlecht und nicht zu reparieren. Ein neues steht im Rohbau fertig, zum Teil gedeckt, mit zwei kleinen, noch nicht ganz fertigen Zimmern. Es folgen die Küche, vier Scheunen, von denen zwei einstürzen, ein großer Schafstall, ein kleiner Speicher mit verfaulten Schwellen, Wagenschuppen, Schweineställe, Kuhstall und Pferdeställe, meist alt, und die Brennerei und die Mälzerei mit ihren Töpfen, Bottichen und Fässern [1].
Die Siedler und die Leute. In Nowa Wieś sitzen fünfzehn Olęder; die sechzehnte Hufe ist leer, und einige haben gut gebaut, während andere nur Erdhütten haben. Es folgt eine Zählung der dienstpflichtigen Leute, Dorf für Dorf: in Trąbczyn vier Vollbauern, jeder mit acht herrschaftlichen Zugtieren, fünf Halbbauern, sieben Häusler und acht Einliegerinnen; weniger in Osiny, Łazy und Nowa Wieś. Einige Bauern leisten dem Hof weder Dienste noch halten sie dessen Vieh [1].
Die Wälder. Zwei Adlige, die mit dem Gerichtsboten umhergingen, Kazimierz Świerczewski und Józef Puchalski, unterzeichnen eine Erklärung. In den Kiefernwäldern von Trąbczyn, die sich von Osiny an der Grenze von Drzewce entlangziehen, ist die größere Hälfte der besseren Stämme bis nach Łomów hin gefällt; von dort bis zur Grenze von Biskupice sind die schöneren Kiefern herausgesucht; vor und hinter Czarny Bród, oberhalb von Szetlewek und nach Łazy zu steht nur Ausschuss, aus dem sich nichts zum Bauen wählen lässt. Ebenso ist es um die Glashütte, wo das schönste Holz stand, und bei den Eichen, außer wo die Olęder das Holz auf den ihnen seit langem zugeteilten Hufen genommen haben [1].
Der Vermerk. Am Freitag, dem 12. Juli 1754, erschien der Gerichtsbote Bartłomiej Szeptycki von Trąbczyn vor dem Burgamt in Konin und erklärte, er sei am Dienstag zuvor auf Verlangen der Katarzyna Prusimska mit den beiden Adligen nach Trąbczyn gegangen, dann in die Dörfer Osiny, Łazy, Nowa Wieś, die Olęder-Siedlung und die Glashütte und dann in die Wälder, und habe alles so gesehen, wie es niedergeschrieben ist. Der Vermerk nennt sie die Witwe des kurz zuvor verstorbenen Paweł Prusimski, königlichen Kämmerers und Erbherrn von Trąbczyn, mit Leibgedinge und lebenslangem Nutzungsrecht an allen seinen Gütern [1].
Form und Sprache
Der Eintrag füllt die Blätter 121 bis 123. Sein mittlerer Teil ist nicht transkribiert: Nach der Mälzerei, im oberen Drittel von Blatt 121 verso, haben die Aufnahmen eine nummerierte Beschreibung der Dorfhäuser, eines nach dem anderen, die über das ganze Blatt 122 bis oben auf Blatt 122 verso läuft. Dieser Teil steht weder in der Transkription noch in der Übersetzung, und Blatt 122 wird nicht gezeigt. Der Text setzt bei „Wieś Nowa“ wieder ein. Das Polnische ist die Bausprache der Zeit und steht so, wie der Herausgeber es transkribiert hat. Der lateinische Vermerk am Ende ist abgekürzt; die Transkription löst die Abkürzungen auf.
Verwandte Bestände
Der Prozess derselben Witwe um Pottasche, 1763: 53/6/0/-/45. Das Dekret von 1775, das dieselben Wälder, den Teich und die Glashütte als strittigen Grund beschreibt: 53/17/0/-/Konin Gr.145.
Dokumente
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Wie er bearbeitet wurde
Aufnahmen
Das Archiv lieferte drei Aufnahmen: eine Einzelseite und zwei Aufnahmen von je zwei gegenüberliegenden Seiten, die am Falz geschnitten wurden. Eine der fünf Seiten, Blatt 122 recto, trägt nichts vom transkribierten Text und wird nicht gezeigt.
Transkription
Der Herausgeber hat den Eintrag transkribiert und absatzweise geliefert, nicht Zeile für Zeile. Die Transkription lässt die Beschreibung der Dorfhäuser in der Mitte des Eintrags aus: den Rest von Blatt 121 verso nach der Mälzerei, das ganze Blatt 122 und den oberen Teil von Blatt 122 verso.
Prüfung an den Aufnahmen
Ein KI-Modell (Claude) las die Überschrift, die Zählung der Leute auf Blatt 122 verso und das ganze Blatt 123 neben den Aufnahmen und korrigierte sechzehn Lesungen. Die Beschreibung der Gutsgebäude auf Blatt 121 und oben auf Blatt 121 verso, etwa 540 Wörter, wurde nicht verglichen. Den Sinn ändern diese Korrekturen: Ein unbekanntes Wort, „zelaga“, lautet „żelaza“, Eisenzeug; zwei Zahlen der Zählung lauten 8, nicht 6; die Wälder reichen „oberhalb von Szetlewek“, dem Nachbargut; und die Lücke vor dem Namen des Boten enthält sein Amt. Jede Änderung ist mit ihrem Grund verzeichnet.
Abgrenzung und Datierung
Der Eintrag ist ein Dokument. Er ist auf den 12. Juli 1754 datiert, den Tag, an dem der Bericht in Konin eingetragen wurde; die Besichtigung selbst fand am 9. Juli statt.
Übersetzung
Das Englische ist die eigene Übersetzung des Herausgebers und wurde nicht neu gemacht. Es wurde an sechs Stellen geändert, an denen der Text korrigiert worden war. Die Anmerkungen des Herausgebers zu Begriffen sind als Anmerkungen des Übersetzers beibehalten; drei, die inzwischen korrigierte Lesungen betrafen, sind weggelassen. Eine Zeile in eckigen Klammern bezeichnet die Stelle des nicht transkribierten Teils.
Zusammenfassung
Die Zusammenfassung wurde auf Deutsch nach dem Polnischen und Lateinischen geschrieben und ins Englische übersetzt. Jede ihrer zehn Aussagen wurde danach am Dokument geprüft. Alle hielten stand.