Traces in the Sand

Document 72b · Letter part of Document 72

12 March 1812 [supplied]

Blizanów

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld reports, on the basis of the enclosed letters from Brzechffa and Thiele, that Brzechffa cannot leave Warsaw until the 15th and intends to bring money with him to Sławięcice. He says Brzechffa has promised to avert the new assessment of the Zagórów estates at 5,897 Rthl. Niedźwiecki, he reports, lost the lawsuit and is to pay 2,000 Rthl, while the Wrąbczyn peasants are threatening to appeal. The district under-judge Piekarski, ringleader in the Trąbczyn affair, who had forbidden the collection of interest and induced the colonists to bring complaints, has been suspended.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. durchlauchtigster Fürst
  2. Gnädigſter Fürſt und Herr!
  3. Aus den beigelegenen Schreiben des Herrn Podprefecten v Brzechffa und
  4. des Kreis Rath Thiele wollen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht zu ent-
  5. nehmen geruhen, daß Herr v. Brzechffa erst den 15t d. M aus Warschau
  6. abreißen kan. Alles ist, wie ich aus deßen Hause gewiß weis, zur
  7. schnellsten Reise nach Schlawenschitz nach seiner retour vorbereitet.
  8. So viel Geld als derſelbe wird zuſammen treiben können, wird er mit
  9. bringen. Eins fürchte ich indes, daß der Herr von Brzechffa zur
  10. übernahme der Koniner Prefectur noch außer seiner Reiſe wird
  11. etliche Tage Zeit verwenden müßen. Inzwischen wird dies
  12. für Ewr Durchlaucht von den wohlthätigſten Folgen ſein
  13. Mann hat bey der neuen Classification 5897 rthl auf die Zagorower
  14. Güter geworfen. Der Herr von Brzechffa hat mir sein
  15. Ehrenwort gegeben, daß er dies redreisen und die Sache dahin leit[en]
  16. würde, daß nicht mehr als bisher gegeben werden solte.
  17. Sein Würkungsbeweis ist dann groß und in dieser Sache hängt alles
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  1. von demselben ab — Zaborowski und Szymanowski haben dies
  2. so bübisch eingeleitet, durch einen dritten wurden für die sau-
  3. berne Geschäftsmänner 500 # gefordert, wo hätte ich die her-
  4. nehmen sollen. Indes hoffe ich nun durch die Macht und Freundschaft
  5. des Herrn v. Brzechffa ihm ergandt einen Verlust mehr zu gewinnen als durch jene Beutel
  6. schneider.
  7. die Wrąbczyner Bauern haben noch keine Appellation ange-
  8. meldet — Sie drohen aber damit — Indes schadet dies nichts
  9. das Tribunals Decret wird gewis in Warschau bestätiget. Es ist
  10. um die etliche Wochen Zeit Verlust — der Nuzzen wird dann für
  11. Euer Durchlaucht desto ergiebiger sein.
  12. Die Olesnicer Sache ist Sprührecht und wird sogleich als Herr
  13. von Brzechffa retournirt vorgenommen.
  14. Mit Hawich ist alles abgemacht — Er erhält das damahls ihm
  15. von Herr Durchlaucht zugesagte Gehalt / doch nur von anderhalb Jahr /
  16. mit 1200 rt., welches ihm dH. v. Brzechffa auszuzahlen versprochen,
  17. Er muß aber die 9 Hufen Land nebst allen Gebäuden welche ihm
  18. Hecker, ohne dazu befugt zu sein verkauft hatte, ohn irgends
  19. einem denen Bonification, zurück geben — Er hat sich deßfals
  20. schon mit dHr v. Brzechffa geneigt und appellirt nicht weiter
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  1. Indes wüthet er jetzt gegen Hecker, Honrichs und den ehemaligen Trąbczyner
  2. Pächter Rybbeck, der in Drzewce die 8 Hufen besizt — Er verspricht dieser
  3. nicht nur zu delogiren, sondern auch der beiden andern ihre verborgene
  4. bübereien aufzudecken —
  5. Niedźwiecki machte, anstatt, daß er Ewr Durchlaucht noch 6000 rt. zahlen
  6. soll eine Anforderung von 8000 rt — den Prozeß hat der Bube ver-
  7. lohren, er ist mit seiner Forderung jezt gänzlich abgewiesen und
  8. soll Ewer Durchlaucht, da er an 4000 rt. Kriegs Kosten nachgewiesen
  9. hatt beschworen hatt, noch 2000 rt heraus geben — Er droht
  10. nach Warschau zu appelliren und die Sache hinzuhalten. DHl. v. Brzechffa
  11. wird ihm vieleicht aber die Wege weisen — zu erhalten ist indes
  12. von dem Bösewicht nichts den er hatt nichtes
  13. Gegenwärtig ist unser vorzüglichstes Bemühen zins reste beizu-
  14. treiben — der Herr v. Brzechffa wird dabey sehr würksam sein
  15. müſo mehr als der alte Böse Landunterichter Piekarski der
  16. Euer durchlaucht größter Feind war, suspendirt worden.
  17. Es ist dies der Haupt Rädelsführer in der Trąbczyner Sache, wo
  18. H v Brzechffa so viel Gutes verspricht gewesen.
  19. Bis zu dieser Stunde hat der Böse Mensch uns alle Zins beitreibung
  20. unterſagt und die Collonisten geſchüzt und zu Klagen verführt wodurch
  21. sich alles verschlepte und viele tausende inexigible werden dürften.
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  1. Die Nachricht von der jungen Fürstin hat mich betrübt ich wünsche
  2. daß Sie bald völlig hergestelt worden und daß Ewr Durchlaucht
  3. nun des ehesten Ihre Durchlauchtigſten Herrn Söhne bey ſich ſehen
  4. mögten. Was in meinen Kräften steht werde ich nun eilend
  5. nach Schlawenschitz zu kommen um den Bidern Vater mit seine guten
  6. erhabenen Söhne beisammen zu sehen, und dann Ewr Durchlaucht
  7. die tiefste Ehrfurcht zu bezeigen, in der ich ersterbe als
  8. Ewr Durchlaucht
  9. geruhen er durchlaucht beigehende
  10. brief schleunig mit der weit Post zu senden
  11. Krieg wird nicht.
  12. unſer Welt Theil gleicht
  13. jezt ein Irrhauß —
  14. Blizanow
  15. 12ten Merz 1812.
  16. treu unterthäniger Diener
  17. v Triebenfeld