Traces in the Sand

Document 72a · Letter part of Document 72

23 February 1812

Kopojno (Kopoyno)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

He reports that the lawsuit against the peasants of Wrąbczyn has been won: the contract has been annulled, the arrears are to be paid, and eviction is possible. The journey with Brzechffa to Sławięcice has been postponed, since he and Prefect Garczynski have been summoned to Warszawa; he says Brzechffa is bringing 2 to 3,000 Rthl, and the Prince should decide on the lease contract for Zagórów. The Trąbczyn matter is to go before the Rada Stanu. Despite 80,000 Rthl of debts, he says the estates would be free of debt if the old Hollanders pay 40,000 Rthl for the forest and Dąbska has to pay damages.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. Durchlauchtigster Fürst
  2. Gnädigster Fürſt und Herr!
  3. daß ein Pacht Contract mit dem H. Podprefecten über die Zagorower
  4. Güter sub spe rali abgeschloßen, iſt habe ich Ewr Durchlaucht
  5. ganz gehorſamſt angezeigt, zugleich meldete ich Höchſdemselben
  6. daß ich mit dHl. von Brzechffa den 8ten dieses in Schlawenschitz
  7. eintreffen wolle. Wann indes aber der Prefect Garczynski
  8. so wie auch der pod prefect v. Brzechffa pr Estaffette nach War-
  9. schau berufen würden, so schritete der Plan den 8ten die
  10. in Schlawenschitz zu sein.
  11. Inzwischen wird der Podprefect ganz zuverläßig den 11ten oder 12ten
  12. Merz wieder hier sein, und dann wird auch sogleich die
  13. Reise nach Schlawenschitz angetreten. 2 bis 3000 rt. Geld
  14. bringt dHl v. Brzechffa ſogleich mit, und dann wird es von
  15. Ewr Durchlaucht abhängen, Ob Höchst dieselben den Contract
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  1. Selbst rahlichabiren oder anderweit über die Güter dispo-
  2. niren wollen. Nach unsern Plan will dH v Brzechffa
  3. bey seiner Rückunft gleich alle Restante in Konin bey das
  4. Land Untergericht vorladen und sich durch diesem Richter, der sein
  5. Verwandter und Busen Freund ist, zur Bezahlung durch die
  6. strengste Execution die man bisher stets untersagt hat,
  7. Zwingen laßen.
  8. Übrigens ist vor ein paar Tagen der Prozeß mit den
  9. Wrąbczyner Bauren von Ewr Durchlaucht im Tribunal Solenne
  10. gewinnen. Der Contract ist total cassirt die Bauren sind zur
  11. Bezahlung des Rükstandes angewiesen und können exmittirt und
  12. die Stellen an andere verkauft werden — das Urtheil ist den
  13. Bauern gestern durch den Burgruf von Jarnowski eingehän-
  14. digt. Ich muß jezt die im Code Napoleon festgesezte Frist
  15. nach publizirung des Urtels abwarten, um dann mit der Här-
  16. testen Execution vorzuschreiten. Vielleicht gelingt es daß ich
  17. unterdes schon mit einige Kerlsabschließen und etliche Tausen
  18. rt erhalten kan, die ich mit dH v Brzechffa mitbringen würde.
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  1. die Olesnicer Sache wird in dieser Instantz eben so weines als
  2. die Wrąbczyner gewonnen werden, und zweifelsohne werde
  3. die 3 Böſewichter, die hier nach Schach matt geſezt ſind, die Sache nicht
  4. weiter treiben, sondern ihr Zeit in der Flucht suchen müßen
  5. die Trąbczyner Sache recognoscirt dH. v. Brzechffa jezt mit
  6. dem Prefecten Gr Garczynski in Warschau. Bey der Rada
  7. Stanu muß sie gebracht werden, und da sondern diese
  8. meine beiden Freunde die mehresten Glieder, ob man diese
  9. Sache dorten vorbringen und einen schnellen guten Ausgang
  10. hoffen darf. Nach jedes denkenden Mannes Urtheil müße
  11. Ewr Durchlaucht die Güter zurück haben. Den die Commission
  12. Rządząca hat selbige 4 Monath nach den Tilsiter Frieden
  13. Ewr Durchlaucht wegenommen, ohnerachtet alles was der
  14. König während der Besiz Zeit gethan hält in seiner Schlähre
  15. bleiben solte, was auch von Napoleon den Russischen Kaysern und
  16. König von Sachsen garantirt war.
  17. Auf die Güter stehen, zwar wie mir beiwohnt 80000 Rthl Schulden
  18. wann aber die Alte Hauländer gerne sobald Ewr Durchlaucht
  19. die Güter wieder haben, 40000 rt für den Wald gebe und sich an
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  1. anbauen wollen, und wann die Dąbska den Schaden ersezzen und
  2. Die 6 Jährige Revenue herausgeben muß, so sind die Güter welche
  3. stets 300000 rt werth sind, von Schulden reine — und es ist dann
  4. wieder ein schönes Ganzes — bey meiner Hinkunft wird Ewr.
  5. durchlaucht ihr v. Brzechffa dies alles selbst vortragen.
  6. Ich wäre längst in diesen Sache selbst nach Warschau gegangen, wenn
  7. es je möglich gewesen wäre die Kosten aufzubringen, dem alles
  8. was bisher einkommen könte hat kaum hingereicht den schrecklich
  9. schweren Abgaben zu bestreiten. So müßen jezt alle Lieferungen nach
  10. Warschau, weil die mehresten Truppen dahin gezogen sind, in Natur
  11. geleistet, und auf Bekleidung derselben Summen gezahlt werden
  12. Die Noth ist deßfals allgemein und hat hier schon den höchsten
  13. Gipfel erreicht; so viel bemerke ich nur daß die Forderung
  14. der Menschen in Warschau wegen, die Trąbczyner Sache nichts Kosten
  15. sondern daß diese Beiden redlichen Männer dies aus wahren Freund
  16. schaft an Stillen einleiten und besorgen würden —
  17. So viel ist indes sicher und wird Ewr Durchlaucht Jedermann von
  18. hier betheuren müßen, daß Ihnen die Güter erhalten und gerettet sind,
  19. das wie und wo wird sich zu seiner Zeit zeigen.
  20. In tiefsten Respect verharre
  21. Ewr Durchlaucht
  22. Kopojno
  23. den 23ten Februar 1812.
  24. unterthänigen Diener
  25. v Triebenfeld