Document 8 · Letter
December 1814 [inferred]
Vienna
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Von Triebenfeld urgently asks the Prince to send 120 Rthl to his children, who are in distress, and 60 Rthl a month if his stay lasts longer. He says he is living on borrowed money. He says the Prince's case stands well. He asks whether a written assurance can be obtained from the Curian agent that the matter is to be settled with 112/m Rthl. He says there are powerful enemies. Apart from this assurance he says he needs nothing here. He intends to write to Hahn himself.
Von Triebenfeld bittet den Fürsten eindringlich, seinen notleidenden Kindern 120 Rthl zu schicken und bei längerem Aufenthalt monatlich 60 Rthl. Er lebe von geborgtem Geld. Die Sache des Fürsten stehe gut. Er fragt, ob vom Curischen Mandatarius eine schriftliche Zusage zu erhalten sei, dass die Sache mit 112/m Rthl abgemacht sein solle. Es gebe mächtige Feinde. Außer dieser Zusage brauche er hier nichts. An Hahn will er selbst schreiben.
- den Augenblick als mich niedersezte um Ewr Durchlaucht zu schreiben erhielt ich auf einemmahlen
- 3 Briefe — einer von 8ten einen von 25 um 27ten Novbr. — Die beifolgende zuvermünden meinen
- armen Kinder brachte, mich beinahe zum Wahnsinn und mit zitternder Hand schreibe ich —
- Erbarmen sie sich doch und schicken an die Kinder 120 rt und bleiben ich noch lange, wieder
- pro Monath aber 60 rt. — die Würmer müßen zu erhängern —
- Ich opfern mich hier für Sie, ich lebe blos von erborgten Gelde, ich ſezze mein und meiner
- Kinder Wohl um Ihrentwillen aus den Augen, und Sie sind so unbarmherzig und
- laßen die Kinder die höchste Noth troz allen meinen Bitte leiden —
- Ihre Sache steht nun himmlisch gut, selbst die Können nun schon Credit haben, also laßen
- Sie dort meine Kinder nicht hungern — Dölchen Seiche sind nur die Klagelieder der verlaßenen
- Kinder im Herzen — Seine und Glieder mögte mir erlahmen, wenn ich das Jammer geschrey
- laßen muß, und dennoch soll ich für Sie mein Fürst arbeiten
- Jezt noch eins — wäre es den nicht möglich von dem Cur[ischen] Mandatarius ein kleine
- ſchriftliche Zusage zu erhalten, daß die Sache mit 112/m rt abgemacht ſeyn ſolle.
- der Fürst glaubt mir, aber wir haben mächtige Feinde — Mann Spreizt[?] gewalt
- den Wochen, über das was gegen das pp geschehen geschehen ist, und hätte ich nicht
- durch dem adten B. — es am gehörigen Ort wißen laßen daß H. z. M. v. Kirche[?] selbst die
- Parthey anzusehen sey, weil er als O Vormund in der Sache paradiere, so wäre
- alles nach Berlin geſandt —
- Hahn wird sich sehr freuen ich werde ihm selbst schreiben
- Nur sorgen Sie gnädiger Herr für meine Kinder dorten, — ich werde schon hier sorgen
- Papinse[?] brauche ich jezt nicht hierher, den die ſind nur dorten nötig. Außer ein
- paar Worte von kurischen Mandatarius —
- So bekomme ich den 2ten Brief von
- meine arme Tochter — Fürst helfen
- Sie oder mich hohlt der Teufel
- Meine Kinder und ich gehen im Elend
- unter und das in Ihrentwillen.
den Augenblick als mich niedersezte um Ewr Durchlaucht zu schreiben erhielt ich auf einemmahlen 3 Briefe — einer von 8ten einen von 25 um 27ten Novbr. — Die beifolgende zuvermünden meinen armen Kinder brachte, mich beinahe zum Wahnsinn und mit zitternder Hand schreibe ich — Erbarmen sie sich doch und schicken an die Kinder 120 rt und bleiben ich noch lange, wieder pro Monath aber 60 rt. — die Würmer müßen zu erhängern — Ich opfern mich hier für Sie, ich lebe blos von erborgten Gelde, ich ſezze mein und meiner Kinder Wohl um Ihrentwillen aus den Augen, und Sie sind so unbarmherzig und laßen die Kinder die höchste Noth troz allen meinen Bitte leiden — Ihre Sache steht nun himmlisch gut, selbst die Können nun schon Credit haben, also laßen Sie dort meine Kinder nicht hungern — Dölchen Seiche sind nur die Klagelieder der verlaßenen Kinder im Herzen — Seine und Glieder mögte mir erlahmen, wenn ich das Jammer geschrey laßen muß, und dennoch soll ich für Sie mein Fürst arbeiten Jezt noch eins — wäre es den nicht möglich von dem Cur[ischen] Mandatarius ein kleine ſchriftliche Zusage zu erhalten, daß die Sache mit 112/m rt abgemacht ſeyn ſolle. der Fürst glaubt mir, aber wir haben mächtige Feinde — Mann Spreizt[?] gewalt den Wochen, über das was gegen das pp geschehen geschehen ist, und hätte ich nicht durch dem adten B. — es am gehörigen Ort wißen laßen daß H. z. M. v. Kirche[?] selbst die Parthey anzusehen sey, weil er als O Vormund in der Sache paradiere, so wäre alles nach Berlin geſandt — Hahn wird sich sehr freuen ich werde ihm selbst schreiben Nur sorgen Sie gnädiger Herr für meine Kinder dorten, — ich werde schon hier sorgen Papinse[?] brauche ich jezt nicht hierher, den die ſind nur dorten nötig. Außer ein paar Worte von kurischen Mandatarius —
So bekomme ich den 2ten Brief von
meine arme Tochter — Fürst helfen
Sie oder mich hohlt der Teufel
Meine Kinder und ich gehen im Elend
unter und das in Ihrentwillen.
