Traces in the Sand

Document 255 · Letter

30 November 1814

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld reports that State Chancellor Hardenberg has been ill for five days; without him the Prince's affairs are at a standstill. He says Hardenberg has taken them in hand, that Minister Wilhelm von Humboldt speaks of the game being won, and that Court Councillor Hahn's opinion has had its effect. The priorities, he says, are ending the Curian matter, Cosmar's fall, and possession of the estates as holder of the entailed estate. According to news he has received, the King of Prussia travels to Berlin on 8 December; Triebenfeld intends to appear in person on the 11th and asks that no more letters be sent.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 255
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. des Fürsten Staats Kanzlers Durchlaucht Hüthen heute schon den 5ten Tag das Zimmer
  5. und Bette. Mann Jemand für die Erhaltung dieses Mannes Gott im Stillen bittet ſo bey
  6. ich es wahrhaft. Nicht nur daß die ganze Maschine im Stocken kommen werde,
  7. sondern Ewr Durchlaucht Angelegenheiten würden auf halben Wege liegen
  8. bleiben. Jezt steht alles noch sehr gut — der Fürst H will Ewr Durchlaucht ge-
  9. holfen wißen, da erhalte ihm ja Gott — die Arbeiten des Herrn sind exorbitant
  10. demohngeachtet hat er Ewr Durchlaucht Sachen, so viel ich deren eingab, sich
  11. allein zu geschrieben. Ein wahrhafter Beweiß daß Er helfen will
  12. Bericht hat der Fürst noch erfordert, woher aber weiß ich nicht nur der
  13. Minister Humboldt scheint mehr zu wißen, sagt aber weiter nichts, als
  14. daß wir schon gewonnen Spiel hätten — Hoffrath Hahns Gutachten hat noch
  15. gewürkt, weil alles dadurch was ich gesagt, bestätiget wird —
  16. Ich hoffe mit reſten Vertrauen zu Gott, daß Ewer Durchlaucht durch Hülfe des
  17. erhabenen Fürsten Hard: nun noch ein sehr ruhiges und glückliches Alter genießen
  18. werden. Über Ewr Durchlaucht Militäirische Angelegenheiten, schweigt man
  19. jezt gänzl. B[arbe]. aber sagt dies sey bis Berlin auf bewahrt und zurück ge-
  20. legt — Auch gut den dorten giebts der Helfer mehrere —
  21. Vor der Hand kömt nur alles darauf an, daß die Curische Sache beendiget
  22. wird, daß Ewr Durchlaucht diese gräuliche Sache vom Halse los werden.
  23. daß Cosmar geworfen wird, und daß Sie als würklicher Majorats Herr
  24. zum Besitz der Güter gelangen, und nicht mehr der Gnade Ihrer diener
  25. dorten leben dürfen. Alles andere findet sich den von selbst —
  26. So eben könte B[arbe] — und bringt mir die Nachricht, daß des Königes Majestät
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  1. und alles was Preußen ist, den 8ten Xbr von hier nach Berlin abgeht — der Kayser
  2. Alles ander folgt mit allem was zu seinem Hoff gehört den 10ten dahin, zugleich
  3. alle andere Souverains und sonstige hohe Herrschaften dann tritt auch der bidere
  4. Kayser Franz, seine Reise dahin an, und vermuthlich wird dies dem Carneval hin
  5. durch dauren — Ewr Durchlaucht werde ich nun weiter nicht schreiben. Auch die
  6. geruhen, weiter keine Briefe an mich zu senden den den 11ten K M gedenke ich mich
  7. Höchst Ihren Persönlich zu Füßen zu legen —
  8. In tiefster Verehrung verharre
  9. Euer Durchlaucht
  10. Wien den 30ten November
  11. 1814.
  12. treu gehorsamster Diener
  13. v Triebenfeld