Traces in the Sand

Document 253 · Letter

26 November 1814

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

On Trąbczyn and Kamionna, Triebenfeld says that in answer to his enquiry he received only a short reply (enclosed). He concludes from it that the matter will be settled along with the great general settlement. He says he handed Court Councillor Hahn's opinion to the State Chancellor, who saw nothing new in it. The Duchess of Żagań wishes to raise money on Żagań and is pledging for it the royal debt, the sum guaranteed for Prince Hohenlohe. The King has postponed this. Triebenfeld wants a written assurance so as to conclude with the Courland agents.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-27
  1. 253
  2. Durchlauchtigster Fürst,
  3. Gnädigster Fürst und Herr
  4. Auch das leztere Gutachten dHl. Hoffr[ath]: Hahn habe ich mit das in Abschrift beigebogene
  5. Schreiben, an dHl Fürſten Staats Kanzlers durchlaucht übergeben. Die Antwort war
  6. "Na! auch hier ist weiter nichts als was in der erstern Eingabe gesagt ist — indes
  7. ist es gut, daß man von der Seite gleichstimmig urtheilt.
  8. die Herzogin von Sagan sucht beim König die Erlaubnis nach Gelder auf Sagan
  9. aufzunehmen, und weißet das was ihr der König schuldig ist zum Unterpfand an.
  10. sie weit eben die für Fürst Hohenlohe garantirte Summa.
  11. der König hat die Sache abermals bis zur Zuhausekunft ausgesezt
  12. Sobald es sich thun läst werde ich gewiß die Sache betreiben"
  13. Jezt arbeite ich Tag und Nacht, um mir die Verſicherung ſchriftlich zu erhalten.
  14. mit die Curischen Mandatarien abschließen zu dürfen. Die Herzogin ist hier, Geld brauche
  15. sie höchst nötig — Ich wolte selbst zu die Herzogin gehen, aber B[arbe]: der die Sache
  16. mit ächten Eyfer betreibt, wolte das durchaus nicht. Ich kan ſie Damen also nur
  17. von weiten beobachten —
  18. Auf eine mündliche Anfrage wegen Trąbczyn und Kaemen, habe ich beigehende Antwort
  19. erhalten. Ich bat dringend um Ewr Durchlaucht etwas tröstliches ſenden zu können,
  20. ich bekam einen Wischer, und darauf gestern Abend diese kurzen Bescheid Gewesen
  21. bin ich nun daß die Sache jezt auf dem großen Heerden mit abgebraten wird.
  22. Übrigens ist hier noch wenig abgemacht gegen den 15 ten K. M. soll erst bekandt
  23. werden was im Rath der Götter beschloßen worden.
  24. Der König von Würtemberg will vor Ärger bersten, daß man ihm die Pläne
  25. vom denen im Werke begriffenen Dingen nicht mittheilen will. Er hat
  26. nun erklärt, daß, wenn man ihm nicht von allem au fait sezzen
  27. daß er sogleich Wien verlaßen und gegen alles protestiren würde.
Page 2lines 28-41
  1. Mann ist desfals in großen Sorgen, besonders wer den rathen und die Hochen
  2. hier leiten solle mann dieser Kluge, einsichtsvolle, Humane Mann zurück tritt
  3. Ernst soll es mit seinen Eyfer gewiß sie, den er soll schon eine Armee von 4000
  4. Mann zusammen gezogen haben.
  5. Indes soll es in Würtembergschen Anfangen sehr unruhig zu werden eben so auch
  6. im Baadenschen, vereint mit dem unruhigen Schweizern könte der Funken wohl
  7. zur lodernden Flamme werden — und wirdt da nicht heißen, was mich nicht
  8. Brennt brauche ich nicht zu löschen. Mit künftiger Post ein mehreres —
  9. Ehrfurchtsvoll ersterbe
  10. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  11. Wien den 26ten November
  12. 1814
  13. treu gehorſamſter Diener
  14. v Triebenfeld