Document 50 · Letter
8 April 1809
Sławięcice (Schlawenschitz)
Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen → Friedrich Wilhelm III, King of Prussia
Friedrich Ludwig asks the King not to force v. Triebenfeld by execution or distraint to pay a sum for which he himself stands surety. The French government had extracted from Triebenfeld 3,125 Rthl in interest owed to the Invalids' Fund on a capital of 50,000 Rthl secured on the Zagórów estates. For this Triebenfeld borrowed 5,140 Rthl from van der Lahr against a bill of exchange with Zastrow. Van der Lahr sued for the remainder. Amelang is to settle: 1,000 Rthl in cash, the rest in iron by May.
Friedrich Ludwig bittet den König, v. Triebenfeld nicht durch Execution oder Auspfändung zur Zahlung einer Summe zu zwingen, für die er selbst einsteht. Das französische Gouvernement hatte von Triebenfeld 3125 Rthl Zinsen der Invaliden Casse auf ein Capital von 50000 Rthl auf den Zagórówer Gütern erzwungen. Dafür lieh Triebenfeld bei van der Lahr 5140 Rthl gegen einen Wechsel mit Zastrow. Van der Lahr klagte auf den Rest. Amelang soll sich vergleichen: 1000 Rthl bar, der Rest in Eisen bis Mai.
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- Ich war im Jahr 1808 bis zum 14ten Febr
- der Invaliden Casse die Zinsen von eine
- Capital von 50000 rt. welches mir des Königs
- Majestät aus selbiger auf meine Zagoro-
- wer ein Herzogthum Warschau belegen Guter gaben
- laßen mit 3125 rt schuldig geworden.
- Mein Bevollmächtigter der Krieges Rath
- von Triebenfeld ward zu der Zeit aus Preußen
- nach Berlin geschickt, und da das Französischen
- Gouvernement sich zu eben der Zeit die Ver-
- waltung der Invaliden Casse angemaßt
- hatte, so erzwang gedachtes Gouver-
- nement durch Arrest und Militarischen
- Execution von dem v. Triebenfeld
- die oben genanten 3125 rt nebst Kosten
- der von Triebenfeld hatte nicht so viel Geld
- bey und muste gegen einen von ihm und
- dem General Lieut[enant]: v. Zastrow ausge-
- stellten Solidarischen Wechsel von dem
- Kaufma van der Lahr, 5140 rt / die
- derselbe nicht anders als ein Papieren
- geben und in klingend Courant zurück
- haben wolle / aufnehmen.
- Die Papiere standen sehr niedrig indes zwang dem
- p von Triebenfeld die Noth dem Willen des van der Lahr
- zu genügen.
- In der Folge sandte ich zur Abmachung dieser Sache
- dem v Triebenfeld 3000 rt da aber van der Lahr
- nun 5140 rt zurük haben mußte, so bleiben 3000 rt
- Rest um welche nun van der Lahr demselben
- verklagt und ein für sich günstiges Urtel
- auf dem Grund der neuern Cabinets ordre
- erhalten hat, worauf er nun dermalen den von Trieben-
- feld mit harter Execution bedroht.
50 Ich war im Jahr 1808 bis zum 14ten Febr der Invaliden Casse die Zinsen von eine Capital von 50,000 rt. welches mir des Königs Majestät aus selbiger auf meine Zagorower ein Herzogthum Warschau belegen Guter gaben laßen mit 3,125 rt schuldig geworden. Mein Bevollmächtigter der Krieges Rath von Triebenfeld ward zu der Zeit aus Preußen nach Berlin geschickt, und da das Französischen Gouvernement sich zu eben der Zeit die Verwaltung der Invaliden Casse angemaßt hatte, so erzwang gedachtes Gouvernement durch Arrest und Militarischen Execution von dem v. Triebenfeld die oben genanten 3,125 rt nebst Kosten der von Triebenfeld hatte nicht so viel Geld bey und muste gegen einen von ihm und dem General Lieut[enant]: v. Zastrow ausgestellten Solidarischen Wechsel von dem Kaufma van der Lahr, 5,140 rt / die derselbe nicht anders als ein Papieren geben und in klingend Courant zurück haben wolle / aufnehmen.
Die Papiere standen sehr niedrig indes zwang dem p von Triebenfeld die Noth dem Willen des van der Lahr zu genügen.
In der Folge sandte ich zur Abmachung dieser Sache dem v Triebenfeld 3,000 rt da aber van der Lahr nun 5,140 rt zurük haben mußte, so bleiben 3,000 rt Rest um welche nun van der Lahr demselben verklagt und ein für sich günstiges Urtel auf dem Grund der neuern Cabinets ordre erhalten hat, worauf er nun dermalen den von Triebenfeld mit harter Execution bedroht.
- da ich nun nicht zugeben kan daß der p. vom Trieben-
- feld im dieser Sache die mir allein
- zu vertreten obliegt, gedruckt werden solle, so
- habe ich meinen Mandatarius dem geheimen Post
- Rath Amelang zu Berlin aufgetragen, sich
- Nahmens meiner mit dem van der Lahr zu
- vergleichen, Ihnen 1000 rt zu bezahlen, und dem
- Rest in Fertiges Staab und reifen Ersten
- bis in May abzuliefern, zu offeriren.
- der von der Lahr hat dies laut deßen
- hier beigebogenes Original Schreiben im
- genommen, Nur obwaltet noch eine kleine
- Differenz in Ansehung des EysenPreises um
- die ich noch einmahl geschrieben, und sobald
- ich die das falßige Antwort von den
- p Amelang erhalten, soll das Geld
- gezahlt und das Eysen abgeliefert werden.
- Ewer Königl Majestät bitte ich indeß
- ganz gehorsamst dem p v Triebenfeld
- ex nexu zu laßen, und ihm nicht durch
- Execution oder Auspfändung zu einer
- Summa zu zwingen, zu deren Berichtigung
- ich verbunden bin, auch mich dazu wie Euer
- Majestät aus das von der Lahrschen Schreiben
- zu entnehmen geruhen wollen, verpflichtet
- habe.
- Ich ersterbe
- Ewr Königl Majestät
- Schlawenschitz
- d. 8. April
- 1809.
- allergehorsamster
da ich nun nicht zugeben kan daß der p. vom Triebenfeld im dieser Sache die mir allein zu vertreten obliegt, gedruckt werden solle, so habe ich meinen Mandatarius dem geheimen Post Rath Amelang zu Berlin aufgetragen, sich Nahmens meiner mit dem van der Lahr zu vergleichen, Ihnen 1,000 rt zu bezahlen, und dem Rest in Fertiges Staab und reifen Ersten bis in May abzuliefern, zu offeriren. der von der Lahr hat dies laut deßen hier beigebogenes Original Schreiben im genommen, Nur obwaltet noch eine kleine Differenz in Ansehung des EysenPreises um die ich noch einmahl geschrieben, und sobald ich die das falßige Antwort von den p Amelang erhalten, soll das Geld gezahlt und das Eysen abgeliefert werden. Ewer Königl Majestät bitte ich indeß ganz gehorsamst dem p v Triebenfeld ex nexu zu laßen, und ihm nicht durch Execution oder Auspfändung zu einer Summa zu zwingen, zu deren Berichtigung ich verbunden bin, auch mich dazu wie Euer Majestät aus das von der Lahrschen Schreiben zu entnehmen geruhen wollen, verpflichtet habe.
Ich ersterbe
Ewr Königl Majestät
Schlawenschitz
d. 8. April 1809.
allergehorsamster

