Traces in the Sand

Document 51 · Letter

21 April 1809

Konotop (Kontop)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld reports that the execution has been lifted, he says, but the iron has still not arrived. He travels to Königsberg tomorrow and will not judge the inheritance matter until after that. Because of the new decree on seizure of property in Poland he has summoned Honrichs, who he says means to bring the Prince several thousand. He says Hawich seems to be a scoundrel; Triebenfeld fears he is holding back original papers entrusted to him. Bethusy lies gravely ill. Rumours from Saxony: Prince Hohenzollern near Leipzig, Austrians in Munich. Postscript: Honrichs is coming and is to bring money.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-22
  1. 51
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Noch ist das Eysen nicht hier, da indes die Execution aufgehoben ist, so reise ich
  5. morgen nach Königsberg ab und laße dem Himmel walten
  6. Über die Erbschafts Angelegenheit suspendire ich meine Urtheile bis
  7. ich wiederkehre — ich denke daß man durch ein voraus zu schickendes
  8. Neues Gesetz vieles vorbeugen kan.
  9. das neue Decret über den neuen Arrestschlag in Pohlen hatte ich schon
  10. ich habe daher den Honrichs zu mir beschieden und erwarte ihm jede
  11. Stunde der an ihm schon vor 8 Tagen geschickte Reit: Bothe ist noch
  12. nicht zurück — Er war als ich in Schlawenschitz war hier ist aber
  13. ohne meine Abkunft abzuwarten, zurück gegangen. Er will nur
  14. die Französischen Original Buren[?] habe, den will er Ewr durch
  15. laucht schon mehrere Tausend und zuführen und die Pohlen ein X für
  16. ein U machen. Mein Rath ist daher dorten durchaus kein bruder zu
  17. machen sonsten Confiscirt die Pohlen brut[?] und nach das Geld — ich fürchte dies
  18. umsomehr als der Hawich ein Cujon zu sein scheint, den wären
  19. hält der Kerl die ihn anvertraute original Piecen zurück —
  20. Honrichs scheint auf einmahl bekehrt zu sein er gelobt Ewer
  21. Durchlaucht mehrere Tausend den zu zuführen, und wenn er den
  22. Kriegs Sturm von ferne merkt so hält er gewis Wort —
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  1. Bethney liegt bey sich in Mal[z?]dorff sehr elend kranck. Er kan jetzt
  2. nichts thun. Wollen Ewr Durchlaucht jemanden an ihm schicken so wird er
  3. gewis gerne entriren, allein ich fürchte, daß ein Unglück paßirt
  4. geht es so laße Sie Gnädigster Fürst um Herr die Sache bis zu
  5. meiner Rückkehr liegen, die 3 Wochen vergehen, wie der Rauch in Wäde-
  6. Ich denke ich werde den Muße haben zu reisen und auf jener Seite thunig
  7. sein können.
  8. An Neuigkeiten bin ich heut so arm als ein wandernder Pilger an Münze
  9. das Einzige was so eben von den Zillichauer Banquiers, die wegen
  10. ihren Tuch handeln in Sachsen große Connexionen haben, mir gemeldet
  11. wird, ist
  12. 1. daß Fürst Hohenzollern in oder unter Leipzig mit sein Corps
  13. stehen soll.
  14. 2. daß in Bayern ein sehr ernsthaftes Gefecht zu Gunsten der
  15. Osterreicher gewesen sein soll, nach welchen diese München besezt haben.
  16. hier schaffen die Franzosen ihre Magazine aus Glogau zu Waßer und
  17. zu Lande fort, vieleicht fahren die Beſter ab.
  18. Gott gebe Ewr Durchlaucht nur Gesundheit und Geduld bis zu meiner
  19. Rückkehr — ich werde nach Möglichkeit eilen um mich höchstdenenselben
  20. bald wieder zu Füßen legen zu können, und beweise meiner
  21. treueste Anhänglichkeit und der tiefſten Ehrfurcht darzubringen
  22. in der ich ersterbe
  23. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  24. Eben erhalte ich einen Brief
  25. Honrichs komt — Noch ist dorten
  26. nichts von den Osterreich zu höhren
  27. Geld soll er Ewr Durchlaucht bringen
  28. dafür hafte ich mit Ehre und Leben
  29. Kontop
  30. den 21ten April
  31. 1809
  32. treu gehorſamſter Diener
  33. v Triebenfeld