Document 49 · Letter
20 March 1809
Konotop (Kontop)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld complains that a messenger from the Prince's house came without any answer to his letter. He says he is under arrest and may not leave until the promised 600 Centner of iron have been sent off and justice-burgomaster Schenck has released him. He urgently asks that the iron be sent to Bojadła (Boyadel) to his administrator Neumann. With 1,000 Centner, he says, Michaelis Lahr and all the Berlin costs would be satisfied. Postscript: a rumour of a Russian corps on the Polish-Silesian border.
Triebenfeld klagt, dass ein Bote aus dem Haus des Fürsten ohne Antwort auf sein Schreiben kam. Er stehe unter Arrest und dürfe erst fort, wenn die zugesagten 600 Centner Eisen abgeschickt sind und Justiz Bürgermeister Schenck ihn losgesprochen hat. Er bittet dringend, das Eisen nach Bojadła (Boyadel) an seinen Verwalter Neumann zu senden. Mit 1000 Centnern wären Michaelis Lahr und alle Berliner Kosten befriedigt. Nachschrift: Gerücht über ein russisches Corps an der polnisch-schlesischen Grenze.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr
- Wie froh war ich als man mir meldete daß ein Bothe aus Ewer Durchlaucht
- Hause angekommen sey, aber wie nieder gedannet stand ich als ich
- keine Zeile von Euer Durchlaucht und noch weniger eine Antwort auf
- mein an Ewr Durchlaucht gesandtes Schreiben sah —
- Ich bin hier fortwährend arretirt und darf mich nicht ehender entfernen
- als bis ich die 600 Centner Eysen, nach dem von mir gegebene Ehrenwort
- von hier abgeschickt und die Lossagung von Justiz Bürgermeister Schenck
- aus Neufallen[?] habe.
- Ich sehne auch so herzlich mich Ewr Hochfürstliche Durchlaucht persönlich zu
- Füßen zu legen. Aber ich darf nicht vom Fleck.
- Ist es Ewr Durchlaucht in der Welt möglich, so schicken Sie mir doch so
- bald es sein kan das Eysen und wollen die alten meinen Kummer haben
- so senden Sie die tausend Centner vor voll dem ist Michaelis
- Lahr und alle Berliner Kosten befriediget.
- Ich bitte aber herzigſt das Eysen gerade bis hierher nach Boyadel
- an meinen Verwalter Neumann zu senden, den ich darf nicht fort
- bis das Eysen hier dem Justiz Bürgermeister Schenck übergeben
- ist, und wer würde mir den Transport hierher besorgen.
- Laßen Ewr Durchlaucht mich ja keine Fehlbitte dies mahl thun und
- retten mich schleunig, dann bin ich bis am lezten Hauch ganz zu Höchst Ihren
- Befehlen, und bey Gott ich werde es woll machen.
- In tiefster Verehrung ersterbe
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Es heißt daß ein Rußisches Corps
- an der po[hl]. und Schlesischen Gränze zu
- stehen können soll — Wolte nur Gott dies!
- Kontop
- den 20ten Marz
- 1809.
- treu unterthäniger Diener
- v Triebenfeld
- Van der Lahr wünscht, daß er nur Scheinen
- [bey?]ten das heist im Gebund zu 6-8 Schien[...?]
- im Gebunde von halben Centner —
- Erbarmen sich Ewr Durchlaucht und laßen
- mich solche Gattung an 400 Centen schicke
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr Wie froh war ich als man mir meldete daß ein Bothe aus Ewer Durchlaucht Hause angekommen sey, aber wie nieder gedannet stand ich als ich keine Zeile von Euer Durchlaucht und noch weniger eine Antwort auf mein an Ewr Durchlaucht gesandtes Schreiben sah — Ich bin hier fortwährend arretirt und darf mich nicht ehender entfernen als bis ich die 600 Centner Eysen, nach dem von mir gegebene Ehrenwort von hier abgeschickt und die Lossagung von Justiz Bürgermeister Schenck aus Neufallen[?] habe.
Ich sehne auch so herzlich mich Ewr Hochfürstliche Durchlaucht persönlich zu Füßen zu legen. Aber ich darf nicht vom Fleck. Ist es Ewr Durchlaucht in der Welt möglich, so schicken Sie mir doch so bald es sein kan das Eysen und wollen die alten meinen Kummer haben so senden Sie die tausend Centner vor voll dem ist Michaelis Lahr und alle Berliner Kosten befriediget. Ich bitte aber herzigſt das Eysen gerade bis hierher nach Boyadel an meinen Verwalter Neumann zu senden, den ich darf nicht fort bis das Eysen hier dem Justiz Bürgermeister Schenck übergeben ist, und wer würde mir den Transport hierher besorgen. Laßen Ewr Durchlaucht mich ja keine Fehlbitte dies mahl thun und retten mich schleunig, dann bin ich bis am lezten Hauch ganz zu Höchst Ihren Befehlen, und bey Gott ich werde es woll machen. In tiefster Verehrung ersterbe
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
Es heißt daß ein Rußisches Corps an der po[hl]. und Schlesischen Gränze zu stehen können soll — Wolte nur Gott dies! Kontop
den 20ten Marz
1809.
treu unterthäniger Diener
v Triebenfeld
Van der Lahr wünscht, daß er nur Scheinen [bey?]ten das heist im Gebund zu 6-8 Schien[...?] im Gebunde von halben Centner — Erbarmen sich Ewr Durchlaucht und laßen mich solche Gattung an 400 Centen schicke
