Document 269a · Letter part of Document 269
24 January 1815 [supplied]
Vienna
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Copy of a submission by Triebenfeld on behalf of the Prince of Hohenlohe. He sends the correspondence with Kircheisen, which the High Court of Appeal at Brzeg would not take down in the record. He says Cosmar has blocked the claim of the Curische heirs for 300/m Rthl and placed it under seizure. He says the heirs are content with 112,000 Rthl: 12/m Rthl in cash and an order for 100,000 Rthl. Triebenfeld asks that this sum be advanced to the Prince and that the entailed estates be put under administration. In return he offers to hand over the debt instruments and the royal guarantee.
Abschrift einer Eingabe Triebenfelds im Auftrag des Fürsten von Hohenlohe. Er übersendet die Korrespondenz mit Kircheisen, die das Oberlandesgericht Brieg nicht zu Protokoll nehmen wollte. Cosmar habe die Forderung der Curischen Erben von 300/m Rthl blockiert und mit Arrest belegt. Die Erben seien mit 112000 Rthl zufrieden: 12/m Rthl bar und eine Anweisung auf 100000 Rthl. Triebenfeld bittet, dem Fürsten diese Summe vorzuschießen und die Majoratsgüter verwalten zu lassen. Dafür will er die Schuldinstrumente und die königliche Garantie ausliefern.
- 269 a)
- Abschrift
- Durchlauchtigster Fürst pp
- Ewr Hochfürstl Durchlaucht soll ich gemäß Auftrags des Hlrn Fürsten von Hohenlohe beigehendes Acten Stück allerzubeißen
- überreichen. Es enthält die Correspondence mit H. M v. Kircheisen Ex, welche das Brieger O[ber]. L[andes]. Gericht in das geführte
- Protocols nicht aufnehmen wollen, weil selbiges dazu nicht beauftragt worden sey. Da indes aus das med: rath
- Cosmars Schreiben vom 22ten Juny 1810 sub G: die unverkennbarsten Chicanen gegen dem armen guten Fürstl. hervorgehen
- besonders da Cosmar selbst eingesteht, daß er dem Fürsten um die Forderung der Cur[ischen] Erben von 300/m rt, die
- der Fürst allein zu Klagen übernommen, alles verkümmert und mit Arrest belegt habe, so eile ich Euer Hochfürstl.
- Durchlaucht die Acten Stück unterthänigst zu Füßen zu legen.
- Wie höchst nöthig es nur wischen ist die Curischen Erbe zu befriedigen wollen E. [W?]. d[?] hieraus zu entnehmen.
- Die Erben sind ganz gewiß, nach den in Händen habenden Beweisen, mit 112000 rt zu befriedigen; ja man
- verlangt nur sogleich 12/m rt. baar und auf 100000 rt eine sichere Anweisung. — Genehmigen E. [W?]. D. diese Bitten
- und laßen die Summa dem Biedern alten Fürſten vorschießen, die ſämtz Majorats Güter aber
- sofort für der Casse voraus sie gegeben werden Administriren, so ist der eine redliche Fürst alsobald
- aus den Krallen des Cosmars gewißen, und durch E[wr]. D[urchlaucht]. Gnade, auf welcher er nur allein zählt, gerettet —
- Ich verpflichte mich dagegen bey Verlust meiner ganzen Haabe und meiner Freyheit die Schuld Instrumente
- und vorzüglich die Garantie Sr. Majestät, sogleich u. E[wr]. D[urchlaucht]. Händen zu überliefern. Das einzige bleibt
- indes zu wünschen, daß der Monarch, wann heut oder morgen die C[urische]. Erben der Majestät nochmahl den ihre
- Befriedigung angehen sollen, sich von der Sache, wie schon geschehen losſagen ſolten, wodurch das schnell
- alles erricht wird, und des Königs Wort heilig bleibt —
- der Cosmar liegt, wann er besonders zur allerſchleunigſten Rechnungslegung angehalten wird, entlarvt
- und im Staube getreten umsomehr als der Fürst August jezt auf die ihm gegebene Vollmacht
- zurück fordert.
- Fonds zur Tilgung der 112000 rt. so wie auch der 35000 iſt[?] überflüßig vorhanden, je es
- können selbst die 18000 rt welche der Fürst August jährlich beziehen sollen, und wovon schon an
- 54000 rt. vorräthig liegen, dazu von der Hand verwandt, und daher die Schuld von 147/m
- in sehr kurzer Zeit getilgt werden — Er führen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht diese unterthänigste
- Bitte ſo ist der gute Fürſt der ſol anverschuldet bereits durch 9 Jahre die granz anlaſaſten Leiden
- erduldet, durch höchst Ihre Gnade gerettet, und jeder Creditor beruhiget —
- In unbegragter Verehrung ersterbe
- E. L[?]. D.
- Wien d. 24ten Januar
- 1815
- p p p
- v Triebenfeld
269 a)
Abschrift
Durchlauchtigster Fürst pp Ewr Hochfürstl Durchlaucht soll ich gemäß Auftrags des Hlrn Fürsten von Hohenlohe beigehendes Acten Stück allerzubeißen überreichen. Es enthält die Correspondence mit H. M v. Kircheisen Ex, welche das Brieger O[ber]. L[andes]. Gericht in das geführte Protocols nicht aufnehmen wollen, weil selbiges dazu nicht beauftragt worden sey. Da indes aus das med: rath Cosmars Schreiben vom 22ten Juny 1810 sub G: die unverkennbarsten Chicanen gegen dem armen guten Fürstl. hervorgehen besonders da Cosmar selbst eingesteht, daß er dem Fürsten um die Forderung der Cur[ischen] Erben von 300/m rt, die der Fürst allein zu Klagen übernommen, alles verkümmert und mit Arrest belegt habe, so eile ich Euer Hochfürstl. Durchlaucht die Acten Stück unterthänigst zu Füßen zu legen.
Wie höchst nöthig es nur wischen ist die Curischen Erbe zu befriedigen wollen E. [W?]. d[?] hieraus zu entnehmen. Die Erben sind ganz gewiß, nach den in Händen habenden Beweisen, mit 112,000 rt zu befriedigen; ja man verlangt nur sogleich 12/m rt. baar und auf 100,000 rt eine sichere Anweisung. — Genehmigen E. [W?]. D. diese Bitten und laßen die Summa dem Biedern alten Fürſten vorschießen, die ſämtz Majorats Güter aber sofort für der Casse voraus sie gegeben werden Administriren, so ist der eine redliche Fürst alsobald aus den Krallen des Cosmars gewißen, und durch E[wr]. D[urchlaucht]. Gnade, auf welcher er nur allein zählt, gerettet — Ich verpflichte mich dagegen bey Verlust meiner ganzen Haabe und meiner Freyheit die Schuld Instrumente und vorzüglich die Garantie Sr. Majestät, sogleich u. E[wr]. D[urchlaucht]. Händen zu überliefern. Das einzige bleibt indes zu wünschen, daß der Monarch, wann heut oder morgen die C[urische]. Erben der Majestät nochmahl den ihre Befriedigung angehen sollen, sich von der Sache, wie schon geschehen losſagen ſolten, wodurch das schnell alles erricht wird, und des Königs Wort heilig bleibt — der Cosmar liegt, wann er besonders zur allerſchleunigſten Rechnungslegung angehalten wird, entlarvt und im Staube getreten umsomehr als der Fürst August jezt auf die ihm gegebene Vollmacht zurück fordert.
Fonds zur Tilgung der 112,000 rt. so wie auch der 35,000 iſt[?] überflüßig vorhanden, je es können selbst die 18,000 rt welche der Fürst August jährlich beziehen sollen, und wovon schon an 54,000 rt. vorräthig liegen, dazu von der Hand verwandt, und daher die Schuld von 147/m in sehr kurzer Zeit getilgt werden — Er führen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht diese unterthänigste Bitte ſo ist der gute Fürſt der ſol anverschuldet bereits durch 9 Jahre die granz anlaſaſten Leiden erduldet, durch höchst Ihre Gnade gerettet, und jeder Creditor beruhiget — In unbegragter Verehrung ersterbe
E. L[?]. D. Wien d. 24ten Januar
1815
p p p
v Triebenfeld
