Traces in the Sand

Document 248 · Letter

5 November 1814

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld reports that the Prince Chancellor has the best of intentions and that Minister von Humboldt is pursuing the Prince's case eagerly. He says the Curisch heirs have asked the King to satisfy their claim, and that the King wants to settle the matter after his return. Count Winzingerode, he says, intends to demand 100,000 Rthl for Prince August under the will of Princess Sacken out of the income from Sławięcice and Lasowice; Triebenfeld replies that she was only a life tenant. Because of Warsaw, the Trąbczyn and Kamionna matter is at a standstill.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 248
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Wann Ewr Hochfürstliche Durchlaucht Wünsche jezt nicht gelingen, so dürfte es nie ge-
  5. schehen. Der biedern Fürst Kanzler hat den besten Willen, und des Herrn Minister Baron
  6. v Humboldt Exellenz sind äußerst thätig —
  7. Ehegestern erzählte mir der Leztere daß die Curischen Erben dem König angegangen
  8. sind und um ihre Befriedigung gebeten haben.
  9. Sr Exellenz haben mir Abschriften von allem, was ich bey Sr Durchlaucht dem Fürsten
  10. Staats Kanzler eingereicht haben, abgefordert, damit die Antwort dem Wünschen
  11. Ewr Durchlaucht angemeßen wäre —
  12. Der König hat nun antworten laßen, daß er die Sache nach seiner retour abmachen
  13. würde. Sr Excellenz sind sehr froh darüber und halten das ganze Spiel für ge-
  14. wonnen. Die Monarch sieht ein daß er bezahlen muß — und gerne wird man
  15. 314000 rt gewinnen und die 112000 rt vorschießen — auch den Transact cassiren —
  16. Der Fürst wird, was ich gewiß weiß, das Ewr. Durchlaucht zustehende Gehalt vom 9 Jahren
  17. auch in Anrede bringen, und auch hier wird Gott helfen.
  18. So eben komme ich von dem Grafen Winzingerode, dieser zeigte mir ein justi-
  19. angefangen Schreiben an Sr Majestät, worin er Nahmens des Fürsten August
  20. bittet, daß Er Majestät befehlen mögten, da es ihm des schleunigsten 100000 rt gemäß
  21. eines Testaments seiner verstorbenen GroßMutter der Fürsten Sacken, aus der
  22. revenuen der Maj. Güter Schlawenschitz und Lasswitz bezahlt werden mögten
  23. Ich habe dem Grafen nicht abgerathen die Sache einzugeben, indes habe ich ihm
  24. gesagt, daß Sr Majestät fest bestimmt hätten, Ewr Durchlaucht Angelegenheiten zuför-
  25. derst zu stande bringen zu laßen, und daß der König die Gütern Quest vieleicht
  26. selbst auf Jahre in Sequestration würde nehmen laßen — Übrigens wäre es
  27. auffallend daß die Fürstin Sakkin über die Majorats Güter auch nach ihrem
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  1. Tode disponiren wollen, wo von sie nur advitalitaets Besizzerin gewesen sey —
  2. Hier stüzte der Graf ſehr, und ſagte ist das möglich —? O was reden doch die Menſchen
  3. Ich hoffe, daß der Bescheid durch den Minister Humboldt gegeben, auch für Ewr Durchlaucht
  4. günstig, und dahin ausfallen wird, daß zuerst Ihre Angelegenheiten berichtiget sein
  5. sollen.
  6. Wegen der P. Warschau ist noch nichts zur Publizitaet gekommen, obgleich der Pohlen laas
  7. gefallen ist, inzwischen ruht darum die Trąbczyner und Kaemener Sache — die Geschichte
  8. wird nicht so leicht beendiget sein, als mann in Schlawenschitz geglaubt — von jener Seite
  9. wird alles aufgeboten und viel geopfert — dazu kömt daß unser König allzu Gut ist —
  10. Der F[ürst]. H[ardenberg]. ist desfals sehr Kummervoll —
  11. Die Reichs Angelegenheiten werden sich sehr gut enden, ich habe darüber in Geheim ver-
  12. schiedenes gehört, und was nötig war den bewußen Männern mitgetheilt
  13. Gestern war hier ein großes Brink. Es hieß Frankreich habe erklärt, daß sobald
  14. Preußen, Sachsen besezte, Frankreich 200/m Mann über den Rhein würde Marschin, laßen.
  15. Heute höhrte ich indes von einen meiner Gönner daß dies ein Gerücht ohne allen
  16. Grund sey — In Badensche und Würtembergischen fängt es an
  17. sehr unruhig zu werden, mit erster Post schreibe ich darüber ein mehreres
  18. die Abreise der Monarchen geschieht von heut über 18 Tage —
  19. Ehrfurchts voll verharre
  20. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  21. Wien
  22. den 5ten Novbr.
  23. 1814.
  24. treu gehorsamster Diener
  25. v Triebenfeld
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  1. mann hat stets gesagt alle den Güter hatten der alten Fürstin Sacken gehört, und diese habe nur zu gusten
  2. des Fürsten August testirt und dem alten Fürsten mit einer geringen Appanage ganzlich von allen aus
  3. geschlossen — ich antwortete kurz — die von Sr Majestät Sanctionirte Acte vom 1799 beweiset
  4. von diesem allen das Gegentheil — Nach dieser ist der Alte Fürst würklicher Herr, Er wird jezt
  5. in alle seine Rechte wieder eintreten und Herr von allen haabe bis an sein Ende bleiben —