Traces in the Sand

Document 247 · Letter

28 October 1814

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld reports that Poland's fate has been decided favourably; now, he says, come the affairs of the Empire, for which he sends a copy of the petition of Privy Councillor Goerch on behalf of the whole House of Hohenlohe. Wilhelm von Humboldt promised support. The State Chancellor declared that the money should be given, but that cancelling the settlement pursued by von Cosmar would cause an outcry. He says the Curische heirs are to be satisfied with 112/m Rthl and the remaining creditors with 12,000 Rthl a year. Enclosed account: income 79,500 Rthl, expenditure 79,462 Rthl.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 247
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Auch Polens Schicksal ist entschieden und für uns ist ein günstiges Loos gefallen als man
  5. geglaubt hat. Für Ewer Durchlaucht ist nun auf der Zwischen Seite nichts zu erbetteln nötig —
  6. Jezt werden wohl bald die Reichs Angelegenheiten vorkommen, was der Geh[eime] R[ath] Goerch für
  7. das Gesamt Hauß Hohenlohe eingereicht davon erfolgt hier Abschrift — des Herrn Minister
  8. von Humboldt Ex[cellenz] haben mir versprochen Ewr Durchlaucht Sache besonders zu unterstüzzen.
  9. Auf die vor mir bey des Fürsten Staats Kanzlers durch eingereichte Piece wovon ich mit
  10. voriger Post die Abschrift sandte, haben Sr Durchlaucht beim ersten Vortrag sich mit
  11. dem Worten gnädigst zu äußern geruht
  12. "Das Geld ist eine Kleinigkeit das soll gegeben werden, da ſo viel dadurch bewürkt
  13. werden kan, aber mit der Justiz werden wir wohl wegen Aufhebung des
  14. Transacts viel Lerm bekommen, umſomehr als ihm der Alte Fürſt ſelbſt genehmige
  15. Indes ist es merkwürdig daß die verstorbenen F[ürstin]. Sachen über die Revenuen der
  16. majorats Güter disponirt, und einen Execut: Testa: eingesezt hat, die Güter haben
  17. ihr ja nie gehört"
  18. Ich habe alles nochmals gehörig auseinander gesezt, besonders daß Cosmar der alten Kerrigen[?]
  19. Fürstin wegen das Curische Darlehn was die ehemalige Fürsten hohenlohn mit unterschrieben
  20. hat, zur Verzweiflung und dahin gebracht, daß sie am Rande des Grabes nach dem
  21. von Cosmar geschmiedeten falschen Transact unterkreuzte, und es geschehen lies
  22. daß darin so viel Schulden aufgeführt, wodurch alle andern Creditors zurück gedrängt
  23. werden solten.
  24. Ich behaupte daß die alte Fürstin nach ihren Tode nicht dem mindeste Antheil an
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  1. die Majorats Revenuen haben konte, noch weniger nach ihren Tode[...]
  2. weil mit ihren Tode ihr Advitalitæts Recht erlaßen wolle und[...]
  3. Cosmar als Vormund der Minorennin aus gesprochen, so höhre dies auf we[...]
  4. den Prinzen Adolph und Alexander Majorain wären und da ersterer nich[...]
  5. Gütern erhielte, sondern der einzigen Erbe vom Nachlaß der Fürsten Sacken[...]
  6. Cosmar mit die Majorats Güter durchaus nichts zu thun und müste hier[...]
  7. wegewiesen werden — Indeß würde der P Adolph in Jahr und Tag — Aller[...]
  8. in 2 bis 3 Jahren Majorain sein, da höhre auch da seine ganze Einmischung auf, den An[...]
  9. erhielte blos als höhe eine Appenage von 1200 rt aus die Majorats Güter —
  10. Alle Besorgniße der F[ürstin]. Sackin welche sie und selbst den Fürsten zur Unterschrift des in
  11. fraudem tertii von Cosmar geschmiedeten fameusen Transacts verleitet hätten, hörten eben
  12. auf einem man die Curischen Erben befriedigt hätte. Und diese könne jezt mit 112/m rt. geschehen
  13. Nicht nur hierwegen wäre, wie im ersterer Eingabe gesagt sich mit dem Mand: der Lage
  14. Erben schon verglichen, sondern auch mit den andern Creditoren dahin gerichten genüget, daß
  15. sie mit 12000 rt jährl. so lange der Fürst lebe zufrieden sein wolten —
  16. Auf die Frage — werden die Güter aber würcklich so viel tragen, daß die
  17. 112000 rt und alles was die Stiftungs Urkunde besagt auch die 12000 rt. bey andern Crediten gezahlt werden kann
  18. Antwort Gewiß — Ich habe Ihro Durchlaucht den Nachweiß vom Ertrage
  19. und von den zu zahlenden Summe zu Füßen gelegt —
  20. Na! mein Freund, es geht denn um ihre 60/m rt. Caution —
  21. Die beiden Kayser und König mit Par Willhelm sind heute Nacht ans Ungarn retournirt
  22. Der König von Baier von Wurtemberg waren derweile mit ihre Erbprinzen ſo auch der
  23. König von Dannemord hier geblieben. Gr[oß]. F[ürst]. Constantin hatte derweilen auswärtige
  24. Orter besehen — Respectvoll ersterbe
  25. Ewr Durchlaucht
  26. Wien den 28ten Octob.
  27. 1814.
  28. unterthäniger Diener
  29. v Triebenfeld
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  1. [...]ich selbigen übergeben und wie eine Ewr Durch solche dictirt
  2. [...] jahr 7000 rt.
  3. [...]oschg[e?]t Economie 6500 rt.
  4. [...]er 6000 rt.
  5. [...]hamer 2000 rt.
  6. [...]Lasso uren 6500 rt.
  7. [...]Schlawenschitzer Fabriquen 34000 rt.
  8. [...]n Lassowiser das g 12000 rt.
  9. [...]fider Com Capital 4000 rt.
  10. [...]fabriquen Capital 1500 rt.
  11. = 79500 rt.
  12. [...]davon
  13. [...]an Sr. Majestät für die 112000 pfl.
  14. des g für die gebuhren 35000 pfl.
  15. = 147000 pfl.
  16. = 25000 rt.
  17. 2. daran die Zutreche in durchschnit 3572 rt.
  18. 3. zum nötige Unterhalt des Alte Hern Forste 12000 rt.
  19. 4. Auß Abzahlung der andern Cred. laut Vergleich 12000 rt.
  20. 5. dem F. Aug[ust]. laut Urkunde und Verg. von 1799 — 18000 rt.
  21. 6. die Interesse den 3 Töchtern. 3750 rt.
  22. 7. der jezigen Gr Sacken laut derselben Urkund 4000 rt.
  23. 8. dem jüngsten Prinzen Allexander 1200 rt.
  24. = 79462 rt.
  25. bleibe übrig 38 rt.
  26. NB die 180000 rt können sehr ausholfen.