Traces in the Sand

Document 249 · Letter

17 November 1814

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld acknowledges two letters from the Prince. He says Court Councillor Hahn's paper can no longer be added to the petition, since it is already before His Majesty. He says he urgently needs 12,000 Rthl to conclude matters with the authorised representatives; after that 100,000 Rthl would be made payable in Berlin. He says the enclosure shows Wilhelm von Humboldt's goodwill. Gärtner is to submit a paper on the Hohenlohe grievances to the Congress. He says the Prince should issue Göschel's power of attorney without a name; Triebenfeld intends to enter either Göschel or Gärtner.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 249
  2. Durchlauchtigster Fürst,
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht beide Schreiben vom 30ten R. M. und
  5. 4ten dieses erhielt ich am 15ten Novbr. wodurch dann ein großer Theil
  6. meiner Leiden behoben ward. Inzwischen wird es an Kummer nicht fehlen.
  7. den ein großer Theil gieng auf das vorgefreßene Brodt hin — Genug
  8. hier werde ich mich, so kümmerlich es auch immer sein wird, durch helfen müßen,
  9. Was nun den Aufsaz des Herrn Hoffrath Hahn anbelangt, so ist es nur
  10. ohnmöglich denselben noch jener Eingabe beyzufügen, weil selbige dermalen
  11. ſchon Sr Majeſtät vorliegt. Sr. Maj ſind jezt ſehr wohl geſtimmt,
  12. und alles kömmt darauf an, daß ich aufs schnellste die 12000 rt für die kurz
  13. bevollmächtigten erhalte um mit selbige abzuschließen, die 100000 rt.
  14. werden hernach sofort in Berlin angewiesen. Daß des Herrn Fürsten
  15. Kanzlers durchlaucht Euer Durchlaucht treulich helfen wollen davon können Sie
  16. Sich gnädigster Herr überzeugt halten, und von des Herrn Baron
  17. von Humboldts Gesinnungen überzeuge Ewr Durchlaucht die Beilage.
  18. Das Schicksahl Pohlens ist zwar entschieden aber zur allgemeinen Kenntnis ist noch
  19. nichts gekommen. Wegen Ewr Durchlaucht Hohenlohische Angelegenheiten
  20. Ist zwar alles ziemlich eingeleitet, indes wird dH. v. Gärtner eine ungene
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  1. Schrift bey den Congress über diese abscheuliche Gravamina sogleich noch apparte
  2. verreichen, so viel ist gewiß daß die mediatisirten durchweg ihre alte Praero-
  3. gatione, bis auf die vollkommene Souverainitaet, wieder erhalten.
  4. Vor ein paar Tagen schien hier eine kleine Spannung zu obwalten, die ein bedeuten
  5. des Flüstern erregte — die Sache rührte von einer im tiefsten Geheim zwischen
  6. Fürst Metternich, Wrede und Wessling gehaltene Conferenz her wobey unser Minister
  7. nicht zugezogen war — Noch weiß man nichts von dem Gegenstandt, auch, ob
  8. die Scheelsucht gänzlich behoben ist —
  9. den 20ten Gehen die 3 Monarchen wieder auf Reisen — Sie machen eine Tour
  10. nach Gratz und Triest, man schmeichelt sich daß nach ihrer Rückkehr der Congres
  11. dann baldigst seine Endschaft erreichen wird.
  12. In diesen Augenblick heiß es daß aus der Reise nichts werden wird und daß der
  13. Kayser von Rußland schon d. 2ten K. M. nach Petersburg zurückkehren wird.
  14. Der Geh[eime]. Rath Göschel hat mir anlagende Vollmacht gegeben, daß Ewr
  15. Durchlaucht solche für ihm ausfertigen mögten — Haben Ewr Durchlaucht
  16. die Gnade und fertigen die solche aus — laßen aber den Nahmen Göschel
  17. aus und dem Plaz offen — ich werde sehen wer mehr thut ob der oder
  18. Der G[eheime]. R[ath]. v Gärtner — der es verdient deßen Nahmen schreibe ich heran
  19. Ehrfurchtsvoll verharre
  20. Ewr Durchlaucht
  21. Wien den 17ten Novbr
  22. 1814.
  23. treu gehorsamster Diener
  24. v Triebenfeld