Document 228 · Letter
17 January 1812
Sławięcice (Schlawenschitz)
The memorandum signed by Sommer reports on his mission to General Schimmelpfennig v der Oye. He says the General is still willing to enter into the planned exchange involving the Zagórów estates. What has delayed him, he says, is his illness and the difficult negotiations of his son, the cavalry captain, with Stägemann in Berlin over the money to be handed over; through the mediation of the Saxon envoy these now stand more favourably. Since no inspection of the estates is possible in winter, the General asks that the matter be put off until spring.
Das von Sommer unterzeichnete Promemoria berichtet über seine Sendung zu General Schimmelpfennig v der Oye. Der General ist weiter bereit, den geplanten Tausch mit den Zagórówer Gütern einzugehen. Verzögert haben ihn seine Krankheit und die schwierigen Verhandlungen seines Sohnes, des Rittmeisters, mit Stägemann in Berlin über die herauszugebenden Gelder. Diese stehen durch Vermittlung des sächsischen Gesandten nun günstiger. Weil im Winter keine Besichtigung der Güter möglich ist, bittet der General, die Sache bis zum Frühjahr auszusetzen.
- 228
- P[ro]. M[emoria].
- Ew Durchleucht verfehle ich nicht, über den Erfolg meiner Sen-
- dung zu dem Herrn General Schimmelpfennig v der Oye folgenden
- Bericht unterthänigſt abzuſstatten.
- Der Herr General ist allerdings noch geneigt, den projectirten
- tausch mit den Zagorower Gütern einzugehen, indessen
- haben einige Umstände die Sache weniger eilig gemacht,
- dies sind seine Krankheit und der ungünstige Anfang
- der Unterhandlungen seines Sohnes mit dem H v Stäge-
- mann in Berlin.
- Was den erſten anbetrift, ſo befindet ſich der Herr Ge-
- neral zwar in dem Zustande der Besserung, indeß
- ist sie doch noch nicht so weit gediehen, daß er wie ge-
- wöhnlich das Zimmer verlassen und besonders sich mitwuhr
- tigen und weitläuftigen Geschäften abgeben könnte.
- Anlangend aber den zweiten Umstand, auf den es
- bei dem im Werke ſeyenden Tausch vorzüglich ankommt,
- indem es die zu Herausgabe beſtimmten Gelder bey
- trift, ſo haben die Geſchäfte mit dem H. v Stägemann
228
P[ro]. M[emoria].
Ew Durchleucht verfehle ich nicht, über den Erfolg meiner Sendung zu dem Herrn General Schimmelpfennig v der Oye folgenden Bericht unterthänigſt abzuſstatten.
Der Herr General ist allerdings noch geneigt, den projectirten tausch mit den Zagorower Gütern einzugehen, indessen haben einige Umstände die Sache weniger eilig gemacht, dies sind seine Krankheit und der ungünstige Anfang der Unterhandlungen seines Sohnes mit dem H v Stägemann in Berlin.
Was den erſten anbetrift, ſo befindet ſich der Herr General zwar in dem Zustande der Besserung, indeß ist sie doch noch nicht so weit gediehen, daß er wie gewöhnlich das Zimmer verlassen und besonders sich mitwuhr tigen und weitläuftigen Geschäften abgeben könnte. Anlangend aber den zweiten Umstand, auf den es bei dem im Werke ſeyenden Tausch vorzüglich ankommt, indem es die zu Herausgabe beſtimmten Gelder bey trift, ſo haben die Geſchäfte mit dem H. v Stägemann
- jetzt durch die Vermittelung des Sächsischen Gesand-
- ten, an welchen der Rittmeister v Schimmelpfennig sich
- zu wenden genöthigt sahe, eine günstigere Wendung
- genommen, ſo daß ſie glauben, die Sache werde.
- benen Kurgen zur beiderseitigen Zufriedenheit
- abgemacht werden.
- Wenn hiezu noch der Umstand tritt, daß wegen
- der jetzt eingetretnen Winterjahreszeit eine der
- Sache nothwendig vorausgehende Besichtigung der
- Güter unmöglich geworden ist, so scheint die bitte
- des Herrn Generals, die Sache bis zum Frühjahr
- auszusetzen, welche er Ew Durchleucht durch mich
- machen läßt, allerdings wol nicht unbillig zu seyn,
- wenn anders der längere Verzug der Sache nicht
- Ew Durchleucht Mißbilligung hat.
- Schlawenschitz den 17 Januar
- 1812.
- Sommer
jetzt durch die Vermittelung des Sächsischen Gesandten, an welchen der Rittmeister v Schimmelpfennig sich zu wenden genöthigt sahe, eine günstigere Wendung genommen, ſo daß ſie glauben, die Sache werde. benen Kurgen zur beiderseitigen Zufriedenheit abgemacht werden.
Wenn hiezu noch der Umstand tritt, daß wegen der jetzt eingetretnen Winterjahreszeit eine der Sache nothwendig vorausgehende Besichtigung der Güter unmöglich geworden ist, so scheint die bitte des Herrn Generals, die Sache bis zum Frühjahr auszusetzen, welche er Ew Durchleucht durch mich machen läßt, allerdings wol nicht unbillig zu seyn, wenn anders der längere Verzug der Sache nicht Ew Durchleucht Mißbilligung hat.
Schlawenschitz den 17 Januar
1812.
Sommer

