Traces in the Sand

Document 21 · Letter

18 February 1810

Konotop (Kontop)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld is sending another messenger to the Prince by way of Lombardini. After a visit from Dlugo Lędcki he reports fear of the Russians arriving soon; in the judgement of every Pole, he says, the Prince will get back the Trąbczyn, Kamionna and Brzyce estates. He asks for a quick reply and for money for bribes, since he is without means; he says he has leased out Konotop and Świniary for 14,000 Rthl a year. He expects the document and the money. Lombardini is to give his daughters in Wrocław at least 200 Rthl in coin.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
  1. 21
  2. Gnädigster Fürst und Herr
  3. Heute Mittag habe ich die Estaffette an die Genuenſter Fürſt geſchickt — jezt ſende ich
  4. noch einen Bothen an Lombardini mit dies Schreiben, und den Ansuchen das Lomb:
  5. es befordern ſoll.
  6. Eben war Dlugo Lędcki hier — Alles ist, Wenn dann dem es untern linke Knopflich
  7. nicht richtig ist, in Furcht und Schrecken — Mann fürchtet die schnellste Ankunft
  8. der Rußen, und sucht schon Inatangialia bey mir. Wie ich zu der Ehre komme weil
  9. ich noch nicht. Jedes seit, ich brauppe das mit für sie mein fürstlicher Gönner
  10. Nach dem Urtheil jedes Pohlen erhalten Sie die Trąbczyner Kaemener und Brzyzer
  11. Güter zurück — darauf sezze ich Ihnen guter Fürst mein Leben
  12. Aber ich habe noch einen Plan —
  13. Königl. Constantin den sollen Sie für Ihre mir gegebene Flinten, die Constantin hat vielleicht das
  14. Fürstenthum Lowicz haben — und Talleyrand soll gehegt werden.
  15. Dorothechen mögte gerne los, was meinen Sie — konte ihr August sie den nicht noch nehmen.
  16. Ihre Güter mit denen ich Gränze ſind ſehr beträchtlich und in Pohlen ſuchten wir den Haupt-
  17. Ersaz — die alte Ziege hurt noch im Paris Sie kommt aber zurück — Es kiz viel
  18. viel, sehr viel, jetzt gethan werden. Schreiben Sie edler biderer Fürstlicher
  19. Freund mir schnell Ihre Meinung. Aber schicken Sie noch auf kurze Zeit
  20. was Geld damit ich bestechen und arbeiten kan, den ich bin heut pauvre war
  21. ein Bettelhund — Eben hat Richter seine Uhr versetzt damit ich die Menschen füttern
  22. kan. Kontop und Schweinern habe ich für 14000 rt. jährlich verpachtet, die
  23. Wäldigewährten mit Jurid: Gefälle p p 6000 rt. —
  24. Aber jezt hohlt noch alles der 7. für alte Reſte — von Johanni ab bin ich wieder
  25. ein wohlhabender Mann — Unterdes muß aber entsaglich viel mehr dennoch
  26. für Sie mein Fürst, als für mich gethan werden, und zur Bestreitung der Kosten
  27. schaften Sie Rath den sonsten geschieht straf nach Gott nichts. Hätte ichs so geben
  28. ichs aber mein Credit ist noch zu sehr gelähmt.
  29. Die Urkunde und Geld sehe ich von nun an jeden Augenblick entgegen. — Honrichs
  30. wardt hier darauf ein mit Stenger abzugehen.
  31. Antworten Sie schnell Gnädigster Fürst Ihren Ihnen.
  32. laßen Sie doch Lombardini wenigstens
  33. 200 rt. Münze an meine Töchter ein Breslau
  34. Kontop
  35. den 18ten Febr Abends um 11 Uhr geben.
  36. 1810.
  37. Wahrhaft treu anhängenden Freund
  38. und unterthänigen der
  39. v Triebenfeld