Document 68 · Letter
18 February 1810
Konotop (Kontop)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Honrichs has shown Hawich's statements to be false. Under the contract, the settlers must reimburse the Prince for the requisitions of 22,000 Rthl. For the hearing on the 28th before the justice of the peace Kwilecki in Konin, Honrichs needs the original deed of donation for Trąbczyn. Triebenfeld urgently asks that it be sent by express courier, saying the Kamionna matter also depends on it. Kwilecki advises suing Lipski, who handed the Trąbczyn estates over to Dąbska. Triebenfeld is without means and demands at least 1,000 Rthl Courant.
Honrichs hat die Angaben des Hawich als falsch erwiesen. Die Requisitionen von 22000 Rthl müssen laut Contract die Colonisten dem Fürsten erstatten. Für den Termin am 28. beim Friedensrichter Kwilecki in Konin braucht Honrichs die Original-Donationsurkunde über Trąbczyn. Triebenfeld bittet dringend, sie per Estaffette zu schicken, auch die Sache Kamionna hänge davon ab. Kwilecki rät, Lipski zu verklagen, der die Trąbczyner Güter der Dąbska übergab. Triebenfeld ist mittellos und verlangt mindestens 1000 Rthl Courant.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigster Fürſt und Herr!
- Honrichs ist diese Nacht hier angekommen, er hat sich ausgewiesen, daß
- alle Angaben des Hawich und Consorten falsch und unwahr sind. Die von
- ihm stets gegen Militairische Execution beigetriebene, und von ihm gegebene
- Requisitionen an Geld und Getreide die sich auf 22000 rt belaufen,
- müßen die Collonisten laut ihre Contracte, Ewr Durchlaucht, wann Ruhe um
- Friede antreten, abgeben. Honrichs hat nach den gelegten Beweisen nicht
- unterlaßen stets auf die Einlegung der Execution bey den Collonisten zudringen
- das hat man aber aus politischen Gründen nie einräumen wollen, sondern,
- man hat alles von Ewr Durchlaucht allein verlangt und es Ihnen überlaßen
- sich an die Unterthanen und Collonisten zu halten —
- dermalen kommt er um die Original Donations Urkunde wegen Trąbczyn
- zu hohlen. Diese muß originaliter vorgezeigt werden, den 28ten d M
- stets in Konin bey den Friedensrichter Kwilecki Termini an.
- Ich schicke daher einen Bothen an Lombardini dieser muß einen reitenden
- Expresse an Ewr Durchlaucht sondern um die original Urkunde zu hohlen
- und sie mir sogleich durch einen reitende Bothen zusenden. Honrichs ward hier
- darauf matten. Die Sache ist höchst wichtig, geruhen Ewr Durchlaucht
- den allergröste Beschleunigung zu empfehlen, und schicken allenfals
- die Urkunde pr Estaffette. Ich hoffe dafür daß Sie die Güter
- dann schleunig zurück erhalten. Es ist dies ein großes object
- Kwilecki ist in diesen Quartal Friedensrichter, und da muß vieles
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigster Fürſt und Herr!
Honrichs ist diese Nacht hier angekommen, er hat sich ausgewiesen, daß alle Angaben des Hawich und Consorten falsch und unwahr sind. Die von ihm stets gegen Militairische Execution beigetriebene, und von ihm gegebene Requisitionen an Geld und Getreide die sich auf 22,000 rt belaufen, müßen die Collonisten laut ihre Contracte, Ewr Durchlaucht, wann Ruhe um Friede antreten, abgeben. Honrichs hat nach den gelegten Beweisen nicht unterlaßen stets auf die Einlegung der Execution bey den Collonisten zudringen das hat man aber aus politischen Gründen nie einräumen wollen, sondern, man hat alles von Ewr Durchlaucht allein verlangt und es Ihnen überlaßen sich an die Unterthanen und Collonisten zu halten — dermalen kommt er um die Original Donations Urkunde wegen Trąbczyn zu hohlen. Diese muß originaliter vorgezeigt werden, den 28ten d M stets in Konin bey den Friedensrichter Kwilecki Termini an. Ich schicke daher einen Bothen an Lombardini dieser muß einen reitenden Expresse an Ewr Durchlaucht sondern um die original Urkunde zu hohlen und sie mir sogleich durch einen reitende Bothen zusenden. Honrichs ward hier darauf matten. Die Sache ist höchst wichtig, geruhen Ewr Durchlaucht den allergröste Beschleunigung zu empfehlen, und schicken allenfals die Urkunde pr Estaffette. Ich hoffe dafür daß Sie die Güter dann schleunig zurück erhalten. Es ist dies ein großes object Kwilecki ist in diesen Quartal Friedensrichter, und da muß vieles
- gethan werden. Die Zeit ist kurz bis zum 28 ten sind nur 10 Tage da muß
- die Urkunde hier und Honrichs damit in Konin sein. Er hat 3 Tage
- zu fahren. Den günstigen Zeit, unkt darf man nicht vorbey gehen.
- laßen, sonst ist die Sache verlohren — auf der Original Urkunde wird
- nach Pohl[nischer] Art bestanden. Honrichs muß sie vorzeigen. Das Gericht nimmt
- den Abschrift, und Ewr Durchlaucht erhalten selbige zurück —
- Nur säumen Sie Gnädiger Herr nicht — ich bitte Sie darum dringend — es hängt
- zugleich von dieser Sache auch die Kaemener ab — Schicken Sie mir also die
- Urkunde lieber ja zu Estaffette, und versäumen keinen Augenblick
- Kwilecki läßt mir sagen, ich soll sogleich den Lipscki verklagen, der die Trąbczyner
- Güter mit Gewalt Ewr Durchlaucht genommen, und sie der Dąbska übergeben hat
- den die Dąbska welche sogleich aus die Güter 15000 rt. in Ducate gezogen ist.
- damit nach Warschau gegangen, und hat das Geld verführt, von der wäre
- nichts zu nehmen — Lipski aber der als Richter infam gehandelt, und
- ein reicher Kerl sey, müße und könne das ersetzen — ich werde dasgleich
- thun.
- der Podprefect Brzechffa schreibt
- Der Früß muß seine Güter sofort wieder haben. Indes glaube ich
- wird er sie schneller bekommen als das Decret gegeben wird.
- den alles wird sich hier im kurzen anderen
- Honrichs sagt die Rußen rückten ganz gewis in der Provinz Warschau im
- im Theil kohlen zitterte, aber der große Haufen wäre schon ganz rußisch
- gesinnt, und jubelte
- O Geschähe doch dies dem solten Sie guter Fürst nicht nur schnell ihre Güter
- sondern noch mehr dazu haben, und 3 Fachen Ersaz für die erlittenen Schäden
- erhalten.
- Aber nun schicken Sie eine Anweisung oder Baar Geld — ich habe so wahr mich
- Gott in der Todes Stunde gnädig sein soll keinen dh. Münze in Hause, ich
gethan werden. Die Zeit ist kurz bis zum 28 ten sind nur 10 Tage da muß die Urkunde hier und Honrichs damit in Konin sein. Er hat 3 Tage zu fahren. Den günstigen Zeit, unkt darf man nicht vorbey gehen. laßen, sonst ist die Sache verlohren — auf der Original Urkunde wird nach Pohl[nischer] Art bestanden. Honrichs muß sie vorzeigen. Das Gericht nimmt den Abschrift, und Ewr Durchlaucht erhalten selbige zurück — Nur säumen Sie Gnädiger Herr nicht — ich bitte Sie darum dringend — es hängt zugleich von dieser Sache auch die Kaemener ab — Schicken Sie mir also die Urkunde lieber ja zu Estaffette, und versäumen keinen Augenblick Kwilecki läßt mir sagen, ich soll sogleich den Lipscki verklagen, der die Trąbczyner Güter mit Gewalt Ewr Durchlaucht genommen, und sie der Dąbska übergeben hat den die Dąbska welche sogleich aus die Güter 15,000 rt. in Ducate gezogen ist. damit nach Warschau gegangen, und hat das Geld verführt, von der wäre nichts zu nehmen — Lipski aber der als Richter infam gehandelt, und ein reicher Kerl sey, müße und könne das ersetzen — ich werde dasgleich thun.
der Podprefect Brzechffa schreibt Der Früß muß seine Güter sofort wieder haben. Indes glaube ich wird er sie schneller bekommen als das Decret gegeben wird. den alles wird sich hier im kurzen anderen Honrichs sagt die Rußen rückten ganz gewis in der Provinz Warschau im im Theil kohlen zitterte, aber der große Haufen wäre schon ganz rußisch gesinnt, und jubelte O Geschähe doch dies dem solten Sie guter Fürst nicht nur schnell ihre Güter sondern noch mehr dazu haben, und 3 Fachen Ersaz für die erlittenen Schäden erhalten.
Aber nun schicken Sie eine Anweisung oder Baar Geld — ich habe so wahr mich Gott in der Todes Stunde gnädig sein soll keinen dh. Münze in Hause, ich
- soll dennoch die Leute füttern Reise Geld gebe, und Kosten Vorschuße machen —
- wo soll ich was hernehmen? Mein Credit ist reinen todt —
- heute hat mein Richter ſeine Uhr verſezt darauf 8 rt. Münze geborgt um
- nur Stenger, Honrichs und Consorten füttern zu können.
- 591 rt. 18 g. habe ich schon zu diesen Behuf geborgt um hingegeben 185 rt. sind noch zu
- bezahlen. — Schicken Sie also eine Anweisung oder baar Geld wenigstens
- 1000 rt. aber Courant — den werde ich fortarbeiten und Ihnen alles retten.
- schicken, Sie aber kein Geld und nicht die Urkunde den, kan ich so wahr einen Gott
- ist keinen Stroh weiter arbeiten, und muß alles Gott anheim stellen der
- den Ihnen und mir helfen mag.
- Die Guht sagt mich fürchterlich zu das Schreiben nur Blut sauer
- fendes ersterbe ich als
- Ewr Durchlaucht
- Herr Ternuis[?] ist bis zum 28ten Jahr kurz Urkunde und Geld muß den 28ten früh
- in Konin sein — ich schicke also dies Schreiben zu Estaffette die die Thmuerste
- Fürst geruhen zu bezahlen. In 48 Stunden haben Sie die Estaffette im Schlawen-
- schitz. Sie schicken gleich jemanden mit der Urkunde und Geld auf Getraffest
- her, der kan auch im höchstens 60 Stunden hier sein, und dan ist alle Sorge
- gehoben und die Sache gemacht. Honrichs hat den noch 3 Tage Zeit ich gebe
- ihm Geld, daß er mit der Post weiter schwoll, wenn seine Pferde erwürde, gehen
- kan — und auf der Art kan er noch vor den 28ten in Konin sein.
- Geruhen Sie gnädigster Fürst dies wohl zu beherzigen. Die Würfel legen
- dermalen auf den Tisch — Kwilecki ist nur noch 4 Wochen Richter den tritt
- der die grobe Zielonacki wieder auf. Es sind deren 4 die alle 3 Monathe
- wechseln — Regt Ihnen denn Ihr Eigenthum gerettet zu sehen, so eilen Sie mir
- besorgen, schon was ich hier gesagt. Den wen selbst Constantin auftreten solte, so ist
- es gut wenn man schon gerichtliche Beweise von den Pohl[nischen] Spitzbübereinen aufweisen
- kan man kan dann mit doppelten Rechte fordern —
- Kontop den 18ten Februar
- 1810.
- treu gehorsamer Diener
- v Triebenfeld
soll dennoch die Leute füttern Reise Geld gebe, und Kosten Vorschuße machen — wo soll ich was hernehmen? Mein Credit ist reinen todt — heute hat mein Richter ſeine Uhr verſezt darauf 8 rt. Münze geborgt um nur Stenger, Honrichs und Consorten füttern zu können. 591 rt. 18 g. habe ich schon zu diesen Behuf geborgt um hingegeben 185 rt. sind noch zu bezahlen. — Schicken Sie also eine Anweisung oder baar Geld wenigstens 1,000 rt. aber Courant — den werde ich fortarbeiten und Ihnen alles retten. schicken, Sie aber kein Geld und nicht die Urkunde den, kan ich so wahr einen Gott ist keinen Stroh weiter arbeiten, und muß alles Gott anheim stellen der den Ihnen und mir helfen mag.
Die Guht sagt mich fürchterlich zu das Schreiben nur Blut sauer fendes ersterbe ich als
Ewr Durchlaucht Herr Ternuis[?] ist bis zum 28ten Jahr kurz Urkunde und Geld muß den 28ten früh in Konin sein — ich schicke also dies Schreiben zu Estaffette die die Thmuerste Fürst geruhen zu bezahlen. In 48 Stunden haben Sie die Estaffette im Schlawenschitz. Sie schicken gleich jemanden mit der Urkunde und Geld auf Getraffest her, der kan auch im höchstens 60 Stunden hier sein, und dan ist alle Sorge gehoben und die Sache gemacht. Honrichs hat den noch 3 Tage Zeit ich gebe ihm Geld, daß er mit der Post weiter schwoll, wenn seine Pferde erwürde, gehen kan — und auf der Art kan er noch vor den 28ten in Konin sein. Geruhen Sie gnädigster Fürst dies wohl zu beherzigen. Die Würfel legen dermalen auf den Tisch — Kwilecki ist nur noch 4 Wochen Richter den tritt der die grobe Zielonacki wieder auf. Es sind deren 4 die alle 3 Monathe wechseln — Regt Ihnen denn Ihr Eigenthum gerettet zu sehen, so eilen Sie mir besorgen, schon was ich hier gesagt. Den wen selbst Constantin auftreten solte, so ist es gut wenn man schon gerichtliche Beweise von den Pohl[nischen] Spitzbübereinen aufweisen kan man kan dann mit doppelten Rechte fordern —
Kontop den 18ten Februar
1810.
treu gehorsamer Diener
v Triebenfeld


