Document 67 · Letter
1 January 1810
Konotop (Kontop)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld cannot leave Konotop because Coste has not come; Konotop has been leased out, Świniary not yet. Hawich accuses Honrichs of fraud; Triebenfeld has summoned both and wants to send an actuary to Zagórów to find out who has taken money from subjects and tenants. He says Hawich, Honrichs and Hecker have unlawfully appropriated Hufen for themselves. More than 12 deputations from the village communities asked for time to pay. He asks for the freight, customs and weighing notes for the iron.
Triebenfeld kann Kontop nicht verlassen, da Coste nicht gekommen ist; Kontop ist verpachtet, Świniary noch nicht. Hawich bezichtigt Honrichs des Betrugs; Triebenfeld hat beide vorgeladen und will einen Actuarius nach Zagórów senden, um zu ermitteln, wer von Untertanen und Pächtern Geld genommen hat. Hawich, Honrichs und Hecker hätten sich widerrechtlich Hufen angeeignet. Über 12 Deputationen der Gemeinden baten um Zahlungsfrist. Er bittet um die Fracht-, Zoll- und Wagezettel für das Eisen.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Ewer Durchlaucht höchst gnädiges Schreiben von 24 ten erhielt ich heute als
- ich ſo eben im Begriff war an Höchſtdieselben zu ſchreiben.
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht wolte ich nur ganz unterthänigst melden
- daß ich von hier noch nicht abgehen kan, indem Coste nicht gekommen ist.
- Ich habe zwar Kontop aber Schweinere noch nicht verpachtet, und
- in Ansehung der Berliner Geschichte bin ich mich nicht aufs reine, den
- Dies ist ein mit stumpfen Eysen geschlagene Wunde die immer wieder
- aufbrucht, und die mir noch das Lebenkosten wird — Indes muß Gott
- helfen, es daure nun so lange als es wolle.
- Nächst diesen hält mich die Pohlnische Angelegenheit hier nun gefeßelt
- Honrichs war wie Ewr Hochfürstliche Durchlaucht ich lezthin anzeigen
- hier; was er vorgeschlagen habe ich höchst denenſelben gehorſamſt
- eingesandt — Nach seiner Abreise erhielt ich ein Schreiben vom
- Hawich, der mir anzeigt
- daß Honrichs ein Erzbetrüger sey —
- Ob dies nun zwar erst erwiesen werden muß, so habe ich doch so
- fort dem Honrichs und Hawich hier her beschieden, um die Sache
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigster Fürst und Herr!
Ewer Durchlaucht höchst gnädiges Schreiben von 24 ten erhielt ich heute als ich ſo eben im Begriff war an Höchſtdieselben zu ſchreiben. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht wolte ich nur ganz unterthänigst melden daß ich von hier noch nicht abgehen kan, indem Coste nicht gekommen ist. Ich habe zwar Kontop aber Schweinere noch nicht verpachtet, und in Ansehung der Berliner Geschichte bin ich mich nicht aufs reine, den Dies ist ein mit stumpfen Eysen geschlagene Wunde die immer wieder aufbrucht, und die mir noch das Lebenkosten wird — Indes muß Gott helfen, es daure nun so lange als es wolle.
Nächst diesen hält mich die Pohlnische Angelegenheit hier nun gefeßelt Honrichs war wie Ewr Hochfürstliche Durchlaucht ich lezthin anzeigen hier; was er vorgeschlagen habe ich höchst denenſelben gehorſamſt eingesandt — Nach seiner Abreise erhielt ich ein Schreiben vom Hawich, der mir anzeigt
daß Honrichs ein Erzbetrüger sey — Ob dies nun zwar erst erwiesen werden muß, so habe ich doch so fort dem Honrichs und Hawich hier her beschieden, um die Sache
- zu untersuchen, auch will ich wenn die L: hier sein werden. Den Actuarius
- von hier der Teutsch ein pohleisch Bau nach Zagorowo senden, damit
- der dorten alle Leute zusammen berufen und genau recherchiren soll
- was Honrichs, oder irgend jemand von den Unterthanen und Pachter
- genommen hat. Honrichs und jeder muß sich den ausweisen wohin
- die Gelder verwandt sind, und da muß sich der Betrug zeigen —
- Ich kan das mit allen Rechte da die Sequestration nach den beigefunden
- Decretin aufgehoben und nur ein Aufseher, daß kein Geld dort
- wegenommen werden darf, angestellt ist, nicht glauben.
- Nach diesen Verfügungen darf doch Honrichs nichts nehmen es muß doch aus Licht
- wer Gelder gezogen und wohin er sie verwandt hat. Ew Durchlaucht
- haben nichts erhalten und ich auch nicht.
- Was an der Sache ist soll und muß heraus, noch glaube ich die Nachrichten
- des Hawich nicht, den mehr wie 12 Deputationen von den Gemeinden
- sind hier gewesen und haben stets nun Zahlungsfrist gebeten. Von diesen
- Leute habe ichs doch immer selbst gehört, daß sie jezt nicht zahlen könten.
- Seis indes wie ihm wolle, die Sache muß am Tage —
- So viel ist übrigens ganz gewis daß weder Hawich oder irgend jemand
- trom den Instructionen und Vollmachten, die ich immer gab, gethan hat,
- Der einzige Honrichs hat blos gegen das Gebahren der Dąbska und
- den dortigen Geisteren freymüthig protestirt, damit nie eine Sache
- Rechtskräftig werden konte, als wodurch Ewer durchlaucht Anrechte ge-
- ſichert worden. Wie ich glaube haben die Hr. alle Betrogen den Hawich,
- Honrichs und Hecker haben sich Hufen zugeeignet und angebaut
zu untersuchen, auch will ich wenn die L: hier sein werden. Den Actuarius von hier der Teutsch ein pohleisch Bau nach Zagorowo senden, damit der dorten alle Leute zusammen berufen und genau recherchiren soll was Honrichs, oder irgend jemand von den Unterthanen und Pachter genommen hat. Honrichs und jeder muß sich den ausweisen wohin die Gelder verwandt sind, und da muß sich der Betrug zeigen — Ich kan das mit allen Rechte da die Sequestration nach den beigefunden Decretin aufgehoben und nur ein Aufseher, daß kein Geld dort wegenommen werden darf, angestellt ist, nicht glauben. Nach diesen Verfügungen darf doch Honrichs nichts nehmen es muß doch aus Licht wer Gelder gezogen und wohin er sie verwandt hat. Ew Durchlaucht haben nichts erhalten und ich auch nicht.
Was an der Sache ist soll und muß heraus, noch glaube ich die Nachrichten des Hawich nicht, den mehr wie 12 Deputationen von den Gemeinden sind hier gewesen und haben stets nun Zahlungsfrist gebeten. Von diesen Leute habe ichs doch immer selbst gehört, daß sie jezt nicht zahlen könten. Seis indes wie ihm wolle, die Sache muß am Tage — So viel ist übrigens ganz gewis daß weder Hawich oder irgend jemand trom den Instructionen und Vollmachten, die ich immer gab, gethan hat, Der einzige Honrichs hat blos gegen das Gebahren der Dąbska und den dortigen Geisteren freymüthig protestirt, damit nie eine Sache Rechtskräftig werden konte, als wodurch Ewer durchlaucht Anrechte geſichert worden. Wie ich glaube haben die Hr. alle Betrogen den Hawich, Honrichs und Hecker haben sich Hufen zugeeignet und angebaut
- zum Glück aber ist das widerrechtlich und von mir ein Approbirt, man
- kan hier züchtigen und los laßen. Auch sind die Stellen so schön angelegt, das
- jede etliche Tauſend Rttl werth iſt — Wann die H. betrogen hätte, išt ſich
- woran zu halten.
- Wann dies fertig ist und ich hier mit der Wittwen Casse wegen meine An-
- gelegenheiten aufs Reine bin, den komme ich um mich Ewr Durchlaucht
- zu Füßen zu legen.
- So eben schreibt Grevenitz aus Berlin, daß dHn. G[eneral]. v. Köckritz sehr
- viel Mühliches und Gutes von Ewr Durchlaucht gesagt hat — Gott
- gebe daß in diesen angetretenen Jahre Ewr Durchlaucht alles nach
- Wunsch gehen möge, wo höchst Sie gezwungen werden alle Ihre Leiden
- vergeßen zu lernen.
- Mir schrieb man Gen[eral]: L v Köckritz wurde sich zur Ruhe setzen und General
- Kleist seine Stelle beim König eine hinnen, ich habe ihm selber jezt darüber
- gefragt aber noch keine Anwort erhalten.
- das der falsche Gr. Götz ad Patrim geht, ist gut, ich habe wunderdinge von
- dem Manne erfahren —
- Von dem neuen Organisationen hoffen einige vieles — ich nichts
- die Geld Geschichte werden noch großen Terreur machen — Grevenitz
- schreibt das General Moratorium wäre bis Johanni 1810 ver-
- längert, und man sage es solle nach einem neuern Beschluß bis
- Johanni 1812 dauern — Auch dies glaube ich nicht, dagegen wird
- B — und Lecht Meyer Wolff streiten.
- Geruhen Ewr Hochfürstliche durchlaucht mir doch gnädigst die Ihnen im
- May hingesandte Fracht, Zoll, und Wage Zettel pp von den Eyse
- baldigst zu schicken, damit ich Schiffer überführen kan, daß ich hier nochmals
- bezahlen müßte, anders bekomme ich das Eyse nicht heraus.
- zu tiefen Respect ersterben
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Eben in den Augen
- Kontop
- 1. Januar 1810.
- unterthäniger Diener
- v Triebenfeld
zum Glück aber ist das widerrechtlich und von mir ein Approbirt, man kan hier züchtigen und los laßen. Auch sind die Stellen so schön angelegt, das jede etliche Tauſend Rttl werth iſt — Wann die H. betrogen hätte, išt ſich woran zu halten.
Wann dies fertig ist und ich hier mit der Wittwen Casse wegen meine Angelegenheiten aufs Reine bin, den komme ich um mich Ewr Durchlaucht zu Füßen zu legen.
So eben schreibt Grevenitz aus Berlin, daß dHn. G[eneral]. v. Köckritz sehr viel Mühliches und Gutes von Ewr Durchlaucht gesagt hat — Gott gebe daß in diesen angetretenen Jahre Ewr Durchlaucht alles nach Wunsch gehen möge, wo höchst Sie gezwungen werden alle Ihre Leiden vergeßen zu lernen.
Mir schrieb man Gen[eral]: L v Köckritz wurde sich zur Ruhe setzen und General Kleist seine Stelle beim König eine hinnen, ich habe ihm selber jezt darüber gefragt aber noch keine Anwort erhalten.
das der falsche Gr. Götz ad Patrim geht, ist gut, ich habe wunderdinge von dem Manne erfahren — Von dem neuen Organisationen hoffen einige vieles — ich nichts die Geld Geschichte werden noch großen Terreur machen — Grevenitz schreibt das General Moratorium wäre bis Johanni 1810 verlängert, und man sage es solle nach einem neuern Beschluß bis Johanni 1812 dauern — Auch dies glaube ich nicht, dagegen wird B — und Lecht Meyer Wolff streiten.
Geruhen Ewr Hochfürstliche durchlaucht mir doch gnädigst die Ihnen im May hingesandte Fracht, Zoll, und Wage Zettel pp von den Eyse baldigst zu schicken, damit ich Schiffer überführen kan, daß ich hier nochmals bezahlen müßte, anders bekomme ich das Eyse nicht heraus. zu tiefen Respect ersterben
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
Eben in den Augen
Kontop
1. Januar 1810. unterthäniger Diener
v Triebenfeld
- Augenblick als ich dies Schreiben absenden wolte, erhalte auf den beigebogenen Brief des
- Honrichs durch einen Expressen, den Ewr Hochfürstliche Durchlaucht geruhen wollen
- mir nebst den 3 Resolutionen zurück zu senden.
- Mein nach Zagorowo geſandter Bothe, ist noch nicht zurück — Hawich
- und Hecker müßen antworten, oder eigentlich kommen — bleiben sie aus den
- bin ich überzeugt, daß es Lube sind
- Ich werde genau zu erforschen suchen was an der Sache ist, im voraus
- bin ich überzeugt deß Hawich und Hecker Canaille sind, den wie
- können die Liebe sagen das Geld aus den Lande gefahren ist, ich habe
- keinen Groschen geſehen, auch kan Honrichs nichts nehmen, weil es
- den Leutz verboten ist an Honrichs Gelder zu zahlen und
- daß dies den Zins Leute willkommen ist kan man ohne Schwur glauben
- Honrichs thut wenigstens seine Pflicht, daß er die Pohl[nischen] Hunde nichts nehmen
- läst. Ich bin schon zu frieden, daß er meine Befehle nachlebt und
- ohne Furcht das Gesindel dorten entgegen tritt nichts nehmen läst und
- gegen alles muthig protestirt.
- Ich werde von Brzechffa um Garczynski alles erfahren hat Hecker
- und Hawich falsche Anzeigen gemacht so werde sie gezüchtiget wer[den]
- Hecker soll von seine Papierne Caution nie was wieder sehen.
- Mit dem Spiritus und Eysen wäre viel zu machen, da von Ewr
- Durchlaucht Hütte nichts verkauft werden kan, so werde ich wohl an
- ders wo Eysen erhalten — Ich muß die Probe machen, und sehen was
- bey diesen Barotto Hamel heraus kömt.
Augenblick als ich dies Schreiben absenden wolte, erhalte auf den beigebogenen Brief des Honrichs durch einen Expressen, den Ewr Hochfürstliche Durchlaucht geruhen wollen mir nebst den 3 Resolutionen zurück zu senden.
Mein nach Zagorowo geſandter Bothe, ist noch nicht zurück — Hawich und Hecker müßen antworten, oder eigentlich kommen — bleiben sie aus den bin ich überzeugt, daß es Lube sind Ich werde genau zu erforschen suchen was an der Sache ist, im voraus bin ich überzeugt deß Hawich und Hecker Canaille sind, den wie können die Liebe sagen das Geld aus den Lande gefahren ist, ich habe keinen Groschen geſehen, auch kan Honrichs nichts nehmen, weil es den Leutz verboten ist an Honrichs Gelder zu zahlen und daß dies den Zins Leute willkommen ist kan man ohne Schwur glauben Honrichs thut wenigstens seine Pflicht, daß er die Pohl[nischen] Hunde nichts nehmen läst. Ich bin schon zu frieden, daß er meine Befehle nachlebt und ohne Furcht das Gesindel dorten entgegen tritt nichts nehmen läst und gegen alles muthig protestirt.
Ich werde von Brzechffa um Garczynski alles erfahren hat Hecker und Hawich falsche Anzeigen gemacht so werde sie gezüchtiget wer[den] Hecker soll von seine Papierne Caution nie was wieder sehen. Mit dem Spiritus und Eysen wäre viel zu machen, da von Ewr Durchlaucht Hütte nichts verkauft werden kan, so werde ich wohl an ders wo Eysen erhalten — Ich muß die Probe machen, und sehen was bey diesen Barotto Hamel heraus kömt.



