Traces in the Sand

Document 203 · Letter

2 August 1810

Świniary (Schweinern)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Von Triebenfeld sends the statement given to Weigel concerning the planned exchange of the estates of a von Knobelsdorff for Polish estates. According to Fischbach, the Knobelsdorff estates are left with a net 310,000 Rthl; the Zagórów estates (worth about 540,000 Rthl, debts 247,000 Rthl) are left with 293,000 Rthl. Fischbach is willing to arrange the exchange for 1 1/2 percent. Knobelsdorff may perhaps also take over the Trąbczyn estates together with their debts and see the lawsuit through himself. Triebenfeld asks for orders on whether both of them should come to Sławięcice.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 203
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht übermache ich angebogen daß Exposée
  5. was ich dem Herrn Weigel gegeben habe, er lebt und webt in
  6. dieser Sache, und erklärt, daß er die Knobelsdorfsche Güter
  7. meinet. Ich werde nun noch mit Hainen[?] das weitere einleiten da-
  8. mit auch der gestimmt, sein fiat zu allen giebt — ich glaube
  9. indes daß Weigel diesmal ohne diesen Handeln wird, inzwischen ist
  10. es gut wann jeder Stein des Anstoßes aus dem Wege geräumt
  11. ist. Mein bemühen geht jezt dahin nur 500 rt zusammen zu treiben,
  12. um den 11ten dieses nach Zagorowo abzugehen und alles dorten so zu
  13. ordenen um dH. v Knobelse ortt die Sache offen und
  14. untadelhaft vor mitem zu können.
  15. Wegen Schweinern ſtehe ich mit dem Kaufmann Wiener ſo wie
  16. auch mit dem Kaufmann Schiller in Unterhandlung — Tismar schreibt
  17. aus Berlin ſehr Miſtisch — Er sagt man würde gewis zufrieden
  18. sein — im Grunde ist das nichts als ein Schall —
  19. Gebe nur Gott Seegen und Gedeihen zu meine Pläne, den können
  20. Ewr Durchlaucht mit mir alle die Narren verlachen.
  21. Meine tiefſte Verehrung Ihren Kindern. Ewig aber
  22. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  23. Schweinern den 2ten August.
  24. 1810
  25. treu unterthänigster Diener
  26. v Triebenfeld
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  1. Wie mir H. p Eberhard versichert so ist auch an den Jüdisch gepriesenen
  2. Güter Tauſch mit Strachwitz auch nicht ein wahres Wörtchen. Strachwitz
  3. weis auch nicht eine Sylbe davon.
  4. Seit einiger Zeit hat mir Fischbach beigehende Taxen vom Güter
  5. gegeben die einem gewißen v Knobelsdorff gehören
  6. der will gegen Pohl[nische] Güter tauschen —
  7. Die dicken Taxen scheinen ſelbſt gemacht die Kleinen aber von Fischbach
  8. aus der Landschafts Taxe extrahiert zu sein.
  9. Fischbach sagt Knobelsdorff läßt die Güter für 70000 rt
  10. Schulden stehen darauf 255000 rt Pfandbriefen 135000 rt
  11. Privat Schulden dies beträgt = 390000 rt
  12. bleibt zu Gute = 310000 Rthl
  13. Die Zagorower Güter sollen tragen circa 27000 rt wäre am
  14. Werth von 540000 rt.
  15. darauf stehen Schulden
  16. 1. die Invaliden Casse 50000 rt
  17. 2. die Oppenheimerscher nebst rücksten Interessen 115000 rt.
  18. 3. Weigelt 50000 rt.
  19. 4. Seher Thos 8000 rt.
  20. 5. Onera perpetua circa 1200 rtl. Gut Capit. — 24000 rt.
  21. thut Capital 247000 rt.
  22. bleib an Werth gut 293000 rt.
  23. Es wurden also die Knobelsdorffschen Güter einen höheren Wertschoben von 17000 rt.
  24. Fischbach erbietet sich diesen Güter Tausch, wenn er Ewer Durchlaucht
  25. Intresse zuträglich ist, zu stande zu bringen. Für seine Mühe
  26. verlangt er 1 1/2 pr Ct. Geruhen Ewr Durchlaucht durch dieſen
  27. Expressen die Befehle zu ertheilen, ob Fischbach mit Knobels
  28. dorffen nach Schlawenschitz kommen soll.
  29. Noch bemerke ich umstehen
  30. v Triebenfeld
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  1. die 17000 rt welche die Knobelsdorffschen Güter mehr werth ſind werden,
  2. durch die ausstehenden Reste, so wie auch die etwärmigen Ausfälle
  3. bey den 27000 rt Revenuen, die bey den schlechten Zeiten eintreten dürfen
  4. gedeckt —
  5. Vieleicht nimt dann noch Knobelsdorff die Trąbczyner Güter mit dem
  6. darauf stehenden, als auch noch sonstigen Schulden, und führt selber
  7. dem Prozeß vollends aus.
  8. Geruhen Ewr Durchlaucht aber ja gründlich Ihre Meinung über alles
  9. zu ſagen, damit ich die Leute rüh beſcheiden, und nach Schlawen-
  10. schitz Einweisen kan — Ich konte sonsten wieder von dem höch Ver-
  11. trauten mit neue ehem Tituls belegt werden.