Traces in the Sand

Document 204 · Letter

6 September 1810

Wrocław (Breslau)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld complains that the Prince's letter to Heyne, saying he wished to give up Koszęcin to Weigel or Stössel, had almost wrecked his plan. He says Weigel now wants to let the matter rest and asks whether Stössel would credit the Prince's payments. Heyne is to put everything back on track. Triebenfeld asks for a frank answer and warns that if Koszęcin is handed back to Stössel the Prince would lose everything he has put into it. He asks the Prince to show his letters to no one.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
  1. 204
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Durch Ewr Durchlaucht Schreiben an dH. R. R. Heyne. „ daß Sie Weigel oder
  5. Stösseln Koschentin abtreten wollen, ist beinahe mein schöner Plan
  6. gescheitert. Weigel war Vormittag hier bey mir und sagte
  7. Ja wenn der Fürst Koschentin an Stösseln abtreten will, so mag
  8. die Sache bleiben, was soll ich mich den erst plagen — baar Geld
  9. bekomme ich so nicht — Nur weis ich nicht ob das was der Fürst herein
  10. gezahlt hat von Stösseln angerechnet werden wird, und, da von meine
  11. andere Forderungen irgends eine gedeckt werden kan.
  12. Ich war wie von Blitz zerschmettert diese Bescherung zu höhren. O Gott ich
  13. hatte nöthig alle Verstellungskunst aufzubieten um mich gleichgültig zu stellen —
  14. Ich habe nun Heynen ins Spiel gezogen, der verspricht alles wieder ins
  15. Geleis zu bringen. Der Himmel gebe es
  16. Haben Ewr Durchlaucht doch die einzige Gnade und sagen mich aufrichtig,
  17. was eigentlich gethan werden soll.
  18. Wollen Sie Koschentin an Stösseln zurück geben, dem muß ich zwar verstummen
  19. aber Sie verliere alle bestände und das was Sie auf Koschentin gegeben, und bekommen auf keiner
  20. Seite Luft — Um gnädigen Bescheid bitte ich — so auch darum daß Sie Niemanden
  21. meine Briefe zeigen. Sie haben jezt Ihren Herrn Sohn und den guten Balley
  22. da können Sie Ihrem Herzen Luft machen, aber andere — die suchen meine
  23. Pläne zu hintertreiben und was ich sage lächerlich zu machen.
  24. In tiefster Hochachtung ersterbe ich als
  25. Ewr Durchlaucht
  26. Breslau den 6ten Septbr.
  27. 1810.
  28. unterthäniger Diener
  29. v Triebenfeld