Document 199 · Letter
19 August 1810
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld encloses a letter from T. about the King and Köckritz. He says he is not going to Berlin, but wants to send wine and game birds to T. so that a number of matters may be discussed at the farewell dinner. T. is to bring Hardenberg along to it. He doubts that Hardenberg will come with the King, as a note from H v M claims. He says he means to go quickly to Zagórów, where he hopes to sell his mill in Świniary for 6,000 Rthl and to collect arrears from his subjects.
Triebenfeld legt einen Brief von T. über den König und Köckritz bei. Er geht nicht nach Berlin, will aber Wein und Wildgeflügel an T. schicken, damit beim Abschiedsschmaus manches besprochen wird. T. soll Hardenberg dazu mitnehmen. Dass Hardenberg laut einem Billet des H v M mit dem König komme, bezweifelt er. Er will eilig nach Zagórów, hofft seine Mühle in Świniary für 6000 Rthl zu verkaufen und Rückstände von seinen Untertanen einzuziehen.
- 199
- Durchlauchtigster Fürst,
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Vor etwan eine Stunde bin ich hier angelangt. Meines erhobenen Durchlauchten Gönners[?] Intresse heißt
- auf jezt noch den Schluß von mich zu weisen und Höchst Ihnen mein gnädigster Fürst das zu melden
- was ich hier vorfand —
- Das erste ist beigehender Brief von T. — Nach diesen Brück der König mit K[öckritz] nun ganz gewis —
- ich gehe in diesem Betracht nicht nach Berlin — aber dafür werde ich hier würken und noch morgen
- Wein und Vogel Wild nach B an T schicken, damit manches beim Abschieds Schmause besprechen und ein
- geleitet werde —
- Nacht ein hier liegendes Billet des H v M — glaubt man daß auch Hardenberg mit dem König
- kommen werde, das meine ich aber in Zweifel ziehen zu müßen, weil T davon nichts erwehnt.
- Seis — Kämen beide wäre mirs doppelt lieb — Aus 2 und 3 er Zeugen Munde soll nach allgemeinen
- Gesezzen die Wahrheit bethätigt werden. Ich suche indes das praeveniren zu spielen; den ich bitte
- so oben dem T daß er zum Abschieds Schmause absolut Hard: mit zur Parthie nehmen, und alles
- Waßer auf unsere Räder leiten solle.
- Da ich nun nicht nach Berlin gehe, so werde ich, wann ich es in der Welt zu bewürken im Stande
- bin, der wieder nach Zagorowo jagen um dorten die Sache eine solche Form in der
- Eile zu geben, daß weder böse noch gute Wesen gegen der haupt Sache was aufzubringen
- im Stande sein sollen. Die Kraft zum guten Willen wird mir durch Gottesbeistand um
- des willen gewährt werden, weil ich würklich hoffe meine Mühle im Schweinern übermorgen
- für 6000 rt baar Geld zu verkaufen auch noch ein paar tausend rt. Zeit Reste von meinen Unter-
- thanen zu erhalten — den bey Gemeine Seele gilt doch heut nur Kling klang — oder der Geld [b?]ack
- was ich im Schweunen aus Pohlen vorfinden werde, werden Ewer Durchlaucht ich durch künftiger
- Post zu Füßen legen.
- Ewr Durchlaucht wohlwollen empfehle ich mich, der schönsten jezt lebenden Fürsten Emilie auf dem Bütern Erlauchten
- Erbgroßen Albert empfehle ich mich auf das ihrerbietagste und er starbe in tiefster Hochachtung
- Euer Durchlaucht
- Breslau den 19 August Nachts 12 Uhr
- 1810.
- treu unterthänigster Diener
- v Triebenfeld
199
Durchlauchtigster Fürst,
Gnädigster Fürst und Herr!
Vor etwan eine Stunde bin ich hier angelangt. Meines erhobenen Durchlauchten Gönners[?] Intresse heißt auf jezt noch den Schluß von mich zu weisen und Höchst Ihnen mein gnädigster Fürst das zu melden was ich hier vorfand — Das erste ist beigehender Brief von T. — Nach diesen Brück der König mit K[öckritz] nun ganz gewis — ich gehe in diesem Betracht nicht nach Berlin — aber dafür werde ich hier würken und noch morgen Wein und Vogel Wild nach B an T schicken, damit manches beim Abschieds Schmause besprechen und ein geleitet werde — Nacht ein hier liegendes Billet des H v M — glaubt man daß auch Hardenberg mit dem König kommen werde, das meine ich aber in Zweifel ziehen zu müßen, weil T davon nichts erwehnt. Seis — Kämen beide wäre mirs doppelt lieb — Aus 2 und 3 er Zeugen Munde soll nach allgemeinen Gesezzen die Wahrheit bethätigt werden. Ich suche indes das praeveniren zu spielen; den ich bitte so oben dem T daß er zum Abschieds Schmause absolut Hard: mit zur Parthie nehmen, und alles Waßer auf unsere Räder leiten solle.
Da ich nun nicht nach Berlin gehe, so werde ich, wann ich es in der Welt zu bewürken im Stande bin, der wieder nach Zagorowo jagen um dorten die Sache eine solche Form in der Eile zu geben, daß weder böse noch gute Wesen gegen der haupt Sache was aufzubringen im Stande sein sollen. Die Kraft zum guten Willen wird mir durch Gottesbeistand um des willen gewährt werden, weil ich würklich hoffe meine Mühle im Schweinern übermorgen für 6,000 rt baar Geld zu verkaufen auch noch ein paar tausend rt. Zeit Reste von meinen Unterthanen zu erhalten — den bey Gemeine Seele gilt doch heut nur Kling klang — oder der Geld [b?]ack was ich im Schweunen aus Pohlen vorfinden werde, werden Ewer Durchlaucht ich durch künftiger Post zu Füßen legen.
Ewr Durchlaucht wohlwollen empfehle ich mich, der schönsten jezt lebenden Fürsten Emilie auf dem Bütern Erlauchten Erbgroßen Albert empfehle ich mich auf das ihrerbietagste und er starbe in tiefster Hochachtung Euer Durchlaucht
Breslau den 19 August Nachts 12 Uhr
1810.
treu unterthänigster Diener
v Triebenfeld
