Document 1a · Letter part of Document 1
12 February 1815
Vienna
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld submits a letter he has just received from the Prince of Hohenlohe, who is living in great distress, and asks that mercy be shown him. He says only the advance of 112,000 Rthl can save him: the Courland heirs would be satisfied, Cosmar's power would end, and His Majesty would get the 112,000 Rthl back from the funds of the entailed estates. Regarding the Trąbczyn estates in the district of Konin mentioned in that letter, he asks for instructions whether he may now submit the deeds and documents.
Triebenfeld legt ein soeben erhaltenes Schreiben des in großer Not lebenden Fürsten von Hohenlohe vor und bittet, sich seiner zu erbarmen. Nur der Vorschuss von 112000 Rthl könne ihn retten: Die Curländischen Erben würden befriedigt, Cosmars Gewalt ende, Sr Majestät erhalte die 112000 Rthl aus den Fonds der Majoratsgüter zurück. Zu den in jenem Schreiben erwähnten Trąbczyner Gütern im Kreis Konin erbittet er Weisung, ob er jetzt die Urkunden und Dokumente einreichen darf.
- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht höchst gnädigste Verzeihung erstehe ich, daß ich es
- vogt ein so eben erhaltenes Schreiben des so höchst bedrängten Fürsten von
- Hohenlohe Höchst denenselben Lebensest zu Füßen zu legen
- von der grenzenloſen Noth dieses alten beiden Mannes läßt sich kein Bildentwurf, er leidet
- unaussprechlich — Erbarmen sich Ewr Hochfürstliche Durchlaucht, und ländern des
- Blad des armen Fürsten, durch den Vorschuß von 112000 rt. Nur dadurch ist
- der in höchster Noth schmachtende gute Fürst gerettet. Die Curlandische Erben (eine
- welcher Willen sich Cosmar in die Majorats Güter allein eingedrängt, sind sogleich
- gänzlich befriediget, Cosmars Gewalt hat ein Ende, auch selbst Sr Majestät
- kommen ex nexa und erhalten bey die großen Fonds der Majorats Güter der Vorsitzung
- von 112000 R bald zurück, jeder Gläubiger erhält nach und nach das Seinige und der Fürst darf
- nicht mehr hungern
- Was die Trąbczyner Güter in Koniner
- Kreise betrifft, wovon der Fürst in sein
- Schreiben Erwehnung macht, darüber
- erbitte ich Ewr Durchlaucht gnädigste
- Weisung — ob
- Ob ich jezt die Urkunden, und andere
- Documente einreichen darf.
- Ew. Hochfürstl. Durchlaucht
- unterthäniger diener
- Wien d. 12. in Febr.
- 1815
Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr!
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht höchst gnädigste Verzeihung erstehe ich, daß ich es vogt ein so eben erhaltenes Schreiben des so höchst bedrängten Fürsten von Hohenlohe Höchst denenselben Lebensest zu Füßen zu legen von der grenzenloſen Noth dieses alten beiden Mannes läßt sich kein Bildentwurf, er leidet unaussprechlich — Erbarmen sich Ewr Hochfürstliche Durchlaucht, und ländern des Blad des armen Fürsten, durch den Vorschuß von 112,000 rt. Nur dadurch ist der in höchster Noth schmachtende gute Fürst gerettet. Die Curlandische Erben (eine welcher Willen sich Cosmar in die Majorats Güter allein eingedrängt, sind sogleich gänzlich befriediget, Cosmars Gewalt hat ein Ende, auch selbst Sr Majestät kommen ex nexa und erhalten bey die großen Fonds der Majorats Güter der Vorsitzung von 112,000 R bald zurück, jeder Gläubiger erhält nach und nach das Seinige und der Fürst darf nicht mehr hungern Was die Trąbczyner Güter in Koniner Kreise betrifft, wovon der Fürst in sein Schreiben Erwehnung macht, darüber erbitte ich Ewr Durchlaucht gnädigste Weisung — ob Ob ich jezt die Urkunden, und andere Documente einreichen darf.
Ew. Hochfürstl. Durchlaucht
unterthäniger diener
Wien d. 12. in Febr.
1815
