Document 190 · Letter
10 April 1806
Öhringen
Hahn, court councillor in Hohenlohe-Ingelfingen's service → Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent
On the Prince's instructions, Hahn sends a charta blanche and an extract from Glenck's letter of 22 March 1806. The Prince wants to rescue Glenck once more and calls on Triebenfeld to act in the same way and to send him the draft of the consent. If Glenck again rejects the conditions, he is to be left to his ruin. Glenck complains of hardship because of the Wrąbczyn estates, says he has saved Wilhelmsruh from forced sale, and wants to use the consent to get Ribbeck out of the purchase of Wrąbczyn.
Hahn übersendet im Auftrag des Fürsten eine Charta blanche und einen Auszug aus Glencks Schreiben vom 22. März 1806. Der Fürst will Glenck noch einmal retten und fordert Triebenfeld auf, ebenso zu handeln und ihm das Schema zum Consens zu schicken. Lehnt Glenck die Bedingungen erneut ab, soll man ihn seinem Verderben überlassen. Glenck klagt über Not wegen der Wrąbczyner Güter, hat Wilhelmsruh vor der Subhastation gerettet und will mit dem Consens Ribbeck aus dem Kauf von Wrąbczyn bringen.
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- Nachträglich soll ich Euer Hochwohlgebohren auf des
- Fürsten durchlaucht Befehl anliegende Charta
- blanche zur Antwort an den H. von Rewen[?]
- zusenden; dieselben mögten die Gewogen-
- heit haben, und sie nach dero Ansicht aus-
- fertigen laſsen. Auch den Auszug aus
- einem Schreiben des B. R. Glenck lege ich hier
- bey, wie es mir Sr. Durchlaucht befehlen
- haben. Die Narrheit dieses Menschen, sein
- immer reger aber um so unsinniger Specu-
- lations — Geist, sein Leichtsinn und seine
- Frau Gemahlin haben ihn an den Randdes
- Abgrundes geführt, an dem er wirklich
- steht. Sowohl der Großmuth des Fürsten
- als auch der Euer Hochwohlgebohren bleibt
- es nun vorbehalten, ob Sie ihm noch ein
- mal die Hand der Rettung reichen wollen
190 Nachträglich soll ich Euer Hochwohlgebohren auf des Fürsten durchlaucht Befehl anliegende Charta blanche zur Antwort an den H. von Rewen[?] zusenden; dieselben mögten die Gewogenheit haben, und sie nach dero Ansicht ausfertigen laſsen. Auch den Auszug aus einem Schreiben des B. R. Glenck lege ich hier bey, wie es mir Sr. Durchlaucht befehlen haben. Die Narrheit dieses Menschen, sein immer reger aber um so unsinniger Speculations — Geist, sein Leichtsinn und seine Frau Gemahlin haben ihn an den Randdes Abgrundes geführt, an dem er wirklich steht. Sowohl der Großmuth des Fürsten als auch der Euer Hochwohlgebohren bleibt es nun vorbehalten, ob Sie ihm noch ein mal die Hand der Rettung reichen wollen
- Sr. Durchlaucht sind hierzu bereit, und
- fordern dieselben, zu gleicher Handlungs-
- weise hierdurch auf; und ich müßte dero
- großmüthiges gerne vorgebendes Herz nicht
- kennen, wenn Sie dem Wunsche des für-
- sten in dieser Hinsicht nicht entsprochen
- wollten, wenn es irgend möglich ist.
- Um dies zu bewirken bleibt es Euer
- Hochwohlgebohren überlassen, durch
- die Uebersendung des Schemas zum
- Consens an Sr Durchlaucht, den p Glenck
- endlich zum schweigen zu bringen.
- Sr Durchl. wünschen es, auch und der
- immerwärenden Klaglieder dieses
- Mannes willen; die mit jedem Post
- Tage anlangen. Schlägt der Glenck
- die vielleicht nöthigen Bedingungen
Sr. Durchlaucht sind hierzu bereit, und fordern dieselben, zu gleicher Handlungsweise hierdurch auf; und ich müßte dero großmüthiges gerne vorgebendes Herz nicht kennen, wenn Sie dem Wunsche des fürsten in dieser Hinsicht nicht entsprochen wollten, wenn es irgend möglich ist. Um dies zu bewirken bleibt es Euer Hochwohlgebohren überlassen, durch die Uebersendung des Schemas zum Consens an Sr Durchlaucht, den p Glenck endlich zum schweigen zu bringen. Sr Durchl. wünschen es, auch und der immerwärenden Klaglieder dieses Mannes willen; die mit jedem Post Tage anlangen. Schlägt der Glenck die vielleicht nöthigen Bedingungen
- Auszug, aus dem Schreiben des Glencks
- d. d. 22ten Mrz 1806.
- In dem Gedraenge worin mich das Wrąbczyner Güthern
- und die Zahlungs-Ausflucht sezt, habe ich zum Ver-
- setzen, von Habseeligkeiten und zum Kleider
- Verkaufen, zum Borgen mit wenigen Thalern
- meine Zuflucht nehmen müßen. Mein abgedank-
- tes Gesinde, hat den Lärmen noch mehr verschrien
- und da auch das Publicum in die Meinung ge-
- bracht wurde, daß ich außer Bedeutung bey
- Euer Durchl. sey so erfolgte ein gänzlicher
- Wlisd Credit auf mich meine zahlreichen Schuld-
- ner wurden laut und ich mußte tägtäglich
- nur umher räumen nun zu leihen und die
- gerichtlichen Klagen abwenden, und die
- nöthigsten Haus-Bedürfnisse zu erborgen
- suchen, da ich meine Besoldung für Schulden
- Zahlungen eigentlich Proxenetica hingeben
- mußte. So habe ich nach Wilhelmsruhe
- gegen die Subtestation und einen niedri-
- gen Verkauf gerettet, das ich aus Pflicht für
- die Menngen bis dahin, wohin es einen höhern
Auszug, aus dem Schreiben des Glencks
d. d. 22ten Mrz 1806. In dem Gedraenge worin mich das Wrąbczyner Güthern und die Zahlungs-Ausflucht sezt, habe ich zum Versetzen, von Habseeligkeiten und zum Kleider Verkaufen, zum Borgen mit wenigen Thalern meine Zuflucht nehmen müßen. Mein abgedanktes Gesinde, hat den Lärmen noch mehr verschrien und da auch das Publicum in die Meinung gebracht wurde, daß ich außer Bedeutung bey Euer Durchl. sey so erfolgte ein gänzlicher Wlisd Credit auf mich meine zahlreichen Schuldner wurden laut und ich mußte tägtäglich nur umher räumen nun zu leihen und die gerichtlichen Klagen abwenden, und die nöthigsten Haus-Bedürfnisse zu erborgen suchen, da ich meine Besoldung für Schulden Zahlungen eigentlich Proxenetica hingeben mußte. So habe ich nach Wilhelmsruhe gegen die Subtestation und einen niedrigen Verkauf gerettet, das ich aus Pflicht für die Menngen bis dahin, wohin es einen höhern
- Werth erhalten wird, mit dem Verkauf
- zögern muß, indem ich hier ein Glenck
- voraussehen, wenn ich es noch eine Zeitlang
- behaupten kann, und dazu gehört, daß ich
- durch Vorzeigung des Consenses den Rybbeck
- aus dem Kauf von Wrąbczyn bringe und
- dis Gut einem bessern Mann überlassen
- kann. Meine Familie bedarf diesen Schutz p
Werth erhalten wird, mit dem Verkauf zögern muß, indem ich hier ein Glenck voraussehen, wenn ich es noch eine Zeitlang behaupten kann, und dazu gehört, daß ich durch Vorzeigung des Consenses den Rybbeck aus dem Kauf von Wrąbczyn bringe und dis Gut einem bessern Mann überlassen kann. Meine Familie bedarf diesen Schutz p
- zu einem Arrangement abermals aus, wie es
- bereits geschah, so bleibt freylich nichts übrig
- als ihm in das Verderben vollen zu lassen,
- was ihm sein Schwindel Geist zubereitete.
- Mein grenzenloses Vertrauen in Euer
- Hochwohlgebohren und ich darf sagen die
- Gewogenheit, welche mir dieselben immer
- bezeigten, und die mich immer mit wahrem
- Stolz und Zuversicht in mich selbst beseelte
- brachten diese Aeußerungen hervor,
- und ich kann von denenselben hoffen, daß
- Sie selbige nicht übel deuten werden.
- Mit unbegrenzter Verehrung
- Öhringen
- d 10ten April
- 1806.
- A Hahn
zu einem Arrangement abermals aus, wie es bereits geschah, so bleibt freylich nichts übrig als ihm in das Verderben vollen zu lassen, was ihm sein Schwindel Geist zubereitete. Mein grenzenloses Vertrauen in Euer Hochwohlgebohren und ich darf sagen die Gewogenheit, welche mir dieselben immer bezeigten, und die mich immer mit wahrem Stolz und Zuversicht in mich selbst beseelte brachten diese Aeußerungen hervor, und ich kann von denenselben hoffen, daß Sie selbige nicht übel deuten werden. Mit unbegrenzter Verehrung
Öhringen
d 10ten April
1806.
A Hahn




