Traces in the Sand

Document 191 · Letter

6 August 1806

Trąbczyn

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

An execution decree from Poznań demanded some 22,000 Rthl for the Prusimska; at Kalisz he says he gained time with documents from Rapacki. Peasants had left the plots assigned to them, sown the old ones and driven off German settlers; he had the ringleaders beaten with the whip and the plots marked out. The leases of Honrichs, v. Zglinski and the tenant of Kopojno were cancelled or shortened to one year; demesne farms are to be broken up at 600 Rthl per Hufe. He says Glenck is talking buyers out of it with a libel.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 191
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Herr
  4. Nachdem ich hier 5 Wochen am sezzigen Gallen haben gelegen und dem Tode mit Noth entrennen
  5. bin ist mein erstes Euer Durchlaucht von allen au fait zu sezzen wie Ihre Sachen hier stehen
  6. Ich muß daher, wann ich mir bey der mir noch drübende Schwähn, alles werde entſinnen können, von
  7. Berlin anfangen
  8. dort gieng ich einige Tage vor Johanni mit der Verſicherung ab, daß ich aus den Justizfond
  9. so viel erhalten solte um den Oppenheimer mit 110000 rt.
  10. bezahlen zu können, und das Hypothequen Buch reine zu bekommen,
  11. Sodann wolte um dem Lichnowski seine ihm noch kommende 40000 rt.
  12. gegen Jura cessa bezahlen
  13. ferner dem Grotowski den Rest gegen Adirung seiner Instrumente 20000 rt
  14. abgeben.
  15. Endlich den Haugt auf eben der act wegen seine Forderungen v 18000 rt.
  16. und dem Secher Thoss[?] mit 8000 Rthl.
  17. so auch die Prusimska mit 8000 Rthl
  18. befriedigen.
  19. dem Zerboni, Eysenhardt und Seehausen solte der alten Sr. Radzinski mit 24000 rt.
  20. bezahlen, weil der Bösewicht seine Pacht nicht abführt sondern
  21. nur immer Chicanen macht.
  22. Es war mir noch mein Kummer bey die Gräfin Schlabrendorff Euch das
  23. Mensch die Prusimska 8000 rt zusammen 33000 rt
  24. aufzubringen, und besonders für Ewr Durchlaucht was zu sammlen.
  25. Auch ja die Intresse an der Invaliden Casse für die 50000 rt.
  26. grauf abzuführen, damit der Credit gewonnen würde
  27. dies muß zusammen 311000 rt.
  28. betragen und mehr Schulden haben Sie hier nicht den alle andern
  29. sind getilgt und ſtende, unter die 110000 rt. Inzwiſchen haben für
  30. Durchlaucht dagegen wie es die Tabelle besagt 184000 rt.
  31. nach und nach einzunehmen, und bleiben nur noch auf die Güter die
  32. 40263 rt. jährl. rentiren würden. = 127000 rt. schuldig
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  1. schwung also wie umstehend gesagt vor Johanni von Berlin ab nach Betsche zu
  2. den der Rader von Juden der Meyer Bernhard hatte 3 bis 4 Klagen gegen Eure durchlaucht
  3. angestrengt weil von der Königl. Genehmigung über der Betscher Sache noch
  4. nichts bekannt war.
  5. In Betsche theilte ich den den Leute die Nachricht mit, berechnete mich mit diese bezahlte
  6. dem Eichaust desgl. alte Gerichts Kosten und nach diesen blieben die Bürger
  7. und Einsassen Ewr Durchlaucht noch 4000 rt schuldig die sie auf Michaeli bezahlen
  8. müßen. Indes erfuhr ich da zu meinen Schreken daß ein Executions Decret
  9. von Posen nach Trąbczyn gesandt sey mich welchen (da Metzer nichts gewahrt hat)
  10. der Prusimska 10000 rt. braut schätz nebst Interesse im Kosten, also zusammen
  11. an 22000 rt bezahlt werden solten.
  12. Ich eilte also was möglich war nach Kaliz und bewies durch die mir
  13. von Rapacki geschaft, Documente, daß Prusimski jenen Brautschafts
  14. schon zum Theil bezahlt habe, dadurch gewann ich zwar Zeit, indes hängt
  15. die Sache und es kan wieder Jahr und Tag vergehen, ehe ich damit aufs reine
  16. Brenne. Nur das ist gewis, daß selbst jene im Toblen aufgeführte 16000
  17. rt. nicht mehr von voll geschweige die 22000 rt bezahlt werden dürfen
  18. von Kalisz gieng ich nach Trąbczyn wo ich nun gewis glaubte an 30000 rt.
  19. vorzufinden. Aber o Himmel wie erschrecket als ich statt Geld tausend
  20. Verwirrungen, Spizbüberein, und folglich leere lassen fand —
  21. die früher[?] gaben sich alle als incolvendo an — machten große Rech-
  22. nungen wegen den Exorbitanten Lieferungen, Fuhren, und Einquartirung
  23. gen im Rußen und Preußen, so daß die Pächte von 2 Jahr noch drauß
  24. gegangen wären.
  25. Im alten Bauren welche auf Zinsen gesezt, waren aufgehört und hatte trotz allen
  26. Gerichtlichen Verträgen, Approbationen von der Cammer und des Königl.
  27. Majestet selbst, ihre ihnen angewiesene Gründe wieder verlaßen,
  28. sich, gewis mit Einverständnis der Pächter, damit diese Spizkäben
  29. desto größere Rechnung zu machen sich befugt glaubten, wieder
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  1. ihre ehemaligen Gründe zugeeignet und solche beſaet und dadurch die
  2. Vorwerke beinahe aufgelößt, ja am Ende selbst die schon an
  3. gesagten deutschen Collonisten verjagt, so daß ich weder von
  4. diesen Auf die stipulirten Einstands Gelder noch weniger auf
  5. Zinsen Rechnung machen dürfte. Zu dem allen hatte der Schand
  6. geschwiegen und gab sich vor todt Brand an, als ich ihm zur
  7. Rede stellen wolte. Ich frey diese Massette nun Rath was hierbey
  8. schule zu thun sey — Seine Anwort war
  9. die Sache seinen Lauf zu laßen, und es der Regierung an
  10. zugeigen dem Pächtern und die Unterthanen einen Pro-
  11. zeß am Hals zu werfen.
  12. frage: Haben Sie in der Floricke, Rybbeckschen und Szczuckischen Sache auf
  13. so gerathe.
  14. Aut.: Nem aber es läßt sich nicht anders thun
  15. frage: Wie lange glauben Sie daß der Prozeß dauern kan ehe
  16. die Sache aufs reine kommt.
  17. Aut.: Ja so um 2 bis 3 Jahr.
  18. Frage: Versteht der Herr Rußisch
  19. Er: Nein!
  20. Ich: Na so will ichs ihm zeigen. Bey mir sprit man solchen
  21. faulen schreiben ins Gesicht, läßt ihm laufen und
  22. handelt allein.
  23. Hierauf gieng ich nach Trąbczyn forderte dem Pächter Honrichs mit
  24. seinem Contract vor.
  25. Auf die Frage, Ob er die eben fällige Pacht Summa mit
  26. 2000 rt zahle könne auch sogleich den Rest der 800 rt abführen
  27. Antwortete dieser — Nein. Er glaube, sagte er hinzu auch
  28. nichts schuldig zu sein, den er habe über 5000 rt Forderung
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  1. und ich glaube, er ist eine Canaille. Er zahlt oder in
  2. einer Stunde liegt er mit seinem Sache über der Warthe
  3. durch diesen ersten Ton ward der Kerl decontinanciert[?] und
  4. fing an zu bitten.
  5. Hierauf gab ich nach, daß, wenn er sofort den Pacht Contract
  6. auf häbe, die Praetensionen schwinden ließe auf Weinachten die 2800
  7. rt. bey Verlust seiner ganzen Haabe bezahle, so könne er dies Jahr
  8. noch sezzen, jedoch müße es mir frey stehen, so viel, und wann
  9. ich wolle von Vorwand Trąbczyn dismembriren zu können.
  10. dies gieng der ein, der Contract auf 6 Jahr ward vernichtet
  11. und dagegen ein einjähriger mit der Condition errichtet, daß
  12. Ich sobald er abgeordnetet habe das Vorwerck dismembriren
  13. käme, wobey der Honrichs sich anheischig machte selbst
  14. Käufer anzuwerben die pro Hufe 600 rt. / folglich 2 bis 300 rt mehr
  15. als bisher / geben solten, wogegen ich ihm nachgab die Gründe
  16. welche Dummabredt würden, nicht wieder beßern zu dürfen, auch
  17. ihm versprach, in Ewr Durchlaucht dienste mit 400 rt jährl. Gehalt an
  18. Instellen, wann er dies traulich bewürken und besonders die
  19. Bauren und die andern Pächter zu Raison helfen bringen wolle.
  20. Nach dieser Operation bis ich sofort alle zu Trąbczyn gehörige
  21. Einsaßen zusammen können. Als die Bauren sahen daß der Pächter
  22. auf meiner Seite schon mit den Kantschu bereit stand — da fiel
  23. auch diese der Muth, und in einer Stunde war dies
  24. Werk ganz zu Ewr Durchlaucht Vorteil so geordnet
  25. daß auch weder Teufel noch heiliger in Ewigkeit nichts
  26. dagegen haben kan. Die Bauren bezahlten bald ihren
  27. halb jährige Zins und gelobten die andere Hälfte auf
  28. Weinachten zu erlegen. Nun gieng ich mit Honrichs nach
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  1. Swiątniki. Hier saß der v. Zglinski mit seine beiden
  2. Maulaffe von Söhne.
  3. dort halten die Bauren einen großen Theil der Herrschaftl
  4. Felder besaet und vereint mit dem Pächter alles so ver-
  5. worren, daß mich selbst grauelte in dies Labirath[?] ein
  6. zudringen. Nach den Contract solte der v. Zglinski 1500 Rthl
  7. zahlen. Der Contract lautete auf 12 Jahr, und enthielt zu Gliedern
  8. die Clausul, daß man Pächter nicht auf den Termin zahle
  9. Der Contract sofort null und nichtig auch der Pächter ver-
  10. bunden sey sogleich zu räumen, seine etwanige Praeten-
  11. siones aber in wege Rechtens geltend zu machen.
  12. Nun frey ich diesen Sarmaten, ob er zahlen wolle, seine Antwort
  13. war — Ich würde nicht nur nicht zahlen, sondern so lange hier
  14. sezzen bis ich meine Praetensionen die sich auf 5700 rt.
  15. belaufen befriediget weis, und überdem bestehe ich da-
  16. rauf daß mir die Gründe, welche die Bauren Besiz zu die
  17. mir aber vorher angewiesen wäre, sofort übergeben
  18. werden.
  19. In diesem Abord erschienen auch alle Bauren und erklärten daß
  20. sie die Gründe von abtreten würden und wenn der Fürst und
  21. König selbst käme, sie wären auf die Gründe ge-
  22. boren und gezogen und diese räumten sie nie
  23. Ich stellte die Kerls vor, daß sie alles Gerichtlich abgemacht
  24. hätten, daß ihnen der Fürst die Freyheit geschenkt, dazu
  25. das Inventarium Gratis gegeben, daß ihr Zins gegen
  26. den der Collonisten unbedeutend sey, daß ihm selbst
  27. die Häuser und Gebäude, obendrei gegeben wären.
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  1. wogegen der Collonist sich erst alles mühsam Boden und jede hätte aus eigen
  2. Kosten erbauen müße. — Inzwischen half mein Reden nichts es war viel mehr
  3. wie Öhl zum Löschen. Da ich indes die Sprecher bemerkt und zugleich wahr
  4. genommen hatte, welche sich dem v. Zglinski und seinen Söhnen genähert, so
  5. lies ich einen von diesen vortreten schmis ihm nieder und lies ihm 50
  6. Kantschu hiebe aufzählen — der Kerl hielt ſie nicht ganz aus den der
  7. Honrichs Haut wie der beste Cosacken General — er bath um Gnade, ich
  8. ließ demohngeachtet fortziehen beym 43 zigsten aber ward die Bestie ohn-
  9. mächtig. Ich bist ihm mit Waßer begießen, als er zu sich kan bey Seite führen
  10. und den andern vorlangen. Ich warf ihm auch nieder, Honrichs zog
  11. ihm wieder mit jedem Hieb Hosen und Haut entzwey — dies würckte
  12. und der ſchrie um Gnade und verſch. doch zu brichten. Ich lies anhalten,
  13. auf die Frage was er zu sagen habe, erklärte er dann
  14. daß alle drey Gemeinden von dem Zglinski, Niedźwiecki
  15. und den Olesnicern aufgesagt wären. Der Schatz und mehrere
  16. besonders die Kopojner die Unter des auch zugekommen, bezahlen
  17. dies — die bekennten sich strafwürdig, bäthen aber flehentl.
  18. um Vergebung und erklärten mit dem ihnen angewiesenen
  19. Gründen zufrieden zu sein. Indes aber müßten sie sich aber
  20. den Justitiarius beschwern, dieser hätte sie stets zurück gewiesen
  21. wann sie sich bey ihm beklagen, oder um Verhaltungsbefehle
  22. bitten wollen, dagegen habe er aber immer mit die Edelleute
  23. zusammen gestahnen und mit sie in Freuden gelebt.
  24. Nach diesen mir gelungenen Coup schickte ich sofort an Schanden und lies den aufge
  25. dern sogleich zu mir zu kommen, damit in seiner Gegenwart die Bauer Grund
  26. ordentl. umgränzt, und von den Herrschaften und Collonisten Gründe für
  27. die Ewigkeit separirt würden.
  28. Dieser ersehen in der Gestalt des zermaltesten Wichts und auch das Werk
  29. ward begonnen und glücklich vollendet, nur Schenck blieb auf halben wegen
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  1. liegen und substituirte einen gewißen Ogrodowitz. Vieleicht crepirt die Canaille
  2. und der Todt befreit uns von diesen Heuchler.
  3. Nachdem auch dies glüklich abgemacht war gieng ich dem Pächter wieder auf die
  4. Hals, der sich daß er entlarvt war, sich für sich traugeige folgen, und volle
  5. ges Mislingen seiner Pläne, er Rath daher um Pardre, diese kont ich nicht geben,
  6. er gab also den Contract auf und zog scheinig ab —
  7. Ich lies das biß ihm Getreide abscheynen und für 260 rt verkaufen, und deinem
  8. brive jezt das Vorwerck welches aus 30 Hufen Land und Wiesen besteht die
  9. Hufe zu 600 rt Einstands Geld und 15 rt. jährl. Zins —
  10. jezt kömt es darauf an das Honrichs dazu bald Käufer bekömt, den ist durch
  11. die infamie des Pächters auch hier nichts verlohren, sondern viel gewonnen
  12. Hiernach mußte der Pachter von Kopojno vortreten, dieser gewarnt durch jene
  13. procediren Rath balde um gut Wetter —
  14. seine Rechnungen betrugen auch an 6000 rt. Er bis sie aber bis auf
  15. 1125 herunter, die ich ihm, da der Landrath die Menschen beinahe geschunden,
  16. annehmen müßte, dagegen aber müste auch er den Contract cassiren und
  17. nur auf 1 Jahr einräumen, wofür er auf Weinachten 2500 rt. zahlen muß
  18. und wogegen ich auch sofort dis membriren laßen kan.
  19. die Skokumer Bauren dadurch die Olesnicer und Wrąbczyner Spitzbuben bande auf
  20. gehezt waren, mußte sich auch zum Ziele lagen, nachdem von Honrichs, weil
  21. Die Gränz hausen heimlich aus einander gewesen hatten, von ihnen aber zum
  22. Glük sollest attrapirt waren, jeden 30 Kantschu hiebe waren aufgezahlt
  23. worden. Jezt ist von dieser Seite alles in Ordnung, und die deutschen
  24. finden sich nach und nach wieder ein.
  25. Auch der Alte heimtückische Tietz der Drzewce gepacht hat verspricht den
  26. Pacht abzuführen nur will der Kerl sich 600 rt als die 2 jährige Pension
  27. in Abzug bringen, die Euer Durchlaucht ihm mit 300 rt für seine Lebens
  28. Zeit zugesichert haben sollen.
  29. Ich war nicht was davon ist geruhen Ewr Durchlaucht mich darüber
  30. zu belehren. In den hiesigen Acten ist nichts aufzustanden als beigehend
  31. vulimirte Abschriften, die von Tietz original Piecen genommen sind, und
  32. nach diesen hat der alte Inachten nichts zu fordern.
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  1. Alle diese Geschäfte hatte ich in Zeit von 6 Tagen beendiget, und war ich be-
  2. müht die Deutschen die an etliche 40000 rt zu zahlen hätte, zusammen
  3. suchen zu laßen um Geld zu erhalten die Intressen zu zahlen, die Schluß
  4. Arendorffen zu befriedigen, und für Ewr Durchlaucht was zu sammlich
  5. Aber dies gelang nicht — viele von den Alten ließen sich zwar sehen vor
  6. schwanden aber immer wieder. Neuere Ankäufer kamen solten
  7. zogen sich aber immer furchtsam wieder zurück.
  8. Über dies Mislingen meiner Pläne ärgerte und grämte ich mich der
  9. gestalt, daß mich gelegt ein hinziges Gallen Fieber überfiel welches
  10. mich zwang schon heute 5 Wochen das Bette zu hüthen. Erst seit 2 Tagen
  11. beßert es sich und ich kan nun wieder mehr denken und arbeiten
  12. Indes sieht alles noch sehr bunt aus und glückt nur in so weit als es
  13. die Lange in Bette, heftiger Kopfschmerz und die große Schwäche es
  14. verstattet.
  15. Weigens werde ich sobald ich gewiße zurück, und wenn ich wo möglich
  16. die Schläbrendorf beruhiget habe, wieder nach Berlin gehen —
  17. Den hier dürfte es zu lange dauren ehe ich etwas erkleckliches
  18. zusammen bringe
  19. Der berüchtigte Glenck der wieder mich und Euer Durchlaucht
  20. eine wahre Verschwörung angezettelt hat, redet, wie ich so eben
  21. erfahren habe, und was während meiner Krankheit ausge-
  22. kommen mit seiner Banden alle Käufer ab —
  23. Er hält sich hier schon über 6 oder 7 Wochen auf — Er hatt sich
  24. mit die Olesnicer drey Spitzbuben, mit einem gewißen Kramplich
  25. mit Flöricke, Rybbeck mit einem gewißen Bergemann und
  26. mehr solch Crops Zeug zusammen gethan um alle meine
  27. Pläne zuvereiteln.
  28. Er hatt zur Erreichung seines Zweck des Pasquille
  29. auf mich gemacht und solche an Leute die Kaufen
  30. wollen gegeben, welche sie mit bis nach der Marck
  31. genommen, und dadurch zugleich andere, die hierher gehen
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  1. und sich ankaufen wollen zurück gescheucht haben.
  2. sein Schreiber Nahmens Meyer der hier auf die Wrąbczyner
  3. Voigtey wohnt, hat sich mit ihm verun einiget, und während
  4. meiner Krankheitsdem Schmid angezeigt. Dieser um sich
  5. nun wieder vieleicht zu lehmiren schickte mir gestern
  6. Abend das Pasquils.
  7. Der Inhalt ist so dumm und abgeschmackt als der Kerl
  8. selbst ist, allein der Bube hatt den Zweck erreicht um
  9. meine Pläne zu hindern und die gute Sache zu schaden.
  10. Er meint ich solle ermüden und abgehen dann müßte
  11. er wieder her weil Niemand da wäre.
  12. Der Wicht biethet sein Gut aus und will selbst dis membaren
  13. er zieht die Leute so hier zu kaufen gehn wollen immer bey
  14. sich hin redet sie wie vorgesagt von hier ab, und wenn
  15. er am Ende keine gerichten Contracte geben kan, wogegen die
  16. Wrąbczyner Bauren stets protection den gehen die Menschen zurück
  17. und meinen sie sollen alleinige in Ewr Durchlaucht Güter
  18. betrogen würden
  19. Mann redet mich zu der Kedl den fiscus zu denunciiren, oder ihm wenigstens einen
  20. injurien Prozeß am Halse zu werfen — ich werde es nicht thun — der Bösen
  21. wicht hat Ewr Durchlaucht mehr als mir geschadet. Ich stelle dies
  22. also Ewr Durchlaucht Ermessen anheim
  23. Übrigens geruhen Sie mir gnädigster Herr zu sagen, ob man
  24. den nicht die jährl. Zinsen von dem Kerl fordern soll, Er
  25. hatt noch keinen Xger gegeben, sondern einer versichert er berechnen
  26. sich desfals allein mit Ewr Durchlaucht.
  27. die restierenden Zinsen sollen schon über 400 rt betragen und
  28. selbst dies ist ein Motif den Kerl heraus zu schmeißen
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  1. und die Voigtey wieder einzuziehen beſonders wann ſein eigener
  2. Schreiber beweisen wird, daß er sich auf einige Jahre alles
  3. Gros von den Wrąbczyner Wiesen so mehrere hundert Morgen
  4. betragen stets zugeeignet, und selbst Zinsen von den dort
  5. wohnenden Komorniks genommen hatt.
  6. Die Vögten selbst ist mit 4000 rt. durchaus bezahlt, die 300
  7. Morgen wären zwar auch beinahe so viel würth, allein
  8. diese können ihm nicht assecurirt werden, den es liegen alle
  9. wege Bauer Wiesen darin, und da ist ein kostspieliger Prozeß
  10. unvermeidlich — der Wicht hat Ewr Durchlaucht bey Verleihung
  11. der 300 Morgen garstig inducirt — der Schuft hat vergeßen
  12. daß er in der Wrąbczyner Gränze, an 4 Kaschuben an 10 Hufen
  13. für einen Pappenstiel verkauft und das Geld genommen hat
  14. es bleibt also wann den Bauren der verfluchte Contract gehalten
  15. werden soll nichts übrig
  16. Ich fürchte sehr daß Ewr Durchlaucht um diesen Schwedenstrei-
  17. doch noch einen Kostspieligen Prozeß bekommen, den so eben hieß
  18. es daß der Glenck an den Schulweischen Giese in Olesnica die
  19. Voigten verkauft hat.
  20. Nun hat Ihnen der Kerl so garstig indigirt, daß Sie ihm für
  21. 300 Rthl die 300 Morgen verkaufen und erlaube ihm zu des
  22. membrunn — kauft der Giese, so geht er Ewr Durchlaucht dann
  23. sogleich gerichte an — Mein Rath war damals gut dem Kerl
  24. 4000 geben und ihren laufen laßen.
  25. Mitt die Olesnicer Kerls hat der Menschherr Durchlaucht
  26. so in das große Unglück gebracht, und wie mein
  27. sagt soll er die Bessinn heimlich Zeugniße gegeben
  28. haben wodurch sie den Prozeßgewinnen werden
  29. Mir ist um dieses Menschen willen die Sache hier höchst unangenehm
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  1. Was die Einkünfte und die Summen Anbetrift die
  2. Ewr Durchlaucht aus den hiesigen Gütern sehen jezt und
  3. in Zukunft zu erhalten haben, so ersehen Sie solche aus
  4. das beigebogenen Tableau. Ich glaube sie können
  5. wann dies alles abgemacht sein wird, damit sehr
  6. zufrieden sein.
  7. Da übrigens der fäule Schenck wie er sagt crepiren
  8. will, so wird der Krieges Rath v. H[e?]llen so gut sein
  9. und alle 4 Wochen einmahl von Kalisz hierher gehn
  10. ein alles nachzusehen, was hier geschieht, ohne
  11. daß er einen Groschen zu verlangen
  12. Auch werde ich da Schenck sezt gleich zu einen
  13. Apt nach Posen sich will bringen laßen, sofort
  14. die Casse dem Honrichs und Cabanis übergabe
  15. diese beiden sollen, einer ohne den andern nichts thun
  16. dürften, und es ist daher nichts zu befürchten
  17. Auch denke ich um Michaeli wo jezt viele zu
  18. zählen versprochen wieder hier zu sein.
  19. In tiefsten verspeckt ersterbe als
  20. Euer Durchlaucht
  21. Den Augenblick erhalte ich voraus
  22. Geheime Rath von Tesmar aus
  23. Berlin den frohe Nachricht das
  24. 360000 rt zu erhalten sind
  25. o wenn ich doch erst reisen
  26. könte. Ich bin heut wieder
  27. sehr krank —
  28. d 7ten Aug.
  29. Trąbczyn
  30. d. 6ten Aug
  31. 1806.
  32. treu gehorsamster Diener
  33. v Triebenfeld