Document 191 · Letter
6 August 1806
Trąbczyn
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
An execution decree from Poznań demanded some 22,000 Rthl for the Prusimska; at Kalisz he says he gained time with documents from Rapacki. Peasants had left the plots assigned to them, sown the old ones and driven off German settlers; he had the ringleaders beaten with the whip and the plots marked out. The leases of Honrichs, v. Zglinski and the tenant of Kopojno were cancelled or shortened to one year; demesne farms are to be broken up at 600 Rthl per Hufe. He says Glenck is talking buyers out of it with a libel.
Ein Executions Decret aus Posen verlangte für die Prusimska an 22000 Rthl; in Kalisz gewann er mit Dokumenten von Rapacki Zeit. Bauern hatten angewiesene Gründe verlassen, alte besät und deutsche Colonisten verjagt; er ließ Wortführer mit dem Kantschu schlagen und die Gründe abgrenzen. Die Pachtverträge von Honrichs, v. Zglinski und dem Pächter von Kopojno wurden aufgehoben oder auf ein Jahr verkürzt; Vorwerke sollen zu 600 Rthl je Hufe dismembriert werden. Glenck rede mit einem Pasquill Käufer ab.
- 191
- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Herr
- Nachdem ich hier 5 Wochen am sezzigen Gallen haben gelegen und dem Tode mit Noth entrennen
- bin ist mein erstes Euer Durchlaucht von allen au fait zu sezzen wie Ihre Sachen hier stehen
- Ich muß daher, wann ich mir bey der mir noch drübende Schwähn, alles werde entſinnen können, von
- Berlin anfangen
- dort gieng ich einige Tage vor Johanni mit der Verſicherung ab, daß ich aus den Justizfond
- so viel erhalten solte um den Oppenheimer mit 110000 rt.
- bezahlen zu können, und das Hypothequen Buch reine zu bekommen,
- Sodann wolte um dem Lichnowski seine ihm noch kommende 40000 rt.
- gegen Jura cessa bezahlen
- ferner dem Grotowski den Rest gegen Adirung seiner Instrumente 20000 rt
- abgeben.
- Endlich den Haugt auf eben der act wegen seine Forderungen v 18000 rt.
- und dem Secher Thoss[?] mit 8000 Rthl.
- so auch die Prusimska mit 8000 Rthl
- befriedigen.
- dem Zerboni, Eysenhardt und Seehausen solte der alten Sr. Radzinski mit 24000 rt.
- bezahlen, weil der Bösewicht seine Pacht nicht abführt sondern
- nur immer Chicanen macht.
- Es war mir noch mein Kummer bey die Gräfin Schlabrendorff Euch das
- Mensch die Prusimska 8000 rt zusammen 33000 rt
- aufzubringen, und besonders für Ewr Durchlaucht was zu sammlen.
- Auch ja die Intresse an der Invaliden Casse für die 50000 rt.
- grauf abzuführen, damit der Credit gewonnen würde
- dies muß zusammen 311000 rt.
- betragen und mehr Schulden haben Sie hier nicht den alle andern
- sind getilgt und ſtende, unter die 110000 rt. Inzwiſchen haben für
- Durchlaucht dagegen wie es die Tabelle besagt 184000 rt.
- nach und nach einzunehmen, und bleiben nur noch auf die Güter die
- 40263 rt. jährl. rentiren würden. = 127000 rt. schuldig
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Herr Nachdem ich hier 5 Wochen am sezzigen Gallen haben gelegen und dem Tode mit Noth entrennen bin ist mein erstes Euer Durchlaucht von allen au fait zu sezzen wie Ihre Sachen hier stehen Ich muß daher, wann ich mir bey der mir noch drübende Schwähn, alles werde entſinnen können, von Berlin anfangen dort gieng ich einige Tage vor Johanni mit der Verſicherung ab, daß ich aus den Justizfond so viel erhalten solte um den Oppenheimer mit 110,000 rt. bezahlen zu können, und das Hypothequen Buch reine zu bekommen, Sodann wolte um dem Lichnowski seine ihm noch kommende 40,000 rt. gegen Jura cessa bezahlen ferner dem Grotowski den Rest gegen Adirung seiner Instrumente 20,000 rt abgeben.
Endlich den Haugt auf eben der act wegen seine Forderungen v 18,000 rt. und dem Secher Thoss[?] mit 8,000 Rthl.
so auch die Prusimska mit 8,000 Rthl
befriedigen.
dem Zerboni, Eysenhardt und Seehausen solte der alten Sr. Radzinski mit 24,000 rt. bezahlen, weil der Bösewicht seine Pacht nicht abführt sondern nur immer Chicanen macht.
Es war mir noch mein Kummer bey die Gräfin Schlabrendorff Euch das Mensch die Prusimska 8,000 rt zusammen 33,000 rt aufzubringen, und besonders für Ewr Durchlaucht was zu sammlen. Auch ja die Intresse an der Invaliden Casse für die 50,000 rt. grauf abzuführen, damit der Credit gewonnen würde dies muß zusammen 311,000 rt.
betragen und mehr Schulden haben Sie hier nicht den alle andern sind getilgt und ſtende, unter die 110,000 rt. Inzwiſchen haben für Durchlaucht dagegen wie es die Tabelle besagt 184,000 rt. nach und nach einzunehmen, und bleiben nur noch auf die Güter die 40,263 rt. jährl. rentiren würden. = 127,000 rt. schuldig
- schwung also wie umstehend gesagt vor Johanni von Berlin ab nach Betsche zu
- den der Rader von Juden der Meyer Bernhard hatte 3 bis 4 Klagen gegen Eure durchlaucht
- angestrengt weil von der Königl. Genehmigung über der Betscher Sache noch
- nichts bekannt war.
- In Betsche theilte ich den den Leute die Nachricht mit, berechnete mich mit diese bezahlte
- dem Eichaust desgl. alte Gerichts Kosten und nach diesen blieben die Bürger
- und Einsassen Ewr Durchlaucht noch 4000 rt schuldig die sie auf Michaeli bezahlen
- müßen. Indes erfuhr ich da zu meinen Schreken daß ein Executions Decret
- von Posen nach Trąbczyn gesandt sey mich welchen (da Metzer nichts gewahrt hat)
- der Prusimska 10000 rt. braut schätz nebst Interesse im Kosten, also zusammen
- an 22000 rt bezahlt werden solten.
- Ich eilte also was möglich war nach Kaliz und bewies durch die mir
- von Rapacki geschaft, Documente, daß Prusimski jenen Brautschafts
- schon zum Theil bezahlt habe, dadurch gewann ich zwar Zeit, indes hängt
- die Sache und es kan wieder Jahr und Tag vergehen, ehe ich damit aufs reine
- Brenne. Nur das ist gewis, daß selbst jene im Toblen aufgeführte 16000
- rt. nicht mehr von voll geschweige die 22000 rt bezahlt werden dürfen
- von Kalisz gieng ich nach Trąbczyn wo ich nun gewis glaubte an 30000 rt.
- vorzufinden. Aber o Himmel wie erschrecket als ich statt Geld tausend
- Verwirrungen, Spizbüberein, und folglich leere lassen fand —
- die früher[?] gaben sich alle als incolvendo an — machten große Rech-
- nungen wegen den Exorbitanten Lieferungen, Fuhren, und Einquartirung
- gen im Rußen und Preußen, so daß die Pächte von 2 Jahr noch drauß
- gegangen wären.
- Im alten Bauren welche auf Zinsen gesezt, waren aufgehört und hatte trotz allen
- Gerichtlichen Verträgen, Approbationen von der Cammer und des Königl.
- Majestet selbst, ihre ihnen angewiesene Gründe wieder verlaßen,
- sich, gewis mit Einverständnis der Pächter, damit diese Spizkäben
- desto größere Rechnung zu machen sich befugt glaubten, wieder
schwung also wie umstehend gesagt vor Johanni von Berlin ab nach Betsche zu den der Rader von Juden der Meyer Bernhard hatte 3 bis 4 Klagen gegen Eure durchlaucht angestrengt weil von der Königl. Genehmigung über der Betscher Sache noch nichts bekannt war.
In Betsche theilte ich den den Leute die Nachricht mit, berechnete mich mit diese bezahlte dem Eichaust desgl. alte Gerichts Kosten und nach diesen blieben die Bürger und Einsassen Ewr Durchlaucht noch 4,000 rt schuldig die sie auf Michaeli bezahlen müßen. Indes erfuhr ich da zu meinen Schreken daß ein Executions Decret von Posen nach Trąbczyn gesandt sey mich welchen (da Metzer nichts gewahrt hat) der Prusimska 10,000 rt. braut schätz nebst Interesse im Kosten, also zusammen an 22,000 rt bezahlt werden solten.
Ich eilte also was möglich war nach Kaliz und bewies durch die mir von Rapacki geschaft, Documente, daß Prusimski jenen Brautschafts schon zum Theil bezahlt habe, dadurch gewann ich zwar Zeit, indes hängt die Sache und es kan wieder Jahr und Tag vergehen, ehe ich damit aufs reine Brenne. Nur das ist gewis, daß selbst jene im Toblen aufgeführte 16,000 rt. nicht mehr von voll geschweige die 22,000 rt bezahlt werden dürfen von Kalisz gieng ich nach Trąbczyn wo ich nun gewis glaubte an 30,000 rt. vorzufinden. Aber o Himmel wie erschrecket als ich statt Geld tausend Verwirrungen, Spizbüberein, und folglich leere lassen fand — die früher[?] gaben sich alle als incolvendo an — machten große Rechnungen wegen den Exorbitanten Lieferungen, Fuhren, und Einquartirung gen im Rußen und Preußen, so daß die Pächte von 2 Jahr noch drauß gegangen wären.
Im alten Bauren welche auf Zinsen gesezt, waren aufgehört und hatte trotz allen Gerichtlichen Verträgen, Approbationen von der Cammer und des Königl. Majestet selbst, ihre ihnen angewiesene Gründe wieder verlaßen, sich, gewis mit Einverständnis der Pächter, damit diese Spizkäben desto größere Rechnung zu machen sich befugt glaubten, wieder
- ihre ehemaligen Gründe zugeeignet und solche beſaet und dadurch die
- Vorwerke beinahe aufgelößt, ja am Ende selbst die schon an
- gesagten deutschen Collonisten verjagt, so daß ich weder von
- diesen Auf die stipulirten Einstands Gelder noch weniger auf
- Zinsen Rechnung machen dürfte. Zu dem allen hatte der Schand
- geschwiegen und gab sich vor todt Brand an, als ich ihm zur
- Rede stellen wolte. Ich frey diese Massette nun Rath was hierbey
- schule zu thun sey — Seine Anwort war
- die Sache seinen Lauf zu laßen, und es der Regierung an
- zugeigen dem Pächtern und die Unterthanen einen Pro-
- zeß am Hals zu werfen.
- frage: Haben Sie in der Floricke, Rybbeckschen und Szczuckischen Sache auf
- so gerathe.
- Aut.: Nem aber es läßt sich nicht anders thun
- frage: Wie lange glauben Sie daß der Prozeß dauern kan ehe
- die Sache aufs reine kommt.
- Aut.: Ja so um 2 bis 3 Jahr.
- Frage: Versteht der Herr Rußisch
- Er: Nein!
- Ich: Na so will ichs ihm zeigen. Bey mir sprit man solchen
- faulen schreiben ins Gesicht, läßt ihm laufen und
- handelt allein.
- Hierauf gieng ich nach Trąbczyn forderte dem Pächter Honrichs mit
- seinem Contract vor.
- Auf die Frage, Ob er die eben fällige Pacht Summa mit
- 2000 rt zahle könne auch sogleich den Rest der 800 rt abführen
- Antwortete dieser — Nein. Er glaube, sagte er hinzu auch
- nichts schuldig zu sein, den er habe über 5000 rt Forderung
ihre ehemaligen Gründe zugeeignet und solche beſaet und dadurch die Vorwerke beinahe aufgelößt, ja am Ende selbst die schon an gesagten deutschen Collonisten verjagt, so daß ich weder von diesen Auf die stipulirten Einstands Gelder noch weniger auf Zinsen Rechnung machen dürfte. Zu dem allen hatte der Schand geschwiegen und gab sich vor todt Brand an, als ich ihm zur Rede stellen wolte. Ich frey diese Massette nun Rath was hierbey schule zu thun sey — Seine Anwort war die Sache seinen Lauf zu laßen, und es der Regierung an zugeigen dem Pächtern und die Unterthanen einen Prozeß am Hals zu werfen.
frage: Haben Sie in der Floricke, Rybbeckschen und Szczuckischen Sache auf so gerathe.
Aut.: Nem aber es läßt sich nicht anders thun frage: Wie lange glauben Sie daß der Prozeß dauern kan ehe die Sache aufs reine kommt.
Aut.: Ja so um 2 bis 3 Jahr.
Frage: Versteht der Herr Rußisch
Er: Nein!
Ich: Na so will ichs ihm zeigen. Bey mir sprit man solchen faulen schreiben ins Gesicht, läßt ihm laufen und handelt allein.
Hierauf gieng ich nach Trąbczyn forderte dem Pächter Honrichs mit seinem Contract vor.
Auf die Frage, Ob er die eben fällige Pacht Summa mit 2,000 rt zahle könne auch sogleich den Rest der 800 rt abführen Antwortete dieser — Nein. Er glaube, sagte er hinzu auch nichts schuldig zu sein, den er habe über 5,000 rt Forderung
- und ich glaube, er ist eine Canaille. Er zahlt oder in
- einer Stunde liegt er mit seinem Sache über der Warthe
- durch diesen ersten Ton ward der Kerl decontinanciert[?] und
- fing an zu bitten.
- Hierauf gab ich nach, daß, wenn er sofort den Pacht Contract
- auf häbe, die Praetensionen schwinden ließe auf Weinachten die 2800
- rt. bey Verlust seiner ganzen Haabe bezahle, so könne er dies Jahr
- noch sezzen, jedoch müße es mir frey stehen, so viel, und wann
- ich wolle von Vorwand Trąbczyn dismembriren zu können.
- dies gieng der ein, der Contract auf 6 Jahr ward vernichtet
- und dagegen ein einjähriger mit der Condition errichtet, daß
- Ich sobald er abgeordnetet habe das Vorwerck dismembriren
- käme, wobey der Honrichs sich anheischig machte selbst
- Käufer anzuwerben die pro Hufe 600 rt. / folglich 2 bis 300 rt mehr
- als bisher / geben solten, wogegen ich ihm nachgab die Gründe
- welche Dummabredt würden, nicht wieder beßern zu dürfen, auch
- ihm versprach, in Ewr Durchlaucht dienste mit 400 rt jährl. Gehalt an
- Instellen, wann er dies traulich bewürken und besonders die
- Bauren und die andern Pächter zu Raison helfen bringen wolle.
- Nach dieser Operation bis ich sofort alle zu Trąbczyn gehörige
- Einsaßen zusammen können. Als die Bauren sahen daß der Pächter
- auf meiner Seite schon mit den Kantschu bereit stand — da fiel
- auch diese der Muth, und in einer Stunde war dies
- Werk ganz zu Ewr Durchlaucht Vorteil so geordnet
- daß auch weder Teufel noch heiliger in Ewigkeit nichts
- dagegen haben kan. Die Bauren bezahlten bald ihren
- halb jährige Zins und gelobten die andere Hälfte auf
- Weinachten zu erlegen. Nun gieng ich mit Honrichs nach
und ich glaube, er ist eine Canaille. Er zahlt oder in einer Stunde liegt er mit seinem Sache über der Warthe durch diesen ersten Ton ward der Kerl decontinanciert[?] und fing an zu bitten.
Hierauf gab ich nach, daß, wenn er sofort den Pacht Contract auf häbe, die Praetensionen schwinden ließe auf Weinachten die 2,800 rt. bey Verlust seiner ganzen Haabe bezahle, so könne er dies Jahr noch sezzen, jedoch müße es mir frey stehen, so viel, und wann ich wolle von Vorwand Trąbczyn dismembriren zu können. dies gieng der ein, der Contract auf 6 Jahr ward vernichtet und dagegen ein einjähriger mit der Condition errichtet, daß Ich sobald er abgeordnetet habe das Vorwerck dismembriren käme, wobey der Honrichs sich anheischig machte selbst Käufer anzuwerben die pro Hufe 600 rt. / folglich 2 bis 300 rt mehr als bisher / geben solten, wogegen ich ihm nachgab die Gründe welche Dummabredt würden, nicht wieder beßern zu dürfen, auch ihm versprach, in Ewr Durchlaucht dienste mit 400 rt jährl. Gehalt an Instellen, wann er dies traulich bewürken und besonders die Bauren und die andern Pächter zu Raison helfen bringen wolle. Nach dieser Operation bis ich sofort alle zu Trąbczyn gehörige Einsaßen zusammen können. Als die Bauren sahen daß der Pächter auf meiner Seite schon mit den Kantschu bereit stand — da fiel auch diese der Muth, und in einer Stunde war dies Werk ganz zu Ewr Durchlaucht Vorteil so geordnet daß auch weder Teufel noch heiliger in Ewigkeit nichts dagegen haben kan. Die Bauren bezahlten bald ihren halb jährige Zins und gelobten die andere Hälfte auf Weinachten zu erlegen. Nun gieng ich mit Honrichs nach
- Swiątniki. Hier saß der v. Zglinski mit seine beiden
- Maulaffe von Söhne.
- dort halten die Bauren einen großen Theil der Herrschaftl
- Felder besaet und vereint mit dem Pächter alles so ver-
- worren, daß mich selbst grauelte in dies Labirath[?] ein
- zudringen. Nach den Contract solte der v. Zglinski 1500 Rthl
- zahlen. Der Contract lautete auf 12 Jahr, und enthielt zu Gliedern
- die Clausul, daß man Pächter nicht auf den Termin zahle
- Der Contract sofort null und nichtig auch der Pächter ver-
- bunden sey sogleich zu räumen, seine etwanige Praeten-
- siones aber in wege Rechtens geltend zu machen.
- Nun frey ich diesen Sarmaten, ob er zahlen wolle, seine Antwort
- war — Ich würde nicht nur nicht zahlen, sondern so lange hier
- sezzen bis ich meine Praetensionen die sich auf 5700 rt.
- belaufen befriediget weis, und überdem bestehe ich da-
- rauf daß mir die Gründe, welche die Bauren Besiz zu die
- mir aber vorher angewiesen wäre, sofort übergeben
- werden.
- In diesem Abord erschienen auch alle Bauren und erklärten daß
- sie die Gründe von abtreten würden und wenn der Fürst und
- König selbst käme, sie wären auf die Gründe ge-
- boren und gezogen und diese räumten sie nie
- Ich stellte die Kerls vor, daß sie alles Gerichtlich abgemacht
- hätten, daß ihnen der Fürst die Freyheit geschenkt, dazu
- das Inventarium Gratis gegeben, daß ihr Zins gegen
- den der Collonisten unbedeutend sey, daß ihm selbst
- die Häuser und Gebäude, obendrei gegeben wären.
Swiątniki. Hier saß der v. Zglinski mit seine beiden Maulaffe von Söhne.
dort halten die Bauren einen großen Theil der Herrschaftl Felder besaet und vereint mit dem Pächter alles so verworren, daß mich selbst grauelte in dies Labirath[?] ein zudringen. Nach den Contract solte der v. Zglinski 1,500 Rthl zahlen. Der Contract lautete auf 12 Jahr, und enthielt zu Gliedern die Clausul, daß man Pächter nicht auf den Termin zahle Der Contract sofort null und nichtig auch der Pächter verbunden sey sogleich zu räumen, seine etwanige Praetensiones aber in wege Rechtens geltend zu machen. Nun frey ich diesen Sarmaten, ob er zahlen wolle, seine Antwort war — Ich würde nicht nur nicht zahlen, sondern so lange hier sezzen bis ich meine Praetensionen die sich auf 5,700 rt. belaufen befriediget weis, und überdem bestehe ich darauf daß mir die Gründe, welche die Bauren Besiz zu die mir aber vorher angewiesen wäre, sofort übergeben werden.
In diesem Abord erschienen auch alle Bauren und erklärten daß sie die Gründe von abtreten würden und wenn der Fürst und König selbst käme, sie wären auf die Gründe geboren und gezogen und diese räumten sie nie Ich stellte die Kerls vor, daß sie alles Gerichtlich abgemacht hätten, daß ihnen der Fürst die Freyheit geschenkt, dazu das Inventarium Gratis gegeben, daß ihr Zins gegen den der Collonisten unbedeutend sey, daß ihm selbst die Häuser und Gebäude, obendrei gegeben wären.
- wogegen der Collonist sich erst alles mühsam Boden und jede hätte aus eigen
- Kosten erbauen müße. — Inzwischen half mein Reden nichts es war viel mehr
- wie Öhl zum Löschen. Da ich indes die Sprecher bemerkt und zugleich wahr
- genommen hatte, welche sich dem v. Zglinski und seinen Söhnen genähert, so
- lies ich einen von diesen vortreten schmis ihm nieder und lies ihm 50
- Kantschu hiebe aufzählen — der Kerl hielt ſie nicht ganz aus den der
- Honrichs Haut wie der beste Cosacken General — er bath um Gnade, ich
- ließ demohngeachtet fortziehen beym 43 zigsten aber ward die Bestie ohn-
- mächtig. Ich bist ihm mit Waßer begießen, als er zu sich kan bey Seite führen
- und den andern vorlangen. Ich warf ihm auch nieder, Honrichs zog
- ihm wieder mit jedem Hieb Hosen und Haut entzwey — dies würckte
- und der ſchrie um Gnade und verſch. doch zu brichten. Ich lies anhalten,
- auf die Frage was er zu sagen habe, erklärte er dann
- daß alle drey Gemeinden von dem Zglinski, Niedźwiecki
- und den Olesnicern aufgesagt wären. Der Schatz und mehrere
- besonders die Kopojner die Unter des auch zugekommen, bezahlen
- dies — die bekennten sich strafwürdig, bäthen aber flehentl.
- um Vergebung und erklärten mit dem ihnen angewiesenen
- Gründen zufrieden zu sein. Indes aber müßten sie sich aber
- den Justitiarius beschwern, dieser hätte sie stets zurück gewiesen
- wann sie sich bey ihm beklagen, oder um Verhaltungsbefehle
- bitten wollen, dagegen habe er aber immer mit die Edelleute
- zusammen gestahnen und mit sie in Freuden gelebt.
- Nach diesen mir gelungenen Coup schickte ich sofort an Schanden und lies den aufge
- dern sogleich zu mir zu kommen, damit in seiner Gegenwart die Bauer Grund
- ordentl. umgränzt, und von den Herrschaften und Collonisten Gründe für
- die Ewigkeit separirt würden.
- Dieser ersehen in der Gestalt des zermaltesten Wichts und auch das Werk
- ward begonnen und glücklich vollendet, nur Schenck blieb auf halben wegen
wogegen der Collonist sich erst alles mühsam Boden und jede hätte aus eigen Kosten erbauen müße. — Inzwischen half mein Reden nichts es war viel mehr wie Öhl zum Löschen. Da ich indes die Sprecher bemerkt und zugleich wahr genommen hatte, welche sich dem v. Zglinski und seinen Söhnen genähert, so lies ich einen von diesen vortreten schmis ihm nieder und lies ihm 50 Kantschu hiebe aufzählen — der Kerl hielt ſie nicht ganz aus den der Honrichs Haut wie der beste Cosacken General — er bath um Gnade, ich ließ demohngeachtet fortziehen beym 43 zigsten aber ward die Bestie ohnmächtig. Ich bist ihm mit Waßer begießen, als er zu sich kan bey Seite führen und den andern vorlangen. Ich warf ihm auch nieder, Honrichs zog ihm wieder mit jedem Hieb Hosen und Haut entzwey — dies würckte und der ſchrie um Gnade und verſch. doch zu brichten. Ich lies anhalten, auf die Frage was er zu sagen habe, erklärte er dann daß alle drey Gemeinden von dem Zglinski, Niedźwiecki und den Olesnicern aufgesagt wären. Der Schatz und mehrere besonders die Kopojner die Unter des auch zugekommen, bezahlen dies — die bekennten sich strafwürdig, bäthen aber flehentl. um Vergebung und erklärten mit dem ihnen angewiesenen Gründen zufrieden zu sein. Indes aber müßten sie sich aber den Justitiarius beschwern, dieser hätte sie stets zurück gewiesen wann sie sich bey ihm beklagen, oder um Verhaltungsbefehle bitten wollen, dagegen habe er aber immer mit die Edelleute zusammen gestahnen und mit sie in Freuden gelebt. Nach diesen mir gelungenen Coup schickte ich sofort an Schanden und lies den aufge dern sogleich zu mir zu kommen, damit in seiner Gegenwart die Bauer Grund ordentl. umgränzt, und von den Herrschaften und Collonisten Gründe für die Ewigkeit separirt würden.
Dieser ersehen in der Gestalt des zermaltesten Wichts und auch das Werk ward begonnen und glücklich vollendet, nur Schenck blieb auf halben wegen
- liegen und substituirte einen gewißen Ogrodowitz. Vieleicht crepirt die Canaille
- und der Todt befreit uns von diesen Heuchler.
- Nachdem auch dies glüklich abgemacht war gieng ich dem Pächter wieder auf die
- Hals, der sich daß er entlarvt war, sich für sich traugeige folgen, und volle
- ges Mislingen seiner Pläne, er Rath daher um Pardre, diese kont ich nicht geben,
- er gab also den Contract auf und zog scheinig ab —
- Ich lies das biß ihm Getreide abscheynen und für 260 rt verkaufen, und deinem
- brive jezt das Vorwerck welches aus 30 Hufen Land und Wiesen besteht die
- Hufe zu 600 rt Einstands Geld und 15 rt. jährl. Zins —
- jezt kömt es darauf an das Honrichs dazu bald Käufer bekömt, den ist durch
- die infamie des Pächters auch hier nichts verlohren, sondern viel gewonnen
- Hiernach mußte der Pachter von Kopojno vortreten, dieser gewarnt durch jene
- procediren Rath balde um gut Wetter —
- seine Rechnungen betrugen auch an 6000 rt. Er bis sie aber bis auf
- 1125 herunter, die ich ihm, da der Landrath die Menschen beinahe geschunden,
- annehmen müßte, dagegen aber müste auch er den Contract cassiren und
- nur auf 1 Jahr einräumen, wofür er auf Weinachten 2500 rt. zahlen muß
- und wogegen ich auch sofort dis membriren laßen kan.
- die Skokumer Bauren dadurch die Olesnicer und Wrąbczyner Spitzbuben bande auf
- gehezt waren, mußte sich auch zum Ziele lagen, nachdem von Honrichs, weil
- Die Gränz hausen heimlich aus einander gewesen hatten, von ihnen aber zum
- Glük sollest attrapirt waren, jeden 30 Kantschu hiebe waren aufgezahlt
- worden. Jezt ist von dieser Seite alles in Ordnung, und die deutschen
- finden sich nach und nach wieder ein.
- Auch der Alte heimtückische Tietz der Drzewce gepacht hat verspricht den
- Pacht abzuführen nur will der Kerl sich 600 rt als die 2 jährige Pension
- in Abzug bringen, die Euer Durchlaucht ihm mit 300 rt für seine Lebens
- Zeit zugesichert haben sollen.
- Ich war nicht was davon ist geruhen Ewr Durchlaucht mich darüber
- zu belehren. In den hiesigen Acten ist nichts aufzustanden als beigehend
- vulimirte Abschriften, die von Tietz original Piecen genommen sind, und
- nach diesen hat der alte Inachten nichts zu fordern.
liegen und substituirte einen gewißen Ogrodowitz. Vieleicht crepirt die Canaille und der Todt befreit uns von diesen Heuchler.
Nachdem auch dies glüklich abgemacht war gieng ich dem Pächter wieder auf die Hals, der sich daß er entlarvt war, sich für sich traugeige folgen, und volle ges Mislingen seiner Pläne, er Rath daher um Pardre, diese kont ich nicht geben, er gab also den Contract auf und zog scheinig ab — Ich lies das biß ihm Getreide abscheynen und für 260 rt verkaufen, und deinem brive jezt das Vorwerck welches aus 30 Hufen Land und Wiesen besteht die Hufe zu 600 rt Einstands Geld und 15 rt. jährl. Zins — jezt kömt es darauf an das Honrichs dazu bald Käufer bekömt, den ist durch die infamie des Pächters auch hier nichts verlohren, sondern viel gewonnen Hiernach mußte der Pachter von Kopojno vortreten, dieser gewarnt durch jene procediren Rath balde um gut Wetter — seine Rechnungen betrugen auch an 6,000 rt. Er bis sie aber bis auf 1,125 herunter, die ich ihm, da der Landrath die Menschen beinahe geschunden, annehmen müßte, dagegen aber müste auch er den Contract cassiren und nur auf 1 Jahr einräumen, wofür er auf Weinachten 2,500 rt. zahlen muß und wogegen ich auch sofort dis membriren laßen kan. die Skokumer Bauren dadurch die Olesnicer und Wrąbczyner Spitzbuben bande auf gehezt waren, mußte sich auch zum Ziele lagen, nachdem von Honrichs, weil Die Gränz hausen heimlich aus einander gewesen hatten, von ihnen aber zum Glük sollest attrapirt waren, jeden 30 Kantschu hiebe waren aufgezahlt worden. Jezt ist von dieser Seite alles in Ordnung, und die deutschen finden sich nach und nach wieder ein.
Auch der Alte heimtückische Tietz der Drzewce gepacht hat verspricht den Pacht abzuführen nur will der Kerl sich 600 rt als die 2 jährige Pension in Abzug bringen, die Euer Durchlaucht ihm mit 300 rt für seine Lebens Zeit zugesichert haben sollen.
Ich war nicht was davon ist geruhen Ewr Durchlaucht mich darüber zu belehren. In den hiesigen Acten ist nichts aufzustanden als beigehend vulimirte Abschriften, die von Tietz original Piecen genommen sind, und nach diesen hat der alte Inachten nichts zu fordern.
- Alle diese Geschäfte hatte ich in Zeit von 6 Tagen beendiget, und war ich be-
- müht die Deutschen die an etliche 40000 rt zu zahlen hätte, zusammen
- suchen zu laßen um Geld zu erhalten die Intressen zu zahlen, die Schluß
- Arendorffen zu befriedigen, und für Ewr Durchlaucht was zu sammlich
- Aber dies gelang nicht — viele von den Alten ließen sich zwar sehen vor
- schwanden aber immer wieder. Neuere Ankäufer kamen solten
- zogen sich aber immer furchtsam wieder zurück.
- Über dies Mislingen meiner Pläne ärgerte und grämte ich mich der
- gestalt, daß mich gelegt ein hinziges Gallen Fieber überfiel welches
- mich zwang schon heute 5 Wochen das Bette zu hüthen. Erst seit 2 Tagen
- beßert es sich und ich kan nun wieder mehr denken und arbeiten
- Indes sieht alles noch sehr bunt aus und glückt nur in so weit als es
- die Lange in Bette, heftiger Kopfschmerz und die große Schwäche es
- verstattet.
- Weigens werde ich sobald ich gewiße zurück, und wenn ich wo möglich
- die Schläbrendorf beruhiget habe, wieder nach Berlin gehen —
- Den hier dürfte es zu lange dauren ehe ich etwas erkleckliches
- zusammen bringe
- Der berüchtigte Glenck der wieder mich und Euer Durchlaucht
- eine wahre Verschwörung angezettelt hat, redet, wie ich so eben
- erfahren habe, und was während meiner Krankheit ausge-
- kommen mit seiner Banden alle Käufer ab —
- Er hält sich hier schon über 6 oder 7 Wochen auf — Er hatt sich
- mit die Olesnicer drey Spitzbuben, mit einem gewißen Kramplich
- mit Flöricke, Rybbeck mit einem gewißen Bergemann und
- mehr solch Crops Zeug zusammen gethan um alle meine
- Pläne zuvereiteln.
- Er hatt zur Erreichung seines Zweck des Pasquille
- auf mich gemacht und solche an Leute die Kaufen
- wollen gegeben, welche sie mit bis nach der Marck
- genommen, und dadurch zugleich andere, die hierher gehen
Alle diese Geschäfte hatte ich in Zeit von 6 Tagen beendiget, und war ich bemüht die Deutschen die an etliche 40,000 rt zu zahlen hätte, zusammen suchen zu laßen um Geld zu erhalten die Intressen zu zahlen, die Schluß Arendorffen zu befriedigen, und für Ewr Durchlaucht was zu sammlich Aber dies gelang nicht — viele von den Alten ließen sich zwar sehen vor schwanden aber immer wieder. Neuere Ankäufer kamen solten zogen sich aber immer furchtsam wieder zurück. Über dies Mislingen meiner Pläne ärgerte und grämte ich mich der gestalt, daß mich gelegt ein hinziges Gallen Fieber überfiel welches mich zwang schon heute 5 Wochen das Bette zu hüthen. Erst seit 2 Tagen beßert es sich und ich kan nun wieder mehr denken und arbeiten Indes sieht alles noch sehr bunt aus und glückt nur in so weit als es die Lange in Bette, heftiger Kopfschmerz und die große Schwäche es verstattet.
Weigens werde ich sobald ich gewiße zurück, und wenn ich wo möglich die Schläbrendorf beruhiget habe, wieder nach Berlin gehen — Den hier dürfte es zu lange dauren ehe ich etwas erkleckliches zusammen bringe Der berüchtigte Glenck der wieder mich und Euer Durchlaucht eine wahre Verschwörung angezettelt hat, redet, wie ich so eben erfahren habe, und was während meiner Krankheit ausgekommen mit seiner Banden alle Käufer ab — Er hält sich hier schon über 6 oder 7 Wochen auf — Er hatt sich mit die Olesnicer drey Spitzbuben, mit einem gewißen Kramplich mit Flöricke, Rybbeck mit einem gewißen Bergemann und mehr solch Crops Zeug zusammen gethan um alle meine Pläne zuvereiteln.
Er hatt zur Erreichung seines Zweck des Pasquille auf mich gemacht und solche an Leute die Kaufen wollen gegeben, welche sie mit bis nach der Marck genommen, und dadurch zugleich andere, die hierher gehen
- und sich ankaufen wollen zurück gescheucht haben.
- sein Schreiber Nahmens Meyer der hier auf die Wrąbczyner
- Voigtey wohnt, hat sich mit ihm verun einiget, und während
- meiner Krankheitsdem Schmid angezeigt. Dieser um sich
- nun wieder vieleicht zu lehmiren schickte mir gestern
- Abend das Pasquils.
- Der Inhalt ist so dumm und abgeschmackt als der Kerl
- selbst ist, allein der Bube hatt den Zweck erreicht um
- meine Pläne zu hindern und die gute Sache zu schaden.
- Er meint ich solle ermüden und abgehen dann müßte
- er wieder her weil Niemand da wäre.
- Der Wicht biethet sein Gut aus und will selbst dis membaren
- er zieht die Leute so hier zu kaufen gehn wollen immer bey
- sich hin redet sie wie vorgesagt von hier ab, und wenn
- er am Ende keine gerichten Contracte geben kan, wogegen die
- Wrąbczyner Bauren stets protection den gehen die Menschen zurück
- und meinen sie sollen alleinige in Ewr Durchlaucht Güter
- betrogen würden
- Mann redet mich zu der Kedl den fiscus zu denunciiren, oder ihm wenigstens einen
- injurien Prozeß am Halse zu werfen — ich werde es nicht thun — der Bösen
- wicht hat Ewr Durchlaucht mehr als mir geschadet. Ich stelle dies
- also Ewr Durchlaucht Ermessen anheim
- Übrigens geruhen Sie mir gnädigster Herr zu sagen, ob man
- den nicht die jährl. Zinsen von dem Kerl fordern soll, Er
- hatt noch keinen Xger gegeben, sondern einer versichert er berechnen
- sich desfals allein mit Ewr Durchlaucht.
- die restierenden Zinsen sollen schon über 400 rt betragen und
- selbst dies ist ein Motif den Kerl heraus zu schmeißen
und sich ankaufen wollen zurück gescheucht haben. sein Schreiber Nahmens Meyer der hier auf die Wrąbczyner Voigtey wohnt, hat sich mit ihm verun einiget, und während meiner Krankheitsdem Schmid angezeigt. Dieser um sich nun wieder vieleicht zu lehmiren schickte mir gestern Abend das Pasquils.
Der Inhalt ist so dumm und abgeschmackt als der Kerl selbst ist, allein der Bube hatt den Zweck erreicht um meine Pläne zu hindern und die gute Sache zu schaden. Er meint ich solle ermüden und abgehen dann müßte er wieder her weil Niemand da wäre.
Der Wicht biethet sein Gut aus und will selbst dis membaren er zieht die Leute so hier zu kaufen gehn wollen immer bey sich hin redet sie wie vorgesagt von hier ab, und wenn er am Ende keine gerichten Contracte geben kan, wogegen die Wrąbczyner Bauren stets protection den gehen die Menschen zurück und meinen sie sollen alleinige in Ewr Durchlaucht Güter betrogen würden Mann redet mich zu der Kedl den fiscus zu denunciiren, oder ihm wenigstens einen injurien Prozeß am Halse zu werfen — ich werde es nicht thun — der Bösen wicht hat Ewr Durchlaucht mehr als mir geschadet. Ich stelle dies also Ewr Durchlaucht Ermessen anheim Übrigens geruhen Sie mir gnädigster Herr zu sagen, ob man den nicht die jährl. Zinsen von dem Kerl fordern soll, Er hatt noch keinen Xger gegeben, sondern einer versichert er berechnen sich desfals allein mit Ewr Durchlaucht.
die restierenden Zinsen sollen schon über 400 rt betragen und selbst dies ist ein Motif den Kerl heraus zu schmeißen
- und die Voigtey wieder einzuziehen beſonders wann ſein eigener
- Schreiber beweisen wird, daß er sich auf einige Jahre alles
- Gros von den Wrąbczyner Wiesen so mehrere hundert Morgen
- betragen stets zugeeignet, und selbst Zinsen von den dort
- wohnenden Komorniks genommen hatt.
- Die Vögten selbst ist mit 4000 rt. durchaus bezahlt, die 300
- Morgen wären zwar auch beinahe so viel würth, allein
- diese können ihm nicht assecurirt werden, den es liegen alle
- wege Bauer Wiesen darin, und da ist ein kostspieliger Prozeß
- unvermeidlich — der Wicht hat Ewr Durchlaucht bey Verleihung
- der 300 Morgen garstig inducirt — der Schuft hat vergeßen
- daß er in der Wrąbczyner Gränze, an 4 Kaschuben an 10 Hufen
- für einen Pappenstiel verkauft und das Geld genommen hat
- es bleibt also wann den Bauren der verfluchte Contract gehalten
- werden soll nichts übrig
- Ich fürchte sehr daß Ewr Durchlaucht um diesen Schwedenstrei-
- doch noch einen Kostspieligen Prozeß bekommen, den so eben hieß
- es daß der Glenck an den Schulweischen Giese in Olesnica die
- Voigten verkauft hat.
- Nun hat Ihnen der Kerl so garstig indigirt, daß Sie ihm für
- 300 Rthl die 300 Morgen verkaufen und erlaube ihm zu des
- membrunn — kauft der Giese, so geht er Ewr Durchlaucht dann
- sogleich gerichte an — Mein Rath war damals gut dem Kerl
- 4000 geben und ihren laufen laßen.
- Mitt die Olesnicer Kerls hat der Menschherr Durchlaucht
- so in das große Unglück gebracht, und wie mein
- sagt soll er die Bessinn heimlich Zeugniße gegeben
- haben wodurch sie den Prozeßgewinnen werden
- Mir ist um dieses Menschen willen die Sache hier höchst unangenehm
und die Voigtey wieder einzuziehen beſonders wann ſein eigener Schreiber beweisen wird, daß er sich auf einige Jahre alles Gros von den Wrąbczyner Wiesen so mehrere hundert Morgen betragen stets zugeeignet, und selbst Zinsen von den dort wohnenden Komorniks genommen hatt.
Die Vögten selbst ist mit 4,000 rt. durchaus bezahlt, die 300 Morgen wären zwar auch beinahe so viel würth, allein diese können ihm nicht assecurirt werden, den es liegen alle wege Bauer Wiesen darin, und da ist ein kostspieliger Prozeß unvermeidlich — der Wicht hat Ewr Durchlaucht bey Verleihung der 300 Morgen garstig inducirt — der Schuft hat vergeßen daß er in der Wrąbczyner Gränze, an 4 Kaschuben an 10 Hufen für einen Pappenstiel verkauft und das Geld genommen hat es bleibt also wann den Bauren der verfluchte Contract gehalten werden soll nichts übrig Ich fürchte sehr daß Ewr Durchlaucht um diesen Schwedenstreidoch noch einen Kostspieligen Prozeß bekommen, den so eben hieß es daß der Glenck an den Schulweischen Giese in Olesnica die Voigten verkauft hat.
Nun hat Ihnen der Kerl so garstig indigirt, daß Sie ihm für 300 Rthl die 300 Morgen verkaufen und erlaube ihm zu des membrunn — kauft der Giese, so geht er Ewr Durchlaucht dann sogleich gerichte an — Mein Rath war damals gut dem Kerl 4,000 geben und ihren laufen laßen.
Mitt die Olesnicer Kerls hat der Menschherr Durchlaucht so in das große Unglück gebracht, und wie mein sagt soll er die Bessinn heimlich Zeugniße gegeben haben wodurch sie den Prozeßgewinnen werden Mir ist um dieses Menschen willen die Sache hier höchst unangenehm
- Was die Einkünfte und die Summen Anbetrift die
- Ewr Durchlaucht aus den hiesigen Gütern sehen jezt und
- in Zukunft zu erhalten haben, so ersehen Sie solche aus
- das beigebogenen Tableau. Ich glaube sie können
- wann dies alles abgemacht sein wird, damit sehr
- zufrieden sein.
- Da übrigens der fäule Schenck wie er sagt crepiren
- will, so wird der Krieges Rath v. H[e?]llen so gut sein
- und alle 4 Wochen einmahl von Kalisz hierher gehn
- ein alles nachzusehen, was hier geschieht, ohne
- daß er einen Groschen zu verlangen
- Auch werde ich da Schenck sezt gleich zu einen
- Apt nach Posen sich will bringen laßen, sofort
- die Casse dem Honrichs und Cabanis übergabe
- diese beiden sollen, einer ohne den andern nichts thun
- dürften, und es ist daher nichts zu befürchten
- Auch denke ich um Michaeli wo jezt viele zu
- zählen versprochen wieder hier zu sein.
- In tiefsten verspeckt ersterbe als
- Euer Durchlaucht
- Den Augenblick erhalte ich voraus
- Geheime Rath von Tesmar aus
- Berlin den frohe Nachricht das
- 360000 rt zu erhalten sind
- o wenn ich doch erst reisen
- könte. Ich bin heut wieder
- sehr krank —
- d 7ten Aug.
- Trąbczyn
- d. 6ten Aug
- 1806.
- treu gehorsamster Diener
- v Triebenfeld
Was die Einkünfte und die Summen Anbetrift die Ewr Durchlaucht aus den hiesigen Gütern sehen jezt und in Zukunft zu erhalten haben, so ersehen Sie solche aus das beigebogenen Tableau. Ich glaube sie können wann dies alles abgemacht sein wird, damit sehr zufrieden sein.
Da übrigens der fäule Schenck wie er sagt crepiren will, so wird der Krieges Rath v. H[e?]llen so gut sein und alle 4 Wochen einmahl von Kalisz hierher gehn ein alles nachzusehen, was hier geschieht, ohne daß er einen Groschen zu verlangen Auch werde ich da Schenck sezt gleich zu einen Apt nach Posen sich will bringen laßen, sofort die Casse dem Honrichs und Cabanis übergabe diese beiden sollen, einer ohne den andern nichts thun dürften, und es ist daher nichts zu befürchten Auch denke ich um Michaeli wo jezt viele zu zählen versprochen wieder hier zu sein. In tiefsten verspeckt ersterbe als Euer Durchlaucht Den Augenblick erhalte ich voraus Geheime Rath von Tesmar aus Berlin den frohe Nachricht das 360,000 rt zu erhalten sind o wenn ich doch erst reisen könte. Ich bin heut wieder
sehr krank —
d 7ten Aug.
Trąbczyn
d. 6ten Aug 1806.
treu gehorsamster Diener
v Triebenfeld










