Document 192 · Letter
12 August 1806
Trąbczyn
The writer reports from his sickbed: he says 360,000 Rthl have been promised in Berlin. He says he has calmed the peasants, who had been stirred up, and driven off the tenants. He says Glenck, together with the people of Olesnica, is inciting the inhabitants, turning buyers away and circulating a lampoon among colonists willing to buy. He says the Prince has already received 10,000 Rthl from Swięcia, 10,000 Rthl from Olesnica and 12,000 Rthl from Szetlewek. The judgment on the hereditary lease at Olesnica forbids eviction; the writer now intends to apply for consent.
Der Schreiber berichtet krank aus dem Bett: In Berlin seien 360000 Rthl zugesagt. Er habe die aufgehetzten Bauern beruhigt und die Pächter verjagt. Glenck wiegle mit den Olesnicaer Leuten die Menschen auf, weise Käufer ab und verbreite ein Pasquill unter kaufwilligen Kolonisten. Der Fürst habe bereits 10000 Rthl von Swięcia, 10000 Rthl von Olesnica und 12000 Rthl von Szetlewek erhalten. Das Urteil zur Olesnicaer Erbverpachtung verbietet die Exmittierung; der Schreiber will nun den Konsens beantragen.
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- Mein lieber Freund
- Es liegen in Berlin 360000 rt die mir zugesagt sind. Nur liege ich hier und
- hütte in der 5ten Woche das Bette ich habe mich hier ganz zu schanden geär-
- gert. Indes habe ich nun hier alles in Ordnung gebracht und die
- durch Erzspitzbuben aufgehezte Bauren völlig beruhiget auch die
- Pächter zum Teufel gejagt. Wann mir Gott oder Teufeln und
- höllenbrände von Menschen Querstreiche machen daß ich vor Argus schien
- crepiren muß den hört alle herrlichkeit auf —
- Glenck seyt hier hatt sich mit die Olesnicer Hollenbrände zusammen
- gethan dazu einen gewißen Kramplitz Bergemann und Rybbek ingagirt die
- te Rotte der Hölle wiegelt die Menschen auf und weiset die Käufer
- zurük es ist zu toll wie mirs geht. Hilft sich indes meine Natur
- und ich bin wieder gesund den soll die Buben alle der Teufel hohlen.
- Die Pächter sind wie vor gesagt alle zuuntenfel und von
- Weinachten und Johanni ab muß alles so verstehen, daß nur Gelder
- gehoben würden könne, und daß nichts mehr zum Ausgaben vorkommen
- muß. H. Weigel wird bezahlt werden dafür hatte ich, den ich
- erhalte aus den Justiz Fond das Geld für Weigel und Lichnowski
- diese müßen Ihre Hypothequen cediren, und bekommen ihr Geld
- ich habe dies den Zeugen h Weigel auch schon gesagt mir, wenn ich
- hier elend liege kan ich nicht in Berlin würken, sobald ich mich in etwas
- erhohle komme ich nach Breslau und gehn gleich mit meine Töchter nach Berlin
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Mein lieber Freund Es liegen in Berlin 360,000 rt die mir zugesagt sind. Nur liege ich hier und hütte in der 5ten Woche das Bette ich habe mich hier ganz zu schanden geärgert. Indes habe ich nun hier alles in Ordnung gebracht und die durch Erzspitzbuben aufgehezte Bauren völlig beruhiget auch die Pächter zum Teufel gejagt. Wann mir Gott oder Teufeln und höllenbrände von Menschen Querstreiche machen daß ich vor Argus schien crepiren muß den hört alle herrlichkeit auf — Glenck seyt hier hatt sich mit die Olesnicer Hollenbrände zusammen gethan dazu einen gewißen Kramplitz Bergemann und Rybbek ingagirt die te Rotte der Hölle wiegelt die Menschen auf und weiset die Käufer zurük es ist zu toll wie mirs geht. Hilft sich indes meine Natur und ich bin wieder gesund den soll die Buben alle der Teufel hohlen. Die Pächter sind wie vor gesagt alle zuuntenfel und von Weinachten und Johanni ab muß alles so verstehen, daß nur Gelder gehoben würden könne, und daß nichts mehr zum Ausgaben vorkommen muß. H. Weigel wird bezahlt werden dafür hatte ich, den ich erhalte aus den Justiz Fond das Geld für Weigel und Lichnowski diese müßen Ihre Hypothequen cediren, und bekommen ihr Geld ich habe dies den Zeugen h Weigel auch schon gesagt mir, wenn ich hier elend liege kan ich nicht in Berlin würken, sobald ich mich in etwas erhohle komme ich nach Breslau und gehn gleich mit meine Töchter nach Berlin
- Von hier aus den ich noch nichts ziehen aber von Michaeli ab sollen
- viel Gelder nach und nach einkommen.
- Es wäre hier leicht gewesen Gelder zu erhalten, wenn ich für den 3tal
- Preis die Grundstücke hätte wollen weg geben, aber dafür bewahre
- mich Gott — Jezt erhält der Fürst noch baar 190000 rt. und ewig
- 40000 rt. jährl. Revenuen. Schon hat der Fürst erhalten 10000 rt von Swięcia
- 10000 rt von Olesnica 12000 rt. von Szetlewek und 9000 rt sind für
- Gründe gegeben was alles für die Kosten und Interessen auch auf alte Schulden
- drauf gegangen ist. Die bauen Revolution und die Glencksche Buberein
- haben Ihren Nuzzen gehabt — ich habe zwar viel zurük geben müßen
- aber nun ist es auch desto beßer und reichlicher ausgefallen.
- genug es wird alles gut gehen — wann ich nur erst wieder gesund
- bin — das Schreiben wird mir sehr sauer. Also noch dies daß ich un-
- ausgesezt bin.
- Ihr
- Über die ganze Koschentiner Sache muß ich mein
- Urteil suspendiren, denn ich kenne sie nicht — Wie
- mir feucht fehlt ein Mensch der das Locale ganz
- kennt, und etwas viel Geld — das Stös: Lob
- ist mir verdächtig —
- Gut ausgewichen — die Pro Memoria der Koschentiner
- Officianten geben hinreichende[?]
- richtung.
- beigehendes Pasquile hat Glenck auf mich
- gemacht und es unter die Kauflustige
- Collonisten ausgeben laßen, das Original
- habe ich an der Durchl. gesandt — Es ist von des Glencks
- hoher Hand entworfen und ausgetheilt.
- Trąbczyn
- d 12ten Aug
- 1806
- Unterthaniger Freund und dien
- v Triebenfeld
Von hier aus den ich noch nichts ziehen aber von Michaeli ab sollen viel Gelder nach und nach einkommen. Es wäre hier leicht gewesen Gelder zu erhalten, wenn ich für den 3tal Preis die Grundstücke hätte wollen weg geben, aber dafür bewahre mich Gott — Jezt erhält der Fürst noch baar 190,000 rt. und ewig 40,000 rt. jährl. Revenuen. Schon hat der Fürst erhalten 10,000 rt von Swięcia 10,000 rt von Olesnica 12,000 rt. von Szetlewek und 9,000 rt sind für Gründe gegeben was alles für die Kosten und Interessen auch auf alte Schulden drauf gegangen ist. Die bauen Revolution und die Glencksche Buberein haben Ihren Nuzzen gehabt — ich habe zwar viel zurük geben müßen aber nun ist es auch desto beßer und reichlicher ausgefallen. genug es wird alles gut gehen — wann ich nur erst wieder gesund bin — das Schreiben wird mir sehr sauer. Also noch dies daß ich unausgesezt bin.
Ihr Über die ganze Koschentiner Sache muß ich mein Urteil suspendiren, denn ich kenne sie nicht — Wie mir feucht fehlt ein Mensch der das Locale ganz kennt, und etwas viel Geld — das Stös: Lob ist mir verdächtig — Gut ausgewichen — die Pro Memoria der Koschentiner Officianten geben hinreichende[?]
richtung.
beigehendes Pasquile hat Glenck auf mich gemacht und es unter die Kauflustige Collonisten ausgeben laßen, das Original habe ich an der Durchl. gesandt — Es ist von des Glencks hoher Hand entworfen und ausgetheilt. Trąbczyn
d 12ten Aug
1806
Unterthaniger Freund und dien
v Triebenfeld
- den Olesnicer Schluzbuben hat er freilich Atteste gegeben und ihre Sache unterstehen
- helfen dafür hatt ihm diese versprochen die Voigtey zu verkaufen.
- Gestern ist das Urteil an die Kerls gekommen
- 1. der Fenſe darf die Kerls nicht exmittiren
- 2. er soll die auf Olesnice haftende Schulden löschen
- 3. soll er den Consens nachſuchen.
- 4. Wann der gegeben ist die Erbverpachtung im Hypothequen Buch eintragen laßen,
- 6. aber ist der Giese abgewiesen daß ihm der Fürst nicht ehender bisher
- Consens erfolgt ist die Güter übergeben darf.
- das ist eine Sentenz wofür die Hunde heulen mögten.
- Ich werde nun gleich bey der Behörde nun den Consens ansuchen da wird die
- Resolution sein, daß solche Canaillen keine Adeliche Güter besitzen dürfen und
- Die Cammer wird sie heraus schmeißen den hat alle Fehde ein Ende.
den Olesnicer Schluzbuben hat er freilich Atteste gegeben und ihre Sache unterstehen helfen dafür hatt ihm diese versprochen die Voigtey zu verkaufen. Gestern ist das Urteil an die Kerls gekommen
1. der Fenſe darf die Kerls nicht exmittiren
2. er soll die auf Olesnice haftende Schulden löschen
3. soll er den Consens nachſuchen.
4. Wann der gegeben ist die Erbverpachtung im Hypothequen Buch eintragen laßen,
6. aber ist der Giese abgewiesen daß ihm der Fürst nicht ehender bisher Consens erfolgt ist die Güter übergeben darf. das ist eine Sentenz wofür die Hunde heulen mögten. Ich werde nun gleich bey der Behörde nun den Consens ansuchen da wird die Resolution sein, daß solche Canaillen keine Adeliche Güter besitzen dürfen und Die Cammer wird sie heraus schmeißen den hat alle Fehde ein Ende.


