Document 179 · Letter
1 May 1806
Berlin
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld reports that the dismemberment and the Pszczew affair have been approved by the King and that the yield of the estates has been fixed at 40,260 Rthl. The debts amount to 698,000 Rthl. Together with General v. Köckritz he intends to ask the King for treasury notes to pay them off, the matter being pursued by Court Fiscal Pochammer, for whom he urgently requests a power of attorney. He says Glenck knows nothing of the Prusimska affair; he promised him 8,000 Rthl sub spe rati for the repurchase of his lands. For the 30,000 Rthl he still sees no way.
Triebenfeld meldet, dass Dismembration und Pszczew-Sache vom König genehmigt sind und der Ertrag der Güter auf 40260 Rthl festgesetzt ist. Die Schulden betragen 698000 Rthl. Mit General v. Köckritz will er vom König Tresorscheine zu ihrer Tilgung erbitten, betrieben durch Hoff Fiscal Pochammer, für den er eilig eine Vollmacht erbittet. Glenck wisse nichts von der Prusimska-Sache; ihm sagte er für den Rückkauf seiner Gründe 8000 Rthl sub spe rati zu. Für die 30000 Rthl sieht er noch keinen Weg.
- 179
- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht höchst gnädige Schreibe von 19 und 27ten Merz habe
- darum so späth erhalte, weil selbige sehr lange in Słupca gelegen habe,
- Es ist für mich mehr als traurig, daß ich von Ewr Durchlaucht so weit ent-
- fernt leben und ſo ſelte Nachricht haben ſoll. beſonders ſchwer falt es mich
- zu handeln wann Ewr Durchlaucht mich so lange ohne alle Antwort belassen
- Indes gebe ich mir die Ehre Höchstdenenselben ganz gehorsamst zu berichten
- wie alle Sachen gediehen sind.
- Ich habe nachdem ich auf den Gütern alles geordnet hatte mich wieder
- hierher nach Berlin gemacht um hier zu würken und die Sache wo
- möglich zu finaliſiren.
- Die Dismembration ist wie Ewr Durchlaucht wißen sehr ehrenvoll genehmigt
- und Selbst des Königs Majestät habe mir hoch Dero Beifall gewürdigt.
- Auch die Betscher Sache ist bey der Kammer genehmigt von General Hinrich
- Departement, dem König zur Approbation vorgelegt, und eben heute
- solche von König vollzogen hier eingegangen. Diese Sache welche
- Ewr Durchlaucht große Gefahr drohete ist nun auch ganz in reinen.
- Die Taxen der Kalischen Kammer sind ebenfals beendiget, sie sind
- wie die Abschrift sub A zeigt ausgefallen und liegen eben dem
- General Finanz Departement vor von welchen ich Morgen ein Authen-
- tisches Attest über die für immer festehende Revenuen der Güter
179
Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr!
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht höchst gnädige Schreibe von 19 und 27ten Merz habe darum so späth erhalte, weil selbige sehr lange in Słupca gelegen habe, Es ist für mich mehr als traurig, daß ich von Ewr Durchlaucht so weit entfernt leben und ſo ſelte Nachricht haben ſoll. beſonders ſchwer falt es mich zu handeln wann Ewr Durchlaucht mich so lange ohne alle Antwort belassen Indes gebe ich mir die Ehre Höchstdenenselben ganz gehorsamst zu berichten wie alle Sachen gediehen sind.
Ich habe nachdem ich auf den Gütern alles geordnet hatte mich wieder hierher nach Berlin gemacht um hier zu würken und die Sache wo möglich zu finaliſiren.
Die Dismembration ist wie Ewr Durchlaucht wißen sehr ehrenvoll genehmigt und Selbst des Königs Majestät habe mir hoch Dero Beifall gewürdigt. Auch die Betscher Sache ist bey der Kammer genehmigt von General Hinrich Departement, dem König zur Approbation vorgelegt, und eben heute solche von König vollzogen hier eingegangen. Diese Sache welche Ewr Durchlaucht große Gefahr drohete ist nun auch ganz in reinen. Die Taxen der Kalischen Kammer sind ebenfals beendiget, sie sind wie die Abschrift sub A zeigt ausgefallen und liegen eben dem General Finanz Departement vor von welchen ich Morgen ein Authentisches Attest über die für immer festehende Revenuen der Güter
- erhalten soll und worin der Ertrag 40260 rthl nach alle, nur
- möglichen Prüfungen festgeſezt iſt. — Jedoch išt hierbei weder der
- Wald noch die Laudemien und Jurisdictions Fälle angenommen, sondern
- Ewr Durchlaucht Disposition allen überlaßen worden.
- So groß der Ertrag nun auch ausgefallen ist, so sind die Schulden
- nach der Sub. B. beigebogenen Designation nicht nieder groß und
- wichtig und gehören eine Reihe von Jahre dazu bis alles rein ab-
- gezahlt werden wird.
- Ein Glück war es daß ich eben zu dieſer Zeit hier eintraft den eben
- lag die Sache wieder wegen der Curischen Post und den Intresse Zahlungen
- vor umsomehr da der Minister v. Stein jezt alles aufräumt und
- zu dem Ende eine Comission niederzusezzen erbeten hatt, die aus
- dem Minister v. Voss dem Groß Kanzler und ihm, visa vis dem
- Hern Minister Gr. v. Schulenburg besteht, die alles untersuchen und
- alles sichern laßen solle, damit man besonders wegen der Banque
- und Seehandlung, wo man große Defecte vermuthet, hell sehr
- will. Ich habe über diese Sache viel mit dem Herrn
- General v. K[öckritz]. conferirt und mich am Ende mit demselben dahin
- geeiniget, von des Königes Majestät so viel Tresor scheine
- zu erbitten als zur Bezahlung Ewr Durchlaucht Schulden
- überhaupt erforderlich sind.
- Die ganze Summa ist wie die Designation es besagt
- aber 698000 rt., excl. der mir zustehenden Posten mit denen
- ich bis zu glücklichern Ereignißen warten werde.
- Ich habe desfals unter meinen Nahmen wie die Beilage
erhalten soll und worin der Ertrag 40,260 rthl nach alle, nur möglichen Prüfungen festgeſezt iſt. — Jedoch išt hierbei weder der Wald noch die Laudemien und Jurisdictions Fälle angenommen, sondern Ewr Durchlaucht Disposition allen überlaßen worden. So groß der Ertrag nun auch ausgefallen ist, so sind die Schulden nach der Sub. B. beigebogenen Designation nicht nieder groß und wichtig und gehören eine Reihe von Jahre dazu bis alles rein abgezahlt werden wird.
Ein Glück war es daß ich eben zu dieſer Zeit hier eintraft den eben lag die Sache wieder wegen der Curischen Post und den Intresse Zahlungen vor umsomehr da der Minister v. Stein jezt alles aufräumt und zu dem Ende eine Comission niederzusezzen erbeten hatt, die aus dem Minister v. Voss dem Groß Kanzler und ihm, visa vis dem Hern Minister Gr. v. Schulenburg besteht, die alles untersuchen und alles sichern laßen solle, damit man besonders wegen der Banque und Seehandlung, wo man große Defecte vermuthet, hell sehr will. Ich habe über diese Sache viel mit dem Herrn General v. K[öckritz]. conferirt und mich am Ende mit demselben dahin geeiniget, von des Königes Majestät so viel Tresor scheine zu erbitten als zur Bezahlung Ewr Durchlaucht Schulden überhaupt erforderlich sind.
Die ganze Summa ist wie die Designation es besagt aber 698,000 rt., excl. der mir zustehenden Posten mit denen ich bis zu glücklichern Ereignißen warten werde. Ich habe desfals unter meinen Nahmen wie die Beilage
- Sub Litt C. zeigt schreiben wollen, und zwar umsomehr da der
- König nur jezt die mir gebührende Gerechtigkeit wiederfahren
- läst. Indes hat dHl. Geh[eimen]. Cab[inets]. Rath B[eyme]. noch nicht sein fiat gegeben
- und der würdige General fürchtete mit allen Rechte, daß die
- Sache gänzlich scheitern dürfte. Daher schlug der bidere Freund
- vor, daß der Busen Freund des H. p B: — der Hoff Fiscal
- Pochammer diese Sache betreiben solle.
- Mitt diesen habe ich mich nur geeiniget, Ew. will alles besorg
- und verlangt für seine Mühe ein ebenmäßiges Honorarium als
- er von dem Prinz. v Hesse zugesagt erhalten hat.
- Inzwischen muß er eine Specielle Vollmacht haben und
- hatt er zu dem Ende das Sub Litt D. beigefügte Formulas
- mir so eben zu gesandt, welches ich Ewr Durchlaucht mit dem
- gehorsamsten Bitte übermache, selbiges dorten in forma
- Probante / insofern alles Höchst Ihren Beifall hatt
- ausfertigen zu laßen zu vollziehen, und es eiligste anhero
- zusenden, damit ich schnell würden, und alles
- zu Stande bringen kan — umsomehr da Johanni
- vor der Thür ist — und bey diesen so höchst bedrängten
- Zeiten sonsten woher kein Groschen, da besonders alle
- Cassen gespeiert sind, zu erhalten ist, um die so
- dringenden Schulden bezahlen zu können.
Sub Litt C. zeigt schreiben wollen, und zwar umsomehr da der König nur jezt die mir gebührende Gerechtigkeit wiederfahren läst. Indes hat dHl. Geh[eimen]. Cab[inets]. Rath B[eyme]. noch nicht sein fiat gegeben und der würdige General fürchtete mit allen Rechte, daß die Sache gänzlich scheitern dürfte. Daher schlug der bidere Freund vor, daß der Busen Freund des H. p B: — der Hoff Fiscal Pochammer diese Sache betreiben solle.
Mitt diesen habe ich mich nur geeiniget, Ew. will alles besorg und verlangt für seine Mühe ein ebenmäßiges Honorarium als er von dem Prinz. v Hesse zugesagt erhalten hat. Inzwischen muß er eine Specielle Vollmacht haben und hatt er zu dem Ende das Sub Litt D. beigefügte Formulas mir so eben zu gesandt, welches ich Ewr Durchlaucht mit dem gehorsamsten Bitte übermache, selbiges dorten in forma Probante / insofern alles Höchst Ihren Beifall hatt ausfertigen zu laßen zu vollziehen, und es eiligste anhero zusenden, damit ich schnell würden, und alles zu Stande bringen kan — umsomehr da Johanni vor der Thür ist — und bey diesen so höchst bedrängten Zeiten sonsten woher kein Groschen, da besonders alle Cassen gespeiert sind, zu erhalten ist, um die so dringenden Schulden bezahlen zu können.
- Alles wird darauf ankommen, daß H. p. Pochammer dem Hlrn. Cabinets Rath
- dahin stimmt, daß wir die Gelder oder Tresor scheine zu 3 pct erhalten
- der Prinz v Oranien muß zwar 4 pct geben, indes glaubt H. Pochammer
- gens zu reussiren und das Capital a 3 pct. los zu eisen.
- Wär dies dan könten sich Euer Durchlaucht über aus glücklich
- schäzzen. Sie wären auf einemahle alle Ihre Schulden los
- hätten nach einige 30 Jahre die reinſten Güter, und zogen einstweilen
- dennoch jährlich an 10000 rt. aus den beiden Herrschaften
- und wären aller Sorgen Kummer und besonders des Verdrußes
- wegen den entehrenden Prozeßen los und ledig —
- Den Amortisations Pläne habe ich zu dem Ende und
- besonders zu Ewr Durchlaucht über sicht angefertiget um
- begellige Sub Litt E. hier gehorsamst bey
- Geruhen Sie gnädigster Fürſt und Herr alles zu prüfen
- und schicken mir besonders die Vollmacht für den
- Hoff Fiscal Herrn Pochammer — damit dieses so
- äußerst wichtige und zu Ewer Durchlaucht Wohl Ruhe
- und Ehre abzweckende Werck eifrigſt betrieben
- und einmahl glücklich beendiget werden könne.
- Höchst belohnend für mich ist es daß nur der Monarch seinen
- Beifall nicht verſagen können, und daß dieſe Sache ſelbſt
- das Staunen des Cabinets Rathes Beyme erregt hat, vor
- züglich aber hat mir dies gefreut, daß der Minister v. Voss
- mein Benehmen seinen Cammeren zum Muster aufgestellt hat.
Alles wird darauf ankommen, daß H. p. Pochammer dem Hlrn. Cabinets Rath dahin stimmt, daß wir die Gelder oder Tresor scheine zu 3 pct erhalten der Prinz v Oranien muß zwar 4 pct geben, indes glaubt H. Pochammer gens zu reussiren und das Capital a 3 pct. los zu eisen. Wär dies dan könten sich Euer Durchlaucht über aus glücklich schäzzen. Sie wären auf einemahle alle Ihre Schulden los hätten nach einige 30 Jahre die reinſten Güter, und zogen einstweilen dennoch jährlich an 10,000 rt. aus den beiden Herrschaften und wären aller Sorgen Kummer und besonders des Verdrußes wegen den entehrenden Prozeßen los und ledig — Den Amortisations Pläne habe ich zu dem Ende und besonders zu Ewr Durchlaucht über sicht angefertiget um begellige Sub Litt E. hier gehorsamst bey Geruhen Sie gnädigster Fürſt und Herr alles zu prüfen und schicken mir besonders die Vollmacht für den Hoff Fiscal Herrn Pochammer — damit dieses so äußerst wichtige und zu Ewer Durchlaucht Wohl Ruhe und Ehre abzweckende Werck eifrigſt betrieben und einmahl glücklich beendiget werden könne. Höchst belohnend für mich ist es daß nur der Monarch seinen Beifall nicht verſagen können, und daß dieſe Sache ſelbſt das Staunen des Cabinets Rathes Beyme erregt hat, vor züglich aber hat mir dies gefreut, daß der Minister v. Voss mein Benehmen seinen Cammeren zum Muster aufgestellt hat.
- Was nun das Glencksche Schreiben von 28ten Febr betrift so erwieder ich darauf
- Tief gehorſamſt, daß die Prusimskische Sache dem Glenck ſo fremd iſt als
- dem Blind gebohrnen die Farbe. Wäre es mir möglich allgegenwärtig zu sei
- so würde ich auch diese Geschichte mit gleichforcie betreiben. Dan dies aber
- ohne sich Göttliche Eigenschaften wie Tollhäuseler zu zweigenen nicht geschehen kan,
- so muß ich bey den Haupt Sachen stehen bleiben und diese, um Ewr Durchlaucht
- Ruhe zu begrüncken mit redlichen Eyfer bei bearbeiten.
- Übrigens tröste ich mich damit daß Hr. Glenck diese Sache mit seinem Jahr nur
- fingirt hatt, nun Stoff zu haben an Ewr Durchlaucht zu schreiben, und höchst dieselben
- seine Pracheregen[?] im Gedächtnis zu revociren.
- Den Zweck hat er erreicht, daß ich ihm nun sehen und sprechen müße — Mein Urteil
- war indes richtig, den von der Prusimskischen Sache wüste er nichts, nur der Consens
- wegen den Verkauf ſeiner Gründe war der Gegenſtand worüber er raisonirten
- Er rühmte seine vieljährige Dienst mit und daß er 42 Reisen in Ewer Durchlaucht
- Angelegenheiten gemacht — wo er nach seiner Meinung eine weit größere
- Remuneration als diese Bagatelle verdient zu haben glaubte
- Um dem Dinge am Ende zu machen frug ich ihm was er den eigentlich,
- wann er Euer Durchlaucht die Gründe zurük verkaufte, haben wolte.
- seine Antwort war, daß er solche keine X zur unter 8000 rt laßen
- könte. Den ſchon habe er Ewr Durchlaucht 330 Morgen Gründe
- Die Höchstete ihm außer der Voigtey, und den 300 Morgen Wald, zuge-
- sagt hätten, geschenkt — dies sey den doch schon mehr als raisonable
- und im Fall man ihm den Consens verweigern wolte, würde er Klage
- und diese auch noch fordern — Ich habe um alle diese bachensee des
- Glencks ein Ende zu machen ihm die 8000 rth. Sub. spe rati zugesagt, und
- submittire hierüber Ewr Durchlaucht befehle — den Consens
Was nun das Glencksche Schreiben von 28ten Febr betrift so erwieder ich darauf Tief gehorſamſt, daß die Prusimskische Sache dem Glenck ſo fremd iſt als dem Blind gebohrnen die Farbe. Wäre es mir möglich allgegenwärtig zu sei so würde ich auch diese Geschichte mit gleichforcie betreiben. Dan dies aber ohne sich Göttliche Eigenschaften wie Tollhäuseler zu zweigenen nicht geschehen kan, so muß ich bey den Haupt Sachen stehen bleiben und diese, um Ewr Durchlaucht Ruhe zu begrüncken mit redlichen Eyfer bei bearbeiten. Übrigens tröste ich mich damit daß Hr. Glenck diese Sache mit seinem Jahr nur fingirt hatt, nun Stoff zu haben an Ewr Durchlaucht zu schreiben, und höchst dieselben seine Pracheregen[?] im Gedächtnis zu revociren.
Den Zweck hat er erreicht, daß ich ihm nun sehen und sprechen müße — Mein Urteil war indes richtig, den von der Prusimskischen Sache wüste er nichts, nur der Consens wegen den Verkauf ſeiner Gründe war der Gegenſtand worüber er raisonirten Er rühmte seine vieljährige Dienst mit und daß er 42 Reisen in Ewer Durchlaucht Angelegenheiten gemacht — wo er nach seiner Meinung eine weit größere Remuneration als diese Bagatelle verdient zu haben glaubte Um dem Dinge am Ende zu machen frug ich ihm was er den eigentlich, wann er Euer Durchlaucht die Gründe zurük verkaufte, haben wolte. seine Antwort war, daß er solche keine X zur unter 8,000 rt laßen könte. Den ſchon habe er Ewr Durchlaucht 330 Morgen Gründe Die Höchstete ihm außer der Voigtey, und den 300 Morgen Wald, zugesagt hätten, geschenkt — dies sey den doch schon mehr als raisonable und im Fall man ihm den Consens verweigern wolte, würde er Klage und diese auch noch fordern — Ich habe um alle diese bachensee des Glencks ein Ende zu machen ihm die 8,000 rth. Sub. spe rati zugesagt, und submittire hierüber Ewr Durchlaucht befehle — den Consens
- aber seinen Verkauf können Ewr Durchlaucht ihm nicht geben, es sey den daß Sie
- etliche 20 neue Prozeße vorziehen — den jeder Bauer und Chalupniker
- der innerhalb der 700 Morgen, Grunde hat, würde nicht weichen
- wollen und gegen dismembration und alles protestirt ich werde nun sehen es möglich zu machen um einen Theil
- der Gelder aufzutreiben und den Glenck zu bezahlen.
- Was dem Consens wegen Santomisl betrift, so remittire ich daß davon
- erhaltene Stück / den die Mittlen Bogen fehlen / mit der Submissen bitte
- es ja sofort zu cassiren —
- Santomisl ist ein Pertinenz von der Herrschaft Betsche die an-
- den Unterthanen verkauft ist — es sey nun ein Dominial oder
- Rustical Grundstück — Genug es ist den Leuten alles verkauft und
- alles ist jetzt genau wirt was zu dieser oder jener Sache geschlagen
- ist — Ewr Durchlaucht habe Sich kein Recht über Grundstücke sondern
- nur das Obereigenthums Recht in der Art vorbehalten, daß Sie
- alles, was Ihnen jene Leute, die jezt eigenthümig Besitzer heißen, vorlegen,
- Approbiren, und dafür Ihre 10 pro Cent Laudemien erhalten wollen.
- die so genannten Erb Leute haben auch schon die Landebergschen Erben
- im Anspruch genommen und fordern das Gut da der Contract
- des Radki[?] falsch ist, zurück. würden Ewr Durchlaucht nun jezt
- diesen und dem Contract entgegen Sachen Approbiren, und verkäufer
- ohne der Erbesitzer wißen consentiren. So hätte die Menschen ein
- Recht zu Klagen und jedes einzelne Individuum könte Ihnen
- einen so kostspieligen Prozeß formiren der alle errungene
- Vortheile anstreiben würden
- Überden ist es auch wieder reichtlich einen bürgerlichen jezt Dominial
aber seinen Verkauf können Ewr Durchlaucht ihm nicht geben, es sey den daß Sie etliche 20 neue Prozeße vorziehen — den jeder Bauer und Chalupniker der innerhalb der 700 Morgen, Grunde hat, würde nicht weichen wollen und gegen dismembration und alles protestirt ich werde nun sehen es möglich zu machen um einen Theil der Gelder aufzutreiben und den Glenck zu bezahlen. Was dem Consens wegen Santomisl betrift, so remittire ich daß davon erhaltene Stück / den die Mittlen Bogen fehlen / mit der Submissen bitte es ja sofort zu cassiren — Santomisl ist ein Pertinenz von der Herrschaft Betsche die anden Unterthanen verkauft ist — es sey nun ein Dominial oder Rustical Grundstück — Genug es ist den Leuten alles verkauft und alles ist jetzt genau wirt was zu dieser oder jener Sache geschlagen ist — Ewr Durchlaucht habe Sich kein Recht über Grundstücke sondern nur das Obereigenthums Recht in der Art vorbehalten, daß Sie alles, was Ihnen jene Leute, die jezt eigenthümig Besitzer heißen, vorlegen, Approbiren, und dafür Ihre 10 pro Cent Laudemien erhalten wollen. die so genannten Erb Leute haben auch schon die Landebergschen Erben im Anspruch genommen und fordern das Gut da der Contract des Radki[?] falsch ist, zurück. würden Ewr Durchlaucht nun jezt diesen und dem Contract entgegen Sachen Approbiren, und verkäufer ohne der Erbesitzer wißen consentiren. So hätte die Menschen ein Recht zu Klagen und jedes einzelne Individuum könte Ihnen einen so kostspieligen Prozeß formiren der alle errungene Vortheile anstreiben würden Überden ist es auch wieder reichtlich einen bürgerlichen jezt Dominial
- Rechte einzuräumen. Es ist das nach einer neuen Cabinets Ordre durchaus
- verboten und zieht den Verlust des Incolats nach sich.
- selbst Verarbrachtungen aus dieser Güter, an nicht besizigfähige sind durchaus
- untersagt, und sollen keinesweges gelitten werden.
- Für die Olesnicer Erbpächter ist mir diese Cabinets Verfügung und die daraus
- publicirten Edicte stehe heilsam, den durch diese allein müßen die Sub[en?] räumen.
- vorzüglich aber muß außer allen diesen Ewr Durchlaucht noch bemerklich machen, daß
- Sie selbst / wann Sie würklich das Recht dazu hätten / schrecklich verlern würden.
- wan Sie um die elenden 6000 rth willen diesem schändlichen Plan approbirten.
- Santomisl wird darauf wan es die jetzigen Erbbesitzer zertheilen an
- 100/m rthl. werth haben. Alle 20 Jahre sind die Stellen rund herum verkauft.
- und da haben Ewr Durchlaucht und Ihre Nachkommen die guter durch die 10 pct
- Laudemien aufs neue bezahlt. Dies ist doch eine so wesentliche Sache die
- sich kein Grundherr fur die Ewigkeit vergiebt
- Was die 30000 rt anbetrift, so sehe ich noch keine Möglichkeit ein wie[?]
- diese so schnell ſchaffen ſoll. Erhalte ich das Capital von König
- so erhalten Ewr Durchlaucht zwar viel — allen das geht rein auf wen
- alle Schulden bezahlt würden sollen. Lezteres muß sein, weil
- der Hypothequer Schnee reine sein muß. Woher also nehmen?
- Der einzige Fall wäre wenn ich Geld auf eine meiner Hypotheque auf
- Schweinern und Kontop bekommen könte, oder daß die Erbkäufer
- in Zagorowo und Trąbczyn häufig kaum und Geld brächten
- zu leisten, aber gehört, daß ich zu Hausen oder in jenen Gegenden
- seyn könte; das geht aber nicht, den ich muß absolut hier würden.
- Ist es indes eine Möglichkeit so zählen Ewr Durchlaucht auf meinen
- Eyfer Ihre Wünsche alle Wege zu realisiren.
- Mit erster Post werde ich höchst denenselben das weitere hierüber
- schreiben.
Rechte einzuräumen. Es ist das nach einer neuen Cabinets Ordre durchaus verboten und zieht den Verlust des Incolats nach sich. selbst Verarbrachtungen aus dieser Güter, an nicht besizigfähige sind durchaus untersagt, und sollen keinesweges gelitten werden. Für die Olesnicer Erbpächter ist mir diese Cabinets Verfügung und die daraus publicirten Edicte stehe heilsam, den durch diese allein müßen die Sub[en?] räumen. vorzüglich aber muß außer allen diesen Ewr Durchlaucht noch bemerklich machen, daß Sie selbst / wann Sie würklich das Recht dazu hätten / schrecklich verlern würden. wan Sie um die elenden 6,000 rth willen diesem schändlichen Plan approbirten. Santomisl wird darauf wan es die jetzigen Erbbesitzer zertheilen an 100/m rthl. werth haben. Alle 20 Jahre sind die Stellen rund herum verkauft. und da haben Ewr Durchlaucht und Ihre Nachkommen die guter durch die 10 pct Laudemien aufs neue bezahlt. Dies ist doch eine so wesentliche Sache die sich kein Grundherr fur die Ewigkeit vergiebt Was die 30,000 rt anbetrift, so sehe ich noch keine Möglichkeit ein wie[?] diese so schnell ſchaffen ſoll. Erhalte ich das Capital von König so erhalten Ewr Durchlaucht zwar viel — allen das geht rein auf wen alle Schulden bezahlt würden sollen. Lezteres muß sein, weil der Hypothequer Schnee reine sein muß. Woher also nehmen? Der einzige Fall wäre wenn ich Geld auf eine meiner Hypotheque auf Schweinern und Kontop bekommen könte, oder daß die Erbkäufer in Zagorowo und Trąbczyn häufig kaum und Geld brächten zu leisten, aber gehört, daß ich zu Hausen oder in jenen Gegenden seyn könte; das geht aber nicht, den ich muß absolut hier würden. Ist es indes eine Möglichkeit so zählen Ewr Durchlaucht auf meinen Eyfer Ihre Wünsche alle Wege zu realisiren.
Mit erster Post werde ich höchst denenselben das weitere hierüber schreiben.
- vieleicht last sich irgendwo ein Mittel auffinden noch hinter das
- Große Darlehn etwas zu erhalten. Vieleicht glückt es, auch den jeder
- will jezt helfen, da selbst der König meinen Handlungen laut gelobt
- und Gerechtigkeit hat widerfahren laßen, ging der Creditoren zu besänftigen
- Das traurigſte für mich ist daß Ewr Durchlaucht jezt ſo entfernt
- von hier leben und daß ich so ganz allein alle diese Lasten tragen
- muß. Auf keinen Menschen kan ich mich verlaßen, ich mag bey meinem
- Abreisen ändern was ich will, so geschieht nichts — was ich wieder
- kommen muß ich nur Gott danken, daß ich es finde, als ich das gelaßen
- hatte — Grattenauer ist jezt fortwährend krank, kan nicht schreiben
- noch weniger weisen — Schenck hat sich ganz zum faulsten Hände
- umgestaltet — Grimm läst alles so lange liegen bis er denkt ich könte
- ihm wieder aufm Dache steigen. Melzern darf ich erst nicht schildern
- den deßen brutalitaet und Faulheit ist Ewr Durchlaucht gar
- Gnüge bekannt.
- Hilft mir aber Gott jezt daß ich das Darlehn erhalte alle
- Schulden zahle, und dadurch den großen Theil aller Prozeße beheben
- dann werde aber auch Ewer Durchlaucht einen Plan vorlegen
- nach welchen man die unnüzzen bestimmen in Steat[?] legen kan.
- Jezt muß ich nur noch behutsam gehen, damit die Buben nicht
- zum Verräther und der guten Sache schädlich würden,
- Ist es in der Welt möglich so geruhen Ewr Durchlaucht mir doch
- zu auf das schleunigste und allen fals zu Estaffette zu antwor-
- ten sonsten muß ich hier zu lange vergeblich liegen —
- In tiefsten Respect ersterbe, als
- Ewr Durchlaucht
- Erhalte ich die Tressor Scheine so
- werde ich trachte diesen und jene
- was abzureisen — Geruhen ihm durchl.
- mir noch einige Blaugeabs zu Briefen zu sehen, mit / ergebenster den / ganz ergebener Der /
- Berlin d. 1 ten May
- 1806.
- treu gehorsamster Diener
- v Triebenfeld
- Die mit der Unterschrift an König habe ich noch alle aus die andern sind alle —
- Heute ist hier alles in Allern und bricht auß — Es sieht hier sehr bunt aus —
vieleicht last sich irgendwo ein Mittel auffinden noch hinter das Große Darlehn etwas zu erhalten. Vieleicht glückt es, auch den jeder will jezt helfen, da selbst der König meinen Handlungen laut gelobt und Gerechtigkeit hat widerfahren laßen, ging der Creditoren zu besänftigen Das traurigſte für mich ist daß Ewr Durchlaucht jezt ſo entfernt von hier leben und daß ich so ganz allein alle diese Lasten tragen muß. Auf keinen Menschen kan ich mich verlaßen, ich mag bey meinem Abreisen ändern was ich will, so geschieht nichts — was ich wieder kommen muß ich nur Gott danken, daß ich es finde, als ich das gelaßen hatte — Grattenauer ist jezt fortwährend krank, kan nicht schreiben noch weniger weisen — Schenck hat sich ganz zum faulsten Hände umgestaltet — Grimm läst alles so lange liegen bis er denkt ich könte ihm wieder aufm Dache steigen. Melzern darf ich erst nicht schildern den deßen brutalitaet und Faulheit ist Ewr Durchlaucht gar Gnüge bekannt.
Hilft mir aber Gott jezt daß ich das Darlehn erhalte alle Schulden zahle, und dadurch den großen Theil aller Prozeße beheben dann werde aber auch Ewer Durchlaucht einen Plan vorlegen nach welchen man die unnüzzen bestimmen in Steat[?] legen kan. Jezt muß ich nur noch behutsam gehen, damit die Buben nicht zum Verräther und der guten Sache schädlich würden, Ist es in der Welt möglich so geruhen Ewr Durchlaucht mir doch zu auf das schleunigste und allen fals zu Estaffette zu antworten sonsten muß ich hier zu lange vergeblich liegen — In tiefsten Respect ersterbe, als
Ewr Durchlaucht
Erhalte ich die Tressor Scheine so
werde ich trachte diesen und jene
was abzureisen — Geruhen ihm durchl.
mir noch einige Blaugeabs zu Briefen zu sehen, mit / ergebenster den / ganz ergebener Der / Berlin d. 1 ten May
1806.
treu gehorsamster Diener
v Triebenfeld
Die mit der Unterschrift an König habe ich noch alle aus die andern sind alle — Heute ist hier alles in Allern und bricht auß — Es sieht hier sehr bunt aus —







