Document 172 · Letter
28 March 1805
Trąbczyn
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld is pursuing the dismemberment at Trąbczyn. He has postponed the main hearing to Monday and intends then to conclude the contracts for all the parcels. He quotes a letter from President v. Goldbeck to Minister Voss: the Chamber, he says, has already given its consent, Councillor of War zur Höllen has made mistakes, and these are to be corrected as far as possible if Voss grants the consent. Kunkel, one of the men from Oleśnica, has been taken into custody. Over Szetlewek Triebenfeld expects a hard day.
Triebenfeld betreibt in Trąbczyn die Dismembration. Er hat den Haupttermin auf Montag verschoben und will dann die Contracte über alle Gründe abschließen. Er zitiert einen Brief des Präsidenten v. Goldbeck an Minister Voss: Die Kammer habe bereits eingewilligt, Krieges Rath zur Höllen habe Fehler begangen, und diese sollen, wenn Voss den Consens erteilt, nach Möglichkeit berichtigt werden. Kunkel von den Olesnicern ist in Verwahrung gebracht worden. Wegen Szetlewek erwartet Triebenfeld einen schweren Tag.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Seit gestern bin ich hier in Trąbczyn um das dismembrations Geschäft
- mit Eyfer zu betreiben. Es sind schon eine Menge Menschen hier
- da aber noch viele mehr erwartet würden, ſo habe ich den Haupt
- Termin bis zum künftigen Montag ausgesezt wo ich dann gewis
- die Contracte über alle Gründe abzuschließen gedenke.
- Der President v Goldbeck münt sich jezt Noble und brav —
- Er hat den Minister Voss um einen 8 tägigen Urlaub geschrieben
- um nach Breslau zu gehen und sich häuslich Arangen zu können
- bey der Gelegenheit sagt er dem H v Voss
- In Ansehung der Ewr Epl. eingesandten Landrath Protocolle
- in Betref des Fürsten Hohenlohe Dismembrations Geschäfts muß
- ich noch unterthänigst bemerken, daß die Sache schon zu weit
- gediehen ist und nicht rückgängig gemacht würden. Ich habe nach
- üherer Prüfung gefunden, daß die Cammer bereits in der
- Dismembration consentirt hat und dem Landrath v. Blomberg
- die desfalßigen Principien unterm 2 Septr. a. pr. zu ge-
- fertiget hat. So wohl bey diesen als auch bey dem leztern
- Vortrage hat sich der Departements Rath Kr[ieges]. Rath zur Höllen
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr!
Seit gestern bin ich hier in Trąbczyn um das dismembrations Geschäft mit Eyfer zu betreiben. Es sind schon eine Menge Menschen hier da aber noch viele mehr erwartet würden, ſo habe ich den Haupt Termin bis zum künftigen Montag ausgesezt wo ich dann gewis die Contracte über alle Gründe abzuschließen gedenke. Der President v Goldbeck münt sich jezt Noble und brav — Er hat den Minister Voss um einen 8 tägigen Urlaub geschrieben um nach Breslau zu gehen und sich häuslich Arangen zu können bey der Gelegenheit sagt er dem H v Voss In Ansehung der Ewr Epl. eingesandten Landrath Protocolle in Betref des Fürsten Hohenlohe Dismembrations Geschäfts muß ich noch unterthänigst bemerken, daß die Sache schon zu weit gediehen ist und nicht rückgängig gemacht würden. Ich habe nach üherer Prüfung gefunden, daß die Cammer bereits in der Dismembration consentirt hat und dem Landrath v. Blomberg die desfalßigen Principien unterm 2 Septr. a. pr. zu gefertiget hat. So wohl bey diesen als auch bey dem leztern Vortrage hat sich der Departements Rath Kr[ieges]. Rath zur Höllen
- unverzeihliche Fehler zu Schulden kommen laßen, und das Collegium compro-
- mittirt, dagegen hat sich das Fürstl Dominium beßer benommen und mehr
- gethan als von der Kammer zu jener Zeit verlangt worden, so daß in
- wenigen Fällen nur gegen die Norm gehandelt ist.
- Nahmens des Collegii bitte ich Ewr um Verzeihung zugleich aber gelobe ich
- wann Ewr. den Consens zur Dismembration der Fürstl Güter zu erteilen
- geruhen, die grobe Fehler des Departements Rath nach Möglichkeit zu
- rectificiren p. p. p.
- das ist doch alles was ein ehrlicher Mann thun kan, und mit seiner Genehm
- haltung soll ich nun frisch weg sofort alles dismembriren, den wann
- auch H. v. Voss querden machen wolte so muß die Kammer ihr Wort halten,
- und auf die Consens dringen. Diese Rolle ist durch alle Acte meisterhaft
- geſpielt
- Mit den Olesnicern denke ich bald fertig zu werden, den heute ist Mona
- Kunckel durch den Landreuter abgehohlt, und durch Vermittelung des Schencis
- auf mehrere Zeiten in Verwahrung gebracht. Jezt wird es leicht Spiel
- mit die 3 Bube werden.
- wegen Szetlewek werde ich morgen einen warmen Tag haben, Gott gebe
- Glück wie in andern Fällen.
- Heute habe auch wieder die Winnickische Erbe geklagt und ver-
- langen noch 1300 rt. rückſtändige Vermeßungs Kosten.
- Es ist doch wahrlich schrecklich wie das hier zugegangen ist die
- Revenuen sind stets aufgerieben und kein Mensch ist bezahlt worden.
unverzeihliche Fehler zu Schulden kommen laßen, und das Collegium compromittirt, dagegen hat sich das Fürstl Dominium beßer benommen und mehr gethan als von der Kammer zu jener Zeit verlangt worden, so daß in wenigen Fällen nur gegen die Norm gehandelt ist.
Nahmens des Collegii bitte ich Ewr um Verzeihung zugleich aber gelobe ich wann Ewr. den Consens zur Dismembration der Fürstl Güter zu erteilen geruhen, die grobe Fehler des Departements Rath nach Möglichkeit zu rectificiren p. p. p.
das ist doch alles was ein ehrlicher Mann thun kan, und mit seiner Genehm haltung soll ich nun frisch weg sofort alles dismembriren, den wann auch H. v. Voss querden machen wolte so muß die Kammer ihr Wort halten, und auf die Consens dringen. Diese Rolle ist durch alle Acte meisterhaft geſpielt Mit den Olesnicern denke ich bald fertig zu werden, den heute ist Mona Kunckel durch den Landreuter abgehohlt, und durch Vermittelung des Schencis auf mehrere Zeiten in Verwahrung gebracht. Jezt wird es leicht Spiel mit die 3 Bube werden.
wegen Szetlewek werde ich morgen einen warmen Tag haben, Gott gebe Glück wie in andern Fällen.
Heute habe auch wieder die Winnickische Erbe geklagt und verlangen noch 1,300 rt. rückſtändige Vermeßungs Kosten. Es ist doch wahrlich schrecklich wie das hier zugegangen ist die Revenuen sind stets aufgerieben und kein Mensch ist bezahlt worden.
- durch diese Fuhre geruhen Ewr Durchlaucht die 6 Tische und 30 Stück
- Obst Bäume an den Presidenten gefahren zu laßen. Dem Menschen
- habe ich instruirt daß er ja ſagt, daß es alles von mir bringt —
- Übrigens gebe nur Gott der Allgütige daß Amelang gute Geschäfte
- macht den sind alle Wünsche erreicht.
- In tiefsten Respect ersterbe
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Trąbczyn den 28ten März
- 1805.
- treu unterthänigster Diener
- v Triebenfeld
durch diese Fuhre geruhen Ewr Durchlaucht die 6 Tische und 30 Stück Obst Bäume an den Presidenten gefahren zu laßen. Dem Menschen habe ich instruirt daß er ja ſagt, daß es alles von mir bringt — Übrigens gebe nur Gott der Allgütige daß Amelang gute Geschäfte macht den sind alle Wünsche erreicht. In tiefsten Respect ersterbe Ewr Hochfürstliche Durchlaucht Trąbczyn den 28ten März
1805.
treu unterthänigster Diener v Triebenfeld


