Document 168 · Letter
31 March 1805
Trąbczyn
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld says he has concluded contracts with the old peasants and secured the dues before the court. He is negotiating with v. Otocki over Szetlewek and the propination rights. Amelang promises help with the loan. Glenck, Wollenhaupt, the three men of Oleśnica and a Meyer are talking buyers out of purchasing. Claims of 3,011 Rthl are being made; against Wollenhaupt he raises counterclaims. The old subjects in Swięcia have been bought out, and for 28 Hufen a new contract was concluded: 400 Rthl per Hufe and 15 Rthl annual interest.
Triebenfeld hat mit den alten Bauern Verträge und die Sicherung der Abgaben gerichtlich abgeschlossen. Mit v. Otocki verhandelt er über Szetlewek und die Propination. Amelang verspricht Hilfe beim Anlehen. Glenck, Wollenhaupt, die drei Oleśnicaer und ein Meyer reden Käufern ab. Es werden Forderungen von 3011 Rthl erhoben; Wollenhaupt stellt er Gegenforderungen. Die alten Untertanen in Swięcia wurden ausgekauft, und für 28 Hufen wurde ein neuer Vertrag geschlossen: 400 Rthl je Hufe und 15 Rthl jährlicher Zins.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigster Herr!
- Der hier Fuß hoch liegende Schnee hindert meine ganze Operationen
- ich muß ohne was thun zu können, hier vergeblich sizzen.
- die Contracte mit den alten Bauren und die Sicherung der
- Abgabe habe ich diese Tage gerichtl. abgeschloßen und Ewr
- Durchlaucht dadurch auf ewige Zeiten eine ansehnliche Revenuen
- gesichert. Jezt unterhandle ich wegen Szetlewek und der
- Propination mit v. Otocki, den der alte Radzinski
- ändert alle Augenblick seine Meinung und will die Sache
- gerne hinhalten um am Ende prellen zu können
- von Berlin habe ich wegen des Anlehns gute Nachrichten Amelang
- verspricht alles zu bewürken, ich soll ihm nur nicht übereilen
- Das Departement verlangt eilig noch das Refus des Minister
- v. Voss und der Kammer wegen revidirung der Taxen. Dies über
- schade ich mit erster Post in Amelang und hoffe das beste.
- Wegen der Dismembration hat Kleur geäußert, daß
- wenn die Gründe nicht wie bey Betsche gegen für baar Geld
- sondern für einen verhältnismäßigen Zins verkauft
- würcken, des Consens aus nicht entstehen solte.
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigster Herr!
Der hier Fuß hoch liegende Schnee hindert meine ganze Operationen ich muß ohne was thun zu können, hier vergeblich sizzen. die Contracte mit den alten Bauren und die Sicherung der Abgabe habe ich diese Tage gerichtl. abgeschloßen und Ewr Durchlaucht dadurch auf ewige Zeiten eine ansehnliche Revenuen gesichert. Jezt unterhandle ich wegen Szetlewek und der Propination mit v. Otocki, den der alte Radzinski ändert alle Augenblick seine Meinung und will die Sache gerne hinhalten um am Ende prellen zu können von Berlin habe ich wegen des Anlehns gute Nachrichten Amelang verspricht alles zu bewürken, ich soll ihm nur nicht übereilen Das Departement verlangt eilig noch das Refus des Minister
v. Voss und der Kammer wegen revidirung der Taxen. Dies über schade ich mit erster Post in Amelang und hoffe das beste. Wegen der Dismembration hat Kleur geäußert, daß wenn die Gründe nicht wie bey Betsche gegen für baar Geld sondern für einen verhältnismäßigen Zins verkauft würcken, des Consens aus nicht entstehen solte.
- lezteres ist größtentheils geschehen und der Consens wird, da Herr
- v Goldbeck so brav geschrieben gewis im Kurzen erfolgen.
- Indes habe ich Amelang eine Beſchreibung der ganzen Sache ei-
- ligst überschickt, damit er dem H v Klewitz alles gründlich
- demonstriren, und ihm darthun kan, daß die Revenuen dieser
- Güter nicht verkauft, sondern durch die dismembration
- Vierfach erhöht und auf ewige Zeiten Post gesezt sind.
- Mehr als Kränkend ist es indes für mich daß ich bey den vielen Ar-
- beiten noch gegen eine Rotte bösewichter Kämpfen soll; und wäre
- nicht meine Anhänglichkeit an Ewr Durchlaucht gränzenlos, so würde
- ich längst in meinen Eyfer ermüdet sein.
- Herr p. Glenck macht sich hier über meine Handlungen lustig macht solche
- vor der Welt lächerlich und ist bemüht alles zu hintertreiben.
- Jezt hatt er sich mit Wollenhaupten geeiniget diesen als seinen
- Mandatarius engagirt und ihm alle Reiche der Welt versprochen.
- die Olesnicer 3 Buben und ein gewißer Meyer stehen mit in
- diesen Complott und wann Käufer kommen, so bemühen alle
- diese Canaillen sich die Menschen abzureden.
- Überhaupt ist Glencks benehmen haab und rachsüchtig, und es
- Gelt ihm gleich viel ob er Ewr Durchlaucht um etliche Tausend
- rthlr [p?]rallen hilft wan er nur seinen Zweck erreicht und alles
- mit dem Complott verhindert
- Alles ist in der grösten Confusion und Niemand kann weder Anfang
- noch Ende finden — So haben zum Beispiel die
lezteres ist größtentheils geschehen und der Consens wird, da Herr v Goldbeck so brav geschrieben gewis im Kurzen erfolgen. Indes habe ich Amelang eine Beſchreibung der ganzen Sache eiligst überschickt, damit er dem H v Klewitz alles gründlich demonstriren, und ihm darthun kan, daß die Revenuen dieser Güter nicht verkauft, sondern durch die dismembration Vierfach erhöht und auf ewige Zeiten Post gesezt sind. Mehr als Kränkend ist es indes für mich daß ich bey den vielen Arbeiten noch gegen eine Rotte bösewichter Kämpfen soll; und wäre nicht meine Anhänglichkeit an Ewr Durchlaucht gränzenlos, so würde ich längst in meinen Eyfer ermüdet sein.
Herr p. Glenck macht sich hier über meine Handlungen lustig macht solche vor der Welt lächerlich und ist bemüht alles zu hintertreiben. Jezt hatt er sich mit Wollenhaupten geeiniget diesen als seinen Mandatarius engagirt und ihm alle Reiche der Welt versprochen. die Olesnicer 3 Buben und ein gewißer Meyer stehen mit in diesen Complott und wann Käufer kommen, so bemühen alle diese Canaillen sich die Menschen abzureden. Überhaupt ist Glencks benehmen haab und rachsüchtig, und es Gelt ihm gleich viel ob er Ewr Durchlaucht um etliche Tausend rthlr [p?]rallen hilft wan er nur seinen Zweck erreicht und alles mit dem Complott verhindert Alles ist in der grösten Confusion und Niemand kann weder Anfang noch Ende finden — So haben zum Beispiel die
- Winnickischen Erben dermalen wieder 1300 Rthl
- vermeßungs Kosten eingeklagt.
- Chwalowski verlangt 850 rt.
- Sprengel, was H. Glenck jezt attestirt 61 rt.
- Wollenhaupt 800 rt.
- aus sind 3011 rt.
- Schon habe die Menschen große Summen erhalten, und demohngeachtet ist
- nichts reelles von Glenck oder Vermeßungs Register vorhanden, sondern
- es muß alles auf Neue vermeßen und eingetheilt werden.
- In der Winnichischen Sache wird indes nichts herauskommen den
- ich kenne den Curator
- der Chwalowski wird sich mit der Hälfte begnügen müßen,
- Sprengel muß, da ihm Glenck für sein jezziges Bemühen, die 61 rt.
- Forderung attestirt das Geld haben.
- Mit Wollenhaupt aber wird es dumm aussehen.
- Der Kerl fordert wie oben gesagt. 800 rtl.
- Ich bewies ihm daß er anderswo seit 2 Jahren
- gearbeitet Ewr Durchl. Arbeiten ganz liegen laßen
- daher giengen ab 600 rt.
- Ferner habe er durch 4 Jahre 5 Huben Land
- sich zugeeignet und diese allen benüzt
- dies betrage jährlich 150 rt folglich durch 4 Jahre 600 rt
- facit 1200 rt.
- Er müße daher noch heraus geben 400 rt.
Winnickischen Erben dermalen wieder 1,300 Rthl vermeßungs Kosten eingeklagt.
Chwalowski verlangt 850 rt.
Sprengel, was H. Glenck jezt attestirt 61 rt. Wollenhaupt 800 rt.
aus sind 3,011 rt.
Schon habe die Menschen große Summen erhalten, und demohngeachtet ist nichts reelles von Glenck oder Vermeßungs Register vorhanden, sondern es muß alles auf Neue vermeßen und eingetheilt werden. In der Winnichischen Sache wird indes nichts herauskommen den ich kenne den Curator der Chwalowski wird sich mit der Hälfte begnügen müßen, Sprengel muß, da ihm Glenck für sein jezziges Bemühen, die 61 rt. Forderung attestirt das Geld haben. Mit Wollenhaupt aber wird es dumm aussehen. Der Kerl fordert wie oben gesagt. 800 rtl. Ich bewies ihm daß er anderswo seit 2 Jahren gearbeitet Ewr Durchl. Arbeiten ganz liegen laßen daher giengen ab 600 rt.
Ferner habe er durch 4 Jahre 5 Huben Land sich zugeeignet und diese allen benüzt dies betrage jährlich 150 rt folglich durch 4 Jahre 600 rt facit 1,200 rt.
Er müße daher noch heraus geben 400 rt.
- Hierauf erwiedert Wollenhaupt. Der Bau Rath Glenck habe ihm
- die Erlaubnis ertheilt Arbeiten wo er wiße und könne außerhalb
- vorzunehmen, den dies wäre ja dem Fürsten eine Ehre wan seine
- Leute gesucht würden.
- In Ansehung der benuzten 5 Huben sagt derselbe auch daß ihm
- H. Glenck die Erlaubnis gegeben ſolche frey zu benuzzen und
- die Revenuen von Marianton / das heist Miethe von den Einwohnern /
- und alles zu ziehen.
- Die Wohnung will der Kerl auch nicht räumen, den er sagt so
- wohl H. Glenck als auch Ewr durchlaucht hätte ihm die Wohnung
- so lange versichert bis er anderweit versorgt sein würde.
- Schenck läst desfals das Maul hängen weil er nicht einziehen
- kan und wird vermuthlich sein Engagement und das Justiti-
- ariat aufgeben — ich muß nun diesen Kerl auch nach Möglichkeit
- Casuliren — wird er indes zu trozzig so mag er am Teufel gehen
- ten nun habe ich mich ziemlich durch gewißet und zu dem Posten
- finden wir hundert für einen —
- zum rasend werden, aber ist es sich mit allen diesen Buben
- bey den schon unabsehbaren Arbeiten herum zukämpfen
- und die Spizbube immer in Auge zu behalten damit sie nicht
- zu viel schaden —
- Schenck besteht absolut auf 4 Herren Land und auf die Frey
- heit sich einen Actuarius selbst zu wählen. Ich werde Ewr Durch-
- laucht darüber mündlichen Vortrag machen.
- Mit unbegränzter Treue ersterbe als
- Ewr Durchlaucht
- Trąbczyn
- den 31ten März 1805
- unterthäniger Diener
- v Triebenfeld
- die Swięcier Alten Unterthanen habe ich vor eine Bagatelle ausgekauft
- und so eben mit andere Leute einen Contract auf alle 28 Hufen geschloßen
- sie geben pro Hufe 400 rt baar und 15 rt jährl. Zinßen, tragen alle Lasten gleich andern
- erlegen 10 pct. Laudemien, und zahlen auf George Tag ein der Sache angemestens
- NB dies ist die profit von 10/m rt. — gegen den 1sten verkauft und stat 2-10 pct. Laudemien in Angeld —
Hierauf erwiedert Wollenhaupt. Der Bau Rath Glenck habe ihm die Erlaubnis ertheilt Arbeiten wo er wiße und könne außerhalb vorzunehmen, den dies wäre ja dem Fürsten eine Ehre wan seine Leute gesucht würden.
In Ansehung der benuzten 5 Huben sagt derselbe auch daß ihm
H. Glenck die Erlaubnis gegeben ſolche frey zu benuzzen und die Revenuen von Marianton / das heist Miethe von den Einwohnern / und alles zu ziehen.
Die Wohnung will der Kerl auch nicht räumen, den er sagt so wohl H. Glenck als auch Ewr durchlaucht hätte ihm die Wohnung so lange versichert bis er anderweit versorgt sein würde. Schenck läst desfals das Maul hängen weil er nicht einziehen kan und wird vermuthlich sein Engagement und das Justitiariat aufgeben — ich muß nun diesen Kerl auch nach Möglichkeit Casuliren — wird er indes zu trozzig so mag er am Teufel gehen ten nun habe ich mich ziemlich durch gewißet und zu dem Posten finden wir hundert für einen — zum rasend werden, aber ist es sich mit allen diesen Buben bey den schon unabsehbaren Arbeiten herum zukämpfen und die Spizbube immer in Auge zu behalten damit sie nicht zu viel schaden — Schenck besteht absolut auf 4 Herren Land und auf die Frey heit sich einen Actuarius selbst zu wählen. Ich werde Ewr Durchlaucht darüber mündlichen Vortrag machen.
Mit unbegränzter Treue ersterbe als
Ewr Durchlaucht
Trąbczyn
den 31ten März 1805
unterthäniger Diener
v Triebenfeld
die Swięcier Alten Unterthanen habe ich vor eine Bagatelle ausgekauft und so eben mit andere Leute einen Contract auf alle 28 Hufen geschloßen sie geben pro Hufe 400 rt baar und 15 rt jährl. Zinßen, tragen alle Lasten gleich andern erlegen 10 pct. Laudemien, und zahlen auf George Tag ein der Sache angemestens NB dies ist die profit von 10/m rt. — gegen den 1sten verkauft und stat 2-10 pct. Laudemien in Angeld —



