Document 170 · Letter
19 March 1805
Wrocław (Breslau)
Hahn, court councillor in Hohenlohe-Ingelfingen's service → Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent
Hahn reports that on the Prince's orders he rode to Triebenfeld's hereditary estate Świniary to speak with the steward Käufer and the forester Bezold. He says the forester asked who had blackened his name with the Prince and assured him that he was devoting all his energies to the interests of the estate. Hahn met the steward in Wrocław. He says the steward replied in the same terms, pointed to his excellent testimonials and his good name, and awaits an investigation of his conduct calmly.
Hahn berichtet, er sei auf Befehl des Fürsten nach Triebenfelds Erbgut Świniary geritten, um mit dem Amtmann Käufer und dem Förster Bezold zu reden. Der Förster fragte, wer ihn beim Fürsten angeschwärzt habe, und versicherte, alle Kräfte für das herrschaftliche Interesse einzusetzen. Den Amtmann traf Hahn in Breslau. Dieser erwiderte dasselbe, verwies auf beste Zeugnisse und seinen guten Namen und sieht einer Untersuchung seiner Handlungen ruhig entgegen.
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- Hochwohlgebohrner Herr
- Hochzuverehrender Herr Krieges und Forst Rath!
- Dem Befehle des Fürsten durchlaucht gemäs ritt, ich am
- vergangenen Sonnabend nach Euer Hochwohlgebohren ErbGut
- Schweinern, um dort mit dem Amtmann Käufer und
- dem Förster bezold zu reden. Ersteren traf ich nicht
- an, denn er war frühe nach Breslangeritten, und von
- da noch nicht zurück. Lezteren erklärte ich meinen Auf-
- trag den ich an ihm hätte ganz in der Art wie es mir von
- geschrieben war, er schien darüber nicht betroffen, son-
- dern forschte darnach, wer ihm bey Sr Durchlaucht wohl
- in ein uibles Licht gestellt hätte, worauf ich ihm sagt,
- daß ich dis selbst nicht wüßte, ich könnte ihn nur zur
- strengsten Rechtschaffenheit und Aufmerksamkeit im
- diensten ermahnen, da er sähe, daß man bey einer entge-
- gengesetzten Handlungsweise, nie sicher wären, und die-
- sen einmal streng geahndet würde. Er versicherten nis[?]
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Hochwohlgebohrner Herr Hochzuverehrender Herr Krieges und Forst Rath! Dem Befehle des Fürsten durchlaucht gemäs ritt, ich am vergangenen Sonnabend nach Euer Hochwohlgebohren ErbGut Schweinern, um dort mit dem Amtmann Käufer und dem Förster bezold zu reden. Ersteren traf ich nicht an, denn er war frühe nach Breslangeritten, und von da noch nicht zurück. Lezteren erklärte ich meinen Auftrag den ich an ihm hätte ganz in der Art wie es mir von geschrieben war, er schien darüber nicht betroffen, sondern forschte darnach, wer ihm bey Sr Durchlaucht wohl in ein uibles Licht gestellt hätte, worauf ich ihm sagt, daß ich dis selbst nicht wüßte, ich könnte ihn nur zur strengsten Rechtschaffenheit und Aufmerksamkeit im diensten ermahnen, da er sähe, daß man bey einer entgegengesetzten Handlungsweise, nie sicher wären, und diesen einmal streng geahndet würde. Er versicherten nis[?]
- daß er für das herrſchaftliche Interesse alle ſeine Kräffte
- aufböte, und mehr zu thun nicht im Stande wäre.
- Ich ritte dann zurück, und suchte mir hier den Amtmann
- auf, den ich auch wirklich traf, und der mir ehegefahr-
- das nemlichen erwiederte, nur mit dem Zusatz, daß
- er von den glaubwürdigsten [?]ammern die besten
- Zeugnisse habe, und ihm sein guter Namen vieles
- werth sey, den er in seiner heutigen Lage gewis
- nicht verdiene zu verlieren. Hiervon werde
- er beweise geben, und könne ruhig einer Untersuchung
- seiner Handlungen entgegen sehen. Euer Hoch-
- wohlgebohren, berichte ich dieses alles ebenfals
- auf Sr Durchlaucht befehl, und erlaube mir nur
- noch zu melden, daß heute die Wüsten mit der
- fahrenden Poß abgehen. In vollkommenſter Ver-
- ehrung:
- Euer Hochwohlgebohren
- Breslau d 19ten Merz
- 1805
- unterthäniger Diener
- A. Hahn
daß er für das herrſchaftliche Interesse alle ſeine Kräffte aufböte, und mehr zu thun nicht im Stande wäre. Ich ritte dann zurück, und suchte mir hier den Amtmann auf, den ich auch wirklich traf, und der mir ehegefahrdas nemlichen erwiederte, nur mit dem Zusatz, daß er von den glaubwürdigsten [?]ammern die besten Zeugnisse habe, und ihm sein guter Namen vieles werth sey, den er in seiner heutigen Lage gewis nicht verdiene zu verlieren. Hiervon werde er beweise geben, und könne ruhig einer Untersuchung seiner Handlungen entgegen sehen. Euer Hochwohlgebohren, berichte ich dieses alles ebenfals auf Sr Durchlaucht befehl, und erlaube mir nur noch zu melden, daß heute die Wüsten mit der fahrenden Poß abgehen. In vollkommenſter Verehrung:
Euer Hochwohlgebohren
Breslau d 19ten Merz
1805
unterthäniger Diener
A. Hahn

