Document 17 · Letter
26 June 1812
Unknown
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld defends himself against the charge General Kleist made before Prefect Count Garczynski at Kalisz: that the Prince's sons had said in Berlin that Triebenfeld was pocketing all the income. He points to Cabanis, Hecker, Honrichs and the sequestrators, and is having the matter investigated by the komornik v. Chomanowski. He says the arrears of interest, leaving aside the Oleśnica, Wrąbczyn and peasant estates, come to nearly 30,000 Rthl. He complains of Sommer's rumours about the Prince's debts and asks for a quick answer regarding Sobottendorff, Weigel and the invalids' sum.
Triebenfeld wehrt sich gegen den Vorwurf, den General Kleist vor Prefect Graf Garczynski in Kalisz erhob: Die Söhne des Fürsten hätten in Berlin erzählt, Triebenfeld stecke alle Einkünfte ein. Er verweist auf Cabanis, Hecker, Honrichs und die Sequestratoren und lässt die Sache durch Komornik v. Chomanowski untersuchen. Die Zinsrückstände betrügen ohne die Olesnicer, Wrąbczyner und Bauerngüter an 30000 Rthl. Er beklagt Gerüchte Sommers über die Schulden des Fürsten und bittet um schnelle Antwort wegen Sobottendorff, Weigel und der Invaliden-Summe.
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- P[ro]. M[emoria].
- Der General Kleist hat bey seiner Anwesenheit in Kalisz
- dem Prefecten Grafen Garczynski gefragt, wie es hier
- mit die Hohenlohische Güter stände, und ob es Güter von
- belange wären — der Prefect hat ihm geantwortet
- daß die Güter beträchtlich aber während der Krieges
- Periode, und durch den Verfall der Zins Leute in großer
- Verwirrung wären, so daß selbst noch Abgaben im Rückstand
- wären — darauf hat dH. v. Kleist gesagt. Die Söhne
- des Fürsten haben mir in Berlin erzählt
- Unser Vater hat keinen Groschen noch je aus die Güter
- gezogen — der Krieges Rath v. Triebenfeld sizt in
- die Güter sticht alle Einkünfte in seinen Sack
- und läßt das übrige seine favoritz freßen
- Ich bin nicht lassen halten sondern Cabanis, Hecker, Honrichs
- und die Sequestrators wäre es vorher — leztere
- verarbeitet Schenck, da muß alles am Tage
- und Cabanis legt jezt im Beiſien des Komornik v. Choma-
- nowski seine Rechnung die er Ihnen mein Fürst selbst
- hinbringen soll. Mit Stillschweigen kam weder ich
- noch meine Söhne die Sache übergehen Sie ist hier
- zur Publizität gebracht und daher laße ich sie
- dem Komornik v Chomanowski untersucht
- 26. Juni 1812
17
P[ro]. M[emoria].
Der General Kleist hat bey seiner Anwesenheit in Kalisz dem Prefecten Grafen Garczynski gefragt, wie es hier mit die Hohenlohische Güter stände, und ob es Güter von belange wären — der Prefect hat ihm geantwortet daß die Güter beträchtlich aber während der Krieges Periode, und durch den Verfall der Zins Leute in großer Verwirrung wären, so daß selbst noch Abgaben im Rückstand wären — darauf hat dH. v. Kleist gesagt. Die Söhne des Fürsten haben mir in Berlin erzählt Unser Vater hat keinen Groschen noch je aus die Güter gezogen — der Krieges Rath v. Triebenfeld sizt in die Güter sticht alle Einkünfte in seinen Sack und läßt das übrige seine favoritz freßen Ich bin nicht lassen halten sondern Cabanis, Hecker, Honrichs und die Sequestrators wäre es vorher — leztere verarbeitet Schenck, da muß alles am Tage und Cabanis legt jezt im Beiſien des Komornik v. Chomanowski seine Rechnung die er Ihnen mein Fürst selbst hinbringen soll. Mit Stillschweigen kam weder ich noch meine Söhne die Sache übergehen Sie ist hier zur Publizität gebracht und daher laße ich sie dem Komornik v Chomanowski untersucht
26. Juni 1812
- Auf dand und Gewinn zählte ich schon nie
- aber Brandmärder laße ich mich für alle
- ausgestandene Sorgen und Leiden so wahr
- ein Gott ist, auch nicht, daß sie mein Fürst
- Jezt und schon seit 6 Jahren aus die Güter
- nichts ziehen ist wahr, aber man sehr hier zu
- wo es sticht die Leute sind zum Theil
- hals stärrig und zahlen nicht viele aber sind auch
- schon verarmt, und die Häuser stehen leer
- die Zins Reste allen betragen ohne die Oles-
- nicer Wrąbczyner und Bauren Güter an 30000 rt.
- alles in allen gewis aber am 80 bis 90/m rt.
- und sind den die Capitalien als Invaliden,
- Weigel und Bayonner nebst den was auf Trąbczyn
- steht und was Ewr Durchlaucht gezogen haben
- für nichts zu rechnen? — bleibt Ihnen nachdiesen
- noch eine Revenue von 14 bis 1500 rt jahr und Amor-
- tisirt sich die Bayonner Summe von selbst so können
- Sie und Ihre Nachkommen sich wahrlich nicht beklagen.
- Ich mich berechnen, das ist wahrlich ein verfluchter
Auf dand und Gewinn zählte ich schon nie aber Brandmärder laße ich mich für alle ausgestandene Sorgen und Leiden so wahr ein Gott ist, auch nicht, daß sie mein Fürst Jezt und schon seit 6 Jahren aus die Güter nichts ziehen ist wahr, aber man sehr hier zu wo es sticht die Leute sind zum Theil hals stärrig und zahlen nicht viele aber sind auch schon verarmt, und die Häuser stehen leer die Zins Reste allen betragen ohne die Olesnicer Wrąbczyner und Bauren Güter an 30,000 rt. alles in allen gewis aber am 80 bis 90/m rt. und sind den die Capitalien als Invaliden, Weigel und Bayonner nebst den was auf Trąbczyn steht und was Ewr Durchlaucht gezogen haben für nichts zu rechnen? — bleibt Ihnen nachdiesen noch eine Revenue von 14 bis 1,500 rt jahr und Amortisirt sich die Bayonner Summe von selbst so können Sie und Ihre Nachkommen sich wahrlich nicht beklagen. Ich mich berechnen, das ist wahrlich ein verfluchter
- Gedanke, ich habe mich Gott, was wo verbergt
- werde dafür mit Prozeße gemartert, Leide
- mit meinen Kindern Noth werde von Krankheit im
- Jammer[?] aufgerieben, und solche junge herrlei-
- sagen in Berlin ich bereichen mich hier und stede
- das Geld ad Sakkam. Überhaupt müßen
- den Schlawenschitz und aus der Quette ein gärstiges
- Gewäsche kommen — Ich suche alles zu erhalten und
- bin bemüht zu retten, ich bitte öfters daß
- sich Ewr Durchlaucht mit die Leute nicht einlaßen
- und sie zu viel vertrauen sollen, ich werde aber
- nicht gehört. So hatt jetzt Sommer hier wieder
- ausposaunt, daß Sie nun gar nichts mehr hätte und
- Gott weis welche Wege einschläge um Geld zu erhalten
- besonders daß sie allen auf die Fürsten theuer in Bürger
- Zeit 1,700000 rt Schulden gemacht hätten, daß Sie darin
- von allen Erbe ausgeschloßen und daß Ihm jährt mir
- 25000 rt zum Unterhalt ausgesezt sein, daß diese
- aber für die hiesigen Schulden die auch mehrere Hundert
- tausend den betrugen, alle schon mit Arrest belegt wären
Gedanke, ich habe mich Gott, was wo verbergt werde dafür mit Prozeße gemartert, Leide mit meinen Kindern Noth werde von Krankheit im Jammer[?] aufgerieben, und solche junge herrleisagen in Berlin ich bereichen mich hier und stede das Geld ad Sakkam. Überhaupt müßen den Schlawenschitz und aus der Quette ein gärstiges Gewäsche kommen — Ich suche alles zu erhalten und bin bemüht zu retten, ich bitte öfters daß sich Ewr Durchlaucht mit die Leute nicht einlaßen und sie zu viel vertrauen sollen, ich werde aber nicht gehört. So hatt jetzt Sommer hier wieder ausposaunt, daß Sie nun gar nichts mehr hätte und Gott weis welche Wege einschläge um Geld zu erhalten besonders daß sie allen auf die Fürsten theuer in Bürger Zeit 1,700000 rt Schulden gemacht hätten, daß Sie darin von allen Erbe ausgeschloßen und daß Ihm jährt mir 25,000 rt zum Unterhalt ausgesezt sein, daß diese aber für die hiesigen Schulden die auch mehrere Hundert tausend den betrugen, alle schon mit Arrest belegt wären
- Solte es wahr seit so ist es schlecht dies hier unter
- die Menschen zu bringen, ich suche nicht eines stets Ihre
- Ehre senden, auch Ihr haabe zu vertheidigen und zu
- erhalte. Gott wird mich meine Gesundheit wieder geb.
- den sey aber der Himmel auch manchen Gnädigung
- Hier schicken Sie mir den Sommer nicht wieder her, das
- viel endet sonst tragisch.
- Jezt bitte ich mir um schnelle Antwort wegen Sobotten-
- dorff, wegen Weigel und wegen die Invaliden Summe
- wollen, die dies so sind die aus allen Embarras im
- Können hernach mit Zuversicht an eine sichere Revenue
- Zählen — im Gegentheil kan aber man mit der
- Invaliden Casse, das nicht effectiert werden, kan alles
- verlohren gesagt.
- Mitt Weigel und Sobottendorff wird, wan Sie das wollen
- und Sobottendorff nur bald herkomt durch mich besorgt
- die 50000 rt für der Invaliden Casse außen Siedort aus
- der Wahl schaffen — den ist ein großwürdgeschäftiges
- Um die Anweisung auf das Decret des Französischen
- General Departements und besonders des Decrets
- selbst und der beigefügt Original Quittung bitte ich
- dass Ewr Durchlaucht nur selbige so wie die Antwort
- auf diesen Sache so schleunig als möglich schicken
- Unzucht den wegen Schreiben ich liege wahr elend derein[?] der
- v Triebenfeld
Solte es wahr seit so ist es schlecht dies hier unter die Menschen zu bringen, ich suche nicht eines stets Ihre Ehre senden, auch Ihr haabe zu vertheidigen und zu erhalte. Gott wird mich meine Gesundheit wieder geb. den sey aber der Himmel auch manchen Gnädigung Hier schicken Sie mir den Sommer nicht wieder her, das viel endet sonst tragisch.
Jezt bitte ich mir um schnelle Antwort wegen Sobottendorff, wegen Weigel und wegen die Invaliden Summe wollen, die dies so sind die aus allen Embarras im Können hernach mit Zuversicht an eine sichere Revenue Zählen — im Gegentheil kan aber man mit der Invaliden Casse, das nicht effectiert werden, kan alles verlohren gesagt.
Mitt Weigel und Sobottendorff wird, wan Sie das wollen und Sobottendorff nur bald herkomt durch mich besorgt die 50,000 rt für der Invaliden Casse außen Siedort aus der Wahl schaffen — den ist ein großwürdgeschäftiges Um die Anweisung auf das Decret des Französischen General Departements und besonders des Decrets selbst und der beigefügt Original Quittung bitte ich dass Ewr Durchlaucht nur selbige so wie die Antwort auf diesen Sache so schleunig als möglich schicken Unzucht den wegen Schreiben ich liege wahr elend derein[?] der v Triebenfeld



