Traces in the Sand

Document 97 · Letter

January 1799

Berlin

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

The King wishes the Prince to travel by way of Berlin and to stay a few days. Triebenfeld hears that the exchange is to be concluded before his arrival: according to Colonel v. Zastrow, the King declared that both estates were to be examined in such a way that neither the state nor the Prince would lose; only a public cabinet order was lacking. Minister v. Voss worked against it, while Beyme and Köckritz stood firm. On the secularisation business he advises saying nothing for the time being. He will stay in Berlin until the Krotoszyn matter is settled.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 97
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Gnädigster Herr!
  4. Des Königs Majestät wünschen daß Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  5. Ihren Weg über Berlin nehmen und Sich hier ein paar Tage
  6. verweilen. Der Hrr Obrist v. Zastrow hatt dem Monarchen
  7. gerade hin gefragt, ob Ewr Durchlaucht Höchst dero tour
  8. über Dresden nehmen könten, worauf ihm der König ge-
  9. antwortet. Es würde Ihm freuen Ewr Durchlaucht auf
  10. ein paar Tage hier zu sehen.
  11. wegen Höchst dero Aufenthalt im Reich habe ich daher
  12. weiter aus Delicatesse nichts erwehnet, weil Ewr durch
  13. laucht diese Corde nun hier allein berühren können.
  14. Aufrichtig gesagt, so weis ich nicht, ob man es gerne sehen,
  15. dürfte, wann Ewr Durchlaucht 6 Monath aus Schlesien
  16. abwesend sind.
  17. Der König iſt nun ſo ziemlich wieder hergeſtellt, und ich
  18. höhre daß mann die Tausch Sache noch vor Ewr Hochfürstliche
  19. Durchlaucht Ankunft abmachen will. Der Herr Obrist von
  20. Zastrow sagt mich noch gestern — der gute Monarch habe erklärt
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  1. Mann solle in Betracht beider bey Güter alles prüfen, damit we-
  2. der der Staat oder Ewr Durchlaucht verlohren, dann könne den
  3. Tausch statt finden — dies soll nun nur noch durch eine öffent-
  4. liche Cabinets Ordre bestätigt werden, und dies ist auch nur
  5. das Einzige was zu wünschen ist, dann wird sich das andere
  6. alles finden. Der Minister v. Voss hatt hiergegen alles auf
  7. geboten und kocht noch von Wuth und Rache. Mann hatt Himmel
  8. und Hölle aufgeboten um den guten Monarchen oder vielmehr
  9. B[eyme] und K[öckritz] dahin zu bewegen den Tausch gerade zu abzuschlagen,
  10. Nur diese beiden Männer standen Felsen feste, und bestanden
  11. Auf einen Entscheid der mit der Ehre besteht —
  12. Wegen die Secul[arisaten] Geschäfte mündlich meinen treue Unter-
  13. thänige Meinungen — jezt mein Wahrhaft redlicher Rath
  14. — daß man davon vor der Hand kein Wort erwehnt
  15. — den dies sind Mutsch gesagt, Mausefallen
  16. Glenck den ich nicht so gleich wie ich dachte, Mobil machen
  17. kan — könt in etwan 24 Stunden nach damit Ewr.
  18. Durchlaucht alles weitere disponiren können — ich aber
  19. erwarte Höchstdieselben hier — den eher gehe ich
  20. an hier nicht ab bis die Krot[oszyner]. Sache in Stande ist —
  21. In tiefster Submission ersterbe
  22. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  23. Berlin den [?]ten Januar
  24. 1799.
  25. unterthänigster treuer Knecht
  26. v Triebenfeld