Document 71 · Letter
30 March 1810
Konotop (Kontop)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
The Rochlitz matter has been started. Triebenfeld hopes the Prince will not have to pay anything, and calls it a swindle. He says he dismissed Rochlitz in 1804 as general attorney, which Glenck could confirm. He urgently asks for two or three printed powers of attorney for the lawsuit, signed and sealed, so that Metzig can pursue the matter and call in outstanding balances of close to 18,000 Rthl. He expects Honrichs and wants to come to Sławięcice as soon as the matter is safely on track.
Die Rochlitzsche Sache ist eingeleitet. Triebenfeld hofft, dass der Fürst nichts zahlen muss, und nennt sie eine Prellerei. Er habe Rochlitz 1804 als Generalbevollmächtigter abgesetzt, was Glenck bezeugen könne. Er bittet dringend um zwei bis drei unterschriebene und gesiegelte gedruckte Prozessvollmachten, damit Melzig die Sache betreiben und ausstehende Reste von an 18000 Rthl einfordern kann. Er erwartet Honrichs und will nach Sławięcice kommen, sobald die Sache in sicherem Geleise ist.
- 71
- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Die Rochlitzsche Sache ist wie die Beilage zeigt nun eingeleitet und Ew.
- Hochfürstliche Durchlaucht werden, wie ich mit Zuversicht hoffe nichts bezahlen.
- Es iſt dies eine Bübische Prellerey, der Dieb hat das ſo in Geheim durch
- sezzen um Ewr Hochfürstliche Durchlaucht betrügen wollen. Mir war
- davon nie was zu Gesichte gekommen. Daß ich den Kerl im Jahr 1804
- abſezte weis Glenck ſehr gut. Er muß es mit bezeugen. Ich habe ihm
- zu der Zeit als Generalbevollmächtigter, gekündiget und abgesezt
- Ob ihm Ewr Durchlaucht etwan hernach ohne mein wißen, was versprochen
- ist nur unbekandt, um dem Bau Rath Glenck traue ichs auch nicht zu
- daß er dem Buben noch nachher in Geheim was zugesichert habe, solte.
- Ich kan mit treuen Herzen es beschwöre, daß ich den Rochlitz damals
- seines Dienstes entsezt und die Rechnungen, die er sich aber an mir
- zu geben weigerte, abgefordert habe.
- Geruhen Ewr Durchlaucht mir auf das allerbaldigste zwey bis drey
- Blanquiets zu Prozeß Vollmachten, das heißt nur drey gedruckte Prozeſ
- Vollmachten unterschrieben und untersiegelt, zu schicken, damit Melzig die
- Rochlitzsche Sache betreiben, auch für Ewr Durchlaucht die Ausstehende
- Reste einfordern kan. Sie betragen gewis an 18000 rt und sind
- ganz liquide. Morgen oder übermorgen erwarte ich Honrichs
71
Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr!
Die Rochlitzsche Sache ist wie die Beilage zeigt nun eingeleitet und Ew. Hochfürstliche Durchlaucht werden, wie ich mit Zuversicht hoffe nichts bezahlen. Es iſt dies eine Bübische Prellerey, der Dieb hat das ſo in Geheim durch sezzen um Ewr Hochfürstliche Durchlaucht betrügen wollen. Mir war davon nie was zu Gesichte gekommen. Daß ich den Kerl im Jahr 1804 abſezte weis Glenck ſehr gut. Er muß es mit bezeugen. Ich habe ihm zu der Zeit als Generalbevollmächtigter, gekündiget und abgesezt Ob ihm Ewr Durchlaucht etwan hernach ohne mein wißen, was versprochen ist nur unbekandt, um dem Bau Rath Glenck traue ichs auch nicht zu daß er dem Buben noch nachher in Geheim was zugesichert habe, solte. Ich kan mit treuen Herzen es beschwöre, daß ich den Rochlitz damals seines Dienstes entsezt und die Rechnungen, die er sich aber an mir zu geben weigerte, abgefordert habe.
Geruhen Ewr Durchlaucht mir auf das allerbaldigste zwey bis drey Blanquiets zu Prozeß Vollmachten, das heißt nur drey gedruckte Prozeſ Vollmachten unterschrieben und untersiegelt, zu schicken, damit Melzig die Rochlitzsche Sache betreiben, auch für Ewr Durchlaucht die Ausstehende Reste einfordern kan. Sie betragen gewis an 18,000 rt und sind ganz liquide. Morgen oder übermorgen erwarte ich Honrichs
- diese Sache ist jezt äußerst wichtig, ist diese im gehörigen und sichern Geleise
- den komme ich sofort nach Schlawenschitz —
- In tiefen Respect ersterbe als
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Die Pohlinische Sachen werden sehr an-
- noch zähle ich besonders
- Kontop
- d 30ten Merz
- 1810
- treu gehorſamſter Knecht
- v Triebenfeld
diese Sache ist jezt äußerst wichtig, ist diese im gehörigen und sichern Geleise den komme ich sofort nach Schlawenschitz — In tiefen Respect ersterbe als Ewr Hochfürstliche Durchlaucht Die Pohlinische Sachen werden sehr annoch zähle ich besonders Kontop
d 30ten Merz
1810 treu gehorſamſter Knecht v Triebenfeld

