Document 46 · Letter
2 March 1809
Berlin
Karl Ludwig Amelang, lawyer, Hohenlohe-Ingelfingen's agent in Berlin → Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent
Amelang reports that Triebenfeld will probably have received the letter of the Prince of Hohenlohe together with the enclosed money; he says it was drawn from Berlin on Konotop. In one matter, he says, the files lie with the court of appeal for judgment, but no favourable decision is to be expected. The reason is a declaration of the King printed in the Berlin newspapers today: bonds are to be paid in Courant, retroactively back to 1806. Amelang expresses his sympathy for Triebenfeld. The text is partly illegible.
Amelang meldet, Triebenfeld werde das Schreiben des Fürsten von Hohenlohe samt beiliegendem Geld wohl erhalten haben; es sei von Berlin auf Kontop gezogen. In einer Sache lägen die Akten im Appellatorium zum Spruch, doch sei kein günstiges Erkenntnis zu erwarten. Grund ist eine heute in den Berliner Zeitungen stehende Deklaration des Königs: Verschreibungen seien in Courant zu zahlen, rückwirkend bis 1806. Amelang bedauert Triebenfeld. Der Text ist teilweise unleserlich.
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- Mein Theuerste Freund!
- Das Schreiben des Fürsten von Hohenlohe durchlaucht welches Sie
- nebst ihm dabey befindlichen Gelde gern zu haben wünschen, werden
- Sie nun wohl bekommen habe, wenn es ist von hier auf
- Kontop in Sie gezogen.
- desto schlimme wird es uns mit der adtatorten sehr geschehen
- die Acten liegen im Appellatorio zum Spruch an, allein es
- kann kein günstiges Erkentniß kommen, weil heute ein
- von dem König selbst vollgegen Declaration in dem
- Berliner Zeitungen stehet, daß alle Verschreibungen in beinen
- Geldt wenn die Valuta auch in Staats Kagis[?] gezahlt ist
- heit bliegen Courant gewöhnt man sullen, und daß dies acht
- allten Verschreibungen bis 1806 zurück wurde hat.
- Nun ist mithin alles latein aus, u. sie muß
- Anstalt zur lang Zahlung mehr.
- Nach disen Gesetz bey auch so mit Zinsen erschwert
- worden, alß man will ü mag, 10. 12. 16. 20. 50
- pc. so bald sie verscheiden sind außer so bezahlt werden.
- ohne Rücksicht auf dem Creditus ob er zu den Christ ist.
- Gott helffe nun jeden der Geld braucht, den wird es
- wohl
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Mein Theuerste Freund!
Das Schreiben des Fürsten von Hohenlohe durchlaucht welches Sie nebst ihm dabey befindlichen Gelde gern zu haben wünschen, werden Sie nun wohl bekommen habe, wenn es ist von hier auf Kontop in Sie gezogen.
desto schlimme wird es uns mit der adtatorten sehr geschehen die Acten liegen im Appellatorio zum Spruch an, allein es kann kein günstiges Erkentniß kommen, weil heute ein von dem König selbst vollgegen Declaration in dem Berliner Zeitungen stehet, daß alle Verschreibungen in beinen Geldt wenn die Valuta auch in Staats Kagis[?] gezahlt ist heit bliegen Courant gewöhnt man sullen, und daß dies acht allten Verschreibungen bis 1806 zurück wurde hat. Nun ist mithin alles latein aus, u. sie muß Anstalt zur lang Zahlung mehr.
Nach disen Gesetz bey auch so mit Zinsen erschwert worden, alß man will ü mag, 10. 12. 16. 20. 50 pc. so bald sie verscheiden sind außer so bezahlt werden. ohne Rücksicht auf dem Creditus ob er zu den Christ ist. Gott helffe nun jeden der Geld braucht, den wird es wohl
- hundert pct. kosten.
- Ich bedaure Sie recht sehr u. recht herzlich bey Ihnen
- Vorillungen. Wie das er mit der Watten lasse izt aus
- tricanten kann.
- Meines Wildbach für Willhelm ich[?] es[?] [a?]
- vergeßen? — Leben Sie nicht wohl u versuchen sich und
- ſteten Hochachtungen Ergebührt als das
- Ihre
- Berl[in]. d 2 Marz 1809
- Ganz ergebensten diener u Freund
- Amelang
hundert pct. kosten.
Ich bedaure Sie recht sehr u. recht herzlich bey Ihnen Vorillungen. Wie das er mit der Watten lasse izt aus tricanten kann.
Meines Wildbach für Willhelm ich[?] es[?] [a?] vergeßen? — Leben Sie nicht wohl u versuchen sich und ſteten Hochachtungen Ergebührt als das Ihre
Berl[in]. d 2 Marz 1809 Ganz ergebensten diener u Freund Amelang

