Traces in the Sand

Document 275 · Letter

28 February 1815

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld reports that Stägemann has still not made a presentation to the State Chancellor. He suspects ill will; he says a decision would be made in Cosmar's favour if the Brzeg report were not so favourable to the Prince. His greatest worry is the submission of the files and documents concerning Trąbczyn, Kolno and Kamionna to the commission: the translator will only hand over the files with the translation against payment. He urgently asks for money and for the blank forms that were offered. He is ill and confined to bed.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
  1. 275
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Herr!
  4. Noch immer hat der Geh[eime]. Staats Rath Stägemann dem H. Fürsten Staats Kanzler keinen
  5. Vortrag machen können. Gott weiß liegt die Schuld an dem erstern oder lezteren,
  6. An Erinnerungen fehlt es nicht — immer aber nimmt mann die schrecklich häufigen
  7. Arbeiten, die es behinderten — Ich hälte es nach gerade vor bösen Willen — und man
  8. würde zu Gunsten Cosmars entſcheiden, wäre nicht der Brieger Bericht allzu günſtig für
  9. Ewr Durchlaucht — auch fürchtet mann Bar: und Beg[uelin]: — Ich muß noch Stube und
  10. Bette hüthen — und daher kan ich nur durch meine Freunde würken —
  11. daß es indeß der Fürst mit Ewr Durchlaucht, so wie mit alle Hohenlohesche
  12. Häuser gut meint versicherte mann mich noch gestern, und noch heute
  13. geht zu Gunsten der gedachten Häuser noch etwas an den König von
  14. Wurtemberg ab — die Beilage wird Ewr Durchlaucht auch zeigen, was
  15. gethan ist —
  16. Jezt ist meine größte Sorge die Acten und Documente bey der Comission
  17. wegen Trąbczyn, Kulm und Kaemen einzureichen — Ich kan von dem
  18. Translator die Acten mit der Übersezzung nicht zurück erhalten. Er
  19. will bezahlt sein und ich habe kein Geld — Es ist nötig daß dies
  20. schnell ſo wie auch die erbotene Blanquets hergeſandt werden.
  21. Meine Krankheit iſt anhaltend böſe. — Schaam und Ärger aber verzehre,
  22. und reiben mich an Ende ganz auf —
  23. Allgemeine Neuigkeiten sind mancherley die sich nicht schreiben laßen
  24. die Witterung trübt sich wieder, und das Barometer zeigt auf
  25. Sturm, der Süchser will auf einen mahl wieder zum 8 groschen
  26. Stück werden — Wie es Rußland und Engeland meint — O Wehen, ich
  27. kan, heut nicht mehr schreiben, als daß ich in tiefen Respect verharre
  28. Ewr Durchlaucht
  29. senden Ewr Durchlaucht wann auch nur
  30. etwas Geld voraus den sonsten bleibt alles liegen —
  31. ganz gehorsamster Diener
  32. Wien d. 28ten Febr.
  33. 1815
  34. v Triebenfeld