Document 273 · Letter
15 February 1815
Vienna
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld defends himself against the Prince's accusations. He says he entered the revenues at 79,000 Rthl in line with the Prince's own figure, and that the officials reduced them to 36,000 Rthl. He says Court Councillor Hahn values the estates at 2 millions and the yield at 60/m Rthl, and that the advance of 112/m Rthl will be granted. He indignantly rejects any suggestion of secret arrangements with the Curische heirs. Nesselrode shrugs his shoulders. He asks that a successor be sent soon, and has named Hahn as administrator.
Triebenfeld verteidigt sich gegen die Vorwürfe des Fürsten. Die Revenuen habe er nach dessen Angabe mit 79000 Rthl eingesetzt, die Beamten setzten sie auf 36000 Rthl herab. Hoffrath Hahn schätze den Wert der Güter auf 2 Millionen und den Ertrag auf 60/m Rthl. Der Vorschuss von 112/m Rthl werde gegeben. Geheime Abmachungen mit den Curischen Erben weist er empört zurück. Nesselrode zuckt die Achseln. Er bittet, bald einen Nachfolger zu schicken, und hat Hahn als Administrator genannt.
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- Ewr Durchlaucht Schreiben vom 7ten d. M. erhielte ich in dieser Stunde: Ob ich nun
- Zwar erſt ehegeſtern nach Schlawenschitz geſchrieben habe, ſo iſ nur der Inhalt
- Ihres Schreibens so wichtig, daß ich mich beeile einige Sachen ins Licht zu stellen
- die selbst meiner Ehre Gefahr drohen, um jenen, ummehr als schon in 3 von Ewr durch
- laucht erhaltene Briefe ein ſehr kalter Ton herrſcht. Ich gebe mir alſo die
- Ehre erst den leztern Punckt von Punckts zu beantworten — Was also
- 1tens dem Herr Gen Schüler betrifft, so will dieser sich mit der Sache nicht befaßen, und zwar
- um sich mit der Pohlen pp nicht zu verfeinden — Sein lezter Bescheid war — Solte mich
- den Käyser fragen, nun den werde ich sehen was ſich thun läſt — Selbſ der Graf
- Nesselrode zuckt die Achßeln. Ich habe also keine andere Hülfe in dieser Sache
- als durch des Fürſten Kanzlers durch und dem Herrn Min[ister]: Humboldt zu erwarten
- Ich habe Ewr Durchlaucht um 2 französischen Blanquets gebeten, um meine
- es der Fürſt befiehlt nochmals am Kayser zu ſchreiben. Hlrr H. F rath Barbe, wird
- es aufsezzen, jedoch aber räth dieſer die Befehle des Fürſten pünktlich nachzuleben.
- Was 2tens dem Irrthum wegen den Güter Ertrag betrift, ſo wird dies, was ich auch ſchon
- dem Herrn Hoffrath Hahn geſchrieben habe, wohl weiter von keine Folgen ſein,
- als daß es einen häßlichen Widerſpruch bezeichnet, woran weder der Hoffrath noch
- ich ſchuld bin. Ewr Durchlaucht ſelbſt geben mir die Revenuen auf 79000 rt an —
- Dies nahm ich in der ersten Eingabe zur Norm — Die Beamten sezzen dieſe aber
- nun bis zu 36000 rt herunter — und diesen Extract wünschte ich gar nicht dem
- Protocoll beygefügt zu haben, weil die Differenz zu auffallen ist.
- Daß Übrigens die Beamten unrichtig angegeben oder ſchlecht gewirtschaftet haben
- kan doch nur der Fall ſein — Ich bin bey des Herrn Hoffrath Hahns Angaben, welche
- Alle dem Fürſten Kanzler Durchlaucht von A bis Z vorliegen, völlig beruhiget. Er giebt
- den Werth der Güter auf 2 Millionen und den Ertrag derselben auf 60/m rt an, der
- bey beßern Zeiten aber viel höher ausfallen müße. Da ihm nun selbst der Geheime
273 Ewr Durchlaucht Schreiben vom 7ten d. M. erhielte ich in dieser Stunde: Ob ich nun Zwar erſt ehegeſtern nach Schlawenschitz geſchrieben habe, ſo iſ nur der Inhalt Ihres Schreibens so wichtig, daß ich mich beeile einige Sachen ins Licht zu stellen die selbst meiner Ehre Gefahr drohen, um jenen, ummehr als schon in 3 von Ewr durch laucht erhaltene Briefe ein ſehr kalter Ton herrſcht. Ich gebe mir alſo die Ehre erst den leztern Punckt von Punckts zu beantworten — Was also 1tens dem Herr Gen Schüler betrifft, so will dieser sich mit der Sache nicht befaßen, und zwar um sich mit der Pohlen pp nicht zu verfeinden — Sein lezter Bescheid war — Solte mich den Käyser fragen, nun den werde ich sehen was ſich thun läſt — Selbſ der Graf Nesselrode zuckt die Achßeln. Ich habe also keine andere Hülfe in dieser Sache als durch des Fürſten Kanzlers durch und dem Herrn Min[ister]: Humboldt zu erwarten Ich habe Ewr Durchlaucht um 2 französischen Blanquets gebeten, um meine es der Fürſt befiehlt nochmals am Kayser zu ſchreiben. Hlrr H. F rath Barbe, wird es aufsezzen, jedoch aber räth dieſer die Befehle des Fürſten pünktlich nachzuleben. Was 2tens dem Irrthum wegen den Güter Ertrag betrift, ſo wird dies, was ich auch ſchon dem Herrn Hoffrath Hahn geſchrieben habe, wohl weiter von keine Folgen ſein, als daß es einen häßlichen Widerſpruch bezeichnet, woran weder der Hoffrath noch ich ſchuld bin. Ewr Durchlaucht ſelbſt geben mir die Revenuen auf 79,000 rt an — Dies nahm ich in der ersten Eingabe zur Norm — Die Beamten sezzen dieſe aber nun bis zu 36,000 rt herunter — und diesen Extract wünschte ich gar nicht dem Protocoll beygefügt zu haben, weil die Differenz zu auffallen ist. Daß Übrigens die Beamten unrichtig angegeben oder ſchlecht gewirtschaftet haben kan doch nur der Fall ſein — Ich bin bey des Herrn Hoffrath Hahns Angaben, welche Alle dem Fürſten Kanzler Durchlaucht von A bis Z vorliegen, völlig beruhiget. Er giebt den Werth der Güter auf 2 Millionen und den Ertrag derselben auf 60/m rt an, der bey beßern Zeiten aber viel höher ausfallen müße. Da ihm nun selbst der Geheime
- Staats Rath von Stägemann selbst für einen Sachverständigen Mann hält, so ist weiter
- kein Nachtheil zu befürchten — daß ich Ewr Durchlaucht Angabe der Revenuen von
- 79/m rt. wenigstens durch 70/m im Protocoll hätte gerne begründet gesehen, ist wohl nicht
- zu tadeln. Ich konte bey der Entfernung und den Schneckenförmigen Gang der Posten nicht
- wißen daß der Herr Hoffrath Hahn schon nach Brieg abgegangen war, den sonsten hätte ich
- damals gar nicht geschrieben — Ich bin zufrieden, und bin es zu gerne überzeugt
- daß die Güter, Fonds genug haben um die 112/m rt in 5 oder 6 Jahren zu tilgen — und dahin
- verſtumme ich über dieſen Paſsus Ehrfurchtsvoll, umſomehr als der mehrerwehnte zwei-
- thum nun nie von Folgen sein wird und alles schon vorgebeugt ist —
- Auffallend ist es mir jedoch warum über diese Sache so viel aufhebens gemacht wird.
- Habe den ich die Revenuen angegeben — will mann mich zum Last Thiere machen, daß
- ich desfals die Schuld tragen soll; konnte ich den Ertrag der Güter? Ewer durchlaucht
- gaben ihm mir so an — Ihr Wort war mir heilig, ich führte auf diesen Grund
- das Gebäude auf — Hätte ich Hahn damals Ewr Durchlaucht Angabe gewiesen
- so würde er es vieleicht widerlegt haben, und er hätte mir als ein geraden
- Mann, und als ein treuer Anfänger Eger durch gewiß treulich und wahr gerathene
- Kurz sowohl er als ich sind nicht schuld an den p Irrthum, zuzwischen den auch
- ich so wenig als der Hoffrath Hahn im bloßen stehen wollen. Was
- und dabe Vorschuß der 112/m rt. betrift, so wird er gegeben —
- Es sey denn daß alle Lügen — so habe ich bon gré mal gré
- mit gelegen — nur dies kan keiner Kügen oder mich nachsagen, daß
- ich im Geheim die Sache mit dem Curischen Erben ohne Vorwißen der
- Mandatarien abmachen wolle. Empörend ist dies für mich
- Daß mann mich für alle meine Anstrengungen nun noch
- für einem filon oder totalen Dummkopf nimmt.
- Im Grunde weiß ich nicht ob dies eine so große Ehre waren
- sich mit einen solchen Vergleich zu rühmen, ich habe daher
- angerathen, daß dies nie der König selbst solte gethan haben
- sondern daß Ewr Durchlaucht dazu der Vorschuß von 112/m rt. geleistet werden soll
Staats Rath von Stägemann selbst für einen Sachverständigen Mann hält, so ist weiter kein Nachtheil zu befürchten — daß ich Ewr Durchlaucht Angabe der Revenuen von 79/m rt. wenigstens durch 70/m im Protocoll hätte gerne begründet gesehen, ist wohl nicht zu tadeln. Ich konte bey der Entfernung und den Schneckenförmigen Gang der Posten nicht wißen daß der Herr Hoffrath Hahn schon nach Brieg abgegangen war, den sonsten hätte ich damals gar nicht geschrieben — Ich bin zufrieden, und bin es zu gerne überzeugt daß die Güter, Fonds genug haben um die 112/m rt in 5 oder 6 Jahren zu tilgen — und dahin verſtumme ich über dieſen Paſsus Ehrfurchtsvoll, umſomehr als der mehrerwehnte zweithum nun nie von Folgen sein wird und alles schon vorgebeugt ist — Auffallend ist es mir jedoch warum über diese Sache so viel aufhebens gemacht wird. Habe den ich die Revenuen angegeben — will mann mich zum Last Thiere machen, daß ich desfals die Schuld tragen soll; konnte ich den Ertrag der Güter? Ewer durchlaucht gaben ihm mir so an — Ihr Wort war mir heilig, ich führte auf diesen Grund das Gebäude auf — Hätte ich Hahn damals Ewr Durchlaucht Angabe gewiesen so würde er es vieleicht widerlegt haben, und er hätte mir als ein geraden Mann, und als ein treuer Anfänger Eger durch gewiß treulich und wahr gerathene Kurz sowohl er als ich sind nicht schuld an den p Irrthum, zuzwischen den auch ich so wenig als der Hoffrath Hahn im bloßen stehen wollen. Was und dabe Vorschuß der 112/m rt. betrift, so wird er gegeben — Es sey denn daß alle Lügen — so habe ich bon gré mal gré mit gelegen — nur dies kan keiner Kügen oder mich nachsagen, daß ich im Geheim die Sache mit dem Curischen Erben ohne Vorwißen der Mandatarien abmachen wolle. Empörend ist dies für mich Daß mann mich für alle meine Anstrengungen nun noch
für einem filon oder totalen Dummkopf nimmt.
Im Grunde weiß ich nicht ob dies eine so große Ehre waren sich mit einen solchen Vergleich zu rühmen, ich habe daher angerathen, daß dies nie der König selbst solte gethan haben sondern daß Ewr Durchlaucht dazu der Vorschuß von 112/m rt. geleistet werden soll
- Ich mußte die Feeder weglegen —
- Ewr Durchlaucht haben mich durch dies Schreiben sehr wahr gethan — ich glaube jezt Ge-
- legenheit gehabt zu haben, in Ihr Herz zu lesen, und was ich mich von der Zukunft verſprechen
- darf. Ungerechter Verdacht stempelt dem besten Menschen, und noch mehr, zu oft der besten
- Freunde um — Tadel und Demüthigung, kan ihm biß zur Wuth bringen. Mis scheinen
- Ewr Durchlaucht damit belasten zu wollen — dies kan und vermög ich nicht zu ertragen
- Sie laßen mich dies noch dazu durch fremder Hand bekannt machen — dies ist gegen
- mein Ehrgefühl und demüthiget mich zu sehr —
- Ich habe nichts gesagt und gethan, als was in den mir gegebenen und zugesandten Pieçen
- steht — Ich habe alles aufgeboten um die Sache am erwünschten Ziele zu bringen —
- Schon ist vieles gelungen, und das Weitere würde auch erreicht worden sein —
- daß des Herrn Fürsten Staats Kanzlers Durchlaucht nicht alle Beiseite legen und nicht gleich
- darauf antworten was ich einreiche, dafür kan ich nicht — Ich sehe ihm kam das Mo-
- naths einmahl welches Schicksahl tausende mit mir theilen — mir hats bisher genugt
- daß er alles was ihm Barbe in Ewr Durchlaucht Angelegenheiten überreicht, mit Wohl
- wollen und huldvollen Zuſicherungen angenommen, und es ſogleich dem Referenten
- zugeschrieben hat. Die in meine Eingaben vorräthig liegen sollende Fonds
- welche ich in meinen Eingaben erwähnt habe, sind darum genannt, daß man sich
- von den Werth der Maj: Güter eine gute Idée machen solte. Dies führt
- indes zu nichts und ist eine Redensart — Inzwischen sind sie in den nur gegeben
- Pieçen oft erwähnt — Jedoch war ich nie gemeint, daß man davon einen
- andern als den geſezlichen Gebrauch machen ſolte, der war daß Ihre Gläubiger
- die 54500 rt oder wie viel es ist, gemäs Ihrer Anweisung beziehen solten.
- noch weniger war ich gemeint F[ürst]. Augusts 100000 rt. oder sein ruhiges Leben
- zu verkümmern — Ob übrigens die Transacte und Codizills werden bestehen
- dürfen, weiß ich nicht — Ewr Durchlaucht scheinen, es nicht bemerkt zu haben
- daß ich selbige in allen meinen Eingaben seit der erstern nicht mehr
- gerügt
Ich mußte die Feeder weglegen — Ewr Durchlaucht haben mich durch dies Schreiben sehr wahr gethan — ich glaube jezt Gelegenheit gehabt zu haben, in Ihr Herz zu lesen, und was ich mich von der Zukunft verſprechen darf. Ungerechter Verdacht stempelt dem besten Menschen, und noch mehr, zu oft der besten Freunde um — Tadel und Demüthigung, kan ihm biß zur Wuth bringen. Mis scheinen Ewr Durchlaucht damit belasten zu wollen — dies kan und vermög ich nicht zu ertragen Sie laßen mich dies noch dazu durch fremder Hand bekannt machen — dies ist gegen mein Ehrgefühl und demüthiget mich zu sehr — Ich habe nichts gesagt und gethan, als was in den mir gegebenen und zugesandten Pieçen steht — Ich habe alles aufgeboten um die Sache am erwünschten Ziele zu bringen — Schon ist vieles gelungen, und das Weitere würde auch erreicht worden sein — daß des Herrn Fürsten Staats Kanzlers Durchlaucht nicht alle Beiseite legen und nicht gleich darauf antworten was ich einreiche, dafür kan ich nicht — Ich sehe ihm kam das Monaths einmahl welches Schicksahl tausende mit mir theilen — mir hats bisher genugt daß er alles was ihm Barbe in Ewr Durchlaucht Angelegenheiten überreicht, mit Wohl wollen und huldvollen Zuſicherungen angenommen, und es ſogleich dem Referenten zugeschrieben hat. Die in meine Eingaben vorräthig liegen sollende Fonds welche ich in meinen Eingaben erwähnt habe, sind darum genannt, daß man sich von den Werth der Maj: Güter eine gute Idée machen solte. Dies führt indes zu nichts und ist eine Redensart — Inzwischen sind sie in den nur gegeben Pieçen oft erwähnt — Jedoch war ich nie gemeint, daß man davon einen andern als den geſezlichen Gebrauch machen ſolte, der war daß Ihre Gläubiger die 54,500 rt oder wie viel es ist, gemäs Ihrer Anweisung beziehen solten. noch weniger war ich gemeint F[ürst]. Augusts 100,000 rt. oder sein ruhiges Leben zu verkümmern — Ob übrigens die Transacte und Codizills werden bestehen dürfen, weiß ich nicht — Ewr Durchlaucht scheinen, es nicht bemerkt zu haben daß ich selbige in allen meinen Eingaben seit der erstern nicht mehr gerügt
- habe, mir war es mir darum zu beweisen, daß Ewr Durchl. die Curische Erben
- allein zu befriedigen übernommen hatte — dies fand sich zulezt in der
- Cosmarischen Erklärung welche nur dH. Hoff R[ath]. Hahn hierher sandte.
- Übrigens wieder hohle ich es mich mahlt daß ich dHl. Fürsten St[aats]. K[anzler]. durch zu keinen schnellen
- Bescheid zwingen kan — und daß ich es mein vermaladirtes Mißgeſetzet über
- laßen muß, Ob Ewr Durchlaucht das Geld zur Bezahlung der Schulden, schicken woll
- oder nicht — Ich habe hier weiter nichts zu thun als täglich und stündlich Ihre
- Angelegenheiten zu beſorgen — Geruhen Sie daher das ſchnellſten Jemanden
- her zu senden, der die so gut eingeleiteten Geſchäfte übernimmt, bis dahin
- werde ich treulich und so viel in meinen Kräften steht fortwürken —
- Verzeihen es Ewr Durchlaucht, wann ich jenen Auftritt erwehne, wo Sie Heuthausen
- nach Kalisz sandten, den Hypothequen Bücher revidiren ließen, und wie der Patron
- / vieleicht im Wein wusch[?] / von arretiren laßen gesprochen hatte — dies ist beinahe
- Der 2te, vor den 3ten Fall mögte ich mich gerne sichern. Mit Blutenden
- Herzen werde ich die verlohrenen Zeit gedenken —
- Ich habe nichts und weiß hier nicht wo von ich leben soll — aber meinen
- Stolz sollen Sie gnädiger Herr mit ihren Todler nicht bringen, ich habe zu
- redlich gegen Sie gehandelt und alles geopfert — nie träumte ich
- von einseitigen Abmachungen mit den Künstl Erben, und bedaure
- daß Sie mich Ihr Zutrauen schenken wolten, wenn Sie in mir den Ausan-
- Kopf glaubten —
- Schlüßlich muß ich hier noch bemerken, daß ick, als man mir gestern frug
- wem Sie sich als Administrator wünſchrei mögten, dem Hoffrath Hahn ge-
- nannt habe — Ich solle auch deßfals Nachricht von Ewr Durchlaucht ein-
- hohlen —
- Mitt der nur möglichste Hochachtung und Respect bey ich
- Ewr Durchlaucht
- Wien d. 15ten Febr.
- 1815.
- ganz gehorsamer Diener
- v Triebenfeld
habe, mir war es mir darum zu beweisen, daß Ewr Durchl. die Curische Erben allein zu befriedigen übernommen hatte — dies fand sich zulezt in der Cosmarischen Erklärung welche nur dH. Hoff R[ath]. Hahn hierher sandte. Übrigens wieder hohle ich es mich mahlt daß ich dHl. Fürsten St[aats]. K[anzler]. durch zu keinen schnellen Bescheid zwingen kan — und daß ich es mein vermaladirtes Mißgeſetzet über laßen muß, Ob Ewr Durchlaucht das Geld zur Bezahlung der Schulden, schicken woll oder nicht — Ich habe hier weiter nichts zu thun als täglich und stündlich Ihre Angelegenheiten zu beſorgen — Geruhen Sie daher das ſchnellſten Jemanden her zu senden, der die so gut eingeleiteten Geſchäfte übernimmt, bis dahin werde ich treulich und so viel in meinen Kräften steht fortwürken — Verzeihen es Ewr Durchlaucht, wann ich jenen Auftritt erwehne, wo Sie Heuthausen nach Kalisz sandten, den Hypothequen Bücher revidiren ließen, und wie der Patron / vieleicht im Wein wusch[?] / von arretiren laßen gesprochen hatte — dies ist beinahe Der 2te, vor den 3ten Fall mögte ich mich gerne sichern. Mit Blutenden Herzen werde ich die verlohrenen Zeit gedenken — Ich habe nichts und weiß hier nicht wo von ich leben soll — aber meinen Stolz sollen Sie gnädiger Herr mit ihren Todler nicht bringen, ich habe zu redlich gegen Sie gehandelt und alles geopfert — nie träumte ich von einseitigen Abmachungen mit den Künstl Erben, und bedaure daß Sie mich Ihr Zutrauen schenken wolten, wenn Sie in mir den AusanKopf glaubten — Schlüßlich muß ich hier noch bemerken, daß ick, als man mir gestern frug wem Sie sich als Administrator wünſchrei mögten, dem Hoffrath Hahn genannt habe — Ich solle auch deßfals Nachricht von Ewr Durchlaucht einhohlen — Mitt der nur möglichste Hochachtung und Respect bey ich Ewr Durchlaucht
Wien d. 15ten Febr.
1815.
ganz gehorsamer Diener
v Triebenfeld



