Traces in the Sand

Document 267 · Letter

13 January 1815

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld complains that since the letter of 17 December, which he received on the 21st, he has had nothing further from the Prince. He waits in vain for the letter to the Prince Chancellor, the blank forms, the power of attorney for Göschel, the written undertaking for Barbe concerning Koszęcin, and for money; he says Barbe can give nothing more. What worries him most is the report from Brzeg that has not arrived. He says Russia intends to approach our master about Poland.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 267
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Gnädigſter Fürſt und Herr!
  4. Heute ist es der 27 ste Tag, als Ewr Durchlaucht das lezterere Schreiben, von 17t Decbr durch den Neisser Bothen an mir ge-
  5. ſandt welches ich den 21 ten erhalten habe. Seit der Zeit habe ich keinen Buchstaben von Ewr Durchlaucht geſehen
  6. Umsonst hoffe ich auf das Schreiben am Fürsten Kanzler, auf die Blanquets, auch die Vollmacht für den
  7. Geheimen Rath v. Göschel — Ferner auf den Revers für B wegen Koschentin, und auf Geld —
  8. B[arbe] kan nicht weiter was geben und ich muß, so wahr ein Gott ist, hungere —
  9. Am allermeisten kümmert es mich daß ich von Brieg her nichts sehe und höhre — Gienge nur der Bericht
  10. nach Wunsche ein, so wäre schon alles gewonnen — wie in Feßeln geschmiedet muß ich hier umsonst sichzen
  11. und allein auf Nachrichten von daher mit Furcht und Zittern warten — hätte ich inzwischen oben erwehnte
  12. kapiere erhalten so hatte ich einigermaaßen in dieser und jener Sache fortwürken können, so aber
  13. muß ich ohne Geld und Nachrichten in der Bucht vor Ancker liegen und Hungern —
  14. B[arbe]: ſelbſt fängt ſchon an zu zagen und die angegebene Sache für halb unwahr, oder für eine unverzeihliche
  15. Nachläßigkeit zu halten — Er sagt, warum schickt der Fürst nicht die Sachen zu Estaffette — ich
  16. weiß der immer nicht wie ich das Dings bemänteln soll.
  17. Haben indes Ewr Durchlaucht würlich den 18 ten Decbr. obiges Schreiben und den 25 ten das Geld an mich
  18. abgesandt, auch noch weitern Briefe hieher geſchickt, ſo laßen Sie doch des allerbaldigten die Lauf
  19. Zettel hinterdran gehen und ordenen daß diese hier an mich abgegeben werden sollen —
  20. Übrigens ist hier noch alles beim Alten — noch läßt sich mit Gewißheit nichts bestimmen — Engelands
  21. zu rasch abgeschloßener Frieden mit Amerika erregt eine Sensation — Es scheint erst jezt das
  22. Wort hier bey den Congress führen zu wollen. Inzwischen scheint die Ostindische und Verſiſche
  23. Angelegenheit den Engeländern gefährlich zu werden, und da dürften sie wohl einen klein
  24. läutern Ton[?] führen müßen — Rußland will indes unsern Herrn wegen Pohlen absolut nahe treten.
  25. Gott weiß wie dies noch enden wird —
  26. Fürst Bartenstein Stetten ist von Paris retournirt — Er hatte eine bedeutende Forderung an
  27. Frankreich. Er ging selbst dahin und renehirte beim König der ihm 400000 Franken auszahlen läßt —
  28. Wenn hier alles noch nach Wunsch ginge, dann mögten Ewr durchlaucht, auch selbsten dahin
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  1. gehen und mit dem König von Fr. unmittelbar unterhandeln, ich glaube der Erfolg würde
  2. Ihren Wünschen entsprechen —
  3. Der biedere Fürst Hardenberg ist ziemlich von seiner etwas starken Unpäßlichkeit hergestelt —
  4. Gott erhalte den edlen Manne — den sonst steht die ganze Maschine still —
  5. Nochmahls bitte ich um die schnellste Nachricht was in Brieg geschaft, um den Revers, und um
  6. Geld — In tiefster Verehrung erſterbe
  7. Ewr Durchlaucht
  8. Wien d. 13tn Januar
  9. 1815.
  10. treu gehorsamer Diener
  11. v Triebenfeld