Document 265a · Letter part of Document 265
8 January 1815 [supplied]
Sławięcice (Schlawenschitz)
The writer thanks the Privy Councillor of State for having guided his affairs. Everything depends on the advance of 112/m Rthl: then, he says, the King would be released from the obligation, would get back the debt instrument for 300/m Rthl, and the creditors would be satisfied. The advance could be paid off, he says, out of monies that Cosmar is holding back: 60,000 Rthl for his son August, 100/m Rthl for the eldest son, and more than 48,000 Rthl for the writer himself.
Der Schreiber dankt dem Geheimen Staats Rath dafür, dass er seine Angelegenheiten gelenkt hat. Alles hängt am Vorschuss von 112/m Rthl: Dann wäre der König ex nexu, erhielte das Schuldinstrument über 300/m Rthl zurück, und die Gläubiger würden befriedigt. Tilgen ließe sich der Vorschuss aus Geldern, die Cosmar zurückhält: 60000 Rthl für Sohn August, 100/m Rthl für den ältesten Sohn und über 48000 Rthl für den Schreiber.
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- Hoch Wohlgeborner Herr
- Höchstverehrter Herr Geheimer Staats Rath!
- Ewr Hochwohlgeboren haben, wie mir der Krieges Rath von Triebenfeld schreibt
- meine Angelegenheiten so weise gelenckt, daß ich den glücklichsten Erfolg meiner
- Wünsche, und vorzüglich die Rettung aus den Handen des Bosen p Cosmars mit der
- größten zuversicht entgegen sehen darf. Meinen ewigen Dank zolle ich dieselben dafür
- durch den Bericht des brieger Ober Landes Gerichts wird alles bethätiget werden, was ich
- durch den H. v. Triebenfeld und Hoffrath Hahn habe verstellen laßen, bereits habe ich
- an Triebenfeld einen Extract von den Antrag des vorgedachten Collegiums gesandt,
- welcher er Ewr Hochwohlgeboren vorzeigen kan.
- Alles (und daß dagegen die sämtliche Majorats Güter für Rechnung des Königes administrat werden) kömt jezt nur darauf an, daß der Vorschuß von 11213. Gü[t?] befriedigung
- der Burischen Erben accordirt wirdt, gewährt man mir diese Bitte, so ist mein
- vorzugleichster Wunsch erreicht, der König ist sogleich gänzlich ex nexu gesezt und
- erhält sofort das garantirte Schuld Instrument über 300/m rt. geruck, alle andere
- Gläubiger werden befriediget, Cosmars Einfluß auf die Majorats Güter hat also
- bald ein Enden, so Majestät wird iez der alten Schuld von 35/m rt eine Summa
- von 461000 rt erhalten, und ich bin gerettet und darf nicht mehr Noth leiden.
- zur Tilgung des Vorschußes von 112/m und respect. 35000 rt. hat H. v Triebenfeld
- zwar einen Zeit raum von 6 Jahren angenommen, wo er wieder in der Casse
- aus welcher er gegeben werden dürfte zurückgezahlt sein solte,
- dieser Zeitraum wird aber nicht nöthig sein, wie die Causa das Capital zu rem-
- bourssiren, den 1stens muß Cosmar an 60000 rt. hinter sich haben was mein
- Sohn August durch 3 Jahre erhalten sollen, als wofür er jezt die 3[?] Hohenlohischen
- fürsten Thümer besitzt — 2 tens muß er die 100/m rt. nachweisen welche meinen
- altesten Sohn zur Tilgung der Schulden im Hohenlohschen, von der Seel.
- fürsten Sacke aus ihren Vermögen vermacht sind. 3[?] bis muß Cosmar an
- die an mir zu zahlende Gelder mehr den 48000 rt. hinter sich haben — Aus
- diesen bedeutenden Fonds, da selbige dargaben doch nicht ins Ausland gegeben werden
- dürfen, kan die Cassen Vorschuß allerbäldigst getilgt und hernach
- zu dem bestimten Behufs wieder aus die Maj Güter eingezogen werden.
- daß man sich übrigens Garischer Seits mit 112/m rt. begnügen will darüber
- kan Ewr Hochwohlgeborn H. v Triebenfeld den Beweis vorlegen
- die vorzüglichste Hochachtung und gröste Dankbarkeit ist es mit welcher ich stets
- sein würde.
- Ew. Hochwohlgeborn
- Schlawenschitz
- den 8ten Januar 1815.
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Hoch Wohlgeborner Herr
Höchstverehrter Herr Geheimer Staats Rath!
Ewr Hochwohlgeboren haben, wie mir der Krieges Rath von Triebenfeld schreibt meine Angelegenheiten so weise gelenckt, daß ich den glücklichsten Erfolg meiner Wünsche, und vorzüglich die Rettung aus den Handen des Bosen p Cosmars mit der größten zuversicht entgegen sehen darf. Meinen ewigen Dank zolle ich dieselben dafür durch den Bericht des brieger Ober Landes Gerichts wird alles bethätiget werden, was ich durch den H. v. Triebenfeld und Hoffrath Hahn habe verstellen laßen, bereits habe ich an Triebenfeld einen Extract von den Antrag des vorgedachten Collegiums gesandt, welcher er Ewr Hochwohlgeboren vorzeigen kan.
Alles (und daß dagegen die sämtliche Majorats Güter für Rechnung des Königes administrat werden) kömt jezt nur darauf an, daß der Vorschuß von 11,213. Gü[t?] befriedigung der Burischen Erben accordirt wirdt, gewährt man mir diese Bitte, so ist mein vorzugleichster Wunsch erreicht, der König ist sogleich gänzlich ex nexu gesezt und erhält sofort das garantirte Schuld Instrument über 300/m rt. geruck, alle andere Gläubiger werden befriediget, Cosmars Einfluß auf die Majorats Güter hat also bald ein Enden, so Majestät wird iez der alten Schuld von 35/m rt eine Summa von 461,000 rt erhalten, und ich bin gerettet und darf nicht mehr Noth leiden. zur Tilgung des Vorschußes von 112/m und respect. 35,000 rt. hat H. v Triebenfeld zwar einen Zeit raum von 6 Jahren angenommen, wo er wieder in der Casse aus welcher er gegeben werden dürfte zurückgezahlt sein solte, dieser Zeitraum wird aber nicht nöthig sein, wie die Causa das Capital zu rembourssiren, den 1stens muß Cosmar an 60,000 rt. hinter sich haben was mein Sohn August durch 3 Jahre erhalten sollen, als wofür er jezt die 3[?] Hohenlohischen fürsten Thümer besitzt — 2 tens muß er die 100/m rt. nachweisen welche meinen altesten Sohn zur Tilgung der Schulden im Hohenlohschen, von der Seel. fürsten Sacke aus ihren Vermögen vermacht sind. 3[?] bis muß Cosmar an die an mir zu zahlende Gelder mehr den 48,000 rt. hinter sich haben — Aus diesen bedeutenden Fonds, da selbige dargaben doch nicht ins Ausland gegeben werden dürfen, kan die Cassen Vorschuß allerbäldigst getilgt und hernach zu dem bestimten Behufs wieder aus die Maj Güter eingezogen werden. daß man sich übrigens Garischer Seits mit 112/m rt. begnügen will darüber kan Ewr Hochwohlgeborn H. v Triebenfeld den Beweis vorlegen die vorzüglichste Hochachtung und gröste Dankbarkeit ist es mit welcher ich stets sein würde.
Ew. Hochwohlgeborn
Schlawenschitz
den 8ten Januar 1815.
